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Philosophie als Sterbensform - Betrachtungen des Todes in Montaignes Essais

Title: Philosophie als Sterbensform - Betrachtungen des Todes in Montaignes Essais

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Server Purtov (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Diese Arbeit hat nun die Zielsetzung Montaignes Auseinandersetzung mit diesen und weiteren verwandten Fragen herauszuarbeiten, seine Argumentation und die Entwicklung seiner Gedankengänge nachzuzeichnen, ihre Position in der Geschichte der Philosophie aufzuzeigen und auf unsere Zeit zu beziehen. In einem ersten Schritt wird hierfür eine Zusammensetzung der meines Erachtens auf das Thema bezogen wichtigsten Stellen der Essais notwendig sein, die anschließend einer Analyse unterzogen werden. In einem zweiten Schritt werden die philosophiegeschichtlichen Einflüsse, vor allem seitens der Stoa und der christlichen Religion, auf Montaignes Denken beschrieben. Darauf folgt ein Versuch das Todesdenken in der Gegenwart zu beschreiben und einen Vergleich mit dem Denken Montaignes zu ziehen. Der Schwerpunkt wird dabei darauf liegen, was wir von Montaigne in Bezug auf unser Verhalten gegenüber dem Tod lernen können. In einer abschließenden persönlichen Stellungnahme werde ich meine Meinung über die vorliegende Thematik erläutern und erklären, inwiefern Montaigne mich persönlich beeinflusst hat. In meinen Ausführungen werde ich auf durchgehende geschichtliche und psychologische Deutungen verzichten, obwohl beide sicherlich ihre Berechtigung haben und eine eigene Arbeit verdienen. Stellen, die Bezug auf Montaignes Leben und dessen zeitgeschichtliche Umstände nehmen, dienen dem besseren Verständnis seiner Philosophie, sind jedoch keineswegs komplette Erklärungen dieser.

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Inhaltsverzeichnis

0. PRÄLIMINARIEN

1. MONTAIGNES TODESBETRACHTUNGEN

1.0. DAS MOTIV DES TODES IN DEN ESSAIS

1.1. WIE DAS STERBEN GELERNT WERDEN KANN

1.2. WIE MAN SICH DEM TODE ANNÄHERN KANN

1.3. WIE MAN LEBEN UND (SICH) STERBEN LASSEN KANN

1.4. ZUSAMMENFASSUNG UND ANALYSE

2. WEITERFÜHRENDE ASPEKTE

2.1. ZUR STELLUNG MONTAIGNES IN DER PHILOSOPHIEGESCHICHTE DES TODES

2.2. ZUR RELEVANZ VON MONTAIGNES ERKENNTNISSEN FÜR DIE GEGENWART

2.2.1. VERDRÄNGUNG VS. VORBEDENKEN

2.2.1. INDIVIDUALISIERUNG VS. INSTITUTIONALISIERUNG

2.2.3. DER NATÜRLICHE TOD

2.3. PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Umgang mit der Sterblichkeit in Michel de Montaignes „Essais“. Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung von Montaignes Todesdenken nachzuzeichnen, seine philosophische Position im historischen Kontext zu verorten und die Relevanz seiner Erkenntnisse für den modernen Umgang mit dem Tod zu bewerten.

  • Analyse des Todesmotivs in den drei Büchern der „Essais“.
  • Vergleich von Montaignes Philosophie mit stoischen und christlichen Traditionen.
  • Diskussion moderner Konzepte wie Todesverdrängung und natürlicher Tod.
  • Reflexion über das Verhältnis von Individuum und Institution im Sterbeprozess.
  • Synthese von Lebensbejahung und Akzeptanz der eigenen Endlichkeit.

Auszug aus dem Buch

1.1. Wie das Sterben gelernt werden kann

„Philosophieren heißt sterben lernen“ – Wie kann man diesen Satz verstehen, den Montaigne von Cicero übernimmt? Bedeutet er, dass jede Philosophie mit dem Nachdenken über den Tod anfängt? Heißt es, dass der Tod ein unausweichliches philosophisches Grundthema ist? Ist die Philosophie bloß ein Trost für den sterbenden Menschen? Diese und andere Fragen drängen sich auf, wenn man versucht, die Aussage der Überschrift dieses bekannten Essais-Kapitels zu entschlüsseln. Ich werde im Folgenden versuchen, die Gesamtaussage des Kapitels zu erläutern.

Für Montaigne ist der Tod eine Tatsache des menschlichen Lebens. Er ist unausweichlich und stellt sogar das Ziel jedes menschlichen Lebenslaufs dar. Der Mensch befindet sich unabhängig vom Alter in permanenter Todesnähe. Der Tod trifft Junge und Alte und tritt in unterschiedlichsten Gestalten auf, ist also unberechenbar. „Infolgedessen ist der Tod, wenn wir ihn fürchten, eine dauernde Beunruhigung für uns; diese Last kann uns nicht abgenommen werden“ (S. 60). Verdrängung des Todes ist die Lösung des gemeinen Volkes und diese ist falsch, denn natürlich kann man alles versuchen, um von dem Todesgedanken loszukommen, aber dann trifft der Tod einen völlig unvorbereitet und bringt somit noch viel mehr Kummer.

Zusammenfassung der Kapitel

0. PRÄLIMINARIEN: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation, sich mit Montaignes Todesdenken zu befassen, und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

1. MONTAIGNES TODESBETRACHTUNGEN: Untersuchung der verschiedenen Phasen und Wandlungen in Montaignes Philosophie zum Thema Sterben durch die Analyse zentraler Essays.

2. WEITERFÜHRENDE ASPEKTE: Einordnung von Montaignes Denken in den historischen Kontext sowie eine Gegenwartsanalyse aktueller gesellschaftlicher Tendenzen im Umgang mit dem Tod.

Schlüsselwörter

Michel de Montaigne, Essais, Todesdenken, Sterblichkeit, Lebensbejahung, Todesverdrängung, Stoa, Philosophiegeschichte, Natürlicher Tod, Individualisierung, Institutionalisierung, Memento Mori, Existenzphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Auseinandersetzung Michel de Montaignes mit der menschlichen Sterblichkeit, wie sie in seinem Hauptwerk, den „Essais“, dokumentiert ist.

Welches ist das zentrale Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Montaignes Argumentation zur Todesbewältigung nachzuzeichnen und zu zeigen, wie sich sein Verständnis von einer intellektuellen Todesbeherrschung hin zu einer akzeptierenden Lebensbejahung entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textanalytische Methode angewandt, die durch philosophiegeschichtliche Vergleiche und soziologische Gegenwartsdiagnosen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Montaignes Essays in ihrer chronologischen Abfolge, vergleicht sie mit antiken stoischen sowie christlichen Denkweisen und prüft ihre heutige Relevanz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen das Verhältnis von Lebenslust und Todesnähe, die Kritik an der Verdrängung und die Frage, wie ein souveränes Sterben in modernen Institutionen gelingen kann.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind das „reflektierte Vergessen“, die „Naturverbundenheit“, das „Vorbedenken“ und die „Selbstsorge“ des Individuums.

Wie bewertet der Autor den Selbstmord bei Montaigne?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Montaigne den Selbstmord weder pauschal ablehnt noch befürwortet, sondern das zugrunde liegende Motiv und dessen Übereinstimmung mit dem gelebten Leben als entscheidend erachtet.

Inwiefern ist Montaigne laut der Arbeit heute noch relevant?

Montaigne bleibt relevant, weil er dem modernen Menschen eine Antwort auf die Suche nach Sinn anbietet, indem er das Leben als primär gegenüber dem Tod einstuft.

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Details

Title
Philosophie als Sterbensform - Betrachtungen des Todes in Montaignes Essais
College
University of Koblenz-Landau
Course
Montaigne und Pascal
Grade
1,0
Author
Server Purtov (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V62751
ISBN (eBook)
9783638559447
ISBN (Book)
9783640390786
Language
German
Tags
Philosophie Sterbensform Betrachtungen Todes Montaignes Essais Montaigne Pascal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Server Purtov (Author), 2006, Philosophie als Sterbensform - Betrachtungen des Todes in Montaignes Essais, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62751
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