Anleger bilden Portfolios, um eine Risikoreduzierung zu erreichen. Markowitz bildete dafür die wissenschaftliche Grundlage, indem er den Diversifikationseffekt entdeckte.
Neben dem reinen bilden von Portfolios, kann das Aktienrisiko aber auch durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente und sogenannte Absicherubngsstrategien reduziert oder sogar ausgeschlossen werden.
Untersucht werden insbesondere Absicherungsstrategien durch den Einsatz von Optionen. Hier wird der Fokus auf die Portfolioinsurance mit Optionen und das Hedging mit Optionen gelegt und der wissenschaftliche Teil mit einer Fallstudie zum Protective Put abgerundet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit
1.2 Portfoliotheorie
1.2.1 Portfolio- Selection Modell von Markowitz
1.2.2 Indexmodell von Sharpe
1.2.3 Systematisches und unsystematisches Risiko
1.2.4 Aktives und Passives Portfoliomanagement
2. Einführung in das Termingeschäft
2.1 Grundbegriffe
2.2 Gründe für die Anlage in Derivate
3. Optionen
3.1 Grundlagen
3.2 Optionspreisbewertung und Sensitivitätskennzahlen
4. Absicherungsstrategien für Aktienportfolios
4.1 Portfolioinsurance mit Optionen
4.1.1 Statische Verfahren
4.1.1.1 Protective Put
4.1.1.2 Portfolioinsurance mit Calls
4.1.2 Dynamische Verfahren
4.1.2.1 Synthetischer Put
4.2 Hedging mit Optionen
4.2.1 Fixed- Hedge
4.2.2 Delta Hedging
4.2.3 Gamma Hedging
4.3 Fallstudie mit dem Protective Put
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie private Anleger ihre Aktienportfolios durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, insbesondere Optionen, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten optimieren und absichern können. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob das durch den Markt induzierte systematische Risiko minimiert werden kann, ohne dabei vollständig auf die Partizipation an Kurssteigerungen zu verzichten.
- Grundlagen der Portfoliotheorie nach Markowitz und Sharpe
- Systematische vs. unsystematische Risiken
- Bewertungskonzepte von Optionen und Sensitivitätskennzahlen
- Portfolioinsurance-Strategien (Protective Put, Call-Strategien)
- Hedging-Methoden (Fixed-Hedge, Delta- und Gamma-Hedging)
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Portfolio- Selection Modell von Markowitz
Ausgangspunkt der Überlegungen dieser Arbeit ist das Portfolio- Selection Modell von Markowitz, dass aus den 1950er Jahren stammt und erklären soll, warum Anleger überhaupt Portfolios bilden.
Um das Markowitz Modell entwickeln zu können, sind Überlegung bezüglich der Ziele eines Anlegers nötig. So existiert das sogenannte „magische Dreieck“, dessen Eckpunkte die Rendite, die Sicherheit und die Liquidität einer Anlage bilden. Dabei verhalten sich vor allem die Rendite und die Sicherheit gegensätzlich, es sind konkurrierende Ziele. Versucht ein Investor mit einer Anlage mehr Rendite zu erreichen, muß er in der Regel mehr Risiko eingehen und büßt somit Sicherheit ein. Andersrum muß ein Anleger auf Rendite verzichten, wenn er dafür eine sichere Anlage erwerben möchte.
Der Anleger betrachtet also bei einer Anlagemöglichkeit normalerweise mindestens zwei Parameter, nämlich die Rendite und das Risiko. Würde er nur die Rendite einer Anlage betrachten, müsste er den gesamten Anlagebetrag in den Titel mit der höchsten zu erwartenden Rendite investieren. Nur dann würde er sich effektiv verhalten. In der Praxis ist allerdings zu beobachten, dass Anleger ihr Vermögen auf mehrere Titel aufteilen. Es muß einen Grund geben, warum sie so handeln. Also ist davon auszugehen, dass sie nicht nur die Rendite betrachten, sondern zusätzlich das Risiko von Anlageobjekten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung, der Grundlagen der Portfoliotheorie sowie der Abgrenzung von aktivem und passivem Portfoliomanagement.
2. Einführung in das Termingeschäft: Definition grundlegender Begriffe sowie Erläuterung der Motive für den Handel mit Derivaten.
3. Optionen: Einführung in Optionsgrundlagen, Preisbewertungsmodelle und die Analyse von Sensitivitätskennzahlen (Greeks).
4. Absicherungsstrategien für Aktienportfolios: Vorstellung verschiedener statischer und dynamischer Portfolioinsurance-Konzepte sowie Hedging-Strategien mit anschließender praktischer Fallstudie.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Möglichkeiten zur Risikominimierung unter Berücksichtigung der damit verbundenen Kosten und Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Portfoliooptimierung, Derivate, Finanzinstrumente, Portfolioinsurance, Hedging, Markowitz, Sharpe, Optionen, systematisches Risiko, Protective Put, Delta, Gamma, Volatilität, Aktienportfolio, Risikomanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Optimierung und Absicherung von Aktienportfolios durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, speziell Optionen, um Anlegern in schwierigen Börsenphasen Sicherheit zu bieten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die moderne Portfoliotheorie, die Funktionsweise von Optionen, verschiedene Versicherungs- und Absicherungsstrategien (Hedging) sowie deren praktische Anwendung anhand einer Fallstudie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie das systematische Marktrisiko durch Absicherungsstrategien minimiert werden kann, ohne dabei komplett von potenziellen Kurssteigerungen am Markt ausgeschlossen zu werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung unter Verwendung etablierter Finanzmodelle wie dem Portfolio-Selection Modell von Markowitz, dem Indexmodell von Sharpe und dem Black-Scholes-Optionsbewertungsmodell.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Termingeschäfts, eine detaillierte Betrachtung von Optionen und deren Kennzahlen sowie eine umfassende Analyse von Absicherungsstrategien für Aktienportfolios.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Portfolioinsurance, Hedging, Delta, Gamma, systematisches Risiko und Protective Put geprägt.
Was ist das Besondere am Protective Put in dieser Fallstudie?
Der Protective Put ermöglicht es, bereits zum Anlagezeitpunkt einen Mindestwert des Portfolios zu definieren, was eine effektive "Downside-Protection" bei gleichzeitiger Teilhabe an Aufwärtsbewegungen bietet.
Warum ist das Delta-Hedging eine Alternative zum Fixed-Hedge?
Während der Fixed-Hedge ein statisches Verhältnis zwischen Aktien und Puts voraussetzt, ermöglicht das Delta-Hedging eine laufende Anpassung der Position, um eine neutrale Absicherung bei wechselnden Marktbedingungen aufrechtzuerhalten.
Warum sind die Kosten ein kritischer Faktor bei der Portfolioabsicherung?
Jede Absicherung erfordert den Einsatz von Optionen, deren Prämie eine Minderrendite bewirkt. Zudem führen insbesondere dynamische Absicherungskonzepte durch häufige Umschichtungen zu Transaktionskosten, die den Gesamterfolg schmälern können.
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- Jessica Plöger (Author), 2005, Portfoliooptimierung durch Einsatz derivativer Finanzinstrumente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63180