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Das niederländische Deutschlandbild nach 1990 - Clingendael-Rapport und seine Folgen für die bilateralen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Deutschland

Title: Das niederländische Deutschlandbild nach 1990 - Clingendael-Rapport und seine Folgen für die bilateralen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Deutschland

Term Paper , 2005 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anika Erdmann (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Summary Excerpt Details

Der Clingendael-rapport war eine Umfrage, die unter den Jugendlichen von fünfzehn bis neunzehn Jahren durchgeführt wurde. Dass die Vorstellung, welche die ältere Generation der Niederländer von den Deutschen haben, nicht immer die richtige ist, ist den beiden Seiten bekannt. In diesem Fall lässt sich, meiner Meinung nach, wenig ändern. Das größte Potential und eine Chance für die Normalisierung der bilateralen Kontakte und Einstellung stecken eben in den Jugendlichen. Deshalb ist es so wesentlich, diese Gruppe zu untersuchen und gewisse Schlussfolgerungen, anhand solcher Umfragen, zu ziehen. Im Mittelpunkt stand natürlich der Clingenael-Rapport selbst. Diese Arbeit besteht aus fünf Hauptblöcken. Der erste Teil ist einer allgemeinen Einführung gewidmet. Hier versuche ich die gegenseitigen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Deutschland kurz zusammenzufassen. Solche Begriffe wie Kriegstrauma und Calimero-Effekt wurden dort erläutert. Im zweiten Kapitel befasse ich mich mit dem Höhepunkt der Negativität, dem Phänomen anti-deutsch-sein unter den Niederländern, das Anfang der 90er Jahre zu beobachten war. Als mögliche Erklärung solch einer Situation nehme ich die Unzufriedenheit der Niederländer mit der Wiedervereinigung Deutschlands, sowie den starken Protest gegen rechtsextremische Vorfälle in Deutschland, an. Das dritte Kapitel berührt den Clingendael-Rapport, wo ich seine Zielsetzung und Ergebnisse beschreibe. Es gibt dort auch den Versuch, gewisse Schlussfolgerungen zu nennen, die aus seiner Analyse zu ziehen sind. Den Kern des vierten Kapitels bildet die Notwendigkeit zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen auf verschiedenen Ebenen (politische, institutionelle, zwischenmenschliche). Im letzten Hauptblock, nämlich im fünften Kapitel, versuche ich die ganze Arbeit zusammenzufassen, sowie einige Fragen zu beantworten, die meiner Ansicht nach, relevant sind, wie z.B.: ob die Publikation des Clingendael-Rapports zur Verbesserung der niederländisch-deutschen Kontakte beigetragen hat, was sich in der bilateralen Beziehungen geändert hat, ob es noch etwas zu machen ist etc. – solchen Problemen werden die letzten Seiten meiner Arbeit gewidmet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Angst, Unbehagen und Verunsicherung unter den Niederländern

2.1. Niederländische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutschlands

2.2. Niederländische Reaktionen auf rechtsextremische Vorfälle in Deutschland

3. Clingendael-Rapport

3.1. Allgemeine Informationen

3.2. Ergebnisse

3.3. Schlussfolgerungen

4. Die Notwendigkeit zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen

4.1. Politisch-geschichtliche Ebene

4.2. Institutionelle Ebene

4.3. Zwischenmenschliche Ebene

5. Resume

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des niederländischen Deutschlandbildes nach 1990, insbesondere unter dem Einfluss des sogenannten Clingendael-Rapports, um zu analysieren, ob und in welchem Maße historische Ereignisse und Vorurteile die bilateralen Beziehungen beeinflussten und welche Ansätze zu deren Normalisierung führten.

  • Historische und soziologische Grundlagen des niederländischen Deutschlandbildes
  • Die Auswirkungen der Wiedervereinigung Deutschlands und rechtsextremer Vorfälle Anfang der 90er Jahre
  • Analyse der Zielsetzung und Ergebnisse des Clingendael-Rapports
  • Strategien und Institutionen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen
  • Die Rolle zwischenmenschlicher Kontakte und grenzüberschreitender Zusammenarbeit

Auszug aus dem Buch

1. Einführung

Die Verflechtung, Verbundenheit, alle gegenseitigen Kontakte von Nachbarländern sind sehr oft intensiv, aber verlaufen auch manchmal unterschiedlich. Dies gilt auch für die Niederlande und Deutschland. Es handelt sich hier um eine Beziehung, die im Laufe der Zeit ihre Form durch Rivalität und Zusammenarbeit erhalten hat. Man muss sich dabei dessen bewusst sein, dass es nicht nur eine politisch-diplomatische Beziehung oder eine Beziehung des Geschäftsverkehrs sowie der Handelsströme ist. Von großer Bedeutung ist hier auch der persönliche Bereich, der die Einstellung den Nachbarn gegenüber determinieren kann. Eben der persönliche Faktor spielte und spielt immer noch eine wichtige Rolle in der Gestaltung des Deutschlandbildes unter den Niederländern.

Eine gefühlsmäßige Beziehung der Niederländer zu den Deutschen kann ohne Zweifel nicht als optimal bezeichnet werden. Sie scheint von einem mangelhaften Fachwissen und aufgrund subjektiver Vorurteile und Ressentiments bestimmt zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der einleitende Teil verortet die bilateralen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Deutschland im Kontext historischer Entwicklungen und persönlicher Wahrnehmungsfaktoren.

2. Angst, Unbehagen und Verunsicherung unter den Niederländern: Dieses Kapitel analysiert die Verschlechterung des Deutschlandbildes Anfang der 90er Jahre, getrieben durch die Wiedervereinigung Deutschlands und fremdenfeindliche Ausschreitungen.

3. Clingendael-Rapport: Hier werden die Hintergründe, die zentralen Ergebnisse und die wissenschaftliche Bedeutung der Untersuchung des Instituts Clingendael hinsichtlich des Deutschlandbildes niederländischer Jugendlicher dargelegt.

4. Die Notwendigkeit zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen: Dieses Kapitel beleuchtet die Maßnahmen auf politischer, institutioneller und zwischenmenschlicher Ebene, die als Reaktion auf die festgestellten negativen Tendenzen initiiert wurden.

5. Resume: Das abschließende Kapitel fasst die Entwicklungen zusammen, bewertet die Wirksamkeit der eingeleiteten Verbesserungen und zieht ein Resümee über die zukünftige Ausrichtung der bilateralen Beziehungen.

Schlüsselwörter

Deutschlandbild, Niederlande, Bilaterale Beziehungen, Clingendael-Rapport, Wiedervereinigung, Stereotype, Vorurteile, Jugendlich, Normalisierung, Soziologie, Zwischenmenschliche Kontakte, Euroregion, Deutschlandinstitut, Integration, Europa

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das niederländische Deutschlandbild nach 1990 und untersucht die Auswirkungen, die Ereignisse wie die Wiedervereinigung und der Clingendael-Rapport auf die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern hatten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen historische Belastungen (Kriegstrauma), moderne Stereotype, den Einfluss gesellschaftlicher und politischer Ereignisse der 90er Jahre sowie Initiativen zur Verbesserung der Kontakte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss damaliger Ereignisse auf das Bild der Deutschen in den Niederlanden zu bestimmen und Ansätze zur Normalisierung und Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine soziologische und soziopsychologische Perspektive, wobei sie vorhandene Umfragen, Medienanalysen und Fachliteratur zur Untersuchung der zwischenmenschlichen Wahrnehmung heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der negativen Stimmungen der 90er Jahre, die Untersuchung des Clingendael-Rapports und die Darstellung verschiedener politischer sowie institutioneller Ansätze zur Verbesserung der Beziehungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Clingendael-Rapport, bilaterale Beziehungen, Deutschlandbild, Vorurteile, Normalisierung und deutsch-niederländische Zusammenarbeit geprägt.

Was bedeutet der „Calimero-Effekt“ in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt das niederländische Gefühl der Unterlegenheit gegenüber dem großen und mächtigen Nachbarn Deutschland, nach dem Motto „sie sind groß und wir sind klein“, was das Verhältnis psychologisch belastet.

Warum wurde der Clingendael-Rapport für diese Arbeit gewählt?

Er wurde gewählt, weil er in den 90er Jahren die stärksten Reaktionen auslöste, ein großes Medienecho hervorrief und als wesentlicher Auslöser für zahlreiche politische und kulturelle Initiativen zur Verbesserung der Beziehungen diente.

Welche Rolle spielt die Jugend bei der Normalisierung der Beziehungen?

Da in der älteren Generation negative Vorurteile fest verankert sind, liegt in der jungen Generation das größte Potenzial für eine objektivere Sichtweise und langfristige Normalisierung der Kontakte.

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Details

Title
Das niederländische Deutschlandbild nach 1990 - Clingendael-Rapport und seine Folgen für die bilateralen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Deutschland
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,0
Author
Anika Erdmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V62993
ISBN (eBook)
9783638561327
ISBN (Book)
9783638749770
Language
German
Tags
Deutschlandbild Clingendael-Rapport Folgen Beziehungen Niederlanden Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anika Erdmann (Author), 2005, Das niederländische Deutschlandbild nach 1990 - Clingendael-Rapport und seine Folgen für die bilateralen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62993
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