Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst ein Überblick über die mit Alkohol verbundene Problematik gegeben werden. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf die Alkoholproblematik bei Jugendlichen mit übermäßigem Alkoholkonsum und die gesundheitlichen Folgeschäden gerichtet sein. Abschließend soll am Beispiel Therapie, Selbsthilfegruppen und medikamentöser Behandlung untersucht werden, welche aktuellen Behandlungsmöglichkeiten es bei Alkoholkrankheit gibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Alkoholismus
2.1 Klassifikation von Alkoholabhängigkeit und Alkoholmissbrauch nach ICD-10 und DSM-IV
2.2 Ein Überblick über Forschungsergebnisse
2.3 Typologie von Trinkertypen nach Jellinek
3. Ein Überblick über die Problematik
3.1 Aktuelle Daten und Fakten zur Alkoholproblematik
3.2 Alkoholgefährdung bei Jugendlichen
3.3 Alkoholbedingte Folgeschäden
3.3.1 Medizinische Folgeschäden
3.3.2 Psychosoziale Folgeschäden
4. Behandlungsmöglichkeiten bei Alkoholkrankheit
4.1. Die Therapie
4.2. Selbsthilfegruppen
4.3 Medikamentöse Behandlung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die Alkoholproblematik sowie die damit verbundenen gesundheitlichen und psychosozialen Risiken zu geben. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich pathologische Trinkmuster entwickeln, welche Folgeschäden entstehen und durch welche therapeutischen Ansätze die Krankheit behandelt werden kann.
- Klassifikation von Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit nach ICD-10 und DSM-IV
- Statistische Daten und Fakten zur gesellschaftlichen Relevanz der Alkoholproblematik
- Ursachen und Risiken der Alkoholgefährdung bei Kindern und Jugendlichen
- Medizinische und psychosoziale Folgeschäden durch chronischen Konsum
- Therapeutische und medikamentöse Behandlungsstrategien sowie die Rolle von Selbsthilfegruppen
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Medizinische Folgeschäden
Die akute Alkoholintoxikation (Alkoholrausch) ist eine akute exogene Psychose. Bei einem Blutalkoholspiegel (BAS) von 3 Promille tritt er mit Sicherheit ein, ab 4 Promille besteht Lebensgefahr. Allerdings hängt die Reaktion auch vom körperlichen und psychischen Befinden ab. Feuerlein definiert Alkoholrausch in einer dreistufigen Skala (Feuerlein, 2005). Bei den leichten Räuschen (BAS 0,5 – 1,5 % Promille) hat der Betreffende eine verstärkten Rede und Tätigkeitsdrang. Es kann zur Einschränkung des Gehvermögens und zu anderen psychomotorischen Störungen kommen. Bei mittelschweren Räuschen (Bas 1,5- 2,5%) steigt die Aggressivität und die Enthemmung. Das Verhalten ist jedoch stark abhängig von äußeren Einflüssen. Später kann es sich zu starker Müdigkeit bis hin zur Benommenheit steigern. Die letzte Skala sind die schweren Rauschzustände (BAS über 2,5% und erheblich höher). In diesem Fall besteht die Gefahr von schweren Bewusstseinsstörungen bis hin zu Angstzuständen. Es kann sich bis zur Bewusstlosigkeit steigern und im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Atem- und Kreislaufstörungen führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesundheitspolitische Relevanz des Alkoholkonsums in Deutschland und leitet zur Fragestellung der Arbeit über.
2. Alkoholismus: Dieses Kapitel erläutert die diagnostische Klassifikation von Suchtformen sowie verschiedene Persönlichkeitstypologien von Trinkern.
3. Ein Überblick über die Problematik: Es werden statistische Daten zum Konsum, spezifische Risiken für Jugendliche und die medizinischen sowie psychosozialen Folgen des Konsums analysiert.
4. Behandlungsmöglichkeiten bei Alkoholkrankheit: Das Kapitel beschreibt den therapeutischen Prozess, die Bedeutung von Selbsthilfegruppen und den Einsatz medikamentöser Unterstützung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die individuellen Aspekte der Suchterkrankung zusammen und plädiert für eine intensivere Prävention bei Jugendlichen.
Schlüsselwörter
Alkoholismus, Alkoholabhängigkeit, Alkoholmissbrauch, Gesundheitsrisiko, Suchterkrankung, Therapie, Selbsthilfegruppen, Alkoholkonsum, Jugendliche, Folgeschäden, Entgiftung, Prävention, Diagnostik, ICD-10, DSM-IV.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit?
Die Arbeit behandelt die Problematik des Alkoholkonsums, von der diagnostischen Einordnung der Sucht bis hin zu den gesundheitlichen Folgen und den verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die klinische Klassifikation von Alkoholismus, die Auswirkungen auf die Gesundheit, die Gefährdung von Jugendlichen und die verschiedenen Ansätze zur Therapie und Rehabilitation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die mit Alkohol verbundene Problematik zu schaffen und aufzuzeigen, wie Betroffene durch Therapie und Unterstützung aus dem Suchtkreislauf finden können.
Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf internationale Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-IV sowie auf zahlreiche Studien und Fachliteratur zur Gesundheitspsychologie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zum Alkoholismus aktuelle Statistiken sowie die medizinischen und psychosozialen Folgeschäden detailliert dargestellt.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Alkoholabhängigkeit, Suchtprävention, therapeutische Behandlung, Entzugserscheinungen und die Rolle von Selbsthilfegruppen.
Was unterscheidet Alpha- von Gamma-Trinkern laut Jellinek?
Alpha-Trinker sind sogenannte Erleichterungstrinker, die Alkohol zur Bewältigung von Belastungen nutzen, aber noch keine körperliche Abhängigkeit aufweisen, während Gamma-Trinker aufgrund eines inneren Zwangs ein typisches, krankhaftes Suchtbild zeigen.
Warum ist das Delirium tremens so gefährlich?
Das Delirium tremens ist die schwerste Stufe der Alkoholsucht, die mit lebensbedrohlichen Symptomen wie Halluzinationen, epileptischen Anfällen und schweren Kreislaufstörungen einhergeht und sofortige medizinische Hilfe erfordert.
Welche Rolle spielen Medikamente in der Therapie?
Medikamente können eine unterstützende Rolle spielen, etwa durch das Unterdrücken des Verlangens (Anti-Craving-Mittel), ersetzen jedoch niemals eine umfassende psychotherapeutische Behandlung.
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- Felix Depner (Author), 2005, Gesundheitsrisiko Alkohol: Ein Überblick über die Problematik und ihre Bewältigungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63474