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Währungskonkurrenz: Die europäische Währungsunion: Konkurrenzkampf mit dem Dollar oder Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmärkte?

Title: Währungskonkurrenz: Die europäische Währungsunion: Konkurrenzkampf mit dem Dollar oder Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmärkte?

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Claudia Proske (Author)

Politics - Topic: European Union
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Tritt die europäische Währungsunion in eine Währungskonkurrenz mit dem US-Dollar oder trägt sie zur Stabilisierung der Finanzmärkte bei? Dieser Frage soll in den folgenden Abschnitten auf den Grund gegangen werden.
Diese Seminararbeit wurde im Rahmen des Hauptseminars "Die europäische Währungsunion und die Weltwirtschaftspolitik" erstellt und bildet die schriftliche Ausarbeitung des gleichnamigen Referats, wobei die Fragestellung erweitert wurde und nun zusätzlich dem Aspekt nachgegangen wird, wie sich die Währungsunion aus amerikanischer Sicht auf den US-Dollar auswirkt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit ebenso wie des Referats lagen der Autorin noch keine konkreten wissenschaftlichen Arbeiten vor, aus denen sich detaillierte Stellungnahmen zum Standpunkt Währungskonkurrenz oder Stabilisierung finden ließen. Dies führt die Autorin darauf zurück, dass seit der Einführung des Euro-Bargeldes erst sieben Monate vergangen sind, und es demnach für die meisten Experten verfrüht ist, bereits ein Fazit oder Ausblicke zu wagen. Es gibt auch explizite Aussagen von Analytikern, denen zufolge genauere Prognosen erst ab dem Jahr 2005 erwartet werden. Bis dahin beschränkt sich die Autorin dieser Seminararbeit hauptsächlich auf die Vorstellung von Meinungen und Ansichten auf die sich bei ihrer Recherche im Internet gestoßen ist. Bereits hier muss angemerkt werden, dass die meisten Autoren die Möglichkeit einer Stabilisierung der Finanzmärkte mit der europäischen Währungsunion nicht in Verbindung zu bringen scheinen. Zumindest finden sich nur in den seltensten Fälle konkrete Hinweise auf den Aspekt der Stabilisierung. Auch Wissenschaftler, die sich mit einer möglichen Konkurrenz zwischen Euro und Dollar auseinandersetzen, tun dies größtenteils mehr indirekt, ohne sich auf einen konkreten Standpunkt festzulegen.
Dennoch finden sich in zahlreichen Publikationen zwischen den Zeilen Hinweise auf den einen oder anderen Standpunkt. Im Rahmen der Seminararbeit sollen die verschiedenen Sichtweisen einander gegenübergestellt und unter Berücksichtigung der Für und Wider miteinander verglichen werden.

Bei der Erstellung der Seminararbeit hält sich die Autorin an folgende Vorgehensweise: Da viele Experten der Ansicht sind, dass der Wert des Euro nicht zuletzt von der Stärke der amerikanischen Wirtschaft abhängt, wird in Kapitel 2 zunächst ein Überblick über die aktuelle amerikanische Wirtschaftslage gegeben.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Lage der US-Wirtschaft im Frühjahr 2002

3. Euro und Dollar – eine asymmetrische Beziehung

4. Der Dollar als Leitwährung

5. Euro und US-Dollar – Partnerschaft oder Boxkampf?

6. Die Finanzmärkte der Zukunft – Triadisierung der Währungen

7. Fazit: Alles ist möglich

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die internationale Rolle des Euro im Vergleich zum US-Dollar und analysiert, ob die europäische Einheitswährung als Konkurrent zum Dollar fungiert oder zur Stabilisierung der globalen Finanzmärkte beiträgt.

  • Analyse der US-amerikanischen Wirtschaftslage als Einflussfaktor auf den Euro-Wert
  • Untersuchung der historischen und aktuellen Leitwährungsrolle des US-Dollar
  • Gegenüberstellung internationaler Expertenmeinungen zur Euro-Dollar-Beziehung
  • Bewertung von Zukunftsszenarien und der Triadisierung der Währungen (Dollar, Euro, Yen)

Auszug aus dem Buch

4. Der Dollar als Leitwährung

Das nun folgende Kapitel beschäftigt sich näher mit der Geschichte des US-Dollar. Unter anderem soll untersucht werden, wie er in die Funktion der Leitwährung gelangte und inwieweit diese Bezeichnung heute noch gerechtfertigt ist. Außerdem werden Meinungen für und gegen den Dollar in dieser Funktion einander gegenübergestellt. Diese Untersuchungen sind notwendig, um einen tieferen Einblick in die Frage zu erhalten, ob Dollar und Euro eine Währungskonkurrenz bilden können.

Während sich die Wissenschaftler uneinig darüber sind, ob die Rolle des Dollar als Leitwährung nach wie vor gegeben ist, stimmen viele von ihnen darin überein, dass in der Vergangenheit der Dollar unumstritten die Leitwährung auf den internationalen Finanzmärkten war, diese Rolle heute jedoch nicht länger gerechtfertigt sei.

So schreibt beispielsweise Edelbert Richter in der Frankfurter Rundschau vom 21.12.2001, „dass der Dollar nach wie vor als Leitwährung fungiert, an der sich alle anderen messen lassen müssen. Und das obwohl er seit dem Ende des Systems von Bretton Woods formal kein politisches Mandat dazu hat und dem Dollar zugleich durch die voranschreitende Integration in Europa und die Herausbildung der Eurozone zunehmend die realwirtschaftliche Legitimation fehlt, die Funktion der alleinigen Leitwährung auszufüllen.“ Die Frage nach einer neuen, tragfähigen globalen Finanzarchitektur könne gar nicht ernsthaft gestellt werden, ohne die Hegemonie des Dollar in Frage zu stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Währungskonkurrenz zwischen Euro und Dollar und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Die Lage der US-Wirtschaft im Frühjahr 2002: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die US-Konjunktur und deren Einfluss auf die Stärke der europäischen Währung.

3. Euro und Dollar – eine asymmetrische Beziehung: Hier wird das Vertrauensverhältnis der Investoren zu den Währungen und die gegenseitige Abhängigkeit der Wirtschaftsräume thematisiert.

4. Der Dollar als Leitwährung: Untersuchung der historischen Etablierung des Dollars als Weltwährung und die kritische Hinterfragung seiner heutigen Vormachtstellung.

5. Euro und US-Dollar – Partnerschaft oder Boxkampf?: Eine Zusammenstellung verschiedener Expertenansichten, die zwischen Kooperation und Konkurrenz der beiden Währungsräume abwägen.

6. Die Finanzmärkte der Zukunft – Triadisierung der Währungen: Analyse der zukünftigen Weltfinanzordnung unter Berücksichtigung von Dollar, Euro und Yen.

7. Fazit: Alles ist möglich: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer zukünftigen Stabilisierung oder Währungskonkurrenz.

Schlüsselwörter

Währungskonkurrenz, Euro, US-Dollar, Leitwährung, Finanzmärkte, Weltwirtschaft, Stabilität, Währungsunion, Investitionen, Dollarisierung, Triadisierung, Geldpolitik, Außenwirtschaft, Wechselkurse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die internationale Währungssituation und das Verhältnis zwischen dem US-Dollar und dem Euro nach der Einführung der europäischen Einheitswährung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Leitwährungsfunktion des Dollars, den Auswirkungen der US-Wirtschaft auf den Euro sowie der Frage nach einer möglichen Währungskonkurrenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Euro den Dollar als dominierende Weltwährung herausfordert oder ob er primär zur globalen Stabilisierung der Finanzmärkte beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung von Expertenmeinungen und aktuellen Wirtschaftsberichten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine wirtschaftliche Analyse der USA, die Untersuchung der Leitwährungsrolle, verschiedene Expertenmeinungen zur Euro-Dollar-Partnerschaft und die Prognose zur Triadisierung der Weltfinanzmärkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Währungskonkurrenz, Euro, US-Dollar, Leitwährung, Finanzmärkte und Globalisierung sind die prägenden Begriffe.

Wie bewerten die untersuchten Experten die Rolle des Euro?

Die Meinungen sind gespalten; einige sehen den Euro als Stabilisierungsanker, während andere, wie C. Fred Bergsten, den Euro als ernsthaften zukünftigen Konkurrenten des Dollars einstufen.

Wie beurteilt die Autorin die Rolle der US-Amerikaner?

Die Autorin stellt fest, dass in US-amerikanischen Publikationen häufig eine Ignoranz gegenüber dem Euro als Konkurrenten durchschimmert, da das Vertrauen in den "guten, alten Dollar" weiterhin sehr stark ausgeprägt ist.

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Details

Title
Währungskonkurrenz: Die europäische Währungsunion: Konkurrenzkampf mit dem Dollar oder Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmärkte?
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Sozialwissenschaftliches Institut)
Course
Hauptseminar: Die Europäische Union und die Weltwirtschaftspolitik
Grade
2,0
Author
Claudia Proske (Author)
Publication Year
2002
Pages
32
Catalog Number
V6282
ISBN (eBook)
9783638138871
Language
German
Tags
EU; Dollar; Euro; Konkurrenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Proske (Author), 2002, Währungskonkurrenz: Die europäische Währungsunion: Konkurrenzkampf mit dem Dollar oder Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmärkte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6282
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