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Die Sachliteratur der Enzyklopädien des Mittelalters - der deutsche Lucidarius

Título: Die Sachliteratur der Enzyklopädien des Mittelalters - der deutsche Lucidarius

Trabajo Escrito , 2004 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Kim Wiesel (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Im Hintergrund des Seminars Geschichte der Fachsprachen soll diese Hausarbeit die mittelalterliche Sachliteratur der Sammelwerke im Allgemeinen, und schwerpunktmäßig die erste vollständig deutsche Enzyklopädie, den Lucidarius, vorstellen und analysieren.
Eine Einführung in das Thema bietet eine kurze Übersicht der Charakteristika und Entwicklung der Sammelwerke im Mittelalter und eine Vorstellung einiger Sammelwerke in Abgrenzung zum Lucidarius.
Leitfrage der Hausarbeit wird bei der Analyse des Lucidarius sein, inwiefern es sich um einen fachsprachlichen Text handelt. Im ersten Schritt wird dazu nach dem Entstehungshintergrund (u.a. Verfasser, Zielpublikum, Quellen) gefragt. Nach der pragmatischen Behandlung folgt die Beantwortung der Frage im zweiten Schritt an Hand einer genaueren Textanalyse (Gesamtaufbau, Mikroanalyse).
Die vorgefundene Sekundärliteratur beschäftigt sich vor allem mit mediävistischen Interessensgebieten, so z.B. mit der Überlieferungsgeschichte und der Frage nach Fassungen und Varianten. Das linguistische Interesse an der Sachliteratur ist leider sehr rar. Die Hausarbeit allerdings soll deutlich machen, dass es sich um eine frühe Phase der Etablierung einer eigenen deutschen Tradition von Sammelwerken als Sachliteratur handelt, die bislang in der Forschung unter diesem Gesichtspunkt vernachlässigt wurde bzw. in der Volksbücher-Forschung interessierte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sammelwerke des Mittelalters

2.1. Allgemeine Charakteristika und Entwicklungen

2.2. Sammelwerke- Selbstgewählte Beispiele

2.2.1. „Hortus deliciarum“

2.2.2. „Das Buch Sidrach“

2.2.3. „De finibus rerum naturalium“

3. Lucidarius- Entstehungshintergrund

3.1. Entstehungsgeschichte (Verfasser, Auftraggeber, Adressaten)

3.2. Quellen

3.2.1. Elucidarium des Honorius Augustodunensis

3.2.2. Imago mundi des Honorius Augustodunensis

3.2.3. Weitere Quellen

4. Lucidarius- Textanalyse

4.1. Gesamtaufbau- Inhalt, Struktur

4.2. Mikroanalyse

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mittelalterliche Sachliteratur unter besonderer Berücksichtigung des Lucidarius, der ersten vollständig deutschen Enzyklopädie, um die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern es sich bei diesem Werk um einen fachsprachlichen Text handelt.

  • Charakteristika mittelalterlicher Sammelwerke
  • Entstehungshintergrund und Quellen des Lucidarius
  • Strukturelle Analyse und inhaltlicher Aufbau des Werkes
  • Linguistische Untersuchung fachsprachlicher Phänomene
  • Einordnung des Lucidarius als Sachtext vs. Volksbuch

Auszug aus dem Buch

3.1. Entstehungsgeschichte (Verfasser, Auftraggeber, Adressaten)

Die erste vollständig deutsche Enzyklopädie, der Lucidarius ist Ende des 12 Jhs. (1190-1195) entstanden. Über den Hintergrund der Entstehung gibt das Prosawerk durch den vorangestellten gereimten Prolog Auskunft. Man erfährt etwas über den Auftraggeber, erhält wenige Hinweise auf den/die Bearbeiter, die Quellen, Ort der Abfassung, Wunsch der Form (Prosa) und Titel, allerdings nur, wenn man wie Schorbach nach dem reinen A-Prolog fragt. Glogner und auch Gottschall/ Steer stimmen einer Ersetzung des A-Prologs durch die Vorrede B zu. Jedoch sind auch neuere Studien, wie Schröder, der Meinung, der A-Prolog sei schlüssiger und B wiederholend und auslassend (z.B. die Gönneradresse). Da es sich bei der Behandlung der Entstehung nur um die Frage dreht, inwiefern es sich um Voraussetzungen für einen fachsprachlichen Text handelt, kann diese Diskussion ausgeklammert und auf den ausführlicheren A-Prolog eingegangen werden.

Der Auftraggeber und der Ort der Abfassung können nach dem A-Prolog eindeutig identifiziert werden: „(...)dem herzogen heinriche, der es in gebot vnd bat. Zv brunswic“. Mit dem Herzog Heinrich kann nur Heinrich der Löwe gemeint sein. In seinen letzten Lebensjahren pflegte Heinrich Umgang mit Klerikern, um seine Bildung zu bereichern. Als Kriegsheld und Staatsmann interessierte ihn besonders die Geschichtsschreibung. Der Welfe ließ die Chroniken sammeln und abschreiben und verfasste wohl auch den Plan zum Lucidarius. Es sollte ein gemeinverständliches Lehrbuch von Gott und der Welt geschaffen werden, um die Laien zu unterweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die mittelalterliche Sachliteratur am Beispiel des Lucidarius hinsichtlich ihrer Fachsprachlichkeit zu untersuchen.

2. Sammelwerke des Mittelalters: Dieses Kapitel erläutert die Tradition und Entwicklung mittelalterlicher Enzyklopädien und vergleicht diese anhand ausgewählter Beispiele wie dem Hortus deliciarum.

3. Lucidarius- Entstehungshintergrund: Hier werden Verfasser, Auftraggeber und die zentralen Quellen des Lucidarius analysiert, um den Entstehungsrahmen zu verstehen.

4. Lucidarius- Textanalyse: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte strukturelle und linguistische Mikroanalyse, um die fachsprachlichen Qualitäten des Werkes aufzuzeigen.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Lucidarius aufgrund seiner Fachterminologie und Struktur über die bloße Erbauungsliteratur hinausgeht und als früher Sachtext zu werten ist.

Schlüsselwörter

Lucidarius, Sachliteratur, Mittelalter, Enzyklopädie, Fachsprache, Sammelwerke, Heinrich der Löwe, Textanalyse, Volkssprache, Lehnwörter, Theologie, Naturwissenschaften, Elucidarium, Imago mundi, Wissensvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die mittelalterliche Sachliteratur und insbesondere den Lucidarius, um dessen Charakter als fachsprachlichen Text zu bestimmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Entwicklung mittelalterlicher Enzyklopädien, die Entstehungshintergründe des Lucidarius, seine Quellen sowie eine sprachliche Analyse des Werkes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass der Lucidarius eine frühe deutsche Tradition von Sammelwerken als Sachtext etabliert hat, was in der Forschung bislang zu kurz kam.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine historische Herleitung der Entstehungskontexte mit einer strukturellen und mikroanalytischen Untersuchung der Textpassagen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der mittelalterlichen Sammelwerke, eine Untersuchung zum Entstehungskontext des Lucidarius und eine ausführliche Text- und Sprachanalyse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie mittelalterliche Enzyklopädik, Fachsprachlichkeit, Volkssprache und die historische Bedeutung des Lucidarius.

Welche Rolle spielte Herzog Heinrich der Löwe bei der Entstehung?

Er fungierte als Auftraggeber, der ein gemeinverständliches Lehrbuch über Gott und die Welt wünschte, um Laien zu unterweisen.

Warum wird der Lucidarius im Buch nicht nur als Volksbuch gesehen?

Die Analyse zeigt, dass der Lucidarius komplexe lateinische Fachtermini und ein systematisches Weltwissen vermittelt, das über rein populäre Erbauungsliteratur hinausgeht.

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Detalles

Título
Die Sachliteratur der Enzyklopädien des Mittelalters - der deutsche Lucidarius
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Germanistisches Institut)
Curso
Proseminar: Geschichte der Fachsprachen
Calificación
1,3
Autor
Kim Wiesel (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
16
No. de catálogo
V62625
ISBN (Ebook)
9783638558358
ISBN (Libro)
9783656786313
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sachliteratur Enzyklopädien Mittelalters Lucidarius Proseminar Geschichte Fachsprachen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kim Wiesel (Autor), 2004, Die Sachliteratur der Enzyklopädien des Mittelalters - der deutsche Lucidarius, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62625
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