Der Anwendung von Formularen obliegt ein Hauptschwerpunkt in heutigen Geschäfts-und Verwaltungsvorgängen und ist essentiell in vielen Aufgabenbereichen des heutigen Lebens verankert, sei es bei der Antragstellung von Urlaubstagen der Mitarbeiter in Unternehmen oder in einem komplexen Unternehmensworkflow zwischen verschiedenen Abteilungen.1
Formulare helfen dabei, relevante Daten zu erfassen und dem Adressaten zur Verfügung zu stellen. Da Formulare in Unternehmen einen wesentlichen Bestandteil des Dokumentenaufkommens darstellen und speziell der Stellenwert des Kostenreduktionspotentials von elektronischen in Bezug auf papierbasierte Formulare zunimmt, richtet sich aktuell der Fokus von verschiedenen Softwareherstellern speziell auf Lösungen für die Erstellung, Verbreitung und Archivierung von elektronischen Formularen. Dabei unterscheiden sich diese Lösungen unter Bezugnahme verschiedener Kriterien voneinander, wie beispielsweise Kosten, Funktionalität, Ergonomie oder Standardisierung, die beschreibt ob eine Implementierung von Schnittstellen zu bestehenden Anwendungsprogrammen möglich ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Motivation
2 Einleitung
2.1 Abgrenzung und Anwendungsgebiete des Formularbegriffes
2.2 Nutzen und Herausforderungen für die Integration
3 Lokalisierung eines Kriterienkataloges
4 Vergleich der Formular-Technologien
4.1 Adobe PDF
4.2 MS InfoPath
4.3 XForms
4.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
5 Bewertung von Formulartechnologien anhand eines B2B Szenarios
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Seminararbeit untersucht und vergleicht verschiedene moderne Formulartechnologien, um deren Eignung für den Einsatz in Unternehmen, insbesondere in B2B-Szenarien, zu evaluieren. Dabei wird der Fokus auf die Leistungsmerkmale, die Integrationsfähigkeit in bestehende Systemlandschaften sowie die funktionale Handhabung der Technologien Adobe PDF, MS InfoPath und XForms gelegt.
- Vergleich der technologischen Architektur und Funktionalität
- Entwicklung und Anwendung eines qualitativen Kriterienkataloges
- Bewertung von Integrationsaspekten und Sicherheitskonzepten
- Analyse des Kosten-Nutzen-Verhältnisses im Unternehmenseinsatz
- Eignung für spezifische B2B-Prozesse und Workflows
Auszug aus dem Buch
4.2 MS InfoPath
MS InfoPath 2003 ist Bestandteil des Microsoft Office Systems und beinhaltet die Generierung und Anwendung von dynamischen Formularen. Durch die MS Office Standardoberfläche können Anwender, die Erfahrungen in MS Office besitzen, mittels geringem zusätzlichen Schulungsaufwand mit diesem Programm arbeiten. Durch die Integration in MS Office wird die Anwendungsumgebung zur Eingabe von Daten in MS InfoPath Formulare auf das Betriebssystem MS Windows beschränkt. Unter diesem Gesichtspunkt ist keine Portabilität in Bezug auf andere Plattformen gegeben.
Die Struktur der MS InfoPath Formulardaten basiert auf dem XML Standard Format. Dadurch ist eine problemlose Integration der Formulardaten in andere Anwendungsprogramme und -systeme mittels XML möglich.
Die auf MS InfoPath basierenden Formulare können ohne Hintergrundwissen über den XML Quellcode erstellt werden, da die Generierung von Formularen in einer WYSIWYG Umgebung von MS InfoPath 2003 stattfindet. Der Funktionsumfang beinhaltet das Generieren und Formulieren von Formularelementen und logischen Funktionen, wie Berechnungsoperationen, Konsistenzbedingungen von Formularfeldern, Einfügen von Auswahlfeldern und Kalenderfunktion für Datumsangaben. Für die Generierung können vorhandene Formularvorlagen als Grundlage verwendet werden oder mit Hilfe der Drop & Drag Funktion Formularelemente in ein von Grund auf neu erstelltes Formular eingebunden werden. Bei dieser Variante wird parallel zu den erstellten Formularfeldern automatisch ein XML Schema erstellt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer erweiterten Formulareditierung. Dazu steht ein integrierter Script-Editor zur Verfügung, mit dessen Hilfe auf vorhandene Datenschemas, Web-Dienste oder XML Daten zugegriffen werden kann.
Die Bearbeitung von Formularen kann sowohl offline als auch online erfolgen. Ein Unterschied zu anderen Formulartechnologien besteht darin, dass Formularfelder selbst-ständig mit vorhandenen Daten aus Datenbanken ergänzt werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Motivation: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz von elektronischen Formularen in modernen Geschäfts- und Verwaltungsprozessen zur Kostenreduktion und Datenerfassung.
2 Einleitung: Hier wird der Rahmen der Arbeit gesteckt, der Formularbegriff abgegrenzt und die Herausforderungen sowie der Nutzen bei der Integration von Formularen in Unternehmensabläufe thematisiert.
3 Lokalisierung eines Kriterienkataloges: Das Kapitel definiert methodische Vergleichskriterien wie Funktionalität, Änderbarkeit, Bedienbarkeit und Kosten, basierend auf Standards wie DIN 66272 und DIN 66234.
4 Vergleich der Formular-Technologien: In diesem Hauptteil werden Adobe PDF, MS InfoPath und XForms einzeln analysiert und anschließend hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede gegenübergestellt.
5 Bewertung von Formulartechnologien anhand eines B2B Szenarios: Hier erfolgt eine praxisnahe Evaluation der Technologien für spezifische Anforderungen im Business-to-Business Bereich, insbesondere unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten und Workflow-Integration.
6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Wahl der Formulartechnologie stark vom spezifischen Anwendungsszenario abhängt und identifiziert Stärken sowie Schwächen der untersuchten Systeme.
Schlüsselwörter
Formulartechnologien, Adobe PDF, MS InfoPath, XForms, XML, B2B, Datenintegration, Workflow, Formularmanagement, Software-Ergonomie, Standardisierung, Digitale Signatur, Dokumentenmanagement, Unternehmensprozesse, XML Schema
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich und der Bewertung moderner elektronischer Formulartechnologien im Hinblick auf deren Einsatzmöglichkeiten in Unternehmensprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die technologische Architektur der Systeme, deren Integrationsfähigkeit in heterogene Systemlandschaften sowie die Benutzbarkeit und Kostenstruktur.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, auf Basis eines Kriterienkatalogs aufzuzeigen, welche Formulartechnologien sich für spezifische Anforderungen, insbesondere im B2B-Bereich, am besten eignen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der ein auf Normen basierender Kriterienkatalog als Grundlage für einen strukturierten Vergleich der drei Technologien dient.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Funktionsweise, der Aufbau und die spezifischen Merkmale von Adobe PDF, MS InfoPath und XForms detailliert analysiert und in einer vergleichenden Tabelle gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Formulartechnologien, XML, Datenintegration, B2B-Szenarien und Workflow-Automatisierung.
Warum wird für MS InfoPath keine Portabilität auf andere Plattformen bescheinigt?
Da MS InfoPath eine tiefe Integration in das Microsoft Office System aufweist, ist die Anwendungsumgebung zur Dateneingabe fest auf das Betriebssystem MS Windows beschränkt.
Welche Rolle spielt der XML-Standard bei der Bewertung?
XML dient als gemeinsame Basis aller betrachteten Technologien, um Daten strukturiert zwischen verschiedenen Anwendungsprogrammen und Informationssystemen auszutauschen.
Wie unterscheidet sich XForms hinsichtlich der Signierungsmöglichkeiten von Adobe PDF?
Während Adobe PDF ein breites Spektrum an Signierungsfunktionen bietet, besteht für die XForms-Technologie aktuell keine direkte Implementierung von Signierungsmöglichkeiten.
Welche Einschätzung trifft der Autor zur Zukunft von XForms?
XForms wird als zukunftsträchtige Technologie bewertet, da sie aufgrund ihrer Standardisierung und hohen Integrationsfähigkeit ein großes Potenzial besitzt, wenngleich sie aktuell noch keine breite kommerzielle Umsetzung erfahren hat.
- Quote paper
- Andreas Müller (Author), 2005, Vergleich und Bewertung von Formulartechnologien am Beispiel von Adobe PDF, MS InfoPath und XForms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62669