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Medien und das politische System der Bundesrepublik Deutschland

Title: Medien und das politische System der Bundesrepublik Deutschland

Term Paper , 2006 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Florian Schütt (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Es gibt eine Vielzahl von Definitionen für den Begriff Medien. Für die Politikwissenschaft ist jedoch wohl die Definition nach Schubert/Klein von besonderer Bedeutung. Nach dieser Definition lässt sich sagen, dass Medien ein Sammelbegriff für alle audiovisuellen Mittel und Verfahren zur Verbreitung von Informationen, Bildern, Nachrichten, etc. ist. Zu den Massenmedien zählen demnach insbesondere die Presse und der Rundfunk. Eine weitere, nicht weniger wichtige Definition liefert Holtz-Bacha, Christina:

I. In demokratischen Systemen stehen Medien und Politik in einem engen Austauschverhältnis, das von gegenseitiger Abhängigkeit gekennzeichnet ist. Medien geben die Meinungen und die Erwartungen der Bevölkerung an die Politik und informieren die Bevölkerung über politische Prozesse. Dabei bewerten und interpretieren die Medien diese Prozesse zum Teil sehr kongruent.

II. In Wahlkampfzeiten versuchen Politiker aktiv auf die Medien Einfluss zu nehmen, indem sie sich vermehrt Interviews oder Talkshows stellen. Gleichzeitig verfügen Parteien, Parlamente und Regierungen über Sitze in den Aufsichtsgremien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

III. Medien spielen eine wichtige Rolle in der Konstruktion der politischen Realität für die Gesellschaft.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass unter einem Medium primär ein Mittler verstanden wird, mit dem Zeichen übermittelt werden, und somit Kommunikation entsteht. Ein Massenmedium ermöglicht es zudem noch ein unbegrenztes Publikum zu erreichen. Die Entwicklung der Massenmedien ist dadurch gekennzeichnet, dass sich das Verhältnis zwischen Aufwand und Leistung in großen Sprüngen verändert. Von der Entwicklung des Buches über die Druckschrift zur Massenpresse, Tonträger, Film, Hörfunk und Fernsehen bis hin zum Internet und UMTS wird mit immer weniger Aufwand ein immer größeres Publikum erreicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

II. Einleitung/Begriffsdefinition

III. Rechtliche Grundlagen der Massenmedien in der BRD

IV. Medienstruktur

a. Printmedien

b. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

c. Das Internet

V. Werden die Medien ihren Aufgaben gerecht? / Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen den Medien und dem politischen System der Bundesrepublik Deutschland, um deren Funktionen sowie deren Einfluss auf die politische Meinungsbildung zu analysieren.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen für Massenmedien gemäß Grundgesetz
  • Strukturelle Analyse von Printmedien, Rundfunk und Internet
  • Untersuchung der Informations- und Kontrollfunktion der Medien
  • Diskurs über die politische Neutralität und den Parteienproporz
  • Bewertung der Medien als „vierte Gewalt“ im demokratischen Prozess

Auszug aus dem Buch

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Der Hörfunk in der BRD wurde nach 1945 vor allem durch das britische Vorbild geformt. In den einzelnen Bundesländern wurden Anbieter für regionale Hörfunkprogramme gegründet, die weder private Unternehmen noch staatliche Behörden, sondern öffentlich-rechtliche Anstalten sind und aus den Rundfunkgebühren finanziert werden. Seit Ende der 50er Jahre hörten die Hörer jedoch nicht primär mehr den einzelnen Programmen zu, sondern hörten nebenbei, z.B. beim Autofahren oder während der Arbeitszeit. Mitte der 80er wurde dieser Trend sogar noch durch die neuen technischen Möglichkeiten und den somit entstandenen privaten Sendern verstärkt. Heute erreicht das Radio rund 85% der Bevölkerung und wird ca. 3,5 Stunden am Tag gehört.

Die Radiosender gehören den einzelnen Rundfunk-Sendern der Bundesländer bzw. den aus Zusammenschluss entstandenen Sendern (z.B. NDR, RBB, SWR). Alle „Ländersender“ der BRD bilden zusammen die Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD). Nicht zur ARD gehören das ZDF, das von den Bundesländern als zentral geleiteter Sender gegründet wurde, nachdem Konrad Adenauer einen staatlichen, von der Regierung verwalteten Sender aufbauen wollte, was jedoch vom BVerfGE untersagt wurde. Auch das DeutschlandRadio gehört nicht der ARD an, sondern ist wie das ZDF ein eigener Bestandteil des öffentlich rechtlichen Rundfunkes in der BRD. Die ARD finanziert sich hauptsächlich aus den Rundfunkeinnahmen, die durch die GEZ verwaltet und von den Bundesländern gemeinsam beschlossen werden. „Innerhalb der ARD wird ein Finanzausgleich zugunsten finanzschwacher, kleinerer Sender vorgenommen.“ Das Fernsehprogramm wird von den Rundfunkintendanten beschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

II. Einleitung/Begriffsdefinition: Definitorische Abgrenzung des Medienbegriffs im politikwissenschaftlichen Kontext und Erläuterung des Austauschverhältnisses zwischen Medien und Politik.

III. Rechtliche Grundlagen der Massenmedien in der BRD: Darstellung der verfassungsrechtlichen Absicherung durch Artikel 5 des Grundgesetzes sowie die Grenzen der Presse- und Informationsfreiheit.

IV. Medienstruktur: Untersuchung der ökonomischen und strukturellen Bedingungen von Printmedien, öffentlich-rechtlichem Rundfunk und dem Internet.

V. Werden die Medien ihren Aufgaben gerecht? / Zusammenfassung: Kritische Reflexion der Kontroll- und Informationsfunktion der Medien sowie der Rolle des Agenda-Settings in der politischen Willensbildung.

Schlüsselwörter

Medien, Politik, Bundesrepublik Deutschland, Pressefreiheit, Rundfunk, Internet, Informationsfunktion, Kontrollfunktion, Meinungsbildung, Medienstruktur, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Agenda Setting, Vierte Gewalt, Politische Kommunikation, Medienpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung der Medien innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung rechtlicher und struktureller Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Grundlagen nach Art. 5 GG, die Struktur von Printmedien und Rundfunkanstalten sowie die Auswirkungen der Medien auf die politische Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erörtern, ob die Medien ihren gesellschaftlichen Aufgaben wie Information, Meinungsbildung und Kontrolle der Regierung in einer demokratischen Ordnung gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Literatur- und Strukturanalyse, die aktuelle Mediensysteme sowie verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Schranken der Medien, vergleicht die Strukturen von Printmedien und Rundfunk und diskutiert das Internet als neues Medium.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Medienstruktur, Pressefreiheit, politische Meinungsbildung, Agenda Setting und die Kontrollfunktion der Medien geprägt.

Wie wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert und kontrolliert?

Er wird maßgeblich durch Rundfunkgebühren finanziert und durch Rundfunkräte kontrolliert, in denen gesellschaftliche Gruppen und Parteien vertreten sind, um eine politische Ausgewogenheit zu gewährleisten.

Wie bewertet der Autor den Einfluss des Internets auf die Politik?

Das Internet wird als Bereicherung für die Politikwissenschaft eingestuft, wobei jedoch Probleme wie die Verifizierung von Inhalten und die digitale Spaltung der Gesellschaft kritisch hervorgehoben werden.

Welche Kritik gibt es an der sogenannten „vierte Gewalt“?

Kritiker bemängeln die subjektive Auswahl von Nachrichten, die Tendenz zur Skandalisierung („scandals sell“) und hinterfragen die Legitimation der Medien, als politische Kontrolleure aufzutreten.

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Details

Title
Medien und das politische System der Bundesrepublik Deutschland
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Übung zu: Das Regierungssystem Deutschlands
Grade
2,0
Author
Florian Schütt (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V62979
ISBN (eBook)
9783638561204
ISBN (Book)
9783656810582
Language
German
Tags
Medien System Bundesrepublik Deutschland Regierungssystem Deutschlands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Schütt (Author), 2006, Medien und das politische System der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62979
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