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Französisch in Benin

Title: Französisch in Benin

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Monika Braun (Author)

French Studies - Linguistics
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Der Beninische Literaturwissenschaftler Adrien Huannou fordert, die französische Sprache auch als Sache der schwarzafrikanischen Autoren anzuerkennen. Er begründet dies mit deren ausgezeichneter Beherrschung der Sprache, die die Kolonialmächte einst auf den Kontinent gebracht haben, und die heute für die Afrikaner zu ihrem eigenen kulturellen Erbe gehört. Französisch ist nicht einzig die Sprache Frankreichs, sondern auch wichtigstes Mittel zur sprachlichen Kommunikation in den Medien und der Literatur in 18 Ländern des subsaharischen Afrika. Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen eines Seminars zu Französisch im subsaharischen Afrika, in dem es Aufgabe aller Studierenden war, jeweils ein Land mit seinen sprachlichen Gegebenheiten vorzustellen. Immer wieder kam in den Diskussionen unter den Studierenden die Kritik zum Ausdruck, dass dem Französisch des subsaharischen Afrika in der Universität zu wenig Beachtung geschenkt wird. In unserem Studium der französischen Sprache wurden afrikanische Länder zumeist unter dem Aspekt der Frankophonie und dem mit ihr verbundenen Kampf gegen die Vormachtstellung des Englischen allenfalls gestreift. Eine tiefer gehende Beschäftigung mit der dortigen Situation der französischen Sprache bzw. frankophonen Kulturen, wie etwa mit Texten französisch schreibender afrikanischer Autoren, fand jedoch nicht statt. Und so war das Thema für die meisten von uns totales Neuland. Sehr bereichert wurde die Veranstaltung durch die Beiträge und Kommentare der Studierenden aus verschiedenen Ländern Afrikas, die durch ihre kritischen Überlegungen, z. B. zu einer mitunter stark eurozentrischen Wortwahl seitens der deutschen Studierenden, dem Seminar besondere Authentizität verliehen. Vielen Vorträgen schickten die Referenten voraus, dass die Literaturrecherche zu ihrem Thema sehr schwierig war. Einige führten deshalb eigene Studien in Gesprächen und Interviews mit in Berlin lebenden Muttersprachlern des jeweiligen Landes durch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Variation des Französischen im subsaharischen Afrika

2.1 Geschichte der französischen Sprache im subsaharischen Afrika

2.2 Aktuelle Situation des Französischen im subsaharischen Afrika

2.3 Was ist Variation?

2.4 Wie entstanden die Varietäten des Französischen in Afrika?

2.5 Französisch in Afrika als soziolinguistisches Arbeitsfeld

3. Benin: Portrait eines Landes

3.1 Geschichte: Von der Kolonisation bis zur Unabhängigkeit

3.2 Politische Situation: Von der Unabhängigkeit bis heute

3.3 Ethnien

3.4 Die Sprachen Benins

3.5 Die Sprachpolitik

3.5.1 Situation der französischen Sprache

3.5.2 Situation der Landessprachen

4. Variation des Französischen in Benin

4.1 Position Benins im frankophonen subsaharischen Afrika

4.2 Varietäten in Westafrika: Standardfranzösisch, français de la rue, français local, sabir franco-africain, Jugend- und Gangstersprache

4.2.1 Suzanne Lafage: Die zwei Ebenen des gesprochenen Französisch

4.2.2 Laurent Duponchel: Drei Varietäten des gesprochenen Französischen

4.3 Phonetische und phonologische Merkmale

4.4 Morphosyntaktische Merkmale

4.5 Lexikalisch-semantische Merkmale

5. Fazit: Gibt es ein Französisch Benins?

6. Bibliographie

6.1 Literatur

6.2 Im Internet veröffentlichte Literatur

6.3 Internetseiten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob in Benin eine eigenständige, charakteristische Varietät der französischen Sprache existiert und inwiefern sich diese vom in Frankreich gesprochenen Standardfranzösisch abhebt. Dabei wird die soziolinguistische Situation in Benin analysiert, um zu klären, ob die Sprachentwicklung dort ähnliche Muster wie in anderen westafrikanischen Ländern aufweist oder ob primär das Standardfranzösisch dominiert.

  • Soziolinguistische Grundlagen der Variation des Französischen im subsaharischen Afrika.
  • Historische und aktuelle landeskundliche Einordnung der Republik Benin.
  • Analyse der nationalen Sprachpolitik und deren Auswirkungen auf die Sprachenvielfalt.
  • Untersuchung phonetischer, morphosyntaktischer und lexikalischer Merkmale potenzieller Varietäten.
  • Bewertung der Rolle des Französischen im Vergleich zu lokalen Vehikularsprachen.

Auszug aus dem Buch

4.5 Lexikalisch-semantische Merkmale

Unter dem Titel Dictionnaire des particularités du français au Togo et au Dahomey (actuel Bénin)42 hat Suzanne Lafage ein Wörterbuch erstellt, in dem sie die lexikalischen Eigenheiten der beiden Länder auflistet. Sie identifiziert in diesem Werk drei Arten von Afrikanismen.

Der erste Typ sind die „africanismes lexématiques“:

1. Begriffe, die in französischen Lexika nicht vorkommen und die

- entweder Entlehnungen aus afrikanischen Sprachen

- oder lokale Formen sind

2. Begriffe, die in französischen Lexika vorkommen, aber in verkürzter Form benutzt werden

3. Begriffe, die in französischen Lexika vorkommen, deren grammatische Kategorie aber einen Wechsel erfuhr

4. Mischformen

Der zweite Typ betrifft die semantischen Afrikanismen, die in französischen Lexika existieren, die aber lokal eine andere Bedeutung haben:

- durch Translation

- durch Ausweitung der Bedeutung

- durch Einschränkung der Bedeutung

- durch die Einführung von wichtigen Unterschieden der Konnotation

Außerdem gehören zum zweiten Typ:

- die „impropriétés usuelles“

Der dritte Typ beinhaltet seltene Begriffe oder Fachbegriffe, die in Afrika im Gegensatz zum Französisch in Frankreich häufig benutzt werden. Dieses Schema wurde noch weiter ausgearbeitet, indem den Typen Unterkategorien zugeordnet wurden, die sich auf vier Kriterien stützten: der suppression, adjonction, substitution und permutation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Französischen als kulturelles Erbe in Afrika und beschreibt die Problematik der Literaturrecherche sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Variation des Französischen im subsaharischen Afrika: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte der Sprache durch die Kolonisation und definiert linguistische Grundlagen der Variation im soziolinguistischen Kontext.

3. Benin: Portrait eines Landes: Hier werden der historische Hintergrund, die politische Entwicklung, ethnische Zusammensetzung und die komplexe Sprachpolitik Benins detailliert dargestellt.

4. Variation des Französischen in Benin: Der Hauptteil analysiert spezifische Varietäten sowie phonetische, morphosyntaktische und lexikalische Besonderheiten unter Einbezug linguistischer Studien.

5. Fazit: Gibt es ein Französisch Benins?: Das Fazit fasst zusammen, dass in Benin aufgrund der geringen Verbreitung und des Status der Sprache kaum eigenständige Varietäten abseits des Standardfranzösischen existieren.

6. Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete Literatur sowie Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Französisch, Benin, Varietäten, Soziolinguistik, Subsaharisches Afrika, Sprachpolitik, Landessprachen, Morphosyntax, Lexik, Standardfranzösisch, Kolonialgeschichte, Alphabetisierung, Sprachvariation, Suzanne Lafage, Frankophonie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Semesterarbeit primär?

Die Arbeit untersucht die sprachwissenschaftliche Situation des Französischen in Benin, mit einem besonderen Fokus auf die Frage, ob sich dort eine eigenständige regionale Varietät entwickelt hat.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte des Französischen in Afrika, den landeskundlichen Rahmenbedingungen Benins, der nationalen Sprachpolitik und der linguistischen Analyse von Variationen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit stellt die Frage, ob es eine spezifische Varietät der französischen Sprache in Benin gibt, wie man diese charakterisieren kann und inwiefern sie sich vom Französischen in Frankreich unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse bestehender soziolinguistischer Studien von Forschern wie Suzanne Lafage und Laurent Duponchel sowie auf landeskundliche Daten.

Was sind die Hauptinhalte des dritten Kapitels?

Kapitel drei bietet ein Portrait des Landes Benin, beleuchtet den Weg von der Kolonisation zur Unabhängigkeit und analysiert die Rolle der verschiedenen Ethnien und der aktuellen Sprachpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind unter anderem Französisch, Benin, Soziolinguistik, Sprachvariation, Frankophonie und Sprachpolitik.

Wie unterscheidet sich die Sprachsituation in Benin laut Autor von anderen afrikanischen Staaten?

Im Gegensatz zu Ländern wie der Elfenbeinküste spielt das Französische in Benin im Alltag der Straße eine untergeordnete Rolle, weshalb die Herausbildung ausgeprägter regionaler Varietäten weniger stark voranschreitet.

Welchen Stellenwert haben die Landessprachen gegenüber dem Französischen?

Obwohl Französisch Amtssprache ist und das Bildungssystem dominiert, existieren zahlreiche Landessprachen wie Fon oder Yoruba, die im Alltag und bei informeller Kommunikation eine zentrale Rolle einnehmen.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Französisch in Benin
College
Technical University of Berlin  (Institut für Sprache und Kommunikation)
Course
Französisch in den subsaharischen Ländern Afrikas
Grade
2,0
Author
Monika Braun (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V63227
ISBN (eBook)
9783638563260
ISBN (Book)
9783656559139
Language
German
Tags
Französisch Benin Francophonie Subsahara Afrika Linguistik Varietätenlinguistik Romanistik Sparchpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Braun (Author), 2006, Französisch in Benin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63227
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