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Das Direktorium in der Französischen Revolution (1795-1799 )

Title: Das Direktorium in der Französischen Revolution (1795-1799 )

Seminar Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jens Wittig (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Die Französische Revolution stellt wohl eines der herausragendsten und wichtigsten Ereignisse der Geschichte des „alten Kontinents“ und der gesamten Welt dar. Sie war es, die zum ersten Mal mit den zu diesem Zeitpunkt in Europa vorherrschenden monarchischabsolutistischen Staatformen brach und in ihrem zehnjährigem Verlauf von 1789 bis 1799 Ergebnisse und Ideen hervorbrachte, die so bis dahin noch nicht gekannt und für möglich gehalten wurden und die teilweise bis heute in den modernen Staaten verankert sind. Auch aus diesem wird Grund wird sie als großer Einschnitt in der neueren Historie gesehen. Es wäre nun vermessen, einen solch gewichtigen Ablauf von historischen Gegebenheiten in einer Arbeit dieses Umfangs zu betrachten und dabei zu behaupten, man könne auch nur annähernd den Anspruch von zufriedenstellender Vollständigkeit erfüllen. Deshalb soll sich das Folgende auf den letzten Abschnitt dieser Revolution von 1795 bis 1799 beschränken, ergo dem der Zeit der Regentschaft des Direktoriums. Diese Zeit ist wohl im Vergleich zu der unmittelbar davor, das heißt den Anfängen der Revolution und der Schreckensherrschaft der Jakobiner, und der danach folgenden Epoche Napoleons I. und seiner Feldzüge durch Europa in der Geschichtsforschung relativ wenig beachtet worden. Das Direktorium blieb „als Nachfolger von Helden und Vorläufer eines legendären Genies“ 1 relativ blass. Es ist mir daher nicht gelungen, eine Monographie oder ähnlich ausführliche Betrachtung aufzufinden, die sich auschließlich oder sehr tiefgründig mit der Direktorialzeit beschäftigt und daher das Prädikat „Standardwerk“ diesbezüglich verdient hätte. Als Grundlage für meine Arbeit nahm ich deshalb quasi gezwungenermaßen größtenteils Einzelbetrachtungen der gesamten Französischen Revolution oder Schriften über den Zeitraum, in dem sie lag. Es sei hier unter anderem verwiesen auf „1789. Die Große Revolution der Franzosen“ von Walter Markov und Albert Soboul, desgleichen auf den von Jean Favier herausgegebenen vierten Band der Reihe „Geschichte Frankreichs“, in dem die französische Nation im Zeitalter seiner Revolutionen beleuchtet wird, sowie die Monographie gleichen Titels von Heinz-Otto Sieburg. Diese Werke würde ich von denen, die mir zur Verfügung standen, als die besten Darstellungen zum Thema bezeichnen. Ich möchte dieses nun folgendermaßen gliedern: [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Direktorium in der Französischen Revolution

1. Vorgeschichte

2. Die Direktorialverfassung

3. Das erste Direktorium

4. Wahlmanipulationen und Staatstreiche

5. Das Direktorium und Europa

6. Das Ende des Direktoriums

III. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ära des Direktoriums in der Französischen Revolution zwischen 1795 und 1799, mit dem Ziel, die Ursachen für die Entstehung dieser Regierungsform sowie die Gründe für ihr letztendliches Scheitern und den Mangel an Stabilität zu analysieren.

  • Die politische und wirtschaftliche Ausgangslage nach der Schreckensherrschaft
  • Struktur und Funktionsweise der Direktorialverfassung
  • Die Rolle der Wahlmanipulationen und Staatstreiche als Mittel der Machtausübung
  • Außenpolitik, Koalitionskriege und die zunehmende Abhängigkeit vom Militär
  • Der Übergang zur Konsulatsverfassung unter Napoleon Bonaparte

Auszug aus dem Buch

3. Das erste Direktorium

Infolge der geschilderten Ereignisse sah sich die royalistische Opposition genötigt, gewaltsame Mittel anzuwenden und dadurch die anstehenden Wahlen zur Legislative zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Der Aufstand vom 03. – 05. Oktober in Paris richtete sich gegen das Zwei-Drittel-Dekret, war aber inoffiziell wohl von gegenrevolutionären Gedanken getragen. Die „Drahtzieher“ bildeten eine Zentralkommission, zogen 20000 Mann zusammen und besetzten den Großteil der Hauptstadt. Der Konvent reagierte mit der Schaffung eines Verteidigungsausschusses unter dem späteren Direktoriumsmitglied Barras und stellte drei Schutzbataillone auf. Von Barras beauftragt konnte der Aufstand am 05. Oktober vor allem durch General Napoleon Bonaparte niedergeschlagen werden. So wurden die royalistischen Ambitionen vorerst zurückgewiesen und der Konvent löste sich am 26. Oktober unter gleichzeitiger politischer Generalamnestie auf.

In den Wahlen vom Oktober wurden nur 413 ehemalige Konventsmitglieder gewählt, die vorgesehenen zwei Drittel wurden dann durch gemäßigte Republikaner ergänzt. Das letzte Drittel bestand überwiegend aus Anhängern der Monarchie. In das fünfköpfige Direktorium wurden Barras, La Revellière, Letourneur, Reubell und Carnot gewählt, die allesamt 1793 für die Hinrichtung Ludwigs XVI. gestimmt hatten und damit als „Königsmörder galten. Aufgrund dessen war ein Ausgleich mit der royalistischen Opposition, unmöglich, zumal sich die Direktoren neben der Sicherung des Friedens, der Wiederbelebung der Wirtschaft und der Sanierung der Finzanzen auch die Bekämpfung des Royalismus zum Programm machten. Es gelang ihnen jedoch nie, sich einen Rückhalt in der breiten Masse der Bevölkerung zu sichern. Die Voraussetzung dazu war in erster Linie eine Ordnung der Wirtschaft und Finanzen, womit das Direktorium jedoch „völligen Schiffbruch“ erlitt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung verortet das Direktorium als wenig beachtete Übergangsphase zwischen der Jakobinerherrschaft und der Ära Napoleons und erläutert die methodische Grundlage der Arbeit.

II. Das Direktorium in der Französischen Revolution: Dieses Hauptkapitel analysiert die historischen Rahmenbedingungen, die Verfassung von 1795, die politischen Machtkämpfe durch Staatsstreiche, die europäische Außenpolitik und das Scheitern der Exekutive.

1. Vorgeschichte: Beschreibt die katastrophale wirtschaftliche Lage und die soziale Unzufriedenheit nach dem Sturz Robespierres, die zur Verabschiedung einer neuen Verfassung führten.

2. Die Direktorialverfassung: Erläutert das neue Verfassungssystem mit seiner Gewaltenteilung, dem Zensuswahlrecht und der Exekutivgewalt des fünfköpfigen Direktoriums.

3. Das erste Direktorium: Beleuchtet die schwierige Etablierung des Direktoriums, die Herausforderungen durch den Royalismus und das Scheitern der ökonomischen Stabilisierung.

4. Wahlmanipulationen und Staatstreiche: Analysiert den Übergang zu einer autoritären Herrschaftspraxis, in der das Direktorium versuchte, durch Eingriffe in den Wahlprozess und Militärgewalt an der Macht zu bleiben.

5. Das Direktorium und Europa: Untersucht den Zusammenhang zwischen kriegerischen Erfolgen, der Abhängigkeit von der Armee und der Bedeutung der Außenpolitik für den Erhalt des Systems.

6. Das Ende des Direktoriums: Beschreibt den finalen Machtverlust des Direktoriums und den Staatsstreich vom 9./10. November 1799, der den Weg in die Konsulatsverfassung ebnete.

III. Schlussbetrachtung: Führt die Gründe für das Scheitern zusammen, insbesondere die wirtschaftliche Krise, den Mangel an demokratischem Rückhalt und die fatale Abhängigkeit vom Militär.

Schlüsselwörter

Direktorium, Französische Revolution, Direktorialverfassung, Napoleon Bonaparte, Staatsstreich, Royalismus, Jakobiner, Wirtschaftskrise, Koalitionskriege, Konvent, Exekutive, Legislative, Wahlmanipulation, Balancepolitik, Republik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Regierungszeit des Direktoriums in Frankreich in den Jahren 1795 bis 1799 und analysiert die politischen sowie sozialen Bedingungen dieser Epoche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Verfassung von 1795, die politische Instabilität, die Rolle des Militärs sowie der Einfluss der wirtschaftlichen Lage auf das Überleben der Regierung.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern des Direktoriums zu identifizieren und zu erklären, warum es der Regierung nicht gelang, Stabilität und gesellschaftlichen Rückhalt zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Darstellungen der Französischen Revolution basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte, die Analyse der Verfassungsstruktur, die Beschreibung der Wahlmanipulationen, den Einfluss der Außenpolitik sowie den finalen Zusammenbruch der Regierungsform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt am besten?

Zentrale Begriffe sind Direktorium, Staatsstreich, Napoleon Bonaparte, Direktorialverfassung und Wirtschaftskrise.

Warum war das Direktorium in der Bevölkerung so unbeliebt?

Die Unbeliebtheit resultierte aus der katastrophalen Wirtschaftslage, der grassierenden Inflation und dem Umstand, dass die Regierung keine stabile soziale Basis fand, sondern sich zunehmend auf Militärgewalt stützte.

Welche Bedeutung spielte Napoleon Bonaparte für das Direktorium?

Napoleon fungierte als notwendiges Instrument für das Direktorium, um Aufstände niederzuschlagen und Macht zu sichern, wurde aber gleichzeitig durch seine wachsende Popularität zu einer Gefahr für das politische System, bis er es schließlich selbst stürzte.

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Details

Title
Das Direktorium in der Französischen Revolution (1795-1799 )
College
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte)
Course
Europa im Zeitalter Napoleons I.
Grade
1,7
Author
Jens Wittig (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V62396
ISBN (eBook)
9783638556453
ISBN (Book)
9783656788645
Language
German
Tags
Direktorium Französischen Revolution Europa Zeitalter Napoleons
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Wittig (Author), 2004, Das Direktorium in der Französischen Revolution (1795-1799 ), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62396
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