Die Demographie interessiert sich in erster Linie für die Prozesse, die den Wandel von Populationen bestimmen: Geburten, Todesfälle und Wanderungen. Eines der wichtigsten Werkzeuge der Demographie ist die Sterbetafel. Mit diesem demographischen Modell versucht man zu beschreiben, wie die Überlebensverhältnisse einer betrachteten Gruppe explizit aussehen. So kann genau untersucht werden, welche betrachteten Gruppen im Lebenslauf in welchen Verhältnissen wann, warum, wie sterben. (vgl. unbekannter Verfasser) Dabei wird in der Sterbetafel in einer nach Geschlecht getrennten Tabelle dargestellt, wie viele Personen eines Ausgangsbestandes aufgrund von Sterbewahrscheinlichkeiten in den einzelnen Altersjahren überleben und sterben werden. So ist auch eine Auskunft über die geschlechtsspezifische durchschnittliche Lebenserwartung in den einzelnen Altersjahren möglich. Die Berechnung der Sterbetafel ist vor allem für demographische Untersuchungen für Bevölkerungsvorausberechnungen fundamental. Mit dieser Methode ist es möglich, in verschiedenen Bereichen Aussagen zu treffen, die beispielsweise als Planungsgrundlage im Gesundheits- und Pflegesektor dienen. Auch werden Sterbetafeln für medizinische Analysen bei versicherungsmathematischen Berechnungen sowie Rentenprognosen eingesetzt. (ebd.) Um eine Sterbetafel aufzustellen, können zwei verschiedene Ansatzpunkte angewandt werden. So verfolgt man bei der Kohortensterbetafel das tatsächliche Lebensschicksal einer Personengesamtheit (gleiches Alter/ Zeit). So kann man errechnen, in wie viel Jahren (ab Geburt) die Angehörigen der betrachteten Personengesamtheit sterben. Diese Art der Sterbetafelberechung ist ein sehr aufwendiges Verfahren. (ebd.) [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabenstellung
2.1 Aufbau der Sterbetafel
2.2 Berechnungen der Sterbetafel
2.3 Visuelle Darstellungen der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die methodische Berechnung einer Periodensterbetafel anhand eines konkreten Datensatzes nachvollziehbar zu erläutern und die demographischen Zusammenhänge der resultierenden Kennzahlen zu analysieren.
- Grundlagen der Sterbetafelberechnung
- Differenzierung zwischen Kohorten- und Periodensterbetafel
- Anwendung der Sterbetafelmethodik auf empirische Daten
- Visualisierung demographischer Parameter
- Analyse von Sterbe- und Überlebenswahrscheinlichkeiten
Auszug aus dem Buch
1. Aufgabenstellung
Die Demographie interessiert sich in erster Linie für die Prozesse, die den Wandel von Populationen bestimmen: Geburten, Todesfälle und Wanderungen.
Eines der wichtigsten Werkzeuge der Demographie ist die Sterbetafel. Mit diesem demographischen Modell versucht man zu beschreiben, wie die Überlebensverhältnisse einer betrachteten Gruppe explizit aussehen. So kann genau untersucht werden, welche betrachteten Gruppen im Lebenslauf in welchen Verhältnissen wann, warum, wie sterben. (vgl. unbekannter Verfasser)
Dabei wird in der Sterbetafel in einer nach Geschlecht getrennten Tabelle dargestellt, wie viele Personen eines Ausgangsbestandes aufgrund von Sterbewahrscheinlichkeiten in den einzelnen Altersjahren überleben und sterben werden. So ist auch eine Auskunft über die geschlechtsspezifische durchschnittliche Lebenserwartung in den einzelnen Altersjahren möglich. Die Berechnung der Sterbetafel ist vor allem für demographische Untersuchungen für Bevölkerungsvorausberechnungen fundamental. Mit dieser Methode ist es möglich, in verschiedenen Bereichen Aussagen zu treffen, die beispielsweise als Planungsgrundlage im Gesundheits- und Pflegesektor dienen. Auch werden Sterbetafeln für medizinische Analysen bei versicherungsmathematischen Berechnungen sowie Rentenprognosen eingesetzt. (ebd.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabenstellung: Einführung in die demographische Relevanz der Sterbetafel sowie Abgrenzung zwischen Kohorten- und Periodensterbetafeln.
2.1 Aufbau der Sterbetafel: Erläuterung der Struktur der Sterbetafel und der Bedeutung der einzelnen Spalten für die Berechnung demographischer Kennwerte.
2.2 Berechnungen der Sterbetafel: Detaillierte Anleitung zur mathematischen Ermittlung der Sterbe- und Überlebenswahrscheinlichkeiten sowie der Lebenserwartung.
2.3 Visuelle Darstellungen der Ergebnisse: Grafische Aufbereitung der Daten zur Sterblichkeit und Bevölkerungsverteilung sowie deren Interpretation.
Schlüsselwörter
Demographie, Sterbetafel, Periodensterbetafel, Lebenserwartung, Sterbewahrscheinlichkeit, Überlebenswahrscheinlichkeit, Bevölkerungsentwicklung, Altersgruppen, Sterblichkeit, Bevölkerungsstatistik, Kohortensterbetafel, Datenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Erstellung einer Sterbetafel und erläutert den Prozess anhand eines konkreten Datensatzes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die demographischen Grundlagen der Sterblichkeitsanalyse, die Berechnungsparameter einer Periodensterbetafel und deren visuelle Auswertung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Aufbau und die rechnerische Herleitung einer Sterbetafel verständlich zu erklären und auf Basis des Mikrozensus anzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode der Periodensterbetafel-Berechnung angewandt, bei der Personen eines Beobachtungszeitraums in verschiedene Altersstufen eingeteilt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die tabellarische Darstellung der Sterbetafel, die schrittweise mathematische Anleitung zur Kalkulation der Kennwerte und die grafische Darstellung der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Demographie, Periodensterbetafel, Lebenserwartung sowie Sterbe- und Überlebenswahrscheinlichkeiten.
Warum wird die Periodensterbetafel gegenüber der Kohortensterbetafel bevorzugt?
Die Periodensterbetafel wird bevorzugt, da die Berechnung der Kohortensterbetafel ein weitaus aufwendigeres Verfahren darstellt.
Was lässt sich aus den Diagrammen zur Sterblichkeit ablesen?
Die Diagramme verdeutlichen unter anderem die Säuglingssterblichkeit sowie den Anstieg der Sterbefälle in höheren Altersgruppen bis zum Maximum bei den 80-84-Jährigen.
Wie definiert die Autorin die Lebenserwartung in diesem Kontext?
Die Lebenserwartung wird als durchschnittliche Zahl weiterer Jahre definiert, die eine Person in einem bestimmten Alter unter den gegebenen Sterblichkeitsverhältnissen voraussichtlich noch leben könnte.
- Arbeit zitieren
- Caroline Danz (Autor:in), 2005, Die Berechnung der Sterbetafel - an einem konkreten Beispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63339