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Rechnungslegung für Hochinflationsländer nach IFRS

Title: Rechnungslegung für Hochinflationsländer nach IFRS

Diploma Thesis , 2006 , 108 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Yasmin Shoaib (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Nach einer kurzen themenbezogenen Einführung in die Rechnungslegung nach IFRS werden die Grundlagen der Währungsumrechnung behandelt. Anschließend werden die Standards IAS 21 und IAS 29 ausführlich besprochen. Im praktischen Teil wird beispielhaft anhand eines Abschlusses aus Zimbabwe eine Inflationsbereinigung durchgeführt und dieser anschließend in eine Hardwährung umgerechnet.

Vor allem Konzerne agieren heute weltweit. Ihre Tochterunternehmen stellen Jahresabschlüsse in einer anderen als der Konzernberichtswährung auf. Sowohl das deutsche Handelsgesetzbuch als auch die internationalen Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board und des amerikanischen Financial Accounting Standards Board fordern eine Konsolidierung aller Tochterunternehmen im Konzernabschluss. Die Darstellung des Konzerns soll erfolgen, als ob es sich um ein einziges Unternehmen handelt. Um die Zusammenführung in einem Konzernabschluss zu ermöglichen ist es notwendig, die einzelnen Abschlüsse hinsichtlich der Recheneinheit zu vereinheitlichen.

Die Rechnungslegung von Unternehmen, die in einer hochinflationären Volkswirtschaft agieren, unterliegt einer besonderen Problematik. Nominalwerte verlieren aufgrund der Geldentwertung schon nach kurzer Zeit ihre Aussagekraft. Da die Inflation in diesen Ländern häufig mit einer Preissteigerung einhergeht, werden zu Nominalwerten erfasste Posten je nach Verweildauer im Unternehmen stark unterbewertet. Die Relationen im Jahresabschluss werden also verzerrt ausgewiesen und vermitteln kein den Tatsachen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der berichtenden Unternehmen. Handelt es sich um Tochterunternehmen eines internationalen Konzerns wird auch der Konzernabschluss von diesen Verzerrungen betroffen sein, wenn der inflationsbehaftete Abschluss vor der Konsolidierung nicht von diesen Verzerrungen befreit wird.

Aufgrund der fehlenden gesetzlichen Regelungen im deutschen Handelsgesetzbuch, sind internationale Standards für die Behandlung dieser Problematik maßgebend. Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der relevanten Standards des International Accounting Standards Board zur Behandlung von Abschlüssen, die in hochinflationären Währungen aufgestellt werden, sowie zur Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problem- & Zielstellung dieser Arbeit

2. Zielstellung der IFRS-Rechnungslegung

2.1 Das International Accounting Standards Board (IASB)

2.2 Das Framework

2.2.1 Zweck und Verpflichtungsgrad des Framework

2.2.2 Inhalt des Framework

2.3 Zielsetzung von Abschlüssen und Rechnungslegungsgrundsätze

2.3.1 Ziele von Abschlüssen nach IFRS

2.3.2 Rechnungslegungsgrundsätze der IFRS

2.3.2.1 Underlying Assumptions (grundlegende Annahmen)

2.3.2.2 Qualitiative Characteristics (qualitative Anforderungen)

2.4 Abschlussposten nach IFRS

2.5 Konzernrechnungslegung nach IFRS

3. Grundlagen der Währungsumrechnung

3.1 Problemstellung der Währungsumrechnung

3.2 Wechselkurse

3.3 Umrechnungsmethoden

3.3.1 Ziele der Umrechnung

3.3.2 Die Stichtagskursmethode

3.3.3 Die Zeitbezugsmethode

3.4 Die Regelungen zur Währungsumrechnung in den IFRS

3.4.1 Die Entstehung des IAS 21

3.4.2 Zielstellung des IAS 21 (revised 2003)

3.4.3 Umrechnung nach IAS 21 (revised 2003)

3.4.3.1 Bestimmung der funktionalen Währung

3.4.3.2 Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften

3.4.3.3 Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen

3.4.4 Angaben nach IAS 21

4. Inflationsbereinigung von Abschlüssen aus Hochinflationsländern

4.1 Inflation

4.1.1 Definition von Inflation

4.1.2 Erscheinungsformen der Inflation

4.1.3 Indexierung

4.1.4 Auswirkungen von Hochinflation auf die Rechnungslegung

4.2 Hartwährungsabschlüsse

4.3 IAS 29

4.3.1 Ziele des IAS 29

4.3.2 Anwendungsbereich des IAS 29

4.4 Anpassung des Abschlusses nach IAS 29

4.4.1 Wahl des Preisindexes

4.4.2 Die Bilanz nach IAS 29

4.4.2.1 Trennung von monetären und nicht-monetären Posten

4.4.2.2 Anpassung der nicht-monetären Posten

4.4.3 Die Gewinn- und Verlustrechnung nach IAS 29

4.4.4 Gewinn oder Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten

4.4.5 Die Kapitalflussrechnung nach IAS 29

4.4.6 Vergleichszahlen nach IAS 29

4.4.7 Angaben nach IAS 29

4.5 Beendigung der Hochinflation in einer Volkswirtschaft

5. Rechnungslegung für Hochinflationsländer am Beispiel

5.1 Untersuchungsobjekte

5.2 IAS 29

5.2.1 Trennung von monetären und nicht-monetären Posten

5.2.2 Gegenüberstellung der hisotrischen und inflationsbereinigten Vermögensstruktur

5.2.3 Beispielrechnung: Sachanlagevermögen und Wertminderungen

5.2.4 Beispielrechnung: Vorräte

5.3 IAS 21

5.3.1 Umrechnung in Euro am Beispiel

5.3.2 Analyse von Anhangangaben deutscher Konzerne in Bezug auf IAS 21

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die komplexen Anforderungen an die Rechnungslegung international tätiger Konzerne, insbesondere unter Berücksichtigung von Tochterunternehmen in hochinflationären Volkswirtschaften. Das primäre Ziel ist die Darstellung der relevanten IFRS-Standards zur Währungsumrechnung und Inflationsbereinigung, um eine faire und entscheidungsrelevante Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Konzernabschlüssen zu gewährleisten.

  • Grundkonzepte und Zielsetzung der IFRS-Rechnungslegung
  • Methodik der Währungsumrechnung nach IAS 21
  • Inflationsbereinigung von Abschlüssen gemäß IAS 29
  • Empirische Fallbeispiele für Währungsumrechnung und Inflation
  • Analyse der Anhangangaben ausgewählter deutscher Konzerne

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Definition von Inflation

Der Begriff Inflation leitet sich ab vom lateinischen Wort inflare und bedeutet Aufblähung. Das Phänomen wurde in der Vergangenheit vielfach auf unterschiedliche Weise definiert. Die früher anerkannte Kausaldefinition, die Inflation nach ihrer jeweiligen Ursache definierte, wurde durch die Symptomdefinition abgelöst. Sie definiert den Begriff als eine dauerhafte Steigerung des allgemeinen Preisniveaus mit einem bestimmten Mindestumfang. Das allgemeine Preisniveau ist hier der Durchschnitt aller Preise von Gütern und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft. Steigen die Preise einiger Güter, während die Preise anderer Güter sinken, handelt es sich nicht um eine Inflation, sondern lediglich um eine normale Reaktion einer Marktwirtschaft.

Der Begriff des Geldwerts drückt die Menge an Gütern aus, die man mit einer bestimmten Geldmenge erwerben kann. Er ist somit eng mit dem Begriff des allgemeinen Preisniveaus verknüpft, verhält sich aber gegensätzlich zu ihm. Die Begriffe Geldwert und Preisniveau beschreiben also denselben Tatbestand aus verschiedenen Blickrichtungen.

Neben der Inflation gibt es die Begriffe der Disinflation und der Deflation. Die Disinflation beschreibt den Rückgang der Inflationsrate, bei weiterhin steigendem Preisniveau bzw. sinkenden Geldwert. Steigt der Geldwert, bzw. sinkt das allgemeine Preisniveau spricht man von einer Deflation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problem- & Zielstellung dieser Arbeit: Einführung in die Problematik der Internationalisierung und der daraus resultierenden Herausforderungen für die konsolidierte Rechnungslegung.

2. Zielstellung der IFRS-Rechnungslegung: Erläuterung des IASB-Frameworks sowie der allgemeinen Grundsätze für eine entscheidungsrelevante IFRS-Rechnungslegung.

3. Grundlagen der Währungsumrechnung: Darlegung der theoretischen Ansätze der Währungsumrechnung und der spezifischen Vorgaben gemäß IAS 21.

4. Inflationsbereinigung von Abschlüssen aus Hochinflationsländern: Detaillierte Analyse des Phänomens Hochinflation und der Vorgehensweise zur Inflationsbereinigung nach IAS 29.

5. Rechnungslegung für Hochinflationsländer am Beispiel: Praktische Anwendung der Standards anhand konkreter Beispielrechnungen und Analyse der Anhangangaben deutscher Konzerne.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Einhaltung der IFRS-Vorgaben.

Schlüsselwörter

IFRS, IAS 21, IAS 29, Währungsumrechnung, Hochinflation, Konzernabschluss, Fair Presentation, Decision Usefulness, monetäre Posten, nicht-monetäre Posten, Preisindex, Kaufkraft, Umrechnungsmethode, Zeitbezugsmethode, Stichtagskursmethode

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die korrekte Erstellung von Konzernabschlüssen nach IFRS, wenn Tochterunternehmen in einer anderen Währung berichten oder in hochinflationären Ländern agieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Währungsumrechnung nach IAS 21 und die Inflationsbereinigung von Abschlüssen gemäß IAS 29.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Abschlüsse durch Währungsumrechnung und Inflationsbereinigung so angepasst werden können, dass sie ein den Tatsachen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine fundierte theoretische Analyse der IFRS-Standards kombiniert mit praktischen Fallbeispielen und einer Analyse der Anhangangaben deutscher Konzerne.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Währungsumrechnung und Inflation sowie in die praktische Anwendung dieser Konzepte anhand konkreter Beispiele und Unternehmensberichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

IFRS, IAS 21, IAS 29, Währungsumrechnung, Hochinflation und Fair Presentation stehen im Fokus der Arbeit.

Was genau ist ein "Hartwährungsabschluss" und wann wird er verwendet?

Ein Hartwährungsabschluss rechnet Geschäftsvorfälle direkt in eine stabile Berichtswährung um. Er wird genutzt, wenn die funktionale Währung des Unternehmens mit der des Mutterunternehmens übereinstimmt, um Verzerrungen zu vermeiden.

Warum ist die Unterscheidung zwischen monetären und nicht-monetären Posten nach IAS 29 so wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da nur nicht-monetäre Posten inflationsbereinigt werden müssen, während monetäre Posten, da sie ihren Nominalwert behalten, direkt in die bereinigte Bilanz übernommen werden und stattdessen zu einem Gewinn oder Verlust aus der Nettoposition führen.

Excerpt out of 108 pages  - scroll top

Details

Title
Rechnungslegung für Hochinflationsländer nach IFRS
College
Berlin School of Economics
Grade
1,3
Author
Yasmin Shoaib (Author)
Publication Year
2006
Pages
108
Catalog Number
V63222
ISBN (eBook)
9783638563215
ISBN (Book)
9783638710213
Language
German
Tags
Rechnungslegung Hochinflationsländer IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yasmin Shoaib (Author), 2006, Rechnungslegung für Hochinflationsländer nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63222
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