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Sozialraummanagement in der Praxis - Sozialraumorientierung

Titel: Sozialraummanagement in der Praxis - Sozialraumorientierung

Hausarbeit , 2005 , 27 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Dipl.-Soz.Päd. Mario Kilian Diederichs (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zur Wahl des Themas „Sozialraumorientierung“ hat mich das Praktikum beim ASD Wegberg bewegt. Mein Praxisanleiter befasste sich damals mit der Konzeptionierung der Sozialraumorientierung für den Sozialraum Wegberg / Wassenberg und weckte hieran mein Interesse.


Die Recherchen zu dieser Hausarbeit waren so eine mehr als willkommene Gelegenheit, meine bis hierhin noch oberflächlichen Kenntnisse zu vertiefen. Im Folgenden werde ich nun versuchen die jeweiligen Begrifflichkeiten wie Sozialraum, sozialräumlich, Sozialraummanagement und Sozialraumorientierung durch Definition voneinander abgrenzen und jeweils erläutern sowie ggf. in Zusammenhang bringen oder ihre Verbindung zueinander ableiten. Sozialraumorientierung verstehe ich als ein Instrument des Sozialraummanagements in der Praxis. Ein weiterer Bestandteil des Managements eines Sozialraums ist die Gemeinwesenarbeit, die wiederum eine Wurzel der Sozialraumorientierung ist. Ich zähle mich zu den Befürwortern der Sozialraumorientierung und beziehe mich u.a. auf Hinte, Deinet und Thiersch. Allerdings zähle ich mich nicht zu den blinden, sondern zu den kritischen Verfechtern. Diese Positionierung soll sich wie ein roter Faden durch die Hausarbeit ziehen. Unter Berücksichtigung des kritisch hinterfragenden, wissenschaftlichen Arbeitens gebe ich natürlich auch den Kritikern Platz in meiner Hausarbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Begriff Sozialraum

1.1 Definition Sozialraum

1.2 Definition Sozialraummanagement

1.3 Zur Definition von Sozialraumorientierung

2. Im Widerstreit zwischen fachlicher Innovation & rechtlicher Machbarkeit

3. Historische und aktuelle Entwicklungslinien

3.1 Planungseinheit Sozialraum

3.2 Gemeinwesenarbeit als ‚Soziale Arbeit mit dem Sozialraum’

3.3 Sozialraumorientierung vs. Verwaltung

4. Realisierung der Sozialraumorientierung

4.1 Die aktuelle Situation

4.2 Budgetierung

4.3 Synergieeffekte nutzen

4.4 Beschäftigung mit der Unsicherheit gegenüber einer sozialräumlichen Budgetierung

5. Pro & Contra Sozialraumorientierung

5.1 Konzept nach Hinte

5.2 Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe

5.3 Kontraktmanagement

5.4 Fördernde Mittel für die Sozialraumorientierung

5.5 Hindernisse durch gesetzliche Regelungen

5.6 Kritik an Sozialraumorientierung

5.7 KJHG – Vereinbarkeit mit dem & Konsequenzen für den sozialräumlichen Planungsansatz

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit verfolgt das Ziel, die begriffliche Unschärfe rund um die Sozialraumorientierung zu klären und das Konzept in seinem praktischen Anwendungskontext kritisch zu reflektieren. Im Zentrum steht die Untersuchung, inwiefern sozialraumorientierte Ansätze als Instrumente des Sozialraummanagements die fachliche Praxis der Kinder- und Jugendhilfe transformieren können, ohne dabei an rechtliche und finanzielle Grenzen zu stoßen.

  • Grundlagendefinition von Sozialraum, Sozialraummanagement und Sozialraumorientierung
  • Analyse historischer Entwicklungslinien und des aktuellen Konzepts nach Hinte
  • Untersuchung der Realisierungsmöglichkeiten, insbesondere durch sozialräumliche Budgetierung
  • Diskussion von Pro- und Contra-Argumenten sowie der Vereinbarkeit mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)

Auszug aus dem Buch

1. Der Begriff Sozialraum

Sinnverwandt zum Begriff der Lebenswelt findet die Bezeichnung Sozialraum ihre Verwendung. Der inhaltlichen Bestimmung nach benennen beide ein kleinräumiges Gebilde ohne eine gegenseitige, klare Abgrenzung. Der Alltags-Radius von Menschen in der Durchführung ihrer täglichen Bedürfnisse und Interessen etc. ist altersbedingt sehr ungleich. Eine Gleichstellung - der Einfachheit halber – von Kommune und Sozialraum, jenseits administrativer Strukturen, ist jedoch nicht ausreichend. Die Kommune wäre in diesem Kontext nicht nur als ein Zentrum der Lebenswelt eines Bürgers zu verstehen, also das nächste Wohnumfeld und die Wohnung. Der Sozialraum hingegen schon, auch wenn der Bürger sogar teilweise außerhalb jenes Raumes seine Bedarfe abdeckt.

Einer freien Definition nach, ist der Sozialraum der Ort, „… an dem die Menschen leben, einen Teil ihrer Freizeit verbringen, den sie auf ihre eigen(artig)e Weise gestalten, wo sie einkaufen, Kontakte pflegen und ihr Auto abstellen. (Springer 1995. In: Hinte, Wolfgang: Fall im Feld.)

Als "Sozialraum" wird die soziale und institutionelle Infrastruktur einer bestimmten Region bzw. eines Stadtteils bezeichnet. Die Definition von Sozialräumen orientiert sich üblicherweise an den bestehenden Verwaltungsgliederungen einer Region.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Begriff Sozialraum: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe Sozialraum, Sozialraummanagement und Sozialraumorientierung und grenzt diese voneinander ab.

2. Im Widerstreit zwischen fachlicher Innovation & rechtlicher Machbarkeit: Hier werden die strukturellen Spannungsfelder zwischen politischen Reformzielen und den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung sozialraumorientierter Projekte beleuchtet.

3. Historische und aktuelle Entwicklungslinien: Dieser Abschnitt ordnet die Sozialraumorientierung in ihre historische Entstehung ein und diskutiert den Sozialraum als Planungseinheit sowie dessen Verhältnis zur klassischen Verwaltung.

4. Realisierung der Sozialraumorientierung: Das Kapitel behandelt die praktische Umsetzung, wobei insbesondere die Budgetierung, die Nutzung von Synergieeffekten und der Umgang mit Unsicherheiten bei der Finanzierung im Fokus stehen.

5. Pro & Contra Sozialraumorientierung: Dieses Hauptkapitel bietet eine umfassende Analyse der Konzepte (insb. nach Hinte), diskutiert die Anwendung in der Jugendhilfe und setzt sich kritisch mit Kritikpunkten sowie der Vereinbarkeit mit dem KJHG auseinander.

Schlüsselwörter

Sozialraumorientierung, Sozialraummanagement, Lebensweltorientierung, Kinder- und Jugendhilfe, Gemeinwesenarbeit, Budgetierung, Sozialraumteam, KJHG, Fachlichkeit, Hilfen zur Erziehung, Dezentralisierung, Trägerpluralität, Wunsch- und Wahlrecht, soziale Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Sozialraumorientierung in der Kinder- und Jugendhilfe, hinterfragt die zugrunde liegenden Begriffe und analysiert deren praktische Umsetzbarkeit sowie die fachlichen Auswirkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Sozialräumen, die Rolle des Managements bei der Gestaltung sozialer Hilfen, die rechtlichen Voraussetzungen der Budgetierung sowie die Debatte zwischen Befürwortern und Kritikern des Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Konzepte der Sozialraumorientierung kritisch zu durchleuchten, von administrativen Anforderungen abzugrenzen und zu klären, wie diese in der Praxis der Jugendhilfe Anwendung finden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auseinandersetzung mit führenden theoretischen Positionen der Sozialpädagogik, um eine wissenschaftliche Einordnung der Sozialraumorientierung vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, die historische Einordnung, die detaillierte Analyse von Realisierungsmodellen (Budgetierung) sowie eine umfassende Pro- und Contra-Diskussion inklusive rechtlicher Prüfungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sozialraumorientierung, Sozialraummanagement, Jugendhilfe, Lebenswelt, Gemeinwesenarbeit, Budgetierung und rechtliche Machbarkeit.

Inwiefern spielt der Begriff „Vom Fall zum Feld“ eine Rolle?

Dieser Begriff, maßgeblich von Wolfgang Hinte geprägt, dient als Leitmotiv für den Paradigmenwechsel von einer rein personenorientierten Einzelfallhilfe hin zu einer stärkeren Einbindung des sozialen Umfelds und des Gemeinwesens.

Wie bewertet der Autor das Sozialraumbudget?

Der Autor ordnet das Sozialraumbudget als ein wichtiges, aber nicht als alleiniges Instrument ein; er warnt vor der Gleichsetzung von Sozialraumorientierung mit reiner Budgetierung und weist auf die Risiken der politischen Instrumentalisierung hin.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozialraummanagement in der Praxis - Sozialraumorientierung
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Veranstaltung
Sozialraummanagement und aktivierende Methodenansätze
Note
2,7
Autor
Dipl.-Soz.Päd. Mario Kilian Diederichs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
27
Katalognummer
V62707
ISBN (eBook)
9783638559058
ISBN (Buch)
9783656778424
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialraummanagement Praxis Sozialraumorientierung Sozialraummanagement Methodenansätze
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Soz.Päd. Mario Kilian Diederichs (Autor:in), 2005, Sozialraummanagement in der Praxis - Sozialraumorientierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62707
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Leseprobe aus  27  Seiten
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