Die folgende Arbeit befasst sich mit den neuen DIN VDE Normen zur Errichtung elektrischer Anlagen in gasexplosionsfähigen Bereichen. Sie soll einen kurz gefassten Überblick über die wesentlichen Gesichtspunkte des Explosionsschutzes geben. Verbindlich für die Pflichten der Hersteller, Errichter und Betreiber von elektrischen Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen sind die gesetzlichen Verordnungen.
Es wird auf die historische Entwicklung bis zu den neusten ATEX - Richtlinien und nationalen Neuerungen eingegangen. Durch eine große Anzahl von Normen und EG-Richtlinien wird detailliert auf Schutzmaßnahmen, Zoneneinteilungen und Zündschutzarten hingewiesen. Die Kennzeichnung explosionsgeschützter elektrischer Betriebsmittel ist für jeden Betreiber und Errichter eine der wichtigsten Bestimmungen. Es wird nicht auf Kabeltypen und fachgerechter Brandschottung eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Rechtsvorschriften
1.1 Historische Entwicklung
1.2 Neue EG-Richtlinien
1.3 Nationale Neuerungen
1.4 Sonstige nationale Vorschriften
2 Physikalische Grundbegriffe und Definitionen
2.1 Definitionen
2.2 Explosionsschutzmaßnahmen
2.3 Zoneneinteilung
2.4 Kennzeichnung von Ex-Bereichen
2.5 Kennzeichnung elektrischer Betriebsmittel in Ex-Bereichen
3 Zündschutzarten, Vermeidungen anderer Zündquellen
3.1 Tabelle der Zündschutzarten
3.1 Vermeiden anderer Zündquellen
4 Kenngrößen brennbarer Stoffe
4.1 Definitionen
4.2 Temperaturklassen
5 Kennzeichnung Ex-geschützter elektrischer Betriebsmittel
6 ATEX – und was steckt dahinter ?
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Belegarbeit gibt einen strukturierten Überblick über die gesetzlichen und normativen Anforderungen an elektrische Anlagen in gasexplosionsgefährdeten Bereichen. Ziel ist es, die Verantwortlichkeiten von Herstellern, Errichtern und Betreibern unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen und aktueller europäischer ATEX-Richtlinien darzulegen.
- Historische und aktuelle Rechtsvorschriften im Explosionsschutz
- Physikalische Grundlagen und Zoneneinteilung
- Schutzmaßnahmen und Zündschutzarten für elektrische Betriebsmittel
- Kenngrößen brennbarer Stoffe (Flammpunkt, Zündtemperatur)
- Korrekte Kennzeichnung von Ex-Betriebsmitteln
Auszug aus dem Buch
1.1 Historische Entwicklung
Die Wurzeln des Explosionsschutzes liegen im Bergbau unter Tage und in der Erdöl- und Erdgasförderung. In vielen Industriezweigen entweichen bei der Herstellung, Verarbeitung, Transport und Lagerung brennbarer Stoffe Gase, Dämpfe oder Nebel. Diese bilden mit dem Sauerstoff der Luft eine explosionsfähige Atmosphäre. Bei der Entzündung dieser Atmosphäre treten Explosionen auf. Zur Vermeidung von Explosionsgefahren sind in den meisten Ländern Schutzvorschriften in Form von Gesetzen, Verordnungen und Normen entwickelt worden. Auf diesen Grund beruht dann 1926 auch die erste VDE Bestimmung (VDE 0170) für Schlagwetterschutz elektrischer Anlagen.
Ab 1935 wurde in Deutschland die VDE 0165 „Leitsätze für die Errichtung elektrischer Anlagen in explosionsgefährdeten Betriebsstätten und Lagerräumen“ herausgegeben. 1943 erschien die VDE 0171 „Bau explosionsgeschützter elektrischer Betriebsmittel“. Neben den Anforderungen an Bauart und Ausführung der Betriebsmittel wurde zum ersten mal eine einheitliche Kennzeichnung (Ex) eingeführt. Alle Vorschriften/Richtlinien wurden im Laufe der Zeit entsprechend dem vorliegendem Wissensstand und Erkenntnissen ständig aktualisiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Rechtsvorschriften: Erläutert die historische Entwicklung des Explosionsschutzes und führt die relevanten europäischen sowie nationalen Richtlinien und Normen auf.
2 Physikalische Grundbegriffe und Definitionen: Definiert grundlegende Begriffe wie Explosion, Explosionsschutzmaßnahmen und beschreibt die Zoneneinteilung für Anlagenteile.
3 Zündschutzarten, Vermeidungen anderer Zündquellen: Behandelt die normativen Bau- und Prüfbestimmungen für Betriebsmittel sowie notwendige Schutzmaßnahmen gegen elektrostatische Aufladung.
4 Kenngrößen brennbarer Stoffe: Erklärt maßgebliche sicherheitstechnische Parameter wie Flammpunkt, Zündtemperatur und erläutert die Einteilung in Explosionsgruppen.
5 Kennzeichnung Ex-geschützter elektrischer Betriebsmittel: Beschreibt die erforderlichen Angaben auf Typenschildern, um den Einsatzbereich und die Konformität eines Gerätes nachzuweisen.
6 ATEX – und was steckt dahinter ?: Klärt das Begriffsverständnis zu den ATEX-Richtlinien und stellt die Verbindung zwischen Richtlinien und harmonisierten Europanormen her.
Schlüsselwörter
Explosionsschutz, ATEX, Zündschutzart, Zoneneinteilung, elektrische Anlagen, Explosionsgruppe, Temperaturklasse, Betriebsmittel, VDE, Gerätesicherheit, Zündquelle, Brennbare Stoffe, Konformitätsbescheinigung, Explosionsfähige Atmosphäre, Flammpunkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb von elektrischen Anlagen in Umgebungen, in denen ein Risiko für Gasexplosionen besteht.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Schwerpunkte sind gesetzliche Vorschriften, physikalische Explosionsgrundlagen, Zoneneinteilungen, Zündschutzarten sowie die Kennzeichnung von Betriebsmitteln.
Was ist das primäre Ziel der Belegarbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über den Explosionsschutz zu geben und die Pflichten für Hersteller und Betreiber bei der Umsetzung neuer Richtlinien zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Normenanalyse, die den Stand der Technik und die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Zeitpunkt 2005 zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die technischen Anforderungen, die Einteilung in Ex-Zonen, Sicherheitskenngrößen wie Zündtemperaturen und die korrekte Gerätebeschriftung detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe ATEX, Explosionsschutz, Zündschutzart und Zoneneinteilung definieren.
Wann ist eine Zoneneinteilung zwingend erforderlich?
Eine Zoneneinteilung ist erforderlich, sobald bei der Verarbeitung oder Lagerung brennbarer Gase oder Flüssigkeiten die Bildung einer explosionsfähigen Atmosphäre wahrscheinlich ist.
Welche Bedeutung hat das Typenschild an einem Ex-Gerät?
Das Typenschild ist essenziell, da es dem Betreiber erlaubt, die Eignung eines Gerätes für die spezifische Zone, die Explosionsgruppe und die Temperaturklasse unmittelbar zu prüfen.
- Quote paper
- Dipl. - Ing. Kevin Drews (Author), 2004, ATEX Richtlinien. Elektrische Anlagen in gasexplosionsgefährdeten Bereichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62382