Die Welt wird durch eine zunehmende Vernetzung komplexer und die Globalisierung der Märkte schreitet voran. Gerade größere Unternehmen versuchen durch Megafusionen sich an den global ausgetragenen Wettbewerb anzupassen, mwohingegen andere Unternehmen sich durch Unternehmenskooperationen oder -netzwerke an die geänderten Umweltbedingungen anpassen. An aktuellen Beispielen sieht man, wie Unternehmensnetzwerke gerade kleinen und mittleren Unternehmen zu neuem Wachstum verhelfen können. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei Unternehmensnetzwerken nicht um eine neue Organisationsform handelt. Weiterhin gibt es eine wachsenden Anzahl von Publikationen zum Thema. Wurden bis ungefähr zum Jahr 2000 hauptsächlich strukturelle Fragen von Unternehmensnetzwerken in der Forschung behandelt, lassen sich in jüngerer Zeit häufiger Publikationen zum Netzwerk- oder Kooperationscontrolling finden. Dieses Controlling in Netzwerken wird als notwendig erachtet, um mit den neuen Herausforderungen wie z.B. der steigenden Komplexität, fertig zu werden. Außerdem messen laut einer empirischen Untersuchung Experten dem Netzwerkcontrolling eine zunehmende Bedeutung für die Akzeptanz von Unternehmensnetzwerken gerade in mittelständischen Unternehmen bei. Es wird daher vorgeschlagen diesem Thema ein verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen. Unter Beratungsunternehmen wird in der Beherrschung von Netzwerken eine der aktuellen Herausforderungen im Controlling gesehen. Durch einen besseren Informationsfluss im Netzwerk wird es stabiler und durch die neuen Informations- und Kommunikationssysteme kann das Controlling von Unternehmensnetzwerken eine neue Qualität erreichen. Erste Ansätze einer Entwicklung von Software für das Controlling von Unternehmensnetzwerken sind bei Hess zu finden.
Inhaltsverzeichnis
- Einstieg, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
- Controlling
- Grundlagen und Konzepte
- Methoden und Instrumente
- Grundlagen
- Planung
- Kontrolle
- Steuerung
- Entwicklungsstand
- Unternehmensnetzwerke
- Formen und Typologien
- Entstehung
- Organisation und Management
- Controlling von Unternehmensnetzwerken
- Institutionelle Verankerung
- Aufgaben des Netzwerkcontrollings
- Grundlagen
- Planung
- Beziehungsebene
- Leistungsebene
- Kontrolle
- Beziehungsebene
- Leistungsebene
- Steuerung
- Beziehungsebene
- Leistungsebene
- Methoden
- Grundlagen
- Planung
- Beziehungsebene
- Leistungsebene
- Kontrolle
- Beziehungsebene
- Leistungsebene
- Steuerung
- Beziehungsebene
- Leistungsebene
- Zwischenfazit
- Anwendungssysteme
- Allgemein
- Überbetriebliche IuK-Systeme
- Überbetriebliche IuK-Systeme zur Unterstützung des Netzwerkcontrollings
- Vorstellung ausgewählter Anwendungssysteme
- Auswahlkriterien und -prozess
- FS-Control
- Conaktiv
- Weitere Anwendungssysteme
- Vorgehensweise bei der Evaluierung
- Software
- Anwender
- Evaluierung der Anwendungssysteme
- Ergebnisse der Evaluierung
- Softwareevaluierung
- Controllingaufgaben
- Technik, Benutzer und weitere Eigenschaften
- Interviews mit Anwendern
- Tiroler Bauernstadl
- Sellery
- Diskussion der Ergebnisse aus den Interviews
- Telefonate mit Anwendern und Vertrieb
- Probleme bei der Evaluierung
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Evaluierung von Standardsoftware hinsichtlich der Unterstützung des Controllings in Unternehmensnetzwerken. Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die verschiedenen Formen und Typologien von Unternehmensnetzwerken zu geben und die spezifischen Anforderungen an das Controlling in diesem Kontext zu untersuchen.
- Analyse des Controllingkonzepts und dessen Anwendung im Kontext von Unternehmensnetzwerken
- Untersuchung der spezifischen Herausforderungen und Anforderungen an das Controlling in Unternehmensnetzwerken
- Evaluierung von Standardsoftware hinsichtlich ihrer Eignung für die Unterstützung des Netzwerkcontrollings
- Beurteilung der Funktionsweise und des Nutzens verschiedener Anwendungssysteme
- Identifizierung von Problemen und Limitationen bei der Evaluierung von Standardsoftware im Kontext des Netzwerkcontrollings
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung des Themas, der Zielsetzung und dem Aufbau der Arbeit. Es erläutert die Relevanz des Themas und skizziert die Struktur der Diplomarbeit.
Kapitel 2 widmet sich dem Controlling und beleuchtet dessen Grundlagen, Konzepte, Methoden und Instrumente sowie den aktuellen Entwicklungsstand. Dabei werden die verschiedenen Funktionen des Controllings, wie Planung, Kontrolle und Steuerung, sowie deren Bedeutung für die Entscheidungsfindung in Unternehmen dargestellt.
Kapitel 3 behandelt das Thema Unternehmensnetzwerke. Es werden verschiedene Formen und Typologien von Unternehmensnetzwerken vorgestellt, ihre Entstehung und die Besonderheiten ihrer Organisation und ihres Managements beleuchtet.
In Kapitel 4 steht das Controlling von Unternehmensnetzwerken im Mittelpunkt. Es werden die institutionelle Verankerung, die Aufgaben des Netzwerkcontrollings und die spezifischen Methoden, die in diesem Kontext Anwendung finden, diskutiert. Die Kapitel behandelt die unterschiedlichen Ebenen des Netzwerkcontrollings, wie die Beziehungsebene und die Leistungsebene, und zeigt die Bedeutung von Planung, Kontrolle und Steuerung auf.
Kapitel 5 widmet sich der Vorstellung von Anwendungssystemen, die zur Unterstützung des Netzwerkcontrollings eingesetzt werden können. Es werden verschiedene Überbetriebliche IuK-Systeme und ausgewählte Standardsoftwarelösungen vorgestellt, ihre Funktionsweise und ihre Einsatzmöglichkeiten beschrieben.
Kapitel 6 erläutert die Vorgehensweise bei der Evaluierung von Standardsoftware im Kontext des Netzwerkcontrollings. Es werden die Kriterien und Methoden der Evaluierung vorgestellt, die für die Beurteilung der Eignung der verschiedenen Anwendungssysteme relevant sind.
Kapitel 7 präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Evaluierung. Es werden die Ergebnisse der Softwareevaluierung und die Ergebnisse der Interviews mit Anwendern sowie der Telefonate mit Anwendern und Vertrieb vorgestellt und analysiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die folgenden Schlüsselwörter: Controlling, Unternehmensnetzwerke, Netzwerkcontrolling, Standardsoftware, Evaluierung, IuK-Systeme, Anwendungssysteme, FS-Control, Conaktiv.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Controlling in Unternehmensnetzwerken besonders komplex?
Netzwerke bestehen aus rechtlich selbstständigen Partnern. Das Controlling muss daher nicht nur die Leistungsebene, sondern auch die Beziehungsebene koordinieren, um Vertrauen und Stabilität im Netzwerk zu sichern.
Welche Standardsoftware unterstützt das Netzwerkcontrolling?
In der Arbeit werden Programme wie FS-Control und Conaktiv evaluiert. Diese Systeme helfen dabei, den Informationsfluss zwischen den Netzwerkpartnern zu verbessern und Planungs- sowie Kontrollprozesse zu automatisieren.
Was sind die Hauptaufgaben des Netzwerkcontrollings?
Zu den Aufgaben gehören die netzwerkübergreifende Planung, die Kontrolle der Zielerreichung sowie die Steuerung der Kooperation auf Leistungs- und Beziehungsebene.
Welche Rolle spielen IuK-Systeme im Controlling von Netzwerken?
Informations- und Kommunikationssysteme (IuK) sind das Rückgrat des Netzwerks. Sie ermöglichen eine zeitnahe Datenübermittlung und schaffen die notwendige Transparenz für alle Beteiligten.
Wie wurde die Software in dieser Arbeit evaluiert?
Die Evaluierung erfolgte durch Softwareanalysen hinsichtlich der Controllingfunktionen sowie durch Interviews mit Anwendern (z.B. Tiroler Bauernstadl), um die Praxistauglichkeit zu prüfen.
- Quote paper
- Christian Bader (Author), 2004, Evaluierung von Standardsoftware hinsichtlich der Unterstützung des Controllings in Unternehmensnetzwerken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62579