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Alzheimer disease - Arbeitsgedächtnis und zentral-exekutive Leistungen

Title: Alzheimer disease - Arbeitsgedächtnis und zentral-exekutive Leistungen

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Julia Rosenberger (Author)

German Studies - Linguistics
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Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit den Funktionen des Arbeitsgedächtnisses sowie deren Dysfunktionen in Bezug auf die Alzheimerkrankheit. Im ersten Teil wird das Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley vorgestellt, wobei der Akzent auf der Betrachtung der zentralen Exekutive liegt. Der zweite Teil der Arbeit soll eine Verbindung zwischen diesem Modell, den Funktionen des Arbeitsgedächtnisses und der Alzheimerkrankheit schaffen, indem einige Studien, Testverfahren und deren Ergebnisse vorgestellt werden. Auch hier wird das Hauptaugenmerk auf die Funktionen der zentralen Exekutive und die mit dieser eng zusammen hängenden Aufmerksamkeit gerichtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arbeitsgedächtnis nach Baddeley

2.1.Phonological loop

2.2.Visospatial sketch pad

2.3.Central Executive

3. Alzheimer’s disease

3.1.Central Executive

3.2.Phonological Loop

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematischer Fokus

Diese Arbeit untersucht die Funktionen des Arbeitsgedächtnisses und deren spezifische Dysfunktionen im Kontext der Alzheimerkrankheit, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der zentralen Exekutive und den damit verbundenen Aufmerksamkeitsleistungen liegt.

  • Grundlagen des Arbeitsgedächtnismodells nach Baddeley
  • Analyse exekutiver Dysfunktionen bei Alzheimer-Patienten
  • Untersuchung von Testverfahren zur Diagnose planerischen Handelns
  • Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeitsdefiziten und exekutiven Störungen
  • Relevanz der Ergebnisse für den Alltag und die Therapie von Patienten

Auszug aus dem Buch

3.1 Central Executive

Für die Untersuchung exekutiver Dysfunktionen wurden „problem-solving tests“, also Tests die besonders das planerische und zielorientierte Handeln beleuchten, verwendet. Zwei der bekanntesten Testverfahren in Bezug auf planerisches Handeln und Problemlösung sind der Tower of London (TOL) und der Tower of Hanoi (TOH):

Zwar wird beim TOL-Test ebenso die Fähigkeit der räumlich-visuellen Vorstellung gefordert, doch erklären Rainville et al. (2002, 523f) schlechte Ergebnisse nicht mit Defiziten des räumlich-bildhaften Notizblocks, sondern führen sie auf andere Dysfunktionen des Working Memory zurück, da die Probanden am Ende des Tests stets fähig waren, die Kugeln in die gewünschte Position zu setzen. Sie hatten demnach keine Schwierigkeiten die „right – left and up – down relations between the balls“ zu koordinieren und zu verstehen (vgl. Rainville et al. 2002, 523f).

Die Ergebnisse und deren Interpretation leiteten die Forscher unter Anderem zu der Annahme, dass die begrenzte Kapazität der Gedächtnisspanne des Working Memory ein Auslöser für das Nichterreichen des gewünschten Ziels sein kann. In diesem Fall wird vermutet, dass die Probanden zwar den Weg richtig planen und fähig zu einer gelungenen Durchführung wären, die einzelnen Schritte aber nicht lange genug im Gedächtnis präsent sind und zur Verfügung stehen, um sie nach und nach zu verwirklichen. Dies ist sicher ein wichtiger Punkt, doch haben Ergebnisse gezeigt, dass nicht in jedem Fall mehr Items (hier in Form von Bewegung/Verschiebung der Kugeln) zu schlechteren Ergebnissen bei der Problemlösung führen müssen (vgl. Rainville et al. 2002, 525). So haben Patienten zum Teil Aufgaben mit einer größeren Anzahl an Bewegungen besser gelöst (vier Verschiebungen), als mit einer kleineren (drei Verschiebungen) (vgl. Rainville et al. 2002, 520f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley ein und skizziert die geplante Untersuchung exekutiver Dysfunktionen bei der Alzheimerkrankheit.

2. Arbeitsgedächtnis nach Baddeley: Dieses Kapitel erläutert die Struktur des Arbeitsgedächtnisses, bestehend aus der zentralen Exekutive und den Hilfssystemen wie der phonologischen Schleife und dem visuell-räumlichen Notizblock.

2.1.Phonological loop: Hier werden die Mechanismen der Aufnahme und Bereithaltung von verbalem Material sowie die Bedeutung des phonologischen Kurzzeitspeichers und des Rehearsalprozesses beschrieben.

2.2.Visospatial sketch pad: Dieses Kapitel behandelt das kurzzeitige Speichern und die Verarbeitung von visuell dargebotenen Informationen und deren funktionale Trennung.

2.3.Central Executive: Es wird die zentrale Rolle der Exekutive bei der Handlungssteuerung, Aufmerksamkeit und dem Einsatz des „supervisory attentional system“ (SAS) dargelegt.

3. Alzheimer’s disease: Dieser Abschnitt überträgt das theoretische Modell auf die Alzheimerkrankheit und zeigt auf, dass exekutive Defizite bereits in frühen Stadien auftreten können.

3.1.Central Executive: Anhand von Testverfahren wie dem Tower of London wird analysiert, wie planerisches Handeln und Hemmungsprozesse bei Alzheimer-Patienten beeinträchtigt sind.

3.2.Phonological Loop: Die Untersuchung der phonologischen Schleife bei Alzheimer zeigt, dass diese Teilsysteme oft erst in späteren Stadien der Erkrankung deutliche Leistungseinbußen aufweisen.

4. Schlussbemerkung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die Relevanz der Störungen für den Alltag sowie die Notwendigkeit gezielter Therapiemöglichkeiten betont.

Schlüsselwörter

Alzheimerkrankheit, Arbeitsgedächtnis, zentrale Exekutive, Aufmerksamkeit, phonologische Schleife, visuell-räumlicher Notizblock, exekutive Dysfunktionen, planerisches Handeln, Hemmungsprozesse, supervisory attentional system, kognitive Störungen, Neuropsychologie, Gedächtnisspanne, Handlungssteuerung, Alzheimer-Patienten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die kognitiven Beeinträchtigungen von Alzheimer-Patienten, insbesondere im Hinblick auf die Funktionen des Arbeitsgedächtnisses und die Rolle der zentralen Exekutive bei der Handlungssteuerung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen das Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley, die Erforschung exekutiver Funktionen, Aufmerksamkeitsleistungen sowie deren spezifische Störungen im Verlauf der Alzheimerkrankheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine Verbindung zwischen den theoretischen Modellen des Arbeitsgedächtnisses und den beobachteten klinischen Defiziten bei Alzheimer-Patienten herzustellen, um ein besseres Verständnis für die Krankheitsauswirkungen zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener neuropsychologischer Studien und der Auswertung von Ergebnissen standardisierter Testverfahren wie dem Tower of London oder dem Zweiaufgabenparadigma.

Was sind die Schwerpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch das Baddeley-Modell und den empirischen Teil, der durch Studien belegt, wie zentral exekutive Dysfunktionen und Aufmerksamkeitsdefizite das Verhalten von Patienten beeinflussen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Arbeitsgedächtnis, zentrale Exekutive, Alzheimer-Demenzen, Aufmerksamkeitssteuerung und exekutive Dysfunktionen.

Wie unterscheidet sich die Betroffenheit der phonologischen Schleife von der zentralen Exekutive bei Alzheimer?

Studien deuten darauf hin, dass die zentrale Exekutive und Aufmerksamkeitsleistungen bereits in sehr frühen Stadien beeinträchtigt sind, während die phonologische Schleife in der Regel erst in späteren Krankheitsstadien deutliche Defizite aufweist.

Warum ist das Zweiaufgabenparadigma wichtig für das Verständnis der Alzheimerkrankheit?

Es dient dazu, die Überlastung exekutiver Funktionen und Störungen der geteilten Aufmerksamkeit sichtbar zu machen, da Patienten Schwierigkeiten haben, simultane Handlungsanforderungen erfolgreich zu koordinieren.

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Details

Title
Alzheimer disease - Arbeitsgedächtnis und zentral-exekutive Leistungen
College
University of Freiburg  (Deutsches Seminar für deutsche Sprache)
Course
Neurolinguistik
Grade
1,5
Author
Julia Rosenberger (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V62462
ISBN (eBook)
9783638556972
ISBN (Book)
9783656793908
Language
German
Tags
Alzheimer Arbeitsgedächtnis Leistungen Neurolinguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Rosenberger (Author), 2006, Alzheimer disease - Arbeitsgedächtnis und zentral-exekutive Leistungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62462
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