Business Process Engineering mit ARIS Toolset


Hausarbeit, 2002

9 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung

2 Definition

3 Unternehmensrealität

4 Funktionalität

5 Nutzen

6 Standardsoftware Implementierung (Beispiel)

7 Toolset

8 Vor- und Nachteile

9 Ausblick

10 Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Bild 3.1 Unternehmensrealität als Grund für den Einsatz von BPE-Tools (eig. Darst.)

Bild 4.1 Von der Realität zum Geschäftsprozeßmodell in ARIS (eig. Darst.)

Bild 5.1 Basis für Prozeßoptimierung (eig. Darst.)

Bild 6.1 Standardsoftware Implementierung Kostenvergleich [6 S.24]

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Das Gold liegt in den Prozessen“, beschreibt Dr. Jens Neumann, Vorstand bei Volkswagen, die richtige Denkweise zu Kunden orientierter Ausrichtung der Unternehmensorganisation. Wie aber in Zeiten des e-business und des Supplychain-Managements die zunehmende Komplexität der Prozesse beherrschen? Hier kommen Business-Process-Engineering-Tools, Werkzeuge zur Geschäftsprozeßmodellierung, zum Einsatz.[1 S. 2ff.]

Mit umfangreichen Funktionen wird dem Nutzer die Darstellung, Modellierung und dynamische Anpassung der Unternehmensprozesse erleichtert. Die Komplexität also beherrschbar, und deren Abbildung in gängigen ERP-Systemen wie SAP R/3 semiautomatisch ermöglicht.

Marktführer bei Geschäftsprozeß Modellierungs-Tools ist dabei die ARIS „Architektur integrierter Informationssysteme“ der IDS Scheer AG.

Ziel dieser Ausarbeitung ist, dem geneigten Leser einen kurzen Überblick über die Funktionen und Möglichkeiten von ARIS zu geben. Es wird ersichtlich, daß mit Hilfe von ARIS die Komplexität reduziert, Prozesse transparent und für alle lesbar werden.

2 Definition

ARIS steht für die „Architektur integrierter Informationssysteme“.

Im eigentlichen Sinne stellt ARIS ein Rahmenkonzept zur ganzheitlichen Modellierung (Computer gestützer) Geschäftsprozesse dar. Dieses wurde zunächst entwickelt, um die Kunden individuelle Anpassung von ERP-Software, wie SAP R/3, effizienter zu gestalten. Dabei ist ein Konzept zur Abbildung der Unternehmensrealität entstanden, das System unabhängig Geschäftsprozesse darstellt, dokumentiert und deren Implementierung unterstützt. Daher kann ARIS auch als Erweiterung des betriebswirtschaftlichen Sprachschatzes verstanden werden. Denn durch die Reduktion der Komplexität und eine bildhafte Darstellung der Abläufe, können auch Unternehmens übergreifende Prozesse modelliert werden.[2 S.1-2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 3.1 Unternehmensrealität als Grund für den Einsatz von BPE-Tools (eig. Darst.)

Zum Verständnis, warum überhaupt Prozesse in einem Unternehmen durch ein Geschäftsprozeß Modellierungs Werkzeug dargestellt werden sollten, kann man sich eines Blickes auf die Unternehmensrealität bedienen. So steht ein Unternehmen derzeit im Spannungsfeld diverser Anspruchsgruppen, wenn man die Umwelt des Betriebes betrachtet. Beeinflussende Faktoren sind etwa Gesetze (ISO 9000, etc), der Wettbewerb, oder aber vom Kunden ausgehende Ansprüche wie Supply-Chain-Management und die Forderung nach der Umsetzung von E-Business Projekten.

Auf der Mikro-Ebene, also innerhalb des Unternehmens, sind die Abläufe mit Zuständigkeiten und gegenseitigen Abhängigkeiten abzubilden. Die obige Abbildung [Bild

3.1] zeigt, wie gewachsene Strukturen eine inhomogene IT-Landschaft mit gegebenen Schnittstellenproblemen hinterlassen haben.[4 S.3ff.]

Um diese zu überwinden, ist eine übergeordnete Abbildung der Detailprozesse nötig, wie sie durch ARIS angeboten wird.

4 Funktionalität

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 4.1 Von der Realität zum Geschäftsprozeßmodell in ARIS (eig. Darst.)

Die Basisfunktionalität von ARIS besteht darin, die Unternehmensrealität durch Abstraktion und Anwendung von Regeln in ihrer Komplexität reduziert abzubilden. Hierzu werden Ereignis gesteuerte Prozeßketten (EPKs) in ARIS modelliert. Also Prozesse mitsamt allen Prozeßschritten, Input- und Outputfaktoren, sowie Abhängigkeiten dargestellt. Vereinfacht ausgedrückt wird modelliert, wer, was, wann, im Unternehmen verrichtet, und welche IT- Unterstützung eingesetzt wird. Darauf basierend kann später auch die Anpassung, das so genannte Customizing, von Standard Software Paketen erfolgen.[2 S.10FF.]

Eine Vereinfachung und Beschleunigung des Modellierungsprozesses kann durch den Einsatz von Referenzmodellen erreicht werden. Dies können bereits vorhandene „best-practice“ Lösungen, etwa Branchenmodelle sein. Sie stellen dokumentiertes Prozeßwissen dar; der Zeit- und Kostenaufwand zur Abbildung der Unternehmenswelt wird reduziert. Als Nachteil muß genannt werden, daß oft Prozesse des Referenzmodells dann in der Praxis umgesetzt werden, an stelle die real vorhandenen Abläufe im Geschäftsprozeß-Modellierungs-Tool abzubilden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, mit einem „white screen“, ähnlich einem neuen Dokument einer Textverarbeitungssoftware, zu beginnen. Dieser Schritt ist nur dann zu empfehlen, wenn kein dem eigenen Unternehmen ähnliches Referenzmodell verfügbar ist.[2 S.61f.] Die vorstehende Abbildung [Bild 4.1] zeigt, wie aus den realen Unternehmenswelten Prozeßketten und Geschäftsprozeßmodelle werden.

5 Nutzen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 5.1 Basis für Prozeßoptimierung (eig. Darst.)

Durch die Darstellung von Geschäftsprozessen in ARIS können verschiedenste Komponenten eines Unternehmens zu einem durchgängigen Geschäftsprozeßmodell zusammengefügt werden. Mittels Abstraktion wird die Komplexität der Prozesse reduziert, ohne jedoch die Detaillierung zu vernachlässigen. Der IST-Zustand (Unternehmensrealität) wird hierbei auf die Modellebene abstrahiert (Modellierung in ARIS). Auf dieser in den SOLL-Zustand überführt, und dann wieder in das Realsystem eingebracht (Customizing der ERP- Software).[5 Folie13]

Jedoch kann die Abbildung der Geschäftsprozesse in ARIS als Basis für viele Zwecke dienen. Als Kernfunktionalität ist bereits weiter oben die Anpassung von ERP-Software-Modulen, insbesondere dem Customizing von SAP R/3, zu nennen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Business Process Engineering mit ARIS Toolset
Hochschule
Hochschule Bremen  (Wirtschaftsingenieurwesen)
Veranstaltung
Geschäftsprozesse / Workflow
Note
2,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
9
Katalognummer
V6274
ISBN (eBook)
9783638138796
Dateigröße
731 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit gibt einen kurzen, fundierten Überblick über die Möglichkeiten des ARIS Toolset der IDS Scheer AG. 558 KB
Schlagworte
ARIS, Geschäftsprozeß, Prozeß, Prozeßdesign; Prozeßmanagement; Implementierung, Modellierung, Tools
Arbeit zitieren
Jan Christof Scheffold (Autor), 2002, Business Process Engineering mit ARIS Toolset, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6274

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