Nach der Machtübernahme Hitlers im Jahre 1933 kontrollierten die Nationalsozialisten alle staatlichen Einrichtungen innerhalb kürzester Zeit. Durch die Gleichschaltung konnte die NSDAP ihre Macht absichern. Hitler begann das deutsche Volk für seine Zwecke zu formen. Auch Jugendliche konnten sich seinem Einfluss nicht entziehen. Hitler plante ein Volk zu erschaffen, das stark, athletisch und furchtlos sein sollte. Den Jugendlichen sollten die Attribute eines Soldaten anerzogen werden, damit sie eines Tages ohne Skrupel in den Krieg ziehen würden um den Lebensraum für das deutsche Volk zu vergrößern und zu verteidigen. Das Schwache sollte ausgemerzt werden. Die Mädchen sollten zu Müttern herangezogen werden, die dem Deutschen Reich eines Tages weitere starke und kampfwillige Söhne gebären sollten. In Reden und Schriften machte Hitler keinen Hehl daraus, welche Pläne er verfolgte. Er machte es sich zu Nutzen, dass Kinder und Jugendliche leichter zu beeinflussen sind und wollte ihnen einen wirklichen, tiefverwurzelten Glauben ans System anerziehen. Die nationalsozialistischen Ideologien sollten so dauerhaft im Volk verankert werden.
Lernziele: Die Schülerinnen und Schüler...
- lernen anhand der Problematik der Jugendorganisationen exemplarisch die Gleichschaltung des deutschen Volkes kennen.
- erarbeiten Hitlers Erziehungsziele, Methoden zur Durchsetzung dieser Ziele und die Reaktionen der Jugendlichen, indem sie Quellen auswerten.
- tragen fehlende Informationen zusammen und sichern diese in einem Mindmap, indem sie die Methode des Gruppenpuzzles durchführen.
- wenden erarbeitete Ergebnisse an, indem sie eine mögliche Entscheidung zum Beitritt in die Jugendorganisationen treffen und diese begründen.
Inhaltsverzeichnis
1. Bemerkungen zur Lerngruppe
2. Sachanalyse
3. Didaktischer Begründungszusammenhang
4. Methodischer Begründungszusammenhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit erläutert einen Unterrichtsentwurf zum Thema „Jugend im Nationalsozialismus“, dessen zentrales Ziel darin besteht, den Lernenden die Erziehungsziele und die Gleichschaltung der Jugend im NS-Staat durch die Auswertung von Primärquellen begreifbar zu machen und sie zur kritischen Reflexion über staatliche Beeinflussung anzuregen.
- Erziehungsziele und Ideologie des Nationalsozialismus
- Die Gleichschaltung der Jugendorganisationen (HJ/BDM)
- Methodische Umsetzung durch ein Gruppenpuzzle
- Reflexion über Widerstand und Mitläufertum
Auszug aus dem Buch
2. Sachanalyse
Nach der Machtübernahme Hitlers im Jahre 1933 kontrollierten die Nationalsozialisten alle staatlichen Einrichtungen innerhalb kürzester Zeit. Durch die Gleichschaltung konnte die NSDAP ihre Macht absichern. Hitler begann das deutsche Volk für seine Zwecke zu formen. Auch Jugendliche konnten sich seinem Einfluss nicht entziehen. Hitler plante ein Volk zu erschaffen, das stark, athletisch und furchtlos sein sollte. Den Jugendlichen sollten die Attribute eines Soldaten anerzogen werden, damit sie eines Tages ohne Skrupel in den Krieg ziehen würden um den Lebensraum für das deutsche Volk zu vergrößern und zu verteidigen.
Das Schwache sollte ausgemerzt werden. Die Mädchen sollten zu Müttern herangezogen werden, die dem Deutschen Reich eines Tages weitere starke und kampfwillige Söhne gebären sollten. In Reden und Schriften machte Hitler keinen Hehl daraus, welche Pläne er verfolgte. Er machte es sich zu Nutzen, dass Kinder und Jugendliche leichter zu beeinflussen sind und wollte ihnen einen wirklichen, tiefverwurzelten Glauben ans System anerziehen. Die nationalsozialistischen Ideologien sollten so dauerhaft im Volk verankert werden.
Im Alter von 10 Jahren wurden die Jungen als „Jungvolk“ und die Mädchen als „Jungmädel“ organisiert. Mit 14 Jahren stieg man auf in die „Hitlerjugend“ oder den „Bund Deutscher Mädel“. Das Freizeitangebot dieser Organisationen war sehr groß und zog somit viele Jugendliche an. Es wurden Wanderungen, Wochenendfahrten, Heimabende und Lagerfeuer angeboten. Im Laufe der Jahre erhöhte sich allerdings stetig der Druck auf diejenigen, die noch nicht beigetreten waren. Ab 1936 wurde die HJ/der BDM zur verpflichtenden Staatsjugend, während andere Jugendorganisationen verboten waren, sodass sich niemand mehr dem Einfluss des Staates entziehen konnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bemerkungen zur Lerngruppe: Analyse der sozialen Struktur, Motivation und Konzentrationsspanne der Klasse R 9.1 im Fach Weltkunde.
2. Sachanalyse: Historische Untersuchung der nationalsozialistischen Jugendpolitik, der Gleichschaltung und der Erziehungsideale Hitlers.
3. Didaktischer Begründungszusammenhang: Einordnung des Themas in den Lehrplan und Begründung der Relevanz für die politische Bildung der Lernenden.
4. Methodischer Begründungszusammenhang: Erläuterung der Entscheidung für die Methode des Gruppenpuzzles zur Steigerung der Konzentration und Eigenverantwortung.
Schlüsselwörter
Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel, Gleichschaltung, Erziehungsziele, Gruppenpuzzle, Quellenarbeit, Ideologie, Weltkunde, Schulerziehung, Jugendorganisationen, Drittes Reich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen detaillierten Entwurf für eine Prüfungslehrprobe im Fach Geschichte/Weltkunde, die sich mit der Erziehung der Jugend im Nationalsozialismus befasst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Erziehungsziele Hitlers, die Organisation der Hitlerjugend und des BDM sowie die methodische Vermittlung dieser historischen Inhalte.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich kritisch mit den Zielen des Nationalsozialismus auseinandersetzen und ihre eigene Haltung zur damaligen Pflichtmitgliedschaft in Jugendorganisationen reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Unterrichtsstunde wird primär durch die Methode des Gruppenpuzzles strukturiert, um ein schülerzentriertes und eigenverantwortliches Arbeiten zu ermöglichen.
Was wird im Hauptteil des Entwurfs behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der NS-Jugendpolitik, eine didaktische Begründung der Unterrichtsreihe und eine methodische Planung des Unterrichtsverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Entwurf?
Wichtige Begriffe sind Gleichschaltung, NS-Ideologie, Quellenarbeit, Gruppenpuzzle und Selbstkompetenz.
Warum wurde die Methode des Gruppenpuzzles gewählt?
Die Methode dient dazu, der Unruhe in der Klasse entgegenzuwirken, indem jeder Lernende für ein Teilthema verantwortlich gemacht wird und so kontinuierlich gefordert bleibt.
Welche Rolle spielen die fiktiven Briefe in der Unterrichtsstunde?
Die Briefe dienen als Einstiegsszenario, um Betroffenheit bei den Schülern auszulösen und sie dazu zu bringen, eine Entscheidung über den Beitritt zur HJ oder zum BDM zu simulieren.
- Quote paper
- Stephan Holm (Author), 2005, Unterrichtsstunde: Jugend im Nationalsozialismus - Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich über die Erziehungsziele des Nationalsozialismus im Deutschen Reich aus (9. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62508