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Bürgerliches Engagement im Wohlfahrtsmix

Titel: Bürgerliches Engagement im Wohlfahrtsmix

Seminararbeit , 2006 , 39 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kirsten von der Crone (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Offensichtlich vollzieht sich seit mehreren Jahren ein sog. Shift innerhalb des intermediären Sektors. In diesem vereinfachenden, einleitenden Satz - den ich im Verlauf dieser Arbeit vertieft beleuchten möchte – bekräftigen mich zahlreiche Veröffentlichungen sowie die Ergebnisse und Diskussionen von Fachtagungen der jüngeren Zeit. Seit Beginn der 90er Jahre werden die öffentlichen Debatten zur Reform des Sozialstaates in der Bundesrepublik Deutschland mit zunehmender Aufmerksamkeit wahrgenommen. Besondere Beachtung verdienen dabei die zahlreichen Fachbeiträge und vergleichenden Studien, in denen das freiwillige bürgerschaftliche Engagement von zentraler Bedeutung ist.

Mein Ansatz besteht darin, anhand einiger exemplarischer Beiträge eine Skizze der möglichen Auslöser der gegenwärtigen Situation und ihrer Folge- bzw. Nebenwirkungen für den gesellschaftspolitischen Wandel vorzustellen. Zuvor ist es jedoch unabdingbar, die Begrifflichkeit des sog. „Wohlfahrtsmixes“ zu diskutieren und zu definieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Wohlfahrtsmix

1.1 Auslöser einer anhaltenden Polemik

1.2 Bürgerschaftliches Engagement als gesellschaftliche Ressource

2. Spezieller Teil – rechtliche Einführung

2.1 Basis: Bürgerschaftliches Engagement

2.2 Merkmale zur Bestimmung des bürgerschaftlichen Engagements

2.2.1 Freiwilligkeit

2.2.2 Gemeinwohlorientierung

2.2.3 Prinzipielle Unentgeltlichkeit

2.3 Bürgerschaftliches Engagement: Merkmale und allgemeine Definition

3. Schaffung und Etablierung von Funktionen

3.1 Ausgangssituation: Zuwendungsrecht

3.2 Der finanzielle Aspekt

3.3 Überblick über die Rechtsvorschriften

3.4 Subsidiaritätsgrundsatz

3.5 Verwendungsnachweise

3.6 Jährlichkeitsprinzip

3.7 Besserstellungsverbot

3.8 Zuwendungsgewährungen setzen Verwaltungshandeln voraus

4. Zuwendungsrecht: Hürden in der Praxis

5. Resumée und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement innerhalb des Wohlfahrtsmixes, wobei ein besonderer Fokus auf den administrativen Hürden bei der öffentlichen Zuwendungsfinanzierung für Führungskräfte liegt.

  • Analyse des Wohlfahrtsmix-Konzepts und bürgerschaftlichen Engagements
  • Rechtliche Einordnung und Bestimmungsmerkmale ehrenamtlicher Tätigkeit
  • Strukturen der öffentlichen Projekt- und Institutionenförderung
  • Praktische Herausforderungen und Hürden im aktuellen Zuwendungsrecht

Auszug aus dem Buch

1.2 Bürgerschaftliches Engagement als gesellschaftliche Ressource

Einst waren die Gemeinden und Kreise Keimzellen der Demokratie, pädagogische Provinzen und Fundamente eines von Bürgerbeteiligung vor Ort geprägten Gemeinwesens. Diese Sichtweise geht aus einer Studie der Robert Bosch Stiftung hervor. Wie viele weitere Fachexperten vertritt auch der Autor dieser Studie die Meinung, dass das traditionell lebendige Bürgerengagement vor Ort immer weniger Ansatzpunkte und Gestaltungschancen bietet. Gründe hierfür könnten auf der Hand liegen, sofern man einen Blick in unsere pluralisierte Gesellschaft wagt und die gelebte Realität mit wachem Auge verfolgt. Dies könnte folgendermaßen beschrieben werden: Strukturlogisch führt nicht mehr die Aktualisierung des Kapitalismus zur sozialen Emanzipation und Autonomie aller Menschen einer Gesellschaft, sondern – nach dem postmodernen Prinzip der segmentierten Arbeitsteilung – einerseits zur sozial erweiterten Freisetzung und andererseits zur sozial regressiven Freisetzung, nämlich der „nichtproduktiven“ Gruppen der Bevölkerung. Die wechselseitige Abhängigkeit von Modernisierung und Sozialintegration ist zunehmend aufgelöst.

Gerade deshalb gilt es, neben den inhaltlichen Unbestimmtheiten der vieldeutigen Begriffe Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Zivilgesellschaft, Dritter Sektor, Bürgerinitiativen oder Civil Society, diese Entwicklungen nicht als residuale Größe zu betrachten. Das Interesse an und die Bereitschaft zu gemeinnützigem Engagement nimmt im Gegenteil tatsächlich nicht ab, sondern zu; dies wird durch zahlreiche empirische Studien belegt. Gleichwohl haben sich die Erwartungen freiwillig Engagierter und potenziell Interessierter in den vergangenen Jahren verändert: Mögliche Motivationen sind nicht mehr nur ein stilles Mittun oder gar ein appelliertes Verhalten pflichtbewusst motivierter Menschen, sondern die heutigen Beweggründe bestehen vermutlich unter anderem in der Erweiterung des Rahmens eigener Gestaltungsmöglichkeiten, der Qualifizierung der eigenen Tätigkeiten und/oder der professionellen Unterstützung und Begleitung. Nichtsdestoweniger können die hierdurch gebundenen Energien als Potenziale verstanden werden, die es in Form eines modernisierten gesellschaftlichen Gefüges mit all ihren Facetten als Ressource zu erschließen gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wohlfahrtsmix: Es werden theoretische Grundlagen des Wohlfahrtsstaates nach Titmuss und Esping-Andersen erläutert und das Konzept des Wohlfahrtsmixes als analytisches Instrument sowie Leitbild definiert.

2. Spezieller Teil – rechtliche Einführung: Dieses Kapitel erörtert die Definitionsschwierigkeiten und die rechtliche Basis von bürgerschaftlichem Engagement, wobei die Merkmale Freiwilligkeit, Gemeinwohlorientierung und Unentgeltlichkeit im Zentrum stehen.

3. Schaffung und Etablierung von Funktionen: Der Abschnitt bietet einen Überblick über das Zuwendungsrecht, erläutert die verschiedenen Finanzierungsarten wie Projekt- und Institutionenförderung und diskutiert haushaltsrechtliche Grundprinzipien.

4. Zuwendungsrecht: Hürden in der Praxis: Hier werden die bürokratischen Herausforderungen und die Informationsasymmetrien zwischen Zuwendungsgebern und -empfängern beleuchtet, die die praktische Arbeit erschweren.

5. Resumée und Ausblick: Zusammenfassend wird anhand von Freiwilligensurvey-Daten die positive Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements aufgezeigt und der Bedarf für eine fortlaufende Analyse der Rahmenbedingungen betont.

Schlüsselwörter

Bürgerschaftliches Engagement, Wohlfahrtsmix, Ehrenamt, Zuwendungsrecht, Projektförderung, Subsidiarität, Haushaltsrecht, Gemeinwohlorientierung, Sozialpolitik, Zivilgesellschaft, Bürgerschaft, Freiwilligendienste, Verwaltungsrecht, Reformprozess, Organisationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen und administrativen Verankerung von bürgerschaftlichem Engagement im modernen deutschen Wohlfahrtsstaat, insbesondere unter dem Aspekt der öffentlichen Finanzierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Definition von bürgerschaftlichem Engagement, die rechtliche Ausgestaltung von Zuwendungen durch den Staat und die praktischen Probleme, mit denen Akteure in diesem System konfrontiert sind.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Führungskräften im sozialen Bereich ein Verständnis für das Zuwendungsrecht zu vermitteln, um die notwendigen Voraussetzungen für die Etablierung und Finanzierung bürgerschaftlicher Projekte zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, stützt sich auf Rechtsgutachten der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages und wertet statistische Daten aus den Freiwilligensurveys des BMFSFJ aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine detaillierte Einführung in die rechtlichen Grundlagen des Zuwendungsrechts (Haushaltsrecht) und eine Analyse praktischer Hürden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bürgerschaftliches Engagement, Wohlfahrtsmix, Zuwendungsrecht, Ehrenamt, Projektförderung, Subsidiarität und Zivilgesellschaft bilden die Kernthemen.

Warum ist das Zuwendungsrecht für das bürgerschaftliche Engagement so relevant?

Da viele bürgerschaftliche Projekte auf öffentliche finanzielle Unterstützung angewiesen sind, bestimmt das Zuwendungsrecht maßgeblich, ob und wie solche Vorhaben realisiert und nachhaltig etabliert werden können.

Welche Rolle spielt die „Informationsasymmetrie“ laut dem Autor?

Die Informationsasymmetrie beschreibt den Wissensvorsprung des erfahrenen Zuwendungsgebers gegenüber dem oft unerfahrenen Zuwendungsempfänger, was die Gestaltung von Förderverhältnissen für letzteren erschwert.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bürgerliches Engagement im Wohlfahrtsmix
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Bildungswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,0
Autor
Kirsten von der Crone (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
39
Katalognummer
V63454
ISBN (eBook)
9783638565097
ISBN (Buch)
9783638669290
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bürgerliches Engagement Wohlfahrtsmix Seminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kirsten von der Crone (Autor:in), 2006, Bürgerliches Engagement im Wohlfahrtsmix, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63454
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Leseprobe aus  39  Seiten
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