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Einführung der Lesekompetenz in der Grundschule

Title: Einführung der Lesekompetenz in der Grundschule

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 33 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Hannah Schütte (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Lesen ist einer der wichtigsten Wege sich, subjektiv mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen und Wissen zu erweitern.
Um die gelesenen Texte verstehen zu können, muss das gesamte sprachliche und außersprachliche Wissen einer Person, müssen alle sprachlichen und außersprachlichen Erfahrungen aktiviert werden. Dies ist ein komplizierter kognitiver Prozess, der mit emotionalen Bewertungen verknüpft ist. Lesen darf nicht mit der Umwandlung von Graphemen in Phoneme gleichgesetzt werden, Lesen heißt immer gleichzeitige Sinnentnahme. Man erfasst einen Text nicht dadurch, dass man Worte nacheinander aufnimmt, sondern dadurch, dass man in größeren Sinneinheiten liest. Verschiedene Studien haben deutlich gemacht, dass in unserem Bildungssystem unter Lesen vor allem das Rekodieren von Zeichen verstanden wird und dass dies der Hauptbestandteil des Leseunterrichts in Schulen ist. Dabei übersieht man, dass Lesen gleichzeitig Verstehen bedeutet.
Der erste Teil dieser Arbeit setzt sich mit der Definition des Begriffes Lesekompetenzen und seinen Unterbegriffen auseinander. Im zweiten Teil werden schulische Voraussetzungen für einen gelingenden Leseunterricht dargestellt.
Der dritte Teil erläutert die Relevanz des Themas im Rahmenplan der Länder Berlin Brandenburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern.
Anschließend werden psycholinguistische und textlinguistische Grundlagen erläutert. Der folgende Teil handelt von Lesestrategien und deren Umsetzung in der Grundschule.
Der Schlussteil beschäftigt sich mit konkreten Praxisbeispielen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definition Lesekompetenz

2. Voraussetzungen an der Schule

2.1 Lesefördender Unterricht

2.2 Anforderung an Lesematerialien

3. „Lesen“ im Lehrplan

4. Textverstehen in der Grundschule

4.1 Psycholinguistische Grundlagen des Textverstehens

4.2 Textlinguistische Grundlagen des Textverstehens

5. Grundlagen für das Verstehen – Lesestrategien

5.1 Definition Lesestrategien

5.2 Aufbau von Lesestrategien

5.3 Kleiner Überblick über Lesestrategien

5.4 Übungen zur Festigung und Anbahnung von Lesestrategien

6. Praxisbeispiele

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Förderung der Lesekompetenz im Grundschulalter. Das primäre Ziel ist es, den Leseprozess nicht als bloße Zeichen-Rekodierung, sondern als aktiven, sinnverstehenden Konstruktionsprozess darzustellen und aufzuzeigen, wie Schüler durch gezielte Lesestrategien zu einem tieferen Verständnis von Texten gelangen können.

  • Grundlagen der Lesekompetenz und des Textverstehens
  • Schulische Rahmenbedingungen und Anforderungen an Lesematerialien
  • Psycholinguistische und textlinguistische Voraussetzungen des Lesens
  • Systematische Einübung und Vermittlung von Lesestrategien
  • Konkrete Praxisbeispiele zur Anwendung im Unterricht

Auszug aus dem Buch

5.2 Aufbau von Lesestrategien

Der Aufbau von Lesestrategien sollte schrittweise durchgeführt werden.

Erster Schritt ist das Erklären und Begründen einer Strategie. Der Lehrer oder ein fähiger Schüler kann anschließend die Strategie vormachen.

Gemeinsam wendet die Klasse diese an einem Text an. Zur Vertiefung wird die Strategie wiederholt in Kleingruppen durchgeführt. Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn erst der Dialog befördert halbbewusste Prozesse an die Oberfläche.

Schrittweise sollten die Schüler zur selbstständigen Anwendung der Strategie geführt werden.

Im Ergebnis sollte jeder Schüler in der Lage sein, selbstständig mit den Strategien umzugehen.

Für jede Lesestrategie kann in der Klasse ein Poster aufgehängt werden, so dass sie immer auch visuell erfassbar sind.

Sinnvoll ist es, einzelne Trainingseinheiten zu den verschiedenen Lesestrategien durchzuführen, um die Sicherheit in der Anwendung zu vertiefen.

Vor allem für schwächere Leser ist es hilfreich, wenn während eiern Leseaufgabe die begleitenden Gedanken von einer Person laut ausgesprochen werden. Die Verbalisierung durch eine andere Person hilft dabei, die eigenen Gedanken zu überprüfen und vermeidet ein flüchtiges Überfliegen des Textes. Es unterstützt den Schüler, während des Lesens die Sinnhaftigkeit des Textes zu überprüfen.

Das laute Vorlesen sollte bei der Anbahnung von Lese- und Textverstehen allerdings auch nicht zu sehr bevorzugt werden. Wenn es das Ziel ist, Lesestrategien zu schulen, dann ist es sinnvoller und effektiver, jeden einzelnen Schüler den Text selber lesen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht, dass Lesen über das bloße Entschlüsseln von Zeichen hinausgeht und als aktiver Prozess der Sinnentnahme verstanden werden muss.

1. Definition Lesekompetenz: Dieses Kapitel definiert Lesekompetenz als Zusammenspiel aus Leseverstehen, Lesefähigkeit und Lesemotivation, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Ansätzen.

2. Voraussetzungen an der Schule: Es werden Kriterien für einen lesefördernden Unterricht sowie Anforderungen an die Gestaltung von Lesematerialien für Grundschüler dargelegt.

3. „Lesen“ im Lehrplan: Dieses Kapitel ordnet die Leseförderung in den Kontext der Rahmenlehrpläne ein und nennt konkrete Standards für das Ende der vierten Klasse.

4. Textverstehen in der Grundschule: Der Fokus liegt hier auf psycholinguistischen und textlinguistischen Prozessen, die es dem Leser ermöglichen, ein mentales Modell eines Textes aufzubauen.

5. Grundlagen für das Verstehen – Lesestrategien: Hier werden Definitionen, Lernschritte und ein Überblick über verschiedene Strategien sowie deren konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht behandelt.

6. Praxisbeispiele: Das Kapitel veranschaulicht anhand konkreter Textbeispiele, wie die vorgestellten Trainingsmethoden praktisch im Unterricht umgesetzt werden können.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Textverstehen, Lesestrategien, Grundschule, Lesefähigkeit, Lesemotivation, Sinnentnahme, Leseunterricht, Textlinguistik, Psycholinguistik, Leseförderung, Inferenz, Kohäsion, Schemata, Texttiefenstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Lesekompetenz in der Grundschule und betont die Notwendigkeit, das Lesen als verstehenden Konstruktionsprozess zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die wissenschaftlichen Grundlagen des Textverstehens sowie die praktische Vermittlung von Lesestrategien, um Schülern ein selbstständiges und sinnstiftendes Lesen zu ermöglichen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Einübung von Lesestrategien das Textverstehen bei Grundschulkindern nachhaltig gefördert und automatisiert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Literatur aus der Leseforschung sowie auf die didaktische Auswertung von Rahmenlehrplänen und erprobten Unterrichtsmethoden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden psycholinguistische und textlinguistische Voraussetzungen erläutert und eine systematische Anleitung zur Einführung und Festigung von Lesestrategien im Unterricht präsentiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lesekompetenz, Sinnentnahme, Lesestrategien, Texttiefenstruktur und Lesefertigkeit geprägt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Lesefertigkeit und Leseverstehen?

Die Autorin betrachtet die Lesefertigkeit als kognitive Grundfähigkeit (Rekodierung), während das Leseverstehen den aktiven Prozess der Sinnentnahme darstellt; beide bilden eine untrennbare Einheit.

Warum wird die Arbeit mit Petterson und Findus als Praxisbeispiel angeführt?

Die Geschichte dient dazu, die theoretischen Ansätze der Lesestrategien für jüngere Grundschüler anschaulich und motivierend anwendbar zu machen.

Welche Rolle spielen „Textlöcher“ für das Verständnis?

„Textlöcher“ sind fehlende Informationen, die der Leser durch den Rückgriff auf sein Vorwissen und den Kontext selbst schließen muss, was das aktive Textverstehen schult.

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Details

Title
Einführung der Lesekompetenz in der Grundschule
College
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Course
Hauptseminar 'Texte lesen, verstehen und verarbeiten'
Grade
2,3
Author
Hannah Schütte (Author)
Publication Year
2006
Pages
33
Catalog Number
V63110
ISBN (eBook)
9783638562300
ISBN (Book)
9783656810155
Language
German
Tags
Einführung Lesekompetenz Grundschule Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannah Schütte (Author), 2006, Einführung der Lesekompetenz in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63110
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