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Das Konzept der Person in den Filmen Lost Highway und Mullholland Drive vom Regisseur David Lynch

Titel: Das Konzept der Person in den Filmen Lost Highway und Mullholland Drive vom Regisseur David Lynch

Hausarbeit , 2006 , 24 Seiten

Autor:in: Nils-Holger Koch (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Titel unseres Seminars im Wintersemester 2005/06 lautete „Neue Erzählformen des Spielfilms“. Der Gegenstand meiner Hausarbeit für dieses Seminar werden die Filme „Lost Highway“ und „Mullholland Drive“ von dem amerikanischem Regisseur David Lynch sein. Aufgabe meiner Arbeit wird sein, zu klären welches erzählperspektivische Konzept David Lynch in diesen Filmen verfolgt. Zu Beginn der Arbeit möchte ich zunächst einmal klären welche Konzepte der Person bzw. der Erzählperspektive es in der Literatur gibt. Als nächstes werde ich dann beschreiben inwieweit die Konzepte für die literarischen Texte auf die filmischen Texte von David Lynch zu übertragen sind.
Der zweite Teil meiner Arbeit handelt von der formalen Umsetzung von Inhalt am Beispiel der dissoziativen Identitätsstörung1im Film Lost Highway und von Lynchs Kritik am heutigen Hollywood.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erzählperspektive in der Literatur

2.1. Erzählsituation nach Genette

2.2. Erzählsituation nach Stanzel

3. Wer erzählt hier denn eigentlich? -Vom Konzept der Person in den Filmen „Lost Highway“ und „Mullholland Drive“ von David Lynch

Die Erzählsituation in Mullholland Drive nach Franz Karl Stanzel

Die Erzählsituationen nach Gérard Genette

Die Erzählsituation in Lost Highway nach Franz Karl Stanzel

Die Erzählsituation in Lost Highway nach Gérard Genette

4. Lynchs Kritik an Hollywood

5. Die Krankheit als formgebendes Mittel am Beispiel Lost Highway

6. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Konzept der Person und die erzählperspektivischen Strukturen in den Filmen „Lost Highway“ und „Mullholland Drive“ von David Lynch. Ziel ist es, zu klären, inwieweit klassische literaturwissenschaftliche Erzählmodelle auf diese komplexen filmischen Texte übertragbar sind und wie formale Mittel, insbesondere im Kontext von Identitätsstörungen, narrative Ebenen konstruieren.

  • Analyse filmischer Erzählperspektiven anhand von Modellen von Genette und Stanzel.
  • Untersuchung der nicht-linearen Erzählweise und des Wechsels von Erzählebenen.
  • Deutung der filmischen Darstellung psychischer Identitätsstörungen (Dissoziation, Schizophrenie).
  • Kritische Beleuchtung der Hollywood-Inszenierung und der Absurdität von Scheinwelten.
  • Diskussion der Grenzen erzähltheoretischer Ansätze bei der Analyse filmischer Werke.

Auszug aus dem Buch

Die Erzählsituationen nach Gérard Genette

Der Film beginnt mit der nächtlichen Fahrt einer festlich gekleideten dunkelhaarigen Frau in einer Limousine über den Mullholland Drive, der Aussichtsstraße in Hollywood. Wir erfahren nichts über die Umstände der Situation, noch über die Vergangenheit der Frau. Doch während in der Limousine noch alles in vermeintlicher Ordnung scheint, sehen wir in einer parallelen Sequenz ein Auto mit unbekannten auf der Straße entlang rasen. Wir ahnen bereits während die Unbekannte von ihren Fahrern bedroht wird, dass das heranrasende Auto einen Unfall verursachen wird.

Die Kamera als erzählende Instanz springt hier zwischen der Limousine und dem heranrasenden Auto ein paar Mal hin und her, um die Angst bzw. Spannung vor dem Unfall zu steigern. Während des Unfalls verliert die Unbekannte ihr Gedächtnis. Wir erfahren also zunächst nichts über die Umstände bzw. die Vergangenheit der Unbekannten. Daher schließe ich zu Beginn des Films auf eine interne Fokalisierung mit der Unbekannten als fokaler Figur aus der hin und wieder kurzzeitig ausgebrochen wird um dem Zuschauer ein paar Informationen zuzuspielen, die über den Wissenshorizont der Protagonistin hinausgehen. Das heranrasende Auto, das die Protagonistin noch nicht gesehen hat, ist so ein Ausbruch. Der Zuschauer vermutet schon den Unfall. Der Zuschauer erfährt also kurzzeitig mehr als die Protagonistin. Es handelt sich nach Genette also um eine Paralipse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Seminarthemas und der Zielsetzung, die erzählperspektivischen Konzepte von Lynch in den genannten Filmen zu untersuchen.

2. Erzählperspektive in der Literatur: Theoretische Einführung in die erzähltheoretischen Systeme von Gérard Genette und Franz Karl Stanzel als Grundlage für die Filmanalyse.

3. Wer erzählt hier denn eigentlich? -Vom Konzept der Person in den Filmen „Lost Highway“ und „Mullholland Drive“ von David Lynch: Anwendung der zuvor erläuterten Theorien auf die Filme, wobei die Herausforderungen der nicht-linearen Erzählstrukturen und fehlender narrativer Instanzen thematisiert werden.

4. Lynchs Kritik an Hollywood: Analyse von Metaphern und Figuren im Film „Mullholland Drive“, die als ironische Kritik an der Hollywood-Industrie und ihrer Künstlichkeit verstanden werden.

5. Die Krankheit als formgebendes Mittel am Beispiel Lost Highway: Erläuterung, wie psychische Krankheitsbilder wie Schizophrenie und dissoziative Identitätsstörungen die formale filmische Gestaltung beeinflussen.

6. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Reflexion über die Ergebnisse und die Erkenntnis, dass klassische Erzähltheorien der Komplexität von Lynchs Filmen nur begrenzt gerecht werden.

Schlüsselwörter

David Lynch, Lost Highway, Mullholland Drive, Erzählperspektive, Fokalisierung, Erzählsituation, Identitätsstörung, Dissoziation, Schizophrenie, Hollywood, Narratologie, Genette, Stanzel, Filmtheorie, Paralipse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung erzähltheoretischer Konzepte in den Filmen „Lost Highway“ und „Mullholland Drive“ des Regisseurs David Lynch.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Erzählperspektive, der Identität, die filmische Umsetzung psychischer Störungen sowie eine kritische Reflexion über die Filmindustrie Hollywoods.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, wie Lynch Erzählperspektiven einsetzt und ob sich klassische literaturwissenschaftliche Kategorien zur Beschreibung dieser komplexen filmischen Narratologie eignen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt narratologische Analysemodelle von Gérard Genette und Franz Karl Stanzel, um die Erzählsituationen und Fokalisierungen in den Filmen zu klassifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Erzählstrukturen beider Filme, die Auswirkungen psychischer Identitätsstörungen auf die formale filmische Gestaltung sowie die thematische Kritik an Hollywood.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Fokalisierung, Erzählebene, dissoziative Identitätsstörung, Schizophrenie und die Abwesenheit einer klassischen narrativen Instanz.

Warum fällt es schwer, die Filme in Stanzels System einzuordnen?

Stanzels System setzt meist einen identifizierbaren Erzähler oder klare Erzählsituationen voraus, die in Lynchs Filmen durch den häufigen Wechsel von Erzählebenen und die Abwesenheit eines eindeutigen Erzählers schwer zu greifen sind.

Welche Bedeutung hat das „blaue Kästchen“ in Mullholland Drive laut dem Autor?

Das blaue Kästchen wird als ein Element gedeutet, das den Wechsel der Erzählebenen auslöst und somit die Grenze zwischen der Traumwelt bzw. dem Wunschtraum und der Realität markiert.

Wie wird die Identitätsstörung in Lost Highway formal umgesetzt?

Der Autor argumentiert, dass die Krankheit formal durch den Wechsel der Schauspieler, die unkonventionelle Kameraführung und die zyklische Erzählstruktur als Ausdruck innerer Zustände des Protagonisten dargestellt wird.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Konzept der Person in den Filmen Lost Highway und Mullholland Drive vom Regisseur David Lynch
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Germanistik)
Veranstaltung
Neue Erzählformen des Spielfilms
Autor
Nils-Holger Koch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V63113
ISBN (eBook)
9783638562331
ISBN (Buch)
9783656775300
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konzept Person Filmen Lost Highway Mullholland Drive Regisseur David Lynch Neue Erzählformen Spielfilms
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nils-Holger Koch (Autor:in), 2006, Das Konzept der Person in den Filmen Lost Highway und Mullholland Drive vom Regisseur David Lynch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63113
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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