Finanzmärkte - Aufgaben, Funktionsweise und Kontrolle


Studienarbeit, 2005
24 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

III Abkürzungsverzeichnis

III. Symbolverzeichnis

1. Problemstellung und Gang der Untersuchung

2. Die Entstehung von Finanzmärkten
2.1 Institutionen und Märkte – eine Abgrenzung
2.2 Die Aufgaben von Finanzmärkten

3. Aufbau und Funktionsweise der Finanzmärkte
3.1 Die Besonderheiten der Finanzmärkte
3.1.1 Der Geldmarkt
3.1.2 Der Kapitalmarkt
3.1.3 Der Devisenmarkt
3.2 Regulierungsanlässe und -möglichkeiten auf den Finanzmärkten

4. Entwicklungstendenzen der Finanzmärkte

IV. Literaturverzeichnis

V. Quellenverzeichnis

VI. Anhang

Anhang A: Erklärung des Bundesministerium der Finanzen vom 09.07.2001

Anhang B: Pressemitteilung des DAI vom 09.07.1999

Anhang C: Auszüge aus dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die Struktur der Finanzmärkte

Abbildung 2: Die gehandelten Gelder auf dem Geldmarkt

Abbildung 3: Arten der Derivate

III Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Problemstellung und Gang der Untersuchung

Im Zuge der Globalisierung haben sich auch die Finanzmärkte einschneidend verändert.

Die Finanzmärkte, wie wir sie heute kennen, haben sich erst im Laufe der 1970er Jahre herausgebildet. Zuvor war die Finanzordnung lange Zeit geprägt durch das System von Bretton-Woods.[1]

Der technologische Fortschritt hat zu einer erheblichen Senkung der Informations- und Kommunikations- sowie der Transaktionskosten geführt. Durch die modernen Nachrichtentechniken wurde auf den Finanzmärkten eine fast vollkommene Transparenz erreicht. Zudem ist eine Vielzahl legaler Beschränkungen grenz-überschreitender Kapitalbewegungen in den vergangenen Jahrzehnten abgeschafft worden.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, die Aufgaben und Funktionsweise der Finanzmärkte aufzuzeigen. Zudem soll untersucht werden, woraus sich ein Bedarf an der Kontrolle von Finanzmärkten ergibt bzw. welche Anlässe in der Vergangenheit dazu führten, dass Forderungen nach strengeren Regulierungsmaßnahmen aufkamen. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten der Finanzmarktregulierung betrachtet werden.

Das Kapitel 2 befasst sich zunächst mit der Entstehung von Finanzmärkten. Dazu soll zunächst eine allgemeine Abgrenzung von Märkten und den darin agierenden Institutionen erfolgen. Daraufhin werden die allgemeinen Aufgaben und Funktionen der Finanzmärkte vorgestellt, die von den Institutionen der Finanzmärkte übernommen werden. Außerdem erfolgt eine Strukturierung der diversen Teilsegmente der Finanzmärkte.

Anhand der in Kapitel 2 erfolgten Systematisierung der Finanzmärkte werden dann im dritten Kapitel die Funktionen der Teilmärkte detaillierter beschrieben. Zudem sollen einige der gehandelten Finanzobjekte dargestellt und die wichtigsten Akteure der jeweiligen Teilsegmente genannt werden. Zum Abschluss des dritten Kapitels werden daraufhin Möglichkeiten zur nationalen Regulierung der Finanzmärkte sowie grenzübergreifende Maßnahmen und Institutionen vorgestellt. Die Möglichkeiten der Finanzmarktregulierung sind äußerst vielfältig. Daher sollen lediglich ausgewählte Maßnahmen anhand konkreter Beispiele vorgestellt werden.

Im Schlusskapitel sollen die Ausführungen rekapituliert werden und ein Ausblick auf die Entwicklungstendenzen der Finanzmärkte erfolgen.

2. Die Entstehung von Finanzmärkten

2.1 Institutionen und Märkte – eine Abgrenzung

Im ökonomischen Sinne lassen sich Märkte als Ort definieren, an dem Tauschgeschäfte zwischen Käufern und Verkäufern stattfinden.[2] Die Käufer, die ihr Geld gegen exakt definierte Güter oder Dienstleistungen einzutauschen planen, treffen hierbei auf die Verkäufer, die ihre Güter oder Dienstleistungen anbieten. Durch das Geld werden die Marktgeschehnisse erheblich vereinfacht. An die Stelle des Naturaltauschs tritt hierdurch der Kauf bzw. Verkauf von Gütern, Dienstleistungen und Rechten.[3]

Märkte können als gedankliches Konstrukt aufgefasst werden. Hierbei muss es sich also nicht unbedingt um Orte im geographischen Sinne handeln. So lassen sich z.B. Finanz-märkte im statistischen Sinne als „Gesamtheit aller Transaktionen mit Finanzierungs-mitteln“[4] definieren. Nach (neo-) liberalistischer Auffassung ergeben sich die Preise auf den Märkten durch das Zusammenspiel der Marktkräfte Angebot und Nachfrage, deren Übereinstimmung für die Räumung des Marktes sorgt. Die Preise verleihen dem Markt zudem die nötige Transparenz.

Der spätere Nobelpreisträger Ronald H. Coase hinterfragte in seinem Aufsatz „The Nature of the Firm“, aus dem Jahre 1937, die Grenzen der marktlichen Koordination. Ausgehend von der Frage warum es Firmen gibt und worin der Unterschied zwischen Firmen und dem „einfachen Menschen“ als wirtschaftendem Individuum besteht, stellte er fest, dass Kosten für die Nutzung des Preismechanismus anfallen, die er als „marketing costs“ bezeichnete.[5] Unter gewissen Umständen erscheint es dadurch unwirtschaftlich, bestimmte Transaktionen über den Markt abzuwickeln. Diese Kosten sind zum einen jene, die bei der Suche nach den relevanten Preisen entstehen. Zum anderen müssen die Kosten, die bei Verhandlungen und Abschlüssen von Verträgen anfallen, in Betracht gezogen werden. Die Existenz solcher Transaktionskosten führt in der Regel aber auch zu Spezialisierungsvorteilen in Form von Economies of Scale (Mengeneffekte) und Economies of Scope (Verbundeffekte).[6] Für Unternehmungen, die sich beispielsweise auf Finanztransaktionen spezialisieren, fallen neben den Kosten der Informationsbeschaffung auch Kosten für die Anbahnung, die Durchführung und die Überwachung der Finanztransaktionen an. Durch die häufigere Durchführung von Finanztransaktionen lassen sich die Transaktionskosten senken, da z.B. die erlangten Informationen mehrfach verwendet oder weiterverkauft werden können. Dies rechtfertigt beispielsweise die Existenz von Banken und anderen Institutionen auf den Finanzmärkten und deren unternehmerische Koordination der Finanztransaktionen.

Institutionen bilden sich also innerhalb der Märkte, um den Handel zu erleichtern bzw. diesen überhaupt erst zu ermöglichen. Sie lassen sich als Systeme von Regeln und Normen, inklusive der Mechanismen zu deren Durchsetzung auffassen.[7] Allgemein finden die Institutionen ihr Abbild in Organisationen, die auf den Märkten agieren. Das Netzwerk von Verträgen, das eine Firma begründet, stellt z.B. eine Institution dar.

[...]


[1] Vgl. Wahl (2001), S. 9.

[2] Vgl. hierzu und im folgenden Honeygold (1989), S. 11.

[3] Vgl. hierzu und im folgenden Spremann, Gantenbein (2005), S. 2.

[4] Rahlf (1999), S. 4 in Anlehnung an Tuchtfeld (1988), S. 433. Anders lassen sich Finanzmärkte z.B. definieren als: „(…) structures through which funds flow.“ Saunders; Millon Cornett (2004), S. 4.

[5] Vgl. hierzu und im folgenden Coase (1937), S. 390 f..

[6] Vgl. Picot (2005), S. 81.

[7] Vgl. hierzu und im folgenden Erlei; et al. (1999), S. 65 f.; Picot (2005), S. 54 ff..

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Finanzmärkte - Aufgaben, Funktionsweise und Kontrolle
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Veranstaltung
Internationale Betriebswirtschaftslehre
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
24
Katalognummer
V62848
ISBN (eBook)
9783638560160
ISBN (Buch)
9783638660426
Dateigröße
611 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzmärkte, Aufgaben, Funktionsweise, Kontrolle, Internationale, Betriebswirtschaftslehre
Arbeit zitieren
Christoph Siemer (Autor), 2005, Finanzmärkte - Aufgaben, Funktionsweise und Kontrolle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62848

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