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Ästhetische Erziehung bei Menschen mit geistiger Behinderung

Title: Ästhetische Erziehung bei Menschen mit geistiger Behinderung

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl. Soz.Päd/Soz.Arb. Stephanie Nickel (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Kunst ist eine elementare, natürliche Aktivität aller Kinder. Dies ist bei behinderten Kindern nicht anders. Jedes Kind – auch das behinderte Kind – ist mit einem kreativen potential ausgestattet, dessen Entwicklung früh in der Kindheit beginnt. Die kreativen Erfahrungen eines behinderten Kindes unterscheiden sich von den anderen (nicht-behinderten) Kindern – entsprechend der Art und dem Grad der Behinderung – lediglich in dem Ausmaß mentaler und / oder physischer Fähigkeiten zum Problemlösen.
Ich sehe Kunst in diesem Zusammenhang als „ästhetische Erziehung“ an. Ästhetische Erziehung entwickelt sich aus der Wahrnehmung von Objekten, Beziehungen, Kontrasten, Prozessen usw. Ästhetische Erziehung ermöglicht einen Ausdruck, der lebensnotwendig ist. Ästhetische Erziehung ist Kommunikation. Für behinderte Menschen, die oft gravierende Schwierigkeiten in der verbalen und schriftlichen Kommunikation haben, bietet ästhetische Erziehung eine wichtige Möglichkeit, ihre Gedanken und Gefühle, durch die verschiedensten Methoden, mitzuteilen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der ästhetischen Erziehung in der Praxis der Heilpädagogik. Hierzu ist es zunächst notwendig, die Personengruppe der geistig behinderten Menschen näher zu umschreiben. Im Anschluss an diese Umschreibung werde ich den Begriff der ästhetischen Erziehung und den der Wahrnehmung, innerhalb der ästhetischen Erziehung, näher beschreiben, um im nächsten Schritt auf eine der historischen Wurzeln der ästhetischen Erziehung einzugehen. Im letzten Teil meiner Arbeit möchte ich drei verschiedene Schwerpunkte der ästhetischen Erziehung darstellen, um ihre jeweiligen Intentionen in der Praxis der Heilpädagogik darzustellen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Befriffsbestimmung

2.1. Geistige Behinderung

2.2 Ästhetische Erziehung

3. Die Bedeutung der Wahrnehmung in der Ästhetische Erziehung

4. Einblick in die Geschichte der ästhetischen Erziehung

4.1 Die Idee einer ästhetischen Praxis in der Heilpädagogik nach Georgens und Deinhardt

4.2 Zur Praxis der heilpädagogischen-ästhetischen Erziehung nach Georgens und Deinhardt

4.3 Die Übertragung des Konzeptes von Georgens und Deinhardts in die heutige Zeit

5. Schwerpunkte ästhetischer Erziehung

5.1 Ästhetische Erziehung als Basale Pädagogik

5.2 Ästhetische Erziehung als pädagogische Kunsttherapie

5.3 Ästhetische Erziehung als Kunstpädagogik

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Praxis der ästhetischen Erziehung bei Menschen mit geistiger Behinderung, wobei der Fokus auf der heilpädagogischen Einordnung und den unterschiedlichen konzeptionellen Ansätzen liegt.

  • Grundlagen der ästhetischen Erziehung und Wahrnehmung.
  • Historische Entwicklung durch die Ansätze von Georgens und Deinhardt.
  • Differenzierung der ästhetischen Erziehung in basale Pädagogik, pädagogische Kunsttherapie und Kunstpädagogik.
  • Bedeutung der Kommunikation und Selbstverwirklichung für Menschen mit geistiger Behinderung.
  • Integration ästhetischer Praxis in den heilpädagogischen Alltag.

Auszug aus dem Buch

4.2 Zur Praxis der heilpädagogischen-ästhetischen Erziehung nach Georgens und Deinhardt

Georgens und Deinhardt empfehlen zunächst besondere Spiele, um die Idee einer ästhetischen Erziehung zu verwirklichen. Diese Spiele stellen eine erste Stufe dar, in der dem Kindesalter zugehörige Aktivitäten gestaltet und einübt werden sollen und möglichst mit Gymnastik, Beschäftigungen, Arbeiten und Wanderungen […] verknüpft und ergänzt werden sollen. In ihrem Konzept kommt zum Vorschein, dass sie über die Bewegung, die Sinne der behinderten Kinder und Jugendlichen ansprechen wollen. Sie setzen voraus, dass sich die ästhetische Praxis auf keinen Fall gegen die kindliche Entwicklungsbedürfnisse richten darf, so dass Situationen, in denen die behinderten Schüler die Spiel nicht verstehen oder diese unmotiviert auf sie wirken, gar nicht erst entstehen können. „Sämtliche Vorübungen sollten sich stets nach dem natürlichen Fortschritt der Entwicklung richten und nach Möglichkeit aus den Bedürfnissen der Kinder hervor gehen.“

Sobald sich die behinderten Schüler mit dem ästhetischen Material vertraut gemacht haben und sie ein gewisses Maß an Lernbereitschaft entwickelt haben, findet eine langsame, nach ihren Bedürfnissen gerichtete Steigerung des Niveaus in den verschiedenen Tätigkeiten statt.

Das heilpädagogische Konzept von Georgens und Deinhardt zeichnet sich nicht nur durch die entwicklungsgemäße Spielförderung aus, sondern auch durch ihre Verknüpfung und Integration unterschiedlicher Tätigkeitsfelder wie z.B. Spiel, Gymnastik, Bildbetrachten, Zeichnen, Modellieren, Beschäftigen usw. Demgemäß entsteht eine Verknüpfung und Integration der Sinne mit der Beweglichkeit, welche wiederum eine „harmonische Betätigung der Individuen in und mittels der Gemeinschaft bezweckt“. Die Arbeit der beiden stellt zudem auch eine durchgreifende Ergänzung des Spiels und folglich ein „unentbehrliches Mittel zur Persönlichkeitsentwicklung sowie zur Verbesserung gesellschaftlicher Verhältnisse dar.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert Kunst als elementares Bedürfnis auch bei behinderten Kindern und definiert ästhetische Erziehung als kommunikatives Mittel zur Selbstverwirklichung.

2.Befriffsbestimmung: Dieses Kapitel nähert sich den Begriffen geistige Behinderung als soziales Phänomen und ästhetischer Erziehung als Wahrnehmungsschulung an.

3. Die Bedeutung der Wahrnehmung in der Ästhetische Erziehung: Hier wird die enge Wechselwirkung zwischen Bewegung, Wahrnehmung und Identitätsbildung hervorgehoben.

4. Einblick in die Geschichte der ästhetischen Erziehung: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Beitrag von Georgens und Deinhardt zur heilpädagogischen Praxis.

5. Schwerpunkte ästhetischer Erziehung: Die Arbeit differenziert zwischen basaler Pädagogik, pädagogischer Kunsttherapie und Kunstpädagogik hinsichtlich ihrer pädagogischen Intentionen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Vielfalt heilpädagogischer Ansätze zusammen und betont die Notwendigkeit, Angebote individuell an den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen auszurichten.

Schlüsselwörter

Ästhetische Erziehung, Geistige Behinderung, Heilpädagogik, Wahrnehmung, Georgens, Deinhardt, Basale Pädagogik, Kunsttherapie, Kunstpädagogik, Kommunikation, Selbstverwirklichung, Persönlichkeitsentwicklung, Spiel, Förderung, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Anwendung ästhetischer Erziehung in der Arbeit mit geistig behinderten Menschen.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Begriffsbestimmung, die Bedeutung der Wahrnehmung, historische Wurzeln sowie drei spezifische Schwerpunkte: basale Pädagogik, Kunsttherapie und Kunstpädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Vielfalt und die theoretischen Hintergründe ästhetischer Angebote in der Heilpädagogik zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung historischer Konzepte, insbesondere der Ansätze von Georgens und Deinhardt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Bedeutung der Wahrnehmung, die historische Einordnung sowie eine detaillierte Differenzierung in drei pädagogische Schwerpunkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Ästhetische Erziehung, Heilpädagogik, Wahrnehmung, Basale Pädagogik und Kunsttherapie.

Wie verstehen Georgens und Deinhardt das Spiel in ihrem heilpädagogischen Konzept?

Sie betrachten das Spiel als zentrales Mittel zur Persönlichkeitsentwicklung, das sowohl dem Lernen dient als auch einen eigenen Wert besitzt.

Warum wird im Text der Begriff der Kunsttherapie im heilpädagogischen Kontext kritisch hinterfragt?

Die Autorin weist darauf hin, dass geistige Behinderung keine Krankheit ist, die einer medizinischen "Reparatur" bedarf, weshalb der Therapiebegriff differenziert betrachtet werden muss.

Was unterscheidet die Kunstpädagogik von der pädagogischen Kunsttherapie in dieser Arbeit?

Während die Kunsttherapie auf die Problemlösung und den Abbau psychosozialer Schwierigkeiten fokussiert, konzentriert sich die Kunstpädagogik auf die Förderung kommunikativer Fähigkeiten und die Vermittlung künstlerischer Techniken.

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Details

Title
Ästhetische Erziehung bei Menschen mit geistiger Behinderung
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Aachen
Grade
1,7
Author
Dipl. Soz.Päd/Soz.Arb. Stephanie Nickel (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V63132
ISBN (eBook)
9783638562485
ISBN (Book)
9783656772033
Language
German
Tags
Erziehung Menschen Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Soz.Päd/Soz.Arb. Stephanie Nickel (Author), 2005, Ästhetische Erziehung bei Menschen mit geistiger Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63132
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