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Wie viel Natur braucht das Kind? Wie Naturerziehung durch Klettern mit Grundschulkindern wirksam werden kann

Title: Wie viel Natur braucht das Kind? Wie Naturerziehung durch Klettern mit Grundschulkindern wirksam werden kann

Examination Thesis , 2002 , 114 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Miriam Püschel (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Wie kommt man dazu ein solches Thema zu wählen? Ein Thema, das der Formulierung nach eine klare Antwort fordert. „Wieviel Natur braucht das Kind?“. Eine Antwort in Form von: „ Zwei kg am Tag, oder 100 Stunden im Jahr“ wird es mit Sicherheit nicht geben. Wenn ein allgemeingültiges Ergebnis überhaupt herausfilterbar sein sollte, wird dies eher pädagogisch orientierter Art und nicht in naturwissenschaftlichen Größen messbar sein. Meinen persönlichen Bezug und mein daraus resultierendes Interesse für das gewählte Thema habe ich bereits im Vorwort geschildert. Daraus folgend ist dann auch die Fragestellung interessant welche Erfahrungs-, Bildungs-und Erziehungswerte die Natursportart Klettern für Kinder in sich birgt.Zentrale Fragestellungen
Ziel der Arbeit soll es sein, auf folgende Fragestellungen einzugehen, die mir zur Behandlung des Themas wichtig erscheinen.
- Wie soll Natur als feststehender Begriff verstanden werden?
- Wie sind die feststehenden Begriffsgrößen Mensch - Natur und im Besonderen für diese Arbeit interessant Sportler - Natur bzw. Kletterer - Natur zu vereinbaren?
- Was bietet das Klettern, das es für die Naturerziehung geeignet macht?
- Welche Naturerziehungsziele sind damit verbunden?
- Mit welchen Methoden kann angestrebte Naturerziehung speziell in der durch Bildungsplan und weitere einschränkende Bedingungen bestimmten Schule erreicht werden?
- Welche praktischen Umsetzungsmöglichkeiten gibt es?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 VORWORT

2 EINLEITUNG

3 NATURVERSTÄNDNIS VERSUS NATURVERHÄLTNIS

3.1 Begriffsherleitung

3.1.1 Assoziationen mit Natur

3.1.2 Naturbegriff im theologischen Sinn

3.1.3 Naturbegriff in der Naturwissenschaft

3.1.4 Natur im philosophischen Sinn

3.1.5 Natur im ökologischen und humanökologischen Sinn

3.1.6 Zusammenfassung

3.1.7 Geltendes Naturverständnis

3.2 Verhältnis Mensch - Natur

3.2.1 Innere Natur

3.2.2 Umwelt

3.2.3 Mitwelt

3.2.4 Naturbezug gestern und heute

3.3 Verhältnis Sportler - Natur

3.3.1 Auffassungsweisen von Sport in der Natur

3.3.2 Bedeutung des Sports bei der Schaffung einer positiven Mensch – Naturbeziehung

3.3.3 Probleme in Verbindung von Sport und Natur

3.4 Verhältnis Kletterer - Natur

3.4.1 Klettern, eine vielfältig erlebbare Natursportart

3.4.2 Die zentrale Perspektive – Naturbeziehung aufbauen durch Klettern

3.5 Top oder Flop? Naturbeziehung durch Natursport

4 NATURERZIEHUNG - WIE STELLT MAN DAS AM BESTEN AN?

4.1 Friluftsliv - ein praktiziertes Beispiel aus Norwegen

4.2 Bildung und Erziehung – eine begriffliche Annäherung

4.2.1 Definition des Bildungsbegriffes

4.2.2 Definition des Erziehungsbegriffes

4.3 Naturerziehung - was muss alles bedacht werden?

4.3.1 Wie kommt man von Erziehung zu Naturerziehung?

4.3.2 Naturerziehung mit Grundschulkindern – Welche entwicklungspsychologischen Voraussetzungen müssen beachtet und genutzt werden?

4.3.3 Naturerziehung als entwicklungsfördernde Maßnahme?

4.3.4 Welche Naturerziehungsziele gilt es anzustreben?

4.3.5 Naturerziehung - was sagt der Bildungsplan dazu?

4.4 Woher kommt Naturerziehung, wohin will sie führen?

4.4.1 Naturerziehungskonzepte - eine historische Genese

4.4.2 Aktuelle Naturerziehungskonzepte und ihre Vermittlungsmethoden

4.4.3 Schulrelevante Vermittlungsmethoden

4.5 Was hat Naturerziehung im Sport verloren?

4.5.1 Naturerziehung durch Sport/ Klettern – Vorstellung möglicher sportdidaktischer Ansätze

4.5.2 Natursportschullandheim als Realisierungsmöglichkeit

4.5.3 Naturerziehungsziele im Kletterschullandheim und mögliche Realisierungsmöglichkeiten

5 KLETTERSCHULLANDHEIME MIT GRUNDSCHULKINDERN IN DER PFALZ

5.1 Planung - was gilt es zu beachten?

5.1.1 Rahmenbedingungen der beiden Schullandheimaufenthalte

5.1.2 Persönliche Konzepte, Erziehungsansätze, Ziele für die Kletterschullandheime in der Pfalz

5.1.3 Naturaktionen, Probleme und Absichten

5.2 Durchgeführte „Naturaktionen“

5.2.1 Naturforscherstationen (2002)

5.2.2 Naturrallye (2001)

5.2.3 Klettern und Felserkundung

5.2.4 Tagebüchle und Plakate (2002)

5.2.5 Naturdetektive und Reflexion (2002)

5.2.6 Feuer und Stockbrot backen (2001 / 2002)

5.2.7 Nachtwanderung (2002)

5.2.8 Beobachtungen der Studenten allgemein (2001/ 2002)

5.3 Natur und Klettern als Themenschwerpunkte eines Schullandheims - ein Konzept das aufgeht?

5.3.1 Örtlichkeiten

5.3.2 Zeitrahmen

5.3.3 Personelle Bedingungen

5.3.4 Planung und Durchführung

5.3.5 Konzeptionelle Bedingungen

5.3.6 Klettern im Schullandheim

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Naturerziehung durch die Natursportart Klettern mit Grundschulkindern wirksam gefördert werden kann und wie Schulen entsprechende Angebote in ihren Alltag integrieren können. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Kinder eine tragfähige, positive Beziehung zur Natur aufbauen können, auch wenn sie im Alltag kaum mit naturnahen Räumen in Berührung kommen.

  • Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Sport
  • Konzeptentwicklung für Naturerziehung in der Grundschule
  • Sportdidaktische Ansätze zur Vermittlung von Naturerfahrungen
  • Klettern als Mittel der Naturerziehung
  • Praktische Erprobung durch Kletterschullandheime

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Bedeutung des Sports bei der Schaffung einer positiven Mensch – Naturbeziehung

Über die Körperlichkeit, die beim Sporttreiben immer eine Rolle spielt, kann zu einem verbesserten Naturbezug beigetragen werden. Die sportliche Bewegung kann also als Vermittler zwischen Körper und Natur fungieren. Dadurch die körperliche Anstrengung bei sportlicher Betätigung viele Prozesse im Sporttreibenden (innere Natur) intensiviert werden (Kreislauf, Atmung, Schweißproduktion), ist die Kontaktaufnahme mit der Natur (äußere) teilweise sogar ganz zwangsläufig gegeben. Der durch die erhöhte Atemfrequenz erreichte Luftaustausch mit der Umwelt ist hierfür ein Beispiel. Die großteils auf sensiblerem Niveau befindliche Sinneswahrnehmung ein weiteres. Zur Veranschaulichung an dieser Stelle ein persönliches Erlebnis:

Zu zweit machen wir uns nachts auf, ein kleines, für die Pfalz typisches Sandsteintürmchen zu besteigen. Eine Seillänge nur, aber ohne die Augen als kontrollierenden Sinn, nur über das Ertasten der Hände und Füße den nächsten Tritt findend, keine ganz einfache Aufgabe. Wir erreichen das kleine Plateau, das uns für die Nacht als Biwakstelle dienen soll. Eng ist es zwar, aber wir richten uns ein und arrangieren uns mit dem wenigen vorhandenen Platz. Der Fels ist noch aufgetankt von der Wärme der Sonne. Wir liegen unter dem Sternenhimmel und beobachten Sternschnuppenschwärme. Am nächsten Morgen werden wir von den ersten Sonnenstrahlen, von Vogelgezwitscher begleitet, geweckt. Wir sind eingebunden in den natürlichen Tag-Nachtrhythmus der Natur. Zurück in der Zivilisation, fällt es schwer von den Erlebnissen zu berichten. Es ist ein Gefühl, das mit der Natur verbindet und nicht so einfach in Worte fassbar ist. In diesem Beispiel wird klar, dass die körperliche Anstrengung ein naturverbindendes Gefühl auslöst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 VORWORT: Die Autorin reflektiert ihre eigene Naturbeziehung und begründet ihre Leidenschaft für das Klettern als Motivation für die Themenwahl.

2 EINLEITUNG: Es werden die Forschungsfragen und das methodische Vorgehen vorgestellt, um die Rolle des Kletterns in der Naturerziehung zu untersuchen.

3 NATURVERSTÄNDNIS VERSUS NATURVERHÄLTNIS: Eine wissenschaftliche Begriffsklärung beleuchtet den Naturbegriff und das gestörte Mensch-Natur-Verhältnis in der heutigen Industriegesellschaft.

4 NATURERZIEHUNG - WIE STELLT MAN DAS AM BESTEN AN?: Dieses Kapitel untersucht Konzepte wie Friluftsliv und reformpädagogische Ansätze, um Naturerziehung in der Schule umzusetzen.

5 KLETTERSCHULLANDHEIME MIT GRUNDSCHULKINDERN IN DER PFALZ: Die Autorin dokumentiert Praxisversuche und analysiert deren Erfolg anhand von Naturaktionen wie Forscherstationen und Klettern.

6 FAZIT: Eine kritische Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen, Natur durch Sport und Klettern den Kindern als schützenswerte Mitwelt zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Naturerziehung, Klettern, Grundschule, Natursport, Schullandheim, Umweltbildung, Erlebnispädagogik, Naturbeziehung, Körpererfahrung, Naturverhältnis, Mensch-Natur-Verhältnis, Mehrperspektivität, Sinneswahrnehmung, Fels, Natur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Frage, wie Kindern durch gezielte Natursportangebote – insbesondere das Klettern am Fels – wieder ein intensiverer und positiverer Bezug zur Natur vermittelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Naturverständnis, die Analyse der kindlichen Naturerfahrung, die Theorie der Naturerziehung in der Schule sowie die praktische Anwendung von Naturaktionen im Kontext von Schullandheimaufenthalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Wieviel Natur braucht das Kind?“ und „Wie kann Naturerziehung durch Klettern mit Grundschulkindern wirksam werden?“. Ziel ist es, Möglichkeiten für einen nachhaltigen Naturbezug aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller pädagogischer Konzepte (wie reformpädagogische Ansätze) kombiniert mit einer praxisorientierten Auswertung von durchgeführten Kletterschullandheimen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe zum Mensch-Natur-Verhältnis, diskutiert schulrelevante Vermittlungsmethoden und beschreibt konkrete Naturaktionen, die mit Grundschulkindern im Kletterschullandheim in der Pfalz durchgeführt wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Naturerziehung, Klettern, Grundschule, Natursport, Schullandheim, Umweltbildung, Naturbeziehung, Körpererfahrung.

Welche Rolle spielen die "Naturforscherstationen" im Konzept?

Diese Stationen dienen dazu, Kindern die Kletterumwelt ohne den Leistungsdruck des direkten Kletterns näherzubringen, indem sie durch gezieltes Ansprechen aller Sinne (Tasten, Riechen, Hören) die Wahrnehmung für Fels und Natur schulen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle des Lehrers?

Der Lehrer sollte weniger als Anweiser, sondern vielmehr als begleitender "Mit-Entdecker" auftreten, der Impulse setzt und Räume für selbstbestimmtes Entdecken und Erleben schafft, statt Naturerfahrung zwangsweise zu verordnen.

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Details

Title
Wie viel Natur braucht das Kind? Wie Naturerziehung durch Klettern mit Grundschulkindern wirksam werden kann
College
University of Education Heidelberg
Course
Kletterschullandheim vorbereiten und durchführen
Grade
1,0
Author
Miriam Püschel (Author)
Publication Year
2002
Pages
114
Catalog Number
V62855
ISBN (eBook)
9783638560207
ISBN (Book)
9783656794073
Language
German
Tags
Natur Kind Naturerziehung Klettern Grundschulkindern Kletterschullandheim
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Püschel (Author), 2002, Wie viel Natur braucht das Kind? Wie Naturerziehung durch Klettern mit Grundschulkindern wirksam werden kann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62855
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