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Die Identitätsentwicklung als zentrale Aufgabe des Jugendalters

Title: Die Identitätsentwicklung als zentrale Aufgabe des Jugendalters

Term Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stephanie Scheck (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Jeder Mensch macht im Laufe seiner Entwicklung eine Phase durch, in der er nicht weiß, was er will. Es wird sich gegen die Eltern aufgelehnt, Anschluss an Cliquen gesucht, sich auffällig gekleidet und ein Verhalten gezeigt, dass von anderen nicht verstanden und akzeptiert wird. Es ist vom Jugendalter die Rede. Welche Bedeutung hat aber dieses Verhalten? Jugendliche befinden sich in einer Zeit des Umbruchs, sie müssen sich von der behüteten, friedlichen Kindheit verabschieden und sich auf den Weg in die selbstverantwortliche Welt der Erwachsenen machen. Dabei steht eine Frage im Mittelpunkt, die treffend das Kernproblem der Adoleszenz beschreibt: Wer bin ich?
Jugendliche sind also auf der Suche nach der eigenen Identität. Sie müssen sich überlegen, was sie beruflich machen wollen, ob sie eine Familie gründen wollen und vieles mehr.
Hierbei befinden sie sich jedoch in einer Zwangslage: zum einen wollen sie jegliche Privilegien, die das Erwachsensein mit sich bringt nutzen, zum anderen müssen sie sich aber mit den dazugehörigen Regeln auseinandersetzen und diese auch einhalten. Es gilt also eine Balance zu finden, zwischen den eigenen Träumen, Wünschen und Vorstellungen und den ihnen entgegengebrachten Normen und Werten der Erwachsenenwelt. Hier stellt sich die Frage, wie Jugendliche in dieser Situation, in der ihnen zum einen alle Wege offen stehen, sie zum anderen aber eingeschränkt werden, ihre Identität aufbauen.
Dabei soll sich zunächst mit dem Begriff der Jugend auseinandergesetzt werden, um im Anschluss auf die individuellen Bedürfnisse und gesellschaftlichen Anforderungen, die das Jugendalter kennzeichnet, einzugehen. In einem weitern Schritt stellt diese Arbeit zwei Theorien zur Identitätsentwicklung dar. Abschließend wird der Einfluss von Familie und der Peergruppe auf die Identitätsfindung der Jugendlichen untersucht, da Identitätsentwicklung immer in einem Kontext stattfindet.

Grundlegend scheint somit, dass es wichtig ist, den Jugendlichen genügend Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten, damit eine positive (Weiter)-Entwicklung gewährleistet ist.
Nur, wenn Kinder und Jugendliche ihre Umwelt als eine Positive erfahren, ist es für sie möglich, auch eine positive Identität aufzubauen.




Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Das Jugendalter

3.1. Zum Begriff "Jugend"

3.2. Entwicklungsaufgaben im Jugendalter

4. Theorien der Identitätsentwicklung

4.1. Zum Begriff "Identität"

4.2. Aufbau der Ich-Identität nach Erikson

4.3. Die vier Formen des Identitätsstatus nach Marcia

4.4. Zum Problem der Identitätsentwicklung im Jugendalter

5. Einflüsse auf die Identitätsentwicklung

5.1. Die Familie als Umwelt

5.2. Die Lebensregion Peergruppe

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturliste

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Identitätsentwicklung als zentrale Entwicklungsaufgabe im Jugendalter, um zu ergründen, wie Jugendliche in einer Phase des Umbruchs ein stabiles Selbstbild aufbauen und wie sie dabei von ihrem sozialen Umfeld unterstützt werden können.

  • Grundlagen der Begrifflichkeiten "Jugend" und "Identität"
  • Die psychosoziale Entwicklungstheorie nach Erikson
  • Die Identitätsstatus-Modelle nach Marcia
  • Einflussfaktoren durch Familie und Peergruppen

Auszug aus dem Buch

4.2. Aufbau der Ich-Identität nach Erikson

Erikson (1959/1966) beschreibt in seinem Konzept der Entwicklungskrisen die Identitätsentwicklung als einen lebenslangen Prozess. Das Individuum durchläuft dabei im Laufe seiner Entwicklung eine gesetzmäßige Abfolge von acht Phasen. In jeder Stufe, die auf eine bestimmte Altersphase festgelegt ist, gilt es, sich einer bestimmten Krise zu stellen. Dies kann jeweils einen gegensätzlichen Ausgang haben. Durch eine Bewältigung der Krise kann sich das Individuum mit der Thematik der nachfolgenden Phasen auseinandersetzen. Dabei spielt jede Thematik während des gesamten Lebenslaufes eine Rolle, wirkt jedoch während einer bestimmten Altersphase dominierend und reift in dieser zur potentiellen Krise, die zu bewältigen ist, heran. Die Identitätsthematik besteht somit über das gesamte Leben hinweg, ist jedoch nach Erikson in der Adoleszenz die zentrale Entwicklungsaufgabe und verschärft sich hier zur Krise.

Im ersten Stadium, das auf das erste Lebensjahr festgelegt ist, dominiert als Thematik Ur-Vertrauen vs. Ur-Misstrauen. Erikson nennt dies das oral-sensorische Stadium. Das Gefühl sich in bezug auf die Glaubwürdigkeit anderer und sich selbst verlassen zu dürfen, bezeichnet Erikson als "Vertrauen". Grundlegend für dieses Gefühl ist die gleichwertige und andauernde Fürsorge in bezug auf physiologische als auch psychische Bedürfnisbefriedigung des Säuglings, die dieser von seiner sozialen Umwelt wie auch seiner Hauptbezugsperson erfährt. Die Krise des ersten Stadiums besteht darin, dass durch psychische und physische Vernachlässigung durch die Bezugspersonen, besonders der Mutter, und fehlendem Vertrauen in sich selbst, Misstrauen entstehen kann. Dies kann auch noch in der späteren Entwicklung nachwirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Autorin begründet ihre Themenwahl mit Erfahrungen aus der pädagogischen Arbeit und betont die Notwendigkeit, Jugendlichen Entwicklungsmöglichkeiten für eine positive Identitätsbildung zu bieten.

2. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Zwangslage Jugendlicher zwischen dem Wunsch nach Freiheit und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erwartungen.

3. Das Jugendalter: Hier werden der Begriff der Jugend definiert und die allgemeinen Entwicklungsaufgaben in diesem Lebensabschnitt dargelegt.

4. Theorien der Identitätsentwicklung: Es werden die zentralen Ansätze von Erikson (psychosoziale Krisen) und Marcia (Identitätsstatus) gegenübergestellt.

5. Einflüsse auf die Identitätsentwicklung: Das Kapitel untersucht, wie Familie und Peergruppen den Prozess der Identitätsfindung prägen und beeinflussen.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassend wird festgehalten, dass Identitätsentwicklung ein lebenslanger Prozess ist, der im Jugendalter seinen Kern hat und maßgeblich von der Unterstützung durch das soziale Umfeld abhängt.

7. Literaturliste: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Identitätsentwicklung, Jugendalter, Adoleszenz, Erik Erikson, Identitätskrise, James Marcia, Identitätsstatus, Entwicklungsaufgaben, Familie, Peergruppe, Sozialisation, Selbstkonzept, Autonomie, Psychosoziales Moratorium, Identitätsdiffusion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Prozess der Identitätsentwicklung bei Jugendlichen als eine der zentralen Aufgaben in dieser Lebensphase.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die psychologischen Grundlagen der Identität, die Bedeutung des Jugendalters, wissenschaftliche Entwicklungstheorien sowie die prägende Rolle von Familie und Freunden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Aufbau einer stabilen Ich-Identität zu analysieren und aufzuzeigen, wie Jugendliche die Herausforderungen des Übergangs zum Erwachsenenalter bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende entwicklungspsychologische Theorien und Erkenntnisse analysiert und zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Begriff der Jugend, die Theorien von Erikson und Marcia sowie der Einfluss von Elternhaus und Peergruppe detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Identitätsentwicklung, Adoleszenz, psychosoziale Krisen, Identitätsstatus und der Einfluss des sozialen Umfelds.

Wie unterscheidet Marcia sein Modell von dem Eriksons?

Marcia unterscheidet sich durch seine empirische Ausrichtung; er geht davon aus, dass Identitätsstadien nicht irreversibel sind und während der Lebensspanne wechseln können.

Warum ist die Peergruppe für Jugendliche so bedeutsam?

Sie dient als Übungsfeld zur Erprobung neuer Verhaltensweisen, bietet Unterstützung bei der Ablösung vom Elternhaus und ermöglicht den Austausch mit Gleichaltrigen in ähnlichen Lebenssituationen.

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Details

Title
Die Identitätsentwicklung als zentrale Aufgabe des Jugendalters
College
University of Kassel  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Entwicklungspsychologie
Grade
1,0
Author
Stephanie Scheck (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V63448
ISBN (eBook)
9783638565035
ISBN (Book)
9783638793100
Language
German
Tags
Identitätsentwicklung Aufgabe Jugendalters Entwicklungspsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Scheck (Author), 2003, Die Identitätsentwicklung als zentrale Aufgabe des Jugendalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63448
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