Die Berechnung der Sterbetafel - an einem konkreten Beispiel


Hausarbeit, 2005

11 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabenstellung

2.1 Aufbau der Sterbetafel
2.2 Berechnungen der Sterbetafel
2.3 Visuelle Darstellungen der Ergebnisse

Quellenverzeichnis

1. Aufgabenstellung

Die Demographie interessiert sich in erster Linie für die Prozesse, die den Wandel von Populationen bestimmen: Geburten, Todesfälle und Wanderungen.

Eines der wichtigsten Werkzeuge der Demographie ist die Sterbetafel. Mit diesem demographischen Modell versucht man zu beschreiben, wie die Überlebensverhältnisse einer betrachteten Gruppe explizit aussehen. So kann genau untersucht werden, welche betrachteten Gruppen im Lebenslauf in welchen Verhältnissen wann, warum, wie sterben. (vgl. unbekannter Verfasser)

Dabei wird in der Sterbetafel in einer nach Geschlecht getrennten Tabelle dargestellt, wie viele Personen eines Ausgangsbestandes aufgrund von Sterbewahrscheinlichkeiten in den einzelnen Altersjahren überleben und sterben werden. So ist auch eine Auskunft über die geschlechtsspezifische durchschnittliche Lebenserwartung in den einzelnen Altersjahren möglich. Die Berechnung der Sterbetafel ist vor allem für demographische Untersuchungen für Bevölkerungsvorausberechnungen fundamental. Mit dieser Methode ist es möglich, in verschiedenen Bereichen Aussagen zu treffen, die beispielsweise als Planungsgrundlage im Gesundheits- und Pflegesektor dienen. Auch werden Sterbetafeln für medizinische Analysen bei versicherungsmathematischen Berechnungen sowie Rentenprognosen eingesetzt. (ebd.)

Um eine Sterbetafel aufzustellen, können zwei verschiedene Ansatzpunkte angewandt werden. So verfolgt man bei der Kohortensterbetafel das tatsächliche Lebensschicksal einer Personengesamtheit (gleiches Alter/ Zeit). So kann man errechnen, in wie viel Jahren (ab Geburt) die Angehörigen der betrachteten Personengesamtheit sterben. Diese Art der Sterbetafelberechung ist ein sehr aufwendiges Verfahren. (ebd.)

Aus diesem Grunde wird die Periodensterbetafel öfter angewandt als die Kohortensterbetafel. Auch in der hier gewählten Aufgabe soll aber die Berechnung der Periodensterbetafel zur Anwendung kommen. Hier werden alle gestorbenen und lebenden Personen eines Beobachtungszeitraumes, in der Regel aus drei zusammenhängenden Jahren, einbezogen. Somit wird in jeder Altersstufe ein anderer Geburtsjahrgang betrachtet.

Eine Periodensterbetafel gibt somit Aufschluss über die Sterblichkeitsverhältnisse der gesamten Bevölkerung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Die hier errechnete Lebenserwartung entspricht der durchschnittlichen Zahl von weiteren Jahren, die eine Person in einem bestimmten Alter nach den im Beobachtungszeitraum geltenden Sterblichkeitsverhältnissen voraussichtlich noch leben könnte. (ebd.)

In dieser Hausarbeit soll an die Berechnung der Sterbetafel an einem konkreten Beispiel erklärt werden. Dafür wurden die Zahlen des Mirozensus als Ausgangspunkt genommen. Es sind folgende Daten gegeben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(vgl. Mikrozensus 1999/2000 in www.sozialpolitik.de)

An Hand dieser Daten soll eine komplette Sterbetafel berechnet werden.

2. Lösung der Aufgabe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(1) Altersstufen x
(2) Anzahl der Altersstufen n
(3) Sterbetafel D(x)
(4) Population / Bevölkerung P(x) = D(x) von unten addiert
(5) Sterbewahrscheinlichkeit q(x) = D(x) / P(x)
(6) Überlebenswahrscheinlichkeit p(x) = 1 – q(x)
(7) Überlebende Personen l(x) = lx-1 * (1 – qx-1)
(8) L(x) = 0,5 * (lx + lx+1)
(9) Summe der noch zu lebenden Jahre T(x) = L(x) von unten addiert
(10)Lebenserwartung e(x) = T(x) / l(x)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1 Aufbau der Sterbetafel

Um eine vollwertige Lösung der Aufgabe zu erhalten wurde die Sterbetafel zuerst einmal per Hand mit Taschenrechner (siehe Anhang) und darüber hinaus, zur besseren Visualisierung der Erläuterungen, in einer Excel-Tabelle dargestellt (siehe 2. oder Anhang der einzelnen Excel-Tabellen). Für beide Tabellen wurde die gleiche Einteilung vorgenommen. So sind in der ersten Spalte die verschiedenen Alterstufen x vertreten. Sie werden, bis auf zwei Ausnahmen, in Fünfer-Schritten angegeben (z.B. 5-9, 10-14 usw.). Dabei beginnt die mit dem Alter 0 und endet bei 90+. In der zweiten Spalte werden die Anzahl dieser Alterstufen n angeben (beispielsweise für die Altersstufe der 1-4-Jährigen sind dies 4, oder die Alterstufe der 5-9-Jährigen 5). In der dritten Spalte werden die Sterbefälle D(x) angezeigt. In der darauf folgenden Spalte wird die Population dargestellt. Mit den Angaben der Sterbefälle und der Population kann dann auf die alterspezifische Sterbewahrscheinlichkeit geschlossen werden, die sich in der fünften Spalte wieder findet. Durch diese ist es dann möglich, die altersspezifische Überlebenswahrscheinlichkeit, die in der sechsten Spalte zu finden ist, zu berechnen. Zudem ist in der siebenten Spalte die Zahl der überlebenden Personen l(x) abzulesen. Durch diese Zahl ist auch die Berechung der Lebenden L(x) in der achten Spalte abzulesen. Hat man diese Kennwerte ist es möglich, die Summe der noch zu lebenden Jahre T(x) zu berechnen, die wiederum in der neunten Spalte abzulesen sind. In der zehnten Spalte kann dann auch die Lebenserwartung e(x) berechnet und dargestellt werden.

[...]

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Details

Titel
Die Berechnung der Sterbetafel - an einem konkreten Beispiel
Hochschule
Universität Rostock
Autor
Jahr
2005
Seiten
11
Katalognummer
V63339
ISBN (eBook)
9783638564090
ISBN (Buch)
9783656798187
Dateigröße
588 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berechnung, Sterbetafel, Beispiel
Arbeit zitieren
Caroline Danz (Autor:in), 2005, Die Berechnung der Sterbetafel - an einem konkreten Beispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63339

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