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Der geologische Bau der Alpen

Title: Der geologische Bau der Alpen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Holger Hansen (Author), Barbara Wurszt (Author)

Geography / Earth Science - Geology, Mineralogy, Soil Science
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Die Entwicklung und die Entstehung der Alpen sind bis heute nicht detailliert geklärt. In der Literatur gibt es zwar zahlreiche Ansätze, die sich mit der Geologie der Alpen beschäftigen, jedoch wird in keinem dieser Werke eine Verallgemeinerung der Entstehung oder der Entwicklung vorgenommen. Vielmehr werden die Alpen häufig untergliedert in West-, Ost-, Nord- und Südalpen. Die Alpen sind das höchste innereuropäische Gebirge. Sie verlaufen in einem Gebirgsbogen, der sich von Ligurien im Westen bis an die Donau bei Wien im Osten erstreckt. Wie bereits erwähnt, ist eine ganzheitliche Betrachtung der Alpen jedoch nicht sinnvoll. Deshalb wird in der Geologie die oben erwähnte Unterteilung vorgenommen. Diese Unterteilung ist vor allem deshalb notwendig, weil sich die einzelnen Gebiete in ihrem geologischen Aufbau und ihrer tektonischen und morphologischen Struktur unterscheiden (Gwinner 1971: 1). Die Grenze zwischen den West- und Ostalpen läuft an einer Linie zwischen Bodensee, Rheintal, Comer See bis Bergamo. Als Trennlinie zwischen Nord- und Südalpen fungiert die so genannte periadriatische Naht. Sie ist eine der wichtigsten Strukturen im Alpenraum, eine fast senkrechte Verwerfung, welche die gesamten Alpen Sförmig zwischen Tyrrhenische Meer und Südungarn durchzieht (Geologische Bundesanstalt http://www.geologie.ac.at/RockyAustria/periadriatische.htm). Die Alpen sind zudem ein Orogen, welches in Folge einer Kollision entstanden ist. Im Fall der Alpen bedeutet dies die Kollision von Kontinent-Ozean-Kontinent. Der Zusammenprall der Afrikanischen und der Europäischen Kontinentalplatte führte zu einer Zunahme der Mächtigkeit der Erdkruste. Die Heraushebung und das heute bekannte Erscheinungsbild als Hochgebirge ist ein relativ junges Phänomen. Im Tertiär begann mit dem Aufsteigen über den Meeresspiegel die Ent- wicklung des Reliefs. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung der Alpen

3. Der geologische Bau der Alpen

3.1 Heutiges Erscheinungsbild

3.2 Die Tektonik und der Deckenbau

3.2.1 Die Tektonik der Südalpen

3.2.2 Die helvetischen Decken

3.2.3 Die penninischen Decken

3.2.4 Der Deckenbau der Ostalpen

3.2.5 Die französisch-italienischen Westalpen

4. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die komplexe erdgeschichtliche Entwicklung sowie den tektonischen Bau der Alpen nachvollziehbar darzustellen und die wesentlichen geologischen Einheiten zu charakterisieren.

  • Grundlagen der Alpenentstehung und plattentektonische Prozesse
  • Differenzierung der Alpen in geologische Großregionen
  • Struktureller Aufbau der Deckenüberschiebungen
  • Bedeutung der periadriatischen Naht für die tektonische Asymmetrie
  • Gegenüberstellung von Sedimentationstypen und Faziesbereichen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Tektonik der Südalpen

Das Südalpin wird heute mit dem Ostalpin als eine Einheit betrachtet. Diese bildeten gemeinsam die Oberplatte des Alpenorogens bzw. den Nordrand der Adriatischen Platte. Dies belegen die heute vorzufindenden ähnlichen Schichtenabfolgen. Sie unterscheiden sich dennoch in ihrem tektonischen Bau.

Die Südalpen weisen eine geringe tektonische Beanspruchung auf und sind überwiegend nach Süden gerichtetem Transport kennzeichnet. Als Nordgrenze ist die Periadriatische Naht, die die Südalpen von den übrigen Alpen trennt. Diese Linie zieht sich im NW von Turin am Innenrand von Westalpen als Insubrische Linie, dann weiter als Tonale Linie und Judicarien Linie weiter, und weiter in ESE-Richtung setzt sie sich in der Pustertal Linie fort.

Im Oligozän und Miozän haben sich an dieser Naht bedeutende vertikale und im starken Maße horizontale Bewegungen abgespielt. In diesem Zusammenhang hat man grundlegende Unterschiede zwischen den Südalpen und den übrigen Alpen festgestellt. Es kann aber der gleiche Sedimentationsraum gewesen sein. Anders war es jedoch, wie schon oben angedeutet, mit dem tektonischen Verhalten. Die Südalpen wurden von der alpinen Tektonik kaum berührt. Das zeigen die unterschiedlichen geologischen Elemente zu beiden Seiten der Störungszone auf. Es tritt südlich der Naht, was man nördlich dieser nicht behaupten kann, keine alpidische (Regional-) Metamorphose auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit einer regionalen Untergliederung der Alpen aufgrund ihrer komplexen tektonischen und morphologischen Unterschiede.

2. Entstehung der Alpen: Dieses Kapitel beschreibt die geologische Zeitreise vom Mesozoikum über die Bildung des Tethys-Ozeans bis hin zur plattentektonischen Kollision der Kontinentalplatten.

3. Der geologische Bau der Alpen: Hier wird der Aufbau des Orogens als Deckenstapel detailliert analysiert, inklusive der speziellen tektonischen Eigenschaften der jeweiligen Deckenregionen.

4. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Komplexität der Alpenforschung und betont, dass trotz vieler Erkenntnisse das Gebirge weiterhin eine wissenschaftliche Herausforderung bleibt.

Schlüsselwörter

Alpen, Orogenese, Plattentektonik, Deckenbau, Periadriatische Naht, Südalpen, Penninikum, Helvetikum, Ostalpin, Sedimentation, Kollision, Subduktion, Geologie, Tethys, Kristallin

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die komplexe geologische Entwicklung der Alpen von ihrer Entstehung bis zum heutigen Aufbau als Deckengebirge.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die plattentektonischen Bewegungen, die Gliederung in verschiedene Faziesbereiche und die spezifische Tektonik der Alpenregionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den komplizierten Bau der Alpen und die Prozesse, die zur heutigen Landschaftsform geführt haben, verständlich darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geologische Übersichtsarbeit, die auf der Analyse von Literatur, geologischen Karten und tektonischen Profilen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die zeitliche Genese des Gebirges sowie die detaillierte Beschreibung der tektonischen Einheiten wie Südalpen, Helvetikum und Penninikum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Orogenese, Deckengebirge, Plattentektonik, Periadriatische Naht und die verschiedenen alpinen Deckeneinheiten.

Warum spielt die periadriatische Naht eine so wichtige Rolle?

Sie fungiert als die maßgebliche Störungszone, die den Alpenraum in tektonisch unterschiedliche Hälften teilt und die Asymmetrie des Gebirgsbaus begründet.

Was unterscheidet das Südalpin von den anderen Regionen?

Das Südalpin weist im Vergleich zu den restlichen Alpen eine deutlich geringere tektonische Beanspruchung auf und ist kaum von der alpidischen Regionalmetamorphose betroffen.

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Details

Title
Der geologische Bau der Alpen
College
RWTH Aachen University
Grade
1,7
Authors
Holger Hansen (Author), Barbara Wurszt (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V63215
ISBN (eBook)
9783638563154
ISBN (Book)
9783656779810
Language
German
Tags
Alpen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Hansen (Author), Barbara Wurszt (Author), 2006, Der geologische Bau der Alpen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63215
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