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ESVP-Missionen auf dem Balkan: Die EU zwischen Krisenmanagement und Konfliktlösung

Title: ESVP-Missionen auf dem Balkan: Die EU zwischen Krisenmanagement und Konfliktlösung

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 28 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Michael Bleidt (Author)

Politics - Region: Southeastern Europe
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Summary Excerpt Details

Thema dieser Arbeit sind die Missionen im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) auf dem Balkan, also das polizeiliche und militärische Engagement der Europäischen Union im ehemaligen Jugoslawien.Um die Missionen europäischer Kräfte im Rahmen der ESVP auf dem Balkan ausführlich darstellen und bewerten zu können, ist es notwendig, sich mit dem Balkan geographisch und geschichtlich zu beschäftigen und den Konflikt oder besser die Konflikte auf diesem Gebiet umfassend darzustellen. Es hat den Anschein, dass ein großer Teil der Öffentlichkeit den Jugoslawienkrieg offenbar als einen undurchschaubaren Konflikt mit zahlreichen bekannten Einzelheiten und Personen, aber ohne einen allumfassenden Zusammenhang in Erinnerung hat. Daher ist eine knappe Chronik der Vorgänge mit den wichtigsten Vorzeichen zu erstellen, bevor man sich an die Beurteilung jüngerer Entwicklungen und der aktuellen Lage heranwagt. Ein weiterer Anreiz für das Verfassen dieser Arbeit stellt sicherlich die allgemein anerkannte Tatsache dar, dass neben militärischen Kriseneinsätzen und Friedenssicherungsmissionen, die Wichtigkeit polizeilichen Krisenmanagements immer weiter in den Vordergrund rückt 1 und in der neueren Entwicklung als unabdinglich für eine nachhaltige Friedenssicherung angesehen wird. Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Aspekte ist diese Arbeit in vier Kapitel gegliedert: Auf diese Einleitung mit einigen Vorbemerkungen und der geographischen Abgrenzung des Balkans und dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens an ihrem Schluss, folgt im zweiten Kapitel eine ausführliche Darstellung der Chronologie der verschiedenen Konflikte in dieser Region. Die Konflikte sind ausgesprochen vielschichtig und ungemein zahlreich, so dass die Darstellung der Geschichte mit dem Berliner Kongress von 1878 beginnt und in der Gegenwart endet. Im dritten Kapitel findet eine detaillierte Darstellung der polizeilichen und militärischen Friedenssicherung im Rahmen der ESVP statt, wobei sich die Ausführungen wegen des Rahmens dieser Arbeit im Wesentlichen auf die Missionen in Bosnien-Herzegowina beschränken. Hier soll auch eine Evaluation der Erfolge und Probleme der Missionen stattfinden. Im vierten Kapitel, dem Fazit, wird die aktuelle Entwicklung im ehemaligen Jugoslawien in Betracht gezogen, sowie ein Zukunftsausblick für die Region gewagt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chronik Jugoslawiens

2.1 Berliner Kongress

2.2 Balkankriege

2.3 Erster und Zweiter Weltkrieg

2.4 Das „Zweite Jugoslawien“ und der Zerfall der Republik

2.5 Der Bürgerkrieg

2.5.1 Das Friedensabkommen von Dayton

2.6 Friedenssicherung nach dem Bürgerkrieg

3. Die Friedenssicherung im Rahmen der ESVP

3.1 Die zivile Sicherung durch die EUPM

3.2 Die militärische Sicherung durch die EUFOR - Operation „Althea“

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das zivile und militärische Engagement der Europäischen Union im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) auf dem Balkan, mit einem Fokus auf Bosnien-Herzegowina, um die Effektivität von Krisenmanagement und Konfliktlösung zu evaluieren.

  • Historische Chronologie der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien
  • Die Rolle der polizeilichen Krisenbewältigung (EUPM)
  • Militärische Friedenssicherung durch die Operation EUFOR „Althea“
  • Evaluation von Erfolgen und strukturellen Problemen der ESVP-Missionen
  • Zukunftsperspektiven für die Stabilität der Balkanregion

Auszug aus dem Buch

3.1 Die zivile Sicherung durch die EUPM

In der praktischen Umsetzung der Europäischen Friedenssicherungspolitik hat sich der Grundsatz durchgesetzt, dass eine dauerhafte Friedenssicherung nur durch den Aufbau (Reform) demokratischer Polizeiinstitutionen möglich ist.

Dies hat zwei zentrale Gründe: Zum einen ist nur eine demokratische, menschenrechtsorientierte Polizei in der Lage die Menschen eines Staates und deren Eigentum unabhängig von ihrer ethnischen, ökonomischen oder sozialen Herkunft zu schützen. Ebenso ist es nur einer solchen Polizei möglich, in öffentlichen Räumen, welche enorm wichtig für die Entwicklung und Entfaltung einer demokratischen Gesellschaft sind, die Ordnung aufrecht zu erhalten.

Nur die Sicherheit eines jeden Bürgers, dass die Gleichheit vor dem Recht für alle garantiert ist, lässt die Entfaltung einer friedlichen demokratischen Gesellschaft zu. Darüber hinaus ist die Sicherheit der Bürger vor Kriminalität in jeglicher Form unabdingbar für die Rehabilitation und der Etablierung von Werten in der Post-Konflikt-Gesellschaft.

Zum zweiten hält die Polizei zusammen mit Militär das Gewaltmonopol des Staates aufrecht. Dieses repressive Element einer Gesellschaft lässt sich jedoch nur aufrechterhalten, wenn die Staatsgewalt gegenüber der Bevölkerung berechenbar und verlässlich bleibt. Polizeiwillkür, Machtausnutzung, Verfolgung oder gar Tötungen würden das Vertrauen der Bevölkerung in öffentliche Institutionen auf tiefste erschüttern und die Friedenssicherung enorm behindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der ESVP-Missionen auf dem Balkan ein, umreißt die Notwendigkeit historischer Kontextualisierung und definiert den Fokus auf Bosnien-Herzegowina.

2. Chronik Jugoslawiens: Das Kapitel liefert eine detaillierte historische Übersicht über die Entwicklung der Region, angefangen vom Berliner Kongress 1878 über die Weltkriege bis hin zum Zerfall Jugoslawiens und dem darauffolgenden Bürgerkrieg.

3. Die Friedenssicherung im Rahmen der ESVP: Hier erfolgt eine Analyse der europäischen Sicherheitsstrategie sowie eine spezifische Untersuchung der Polizeimission EUPM und der militärischen Operation EUFOR „Althea“ in Bosnien-Herzegowina.

4. Fazit: Das Fazit bewertet den Beitrag der EU zur Stabilität in der Region, beleuchtet operative Herausforderungen und wagt einen Ausblick auf die weitere demokratische Entwicklung der Nachfolgestaaten.

Schlüsselwörter

ESVP, Balkan, Bosnien-Herzegowina, EUPM, EUFOR, Althea, Krisenmanagement, Konfliktlösung, Friedenssicherung, Jugoslawien, Slobodan Milosevic, Dayton-Abkommen, Demokratisierung, organisierte Kriminalität, Nationbuilding.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das polizeiliche und militärische Engagement der EU im Rahmen der ESVP in Bosnien-Herzegowina und bewertet die Bemühungen zur Stabilisierung der Region.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Chronologie des ehemaligen Jugoslawiens, der zivilen Polizei-Reform durch die EUPM und der militärischen Präsenz durch die EUFOR-Operation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Evaluation der Erfolge sowie der strukturellen Probleme der EU-Friedensmissionen bei der Konfliktlösung und beim Nationbuilding.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um ausgehend von einer Chronik der Ereignisse den aktuellen Stand und die Problematiken der EU-Missionen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Region, eine detaillierte Darstellung der EUPM-Polizeiarbeit sowie der EUFOR-Operation unter Berücksichtigung der europäischen Sicherheitsstrategie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind unter anderem ESVP, Krisenmanagement, Demokratisierung, Friedenssicherung und die Stabilisierung des Westbalkans.

Welche Rolle spielte die EUPM bei der Polizeireform?

Die EUPM unterstützte die Implementierung und Restrukturierung nationaler Polizeikräfte, um Standards der Rechtsstaatlichkeit, Unabhängigkeit von politischer Einflussnahme und effektive Verbrechensbekämpfung zu etablieren.

Warum wird die Entscheidungsfindung der EU im Kontext der Krisenmissionen als problematisch eingestuft?

Es wird kritisiert, dass der EU-Apparat für schnelle Krisenreaktionen oft zu langsam agiert, was zu Engpässen bei Material und Personal sowie Abhängigkeiten von NATO-Infrastrukturen führen kann.

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Details

Title
ESVP-Missionen auf dem Balkan: Die EU zwischen Krisenmanagement und Konfliktlösung
College
University of Marburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Entwicklungen und Perspektiven der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Grade
1,5
Author
Michael Bleidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V62399
ISBN (eBook)
9783638556477
ISBN (Book)
9783656814504
Language
German
Tags
ESVP-Missionen Balkan Krisenmanagement Konfliktlösung Entwicklungen Perspektiven Sicherheits- Verteidigungspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Bleidt (Author), 2006, ESVP-Missionen auf dem Balkan: Die EU zwischen Krisenmanagement und Konfliktlösung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62399
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