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Optimale Bestellmenge (Optimum Ordering Quantity) in Zeiten des e-commerce

Title: Optimale Bestellmenge (Optimum Ordering Quantity) in Zeiten des e-commerce

Term Paper , 2002 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jan Christof Scheffold (Author)

Engineering - Industrial Engineering and Management
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Summary Excerpt Details

Vorliegende Arbeit thematisiert die praktische Verwendung der optimalen Bestellmenge in Zeiten des e-commerce.

Die bereits sehr früh erkannten Gesetzmässigkeiten über Economies of scale, Effekte von Massenproduktionen und das Gesetz der Fixkostendegression besagen, dass mit steigende Ausbringungsmenge auch die Stückkosten sinken, sofern fixe Kosten zu Grunde liegen.
Diese Gesetzmässigkeit spiegelt sich in verschiedenen Bereichen des Unternehmens wieder. So spricht man in der Beschaffung von „optimaler Bestellmenge“, in der Produktion von „optimaler Losgrösse“ und der Vertrieb spricht von „optimaler Liefermenge“. Schon dadurch wird die Abhängigkeit verdeutlicht.
Das natürliche Streben zum Optimum hat jedoch seine Grenzen. Denn selbst –oder gerade - wenn jeder variable Parameter mit einbezogen würde, scheiterte der Wunsch nach einer voraussagbaren optimalen Bestellmenge an den Faktoren Komplexität und Zufall, oder Chaos.
Um dieses zu veranschaulichen möchte ich gerne ein Zitat anbringen:

„Es ist alles interdependent, ungewiß und im Prinzip kaum zurechenbar. (...) Dies führt (...) zum wissentlichen Einbezug von Halbwahrheiten und evtl. sogar Fehlern. (...) Oberstes und damit vorrangiges Ziel des ganzen Prozesses ist dabei das der Problemlösung.“

Im folgenden Text möchte ich zunächst auf die theoretischen Grundlagen der optimalen Bestellmenge eingehen und deren Berechnung mittels vereinfachter Formel erläutern.
Dann wird die Systemtheorie in genauerer Analyse als für die Praxis nicht isoliert anwendbar dargestellt.
Anhand beeinflussender Faktoren, welche auf die optimale Bestellmenge einwirken, wird schliesslich der Eindruck über die vorherrschende Komplexität deutlich. Diese versucht man heutzutage durch Einsatz neuester EDV-gestützter Technologien „beherrschbar“ zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

3 EINFÜHRUNG

4 DEFINITIONEN

5 THEORETISCHER ANSATZ

6 GRUNDLAGEN DER BESCHAFFUNG IN UNTERNEHMEN

6.1 BEDARFSERMITTLUNG

6.1.1 PROGRAMMORIENTIERTE BEDARFSERMITTLUNG

6.1.2 VERBRAUCHSORIENTIERTE BEDARFSERMITTLUNG

6.2 DISPOSITIONSVERFAHREN

6.2.1 BEDARFS- ODER AUFTRAGSGESTEUERTE DISPOSITION

6.2.2 PLANGESTEUERTE DISPOSITION

6.2.3 VERBRAUCHSGESTEUERTE DISPOSITION

6.3 HILFSMITTEL ZUR DISPOSITIONSSTEUERUNG

6.3.1 ABC-ANALYSE

6.3.2 XYZ-ANALYSE

6.3.3 CROSS-TABELLE ABC-XYZ

7 THEORETISCHER GRUNDRAHMEN OPTIMALE BESTELLMENGE

7.1 ZUSAMMENSETZUNG DER KOSTEN IM BESCHAFFUNGSPROZESS

7.2 DIE ANDLER-FORMEL

7.3 ANNAHMEN ZUM GRUNDMODELL

7.4 VORTEILE AUS DER ANWENDUNG DER FORMEL

8 THEORETISCHE KRITIK

8.1 KRITIK DER ALLGEMEINEN BWL

8.2 KRITIK AN ANNAHMEN DES GRUNDMODELLS

8.3 SYSTEMTHEORETISCHER NACHWEIS

9 PRAKTISCHE KRITIK

9.1 ORGANISATORISCHE EINFLÜSSE

9.1.1 UNTERNEHMENSÜBERGREIFENDE WERTSCHÖPFUNGSKETTEN

9.1.2 HEBELWIRKUNG DER MATERIALKOSTEN

9.1.3 KOOPERATIONEN

9.1.4 MASS-CUSTOMIZATION

9.1.5 BUILD-TO-ORDER PRINZIP

9.1.6 BESCHAFFUNGSSTRATEGIEN / SOURCING KONZEPTE

9.1.7 FAKTOR MENSCH

9.2 PROZESSBEDINGTE EINFLÜSSE

9.2.1 HANDELSBRÄUCHE

9.2.2 REDUZIERUNG DER FERTIGUNGSTIEFE

9.2.3 FERTIGUNGSTYPEn

9.3 TECHNOLOGISCHE EINFLÜSSE

10 LETZTE ANWENDUNG DER FORMEL IN DER PRAXIS

11 FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Relevanz und Anwendbarkeit des Modells der optimalen Bestellmenge (Andler-Formel) im Kontext moderner e-commerce-Strukturen und komplexer globaler Wertschöpfungsketten. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, inwieweit klassische mathematische Optimierungsansätze in einer von Volatilität, Systemkomplexität und technologischem Wandel geprägten Beschaffungswelt noch Gültigkeit besitzen.

  • Theoretische Grundlagen und mathematische Herleitung der klassischen Andler-Formel.
  • Kritische Analyse der betriebswirtschaftlichen Annahmen hinter dem Grundmodell.
  • Einfluss organisatorischer Veränderungen wie SCM, Just-in-time und ECR auf die Bestellpraxis.
  • Bedeutung technologischer Innovationen (e-procurement, ERP-Systeme) für die Materialwirtschaft.
  • Diskussion über die Verlagerung von Risiken durch moderne Sourcing-Strategien.

Auszug aus dem Buch

7.3 Annahmen zum Grundmodell

Die Grundidee zur optimalen Bestellmenge kommt von der Annahme, dass sich die Gesamtkostenfunktion aus zwei gegenläufigen Teilkostenfunktionen zusammensetzen. Nämlich aus den proportional steigenden Lagerhaltungskosten und den degressiv abnehmenden Bestellkosten. Der Schnittpunkt beider stellt das Gesamtkostenminimum (optimale Bestellmenge) dar.

Um diese vereinfachte Darstellung der komplexen Zusammenhänge überhaupt leisten zu können, muss eine Reihe von Festlegungen getroffen werden. Dies sind unter anderem folgende:

• Die Planungsperiode beträgt ein Jahr

• Der Jahresbedarf ist bekannt

• Kontinuierlicher Verbrauch (gleichbleibend)

• Die Lieferung der Bestellung geschieht unmittelbar nach Bestellung

• Schwund, Ausschuss und Verderb sind gleich Null

• Der Preis pro Menge ist immer gleich (kein Mengenrabatt, keine Preisänderungen innerhalb des Jahres)

Zusammenfassung der Kapitel

3 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Economies of Scale und die theoretische Abhängigkeit verschiedener Unternehmensbereiche von optimalen Bestellparametern.

4 Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe, wie das Optimum und die optimale Bestellmenge, präzise definiert.

5 Theoretischer Ansatz: Es wird ein historischer Überblick über die Entwicklung von Beschaffungstheorien gegeben, beginnend bei Harris bis hin zum klassischen Modell von Andler.

6 Grundlagen der Beschaffung in Unternehmen: Das Kapitel erläutert die 4R der Beschaffung und führt in verschiedene Bedarfsermittlungs- und Dispositionsverfahren sowie deren steuernde Werkzeuge (ABC/XYZ-Analyse) ein.

7 Theoretischer Grundrahmen optimale Bestellmenge: Hier wird die Andler-Formel mathematisch hergeleitet und die für das Modell notwendigen, stark vereinfachenden Annahmen kritisch aufgearbeitet.

8 Theoretische Kritik: Das Kapitel setzt sich mit den unrealistischen Grundannahmen der allgemeinen BWL und den spezifischen Limitierungen des Andler-Grundmodells auseinander.

9 Praktische Kritik: Eine detaillierte Analyse der Einflussfaktoren wie SCM, Mass-Customization und der Hebelwirkung der Materialkosten, die die Praxisnähe des Modells hinterfragen.

10 Letzte Anwendung der Formel in der Praxis: Dieses Kapitel zeigt auf, dass das Modell heute nur noch isoliert, etwa zur Bestimmung von Sicherheitsbeständen, in der Praxis Verwendung findet.

11 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass für eine erfolgreiche moderne Praxis ein integrativer Ansatz sowie eine Kombination aus mathematischen Modellen und pragmatischem Handeln notwendig ist.

Schlüsselwörter

Optimale Bestellmenge, Andler-Formel, Beschaffungsmanagement, Supply Chain Management, ECR, Bedarfsermittlung, Lagerhaltungskosten, Materialkosten, Just-in-time, ERP-Systeme, Sourcing, Materialwirtschaft, Kostenminimierung, Prozessoptimierung, Kapitalbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung der optimalen Bestellmenge (Andler-Formel) im modernen unternehmerischen Umfeld, insbesondere unter Berücksichtigung von E-Commerce und modernen Beschaffungsstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Beschaffung, mathematische Optimierungsmodelle, die Herausforderungen durch reale Marktfaktoren und der Einfluss neuer IT-Technologien auf das SCM.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Nutzwert und die Anwendbarkeit der klassischen Andler-Formel in der heutigen Zeit zu bewerten und zu prüfen, inwieweit das Modell angesichts gestiegener Komplexität noch Bestand hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine methodische Kombination aus Literaturanalyse theoretischer Konzepte, kritischer Würdigung mathematischer Modelle sowie die Verknüpfung mit praktischen Anwendungsbeispielen aus der Wirtschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Andler-Formel, deren mathematische Kritik, sowie eine umfangreiche praktische Kritik anhand von Einflussfaktoren wie organisatorischen Veränderungen und technologischen Neuerungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Beschaffungsmanagement, Andler-Formel, SCM, Materialkostenreduktion und Prozessorientierung charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst die "Hebelwirkung der Materialkosten" das Ergebnis?

Die Hebelwirkung verdeutlicht, dass bereits geringe Einsparungen bei den Materialkosten signifikante Auswirkungen auf den gesamten Unternehmensgewinn haben, was den Druck auf Unternehmen erhöht, effizientere Prozesse als das klassische Modell zu suchen.

Warum ist laut Autor die "Systemtheorie" für die Kritik wichtig?

Die Systemtheorie verdeutlicht, dass komplexe Unternehmensabläufe nicht isoliert in einem Ein-Produkt-Modell betrachtet werden können, da interdependente Faktoren das Gesamtergebnis maßgeblich beeinflussen.

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Details

Title
Optimale Bestellmenge (Optimum Ordering Quantity) in Zeiten des e-commerce
College
University of Applied Sciences Bremen  (Internationales Wirtschaftsingenieurwesen)
Course
Supply Chain Management
Grade
2,0
Author
Jan Christof Scheffold (Author)
Publication Year
2002
Pages
26
Catalog Number
V6287
ISBN (eBook)
9783638138925
ISBN (Book)
9783638639330
Language
German
Tags
SCM Optimale Bestellmenge Optimum Ordering Quantity e-commerce Präsentation Mindestbestand Meldebestand procurement Beschaffung Kosten Jäger Harris Stefanic-Allmeyer Andler Andler-Form
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Christof Scheffold (Author), 2002, Optimale Bestellmenge (Optimum Ordering Quantity) in Zeiten des e-commerce, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6287
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