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Korruption und Wachstum: Behindert Korruption das wirtschaftliche Wachstum in Entwicklungsländern?

Title: Korruption und Wachstum: Behindert Korruption das wirtschaftliche Wachstum in Entwicklungsländern?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplom-Kaufmann Patrick Mackert (Author)

Economics - Economic Cycle and Growth
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In der öffentlichen Meinung gilt Korruption als etwas Verwerfliches, Schädliches. Unter Korruption versteht man dabei den Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. Mit der „UN-Konvention gegen Korruption“ (UNCAC) trat 2005 die erste globale Vereinbarung zur Korruptionsbekämpfung in Kraft. Auch Weltbank und IWF haben dem „Krebsgeschwür“ Korruption den Kampf angesagt.
Laut der Anti-Korruptionsorganisation „Transparency International“ geht hohe Korruption mit geringerer Wirtschaftsleistung einher. Jedoch sagt dieser hohe negative Zusammenhang zwischen Korruption und Wirtschaftleistung noch nichts über die Kausalität aus, also ob ein Land arm ist weil es korrupt ist, oder ob es korrupt ist weil es arm ist.
Das Ziel dieser Arbeit ist es herauszuarbeiten, ob Korruption wirtschaftliches Wachstum in Entwicklungsländern behindert.
Nachdem in der Einführung ein kurzer Überblick über die Problemstellung dieser Arbeit, sowie notwendige Begriffserklärungen erfolgt sind, wird in Gliederungspunkt 2.1 der formale Zusammenhang zwischen Korruption und dem Neoklassischen Wachstumsmodell dargestellt. Gliederungspunkt 2.2 gibt anschließend einen Überblick über die theoretische Diskussion der Frage, ob Korruption überhaupt schädlich für wirtschaftliches Wachstum ist, oder ob Korruption nicht sogar wachstumsförderlich wirken kann.
In Kapitel 3 werden dann mithilfe empirischer Studien die ökonomischen Auswirkungen von Korruption auf das wirtschaftliche Wachstum von Entwicklungsländern herausgearbeitet.
Abschließend fasst Kapitel 4 die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen.

Excerpt


Gliederung

1. Einführung

2. Theoretische Betrachtungen: Auswirkungen von Korruption auf das wirtschaftliche Wachstum

2.1 Korruption und das Neoklassische Wachstumsmodell

2.2 Gibt es positive Effekte von Korruption auf wirtschaftliches Wachstum?

3. Empirische Studien über die ökonomischen Auswirkungen von Korruption auf das wirtschaftliche Wachstum

3.1 Die Studie von GYIMAH-BREMPONG (2002)

3.1.1 Modellaufbau

3.1.2 Empirische Analyse und Ergebnisse

3.2 Die Studie von ANORUO UND BRAHA (2005)

3.2.1 Modellaufbau

3.2.2 Empirische Analyse und Ergebnisse

3.3 Die Studie von MÉNDEZ UND SEPÚLVEDA (2005)

3.3.1 Modellaufbau

3.3.2 Empirische Analyse und Ergebnisse

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob Korruption das wirtschaftliche Wachstum in Entwicklungsländern behindert. Dabei werden theoretische Modelle mit empirischen Studien verknüpft, um zu prüfen, ob der weitläufigen Annahme einer negativen Auswirkung auf das Wachstum durch systematische Datenanalysen afrikanischer Staaten sowie unter Berücksichtigung politischer Regimes untermauert werden kann.

  • Analyse des Einflusses von Korruption auf das Neoklassische Wachstumsmodell
  • Diskussion über potenzielle wachstumsfördernde Effekte von Korruption ("Grease-Money-Argument")
  • Empirische Untersuchung der Auswirkungen von Korruption auf Basis afrikanischer Datensätze
  • Differenzierung des Korruptionseffekts in Abhängigkeit von "freien" und "unfreien" politischen Systemen
  • Kritische Würdigung der Kausalität zwischen Korruption und wirtschaftlicher Leistung

Auszug aus dem Buch

2.1 Korruption und das Neoklassische Wachstumsmodell

VINOD (1999) versucht eine Beziehung zwischen Korruption und dem Neoklassischen Wachstumsmodell herzustellen.

Eine zentrale Aussage dieses Modells besteht darin, dass die Anhäufung von Kapital eine der Hauptursachen für wirtschaftliches Wachstum ist. Das Ausgangsmodell betrachtet zunächst eine geschlossene Volkswirtschaft in der ein Gut sowohl zu Konsum-, als auch zu Investitionszwecken verwendet werden kann. Dieses Gut wird zudem ausschließlich mit den Produktionsfaktoren Kapital ( K ) und Arbeit ( L ) hergestellt. Das Bevölkerungswachstum ist exogen vorgegeben und sowohl im Zeitablauf, als auch in der Struktur konstant. Nettoinvestitionen und Ersparnisse sind identisch. Die Einkommensgleichung lautet dann Y(t) = C(t) + I(t), (2.1), wobei Y(t) das Volkseinkommen, C(t) den Konsum und I(t) die Investitionen bezeichnet.

Korruption kann nach VINOD (1999) nun vereinfacht in der Weise wirken, dass angenommene Bestechungsgelder vor allem schnell und verborgen durch beobachtbaren Konsum ausgegeben werden müssen, damit der Nachweis von Korruptionspraktiken erschwert wird. Korruption verteilt also produktive Ressourcen (Kapital) vom Unternehmer zum korrupten Beamten, woraufhin weniger gespart wird und s sinkt. Die Missachtung des staatlichen Eigentums durch die Bürokraten reduziert die Effizienz der Inputs Arbeit und Kapital. Das führt zu einer Verkleinerung des Ausdrucks f(k)/k und zur Vergrößerung von δ. Weiterhin können Bestechungen exzessiv teure Projekte verursachen, welche nach außen den Anschein haben profitabel zu sein, letztlich aber die Anhäufung von Kapital verringern. Somit sinkt k gemäß Gleichung (2.7). Korruption vermindert also letztendlich den Kapitalstock, wodurch Wachstum gehemmt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in das Thema Korruption ein, definiert den Begriff im Kontext der Arbeit und erläutert die Bedeutung von Korruptionsindizes wie dem CPI, um das Problemfeld in Entwicklungsländern aufzuzeigen.

2. Theoretische Betrachtungen: Auswirkungen von Korruption auf das wirtschaftliche Wachstum: Hier wird der theoretische Rahmen durch das Neoklassische Wachstumsmodell gesetzt und kritisch hinterfragt, ob Korruption durch Schmiergeldzahlungen möglicherweise positive Effekte auf die bürokratische Effizienz haben könnte.

3. Empirische Studien über die ökonomischen Auswirkungen von Korruption auf das wirtschaftliche Wachstum: Dieses Kapitel prüft die theoretischen Annahmen anhand von drei ausgewählten empirischen Studien an afrikanischen Staaten und unter Einbeziehung politischer Freiheitsgrade.

4. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und stellt fest, dass während afrikanische Daten einen negativen Effekt nahelegen, keine allgemeingültige Aussage für alle Entwicklungsländer aufgrund unterschiedlicher soziokultureller Rahmenbedingungen möglich ist.

Schlüsselwörter

Korruption, wirtschaftliches Wachstum, Entwicklungsländer, Neoklassisches Wachstumsmodell, CPI, Bestechung, Transparenz International, Empirische Studie, Kapitalstock, Grease-Money-Argument, politische Freiheit, Regressionsanalyse, BIP, Institutionenökonomik, Governance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob Korruption einen negativen Einfluss auf das wirtschaftliche Wachstum in Entwicklungsländern hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die theoretische Modellierung von Wachstumsprozessen, die theoretische Diskussion um "schmiergeldfördernde" Effekte sowie die Auswertung empirischer Regressionsanalysen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: "Behindert Korruption das wirtschaftliche Wachstum in Entwicklungsländern?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen Literaturüberblick zur theoretischen Einordnung und führt eine vergleichende Analyse bestehender empirischer Querschnittsstudien durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Herleitung über das Neoklassische Wachstumsmodell und die detaillierte Vorstellung und Interpretation von Regressionsanalysen zu afrikanischen Staaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Korruption, wirtschaftliches Wachstum, Entwicklungsländer, Kapitalstock und institutionelle Rahmenbedingungen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "freien" und "unfreien" Ländern so wichtig?

Die Studien von MÉNDEZ UND SEPÚLVEDA zeigen, dass Korruption in verschiedenen politischen Regimes unterschiedliche Auswirkungen hat, weshalb eine undifferenzierte Betrachtung zu verzerrten Ergebnissen führen kann.

Lässt sich der Schluss ziehen, dass Korruption immer wachstumshemmend wirkt?

Nicht eindeutig; während viele Studien dies für afrikanische Staaten belegen, zeigen andere Ansätze, dass in manchen Systemen keine statistisch signifikante Korrelation nachweisbar ist.

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Details

Title
Korruption und Wachstum: Behindert Korruption das wirtschaftliche Wachstum in Entwicklungsländern?
College
University of Tubingen  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Course
Hauptseminar „Korruption“
Grade
2,3
Author
Diplom-Kaufmann Patrick Mackert (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V62874
ISBN (eBook)
9783638560337
ISBN (Book)
9783638668965
Language
German
Tags
Korruption Wachstum Behindert Korruption Wachstum Entwicklungsländern Hauptseminar Transparency International CPI
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Patrick Mackert (Author), 2006, Korruption und Wachstum: Behindert Korruption das wirtschaftliche Wachstum in Entwicklungsländern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62874
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