Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes

Die ahausener Union und katholische Liga im dreißigjährigen Krieg

Titre: Die ahausener Union und katholische Liga im dreißigjährigen Krieg

Dossier / Travail de Séminaire , 1999 , 22 Pages , Note: 2

Autor:in: Magister Artium Michael Barthels (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Der dreißigjährige Krieg wurde in seiner ersten Phase, dem Böhmisch-Pfälzischen Krieg, dominiert von den Bündnissen, die in seinem Vorfeld entstanden waren: Ahausener Union und katholische Liga. Sowohl protestantische als auch katholische Reichsstände hatten es vermocht, sich zu konfessionellen Bünden zusammen zu schließen, die ihre Interessen gegenüber der jeweils anderen Konfession im Reich wahren sollten. 
In dieser Arbeit nun sollen vor allem die Umstände, die Gründe und die Entwicklung zu diesen Bünden hin aufgezeigt, als auch ihre Organisation betrachtet werden. Weiterhin soll ein Ausblick auf die Rolle, die die Bünde im Vorfeld und im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges eingenommen haben, gegeben werden. 
Bei der Gesamtansicht des Themas stellt sich auch eine weitere Frage. Denn die Bünde hatten einen bestimmten Zweck. Dieser bestand offiziell darin, daß sie zur militärischen Defension ihrer Mitglieder gegründet worden waren. Inwieweit die Bünde allein diesen Zweck erfüllten oder mehr waren, d.h. inwieweit sie die Polarisierung im Reich bis hin zum Krieg mitverursacht haben, soll am Schluß erörtert werden. 
Die Literatur zum Dreißigjährigen Krieg ist heute fast unüberschaubar. Diejenige Literatur jedoch, die sich allein oder vornehmlich mit der Entstehung, Gründung und Entwicklung der Union und der Liga1 befaßt, ist überschaubar und älteren Datums. 
So bemerkt Alfred Kohler, daß eine ausführliche Abhandlung über das Thema "Union und Liga" eigentlich u.a. nur von K. Lorenz vorliegt. Auch F. Neuer-Landfried und M. Ritter haben sich ausgiebig mit der Materie befaßt. Gerade letzterer hat mit seinen Betrachtungen das Bild der Liga geprägt und A. Kohler wünschte sich neue Impulse, da M. Ritter somit die Forschung auch gehemmt habe.
Es zeigte sich bei der Bearbeitung der Literatur auch, daß so gut wie keine Widersprüche über den Themenbereich in der Forschung existieren. Die Beurteilung über Entstehung, Gründung und Entwicklung der zwei Bünde sind einheitlich und lückenlos. 
Aufgrund der chronologisch aufeinanderfolgenden Gründung beider Bünde, ist es angebracht, die Betrachtungen mit der allgemeinen Situation im Reich zu beginnen, um dann die Gründung, Organisation und Entwicklung der Bünde getrennt voneinander aufzuzeigen. Mit der Krise um das Erbe Jülich-Kleves und später dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges aber kann ein gemeinsames Kapitel den Verlauf beschreiben, weil die Bünde ab diesem Zeitpunkt unmittelbar (militärisch) aufeinandertrafen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE SITUATION IM REICH IM VORFELD DES DREIßIGJÄHRIGEN KRIEGES

3 DIE PROTESTANTISCHE UNION

3.1 AUF DEM WEG ZU EINER PROTESTANTISCHEN UNION

EXKURS: DIE DONAUWÖRTH-EREIGNISSE

3.2 DIE ORGANISATION DER PROTESTANTISCHEN UNION

4 DIE KATHOLISCHE LIGA

4.1 AUF DEM WEG ZUR KATHOLISCHEN LIGA

4.2 DIE ORGANISATION DER KATHOLISCHEN LIGA

5 UNION UND LIGA IN DEN JAHREN 1610 -1619

EXKURS: DER JÜLICH-KLEVISCHE ERBFOLGESTREIT

6 UNION UND LIGA IM BÖHMISCH-PFÄLZISCHEN KRIEG

7 AUSBLICK UND SCHLUßBEMERKUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung, die organisatorische Struktur sowie die historische Rolle der Protestantischen Union und der Katholischen Liga im Vorfeld und zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit diese konfessionellen Bündnisse lediglich der Verteidigung dienten oder maßgeblich zur Polarisierung im Reich und damit zum Ausbruch des Krieges beitrugen.

  • Analyse der politischen und religiösen Ausgangslage im Heiligen Römischen Reich um 1600.
  • Untersuchung der Gründungsgeschichte der Protestantischen Union und der Katholischen Liga.
  • Vergleichende Betrachtung der organisatorischen Strukturen beider Bündnissysteme.
  • Erörterung des Einflusses der Bündnisse auf die Eskalation konfessioneller Konflikte.
  • Bewertung der Rolle der Bündnisse im Böhmisch-Pfälzischen Krieg.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Organisation der protestantischen Union

Die Gründungsurkunde der Union vom 12. Mai 1608 in Ahausen ratifizierten folgende Reichsstände: Kurpfalz, Württemberg, Ansbach, Culmbach, Baden und Pfalz-Neuburg. Es wurde beschlossen, weiter Reichsstände zu werben. Und so traten hinzu: Kurbrandenburg, Pfalz-Zweibrücken und Hessen-Kassel sowie die Reichsstädte Ulm, Straßburg und Nürnberg. Wie oben schon angedeutet, wurden auch Kontakte zum Ausland (Frankreich 1610, Generalstaaten 1613) hergestellt, die wohl vor allem dazu dienen sollten, Subsidien zu erlangen. Kursachsen hielt sich der Union fern.

Die Gründungsurkunde definierte das Bündnis als Defensivbündnis, da sie von der “Wahrung der Rechte friedliebender Stände” sprach. Und so formuliert M. Ritter auch: “Daß die Union nicht zum Angriffe, sondern lediglich zur Verteidigung der Bundesgenossen berufen sei, wurde als selbstverständlich angenommen.” Dabei war hier Angriff so definiert, daß dies einen Angriff auf ein Bundesmitglied durch andere Reichsstände bedeutete, der nicht auf einem Urteil der Reichsjustiz beruhte. Doch genau diese Urteilskraft hatten die protestantischen Stände der Reichsjustiz ja abgesprochen. Daher fährt M. Ritter weiter unten fort: “Und so wurde die Union eigentlich gestiftet, um die Macht und die Machtansprüche der Protestanten mit Waffen zu verfechten.”

Organisatorisch orientierte sich die Union an den “Torgauer Bund” von 1591: so wurde ein Bundesheer und eine Bundeskasse eingerichtet, sowie ein Direktorium bestimmt, das den Bund als Vorstand leiten sollte. Dieses Direktorium bestand aus einem Direktor und einer bestimmten Anzahl an Kriegsräten. Zusammen sollten sie im Einzelfalle entscheiden, ob der Bundesfall gegeben war und somit dem angegriffenen Bundesmitglied Bundeshilfe zustand.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung und Einführung in die Thematik der konfessionellen Bündnisse im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges.

2 DIE SITUATION IM REICH IM VORFELD DES DREIßIGJÄHRIGEN KRIEGES: Analyse der zunehmenden Spannungen zwischen den Konfessionen und dem Bedeutungsverlust der Reichsorgane.

3 DIE PROTESTANTISCHE UNION: Untersuchung der Wege zur Gründung der Union sowie ihrer internen Organisation und Zielsetzung.

4 DIE KATHOLISCHE LIGA: Analyse der Entstehung und Organisation der Katholischen Liga als Reaktion auf die Union.

5 UNION UND LIGA IN DEN JAHREN 1610 -1619: Betrachtung der Entwicklung beider Bünde anhand des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits und der internen Krisen.

6 UNION UND LIGA IM BÖHMISCH-PFÄLZISCHEN KRIEG: Darstellung der Rolle und des Zusammenbruchs der Bündnisse während der ersten Kriegsphase.

7 AUSBLICK UND SCHLUßBEMERKUNGEN: Zusammenfassende Bewertung der Bündnisse hinsichtlich ihrer Rolle bei der Eskalation der politischen Lage im Reich.

Schlüsselwörter

Dreißigjähriger Krieg, Protestantische Union, Katholische Liga, Maximilian I. von Bayern, Christian von Anhalt, Reichsverfassung, Konfessionalisierung, Ahausener Union, Böhmisch-Pfälzischer Krieg, Reichstag, Defensionsbündnis, Machtpolitik, Jülich-Klevischer Erbfolgestreit, Glaubensspaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung der konfessionellen Bündnisse Protestantische Union und Katholische Liga im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die organisatorischen Strukturen, die politischen Beweggründe der Akteure sowie die Rolle der Bünde bei der militärischen und politischen Polarisierung im Reich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die Bündnisse als Instrumente der Machtpolitik funktionierten und inwiefern sie zur Eskalation des Konflikts im Reich beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine literaturgestützte historische Analyse durch, die auf der Auswertung relevanter zeitgenössischer Quellen und historischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehungsgeschichte, der Organisationsstrukturen und der Aktivitäten beider Bünde, insbesondere im Kontext von Konflikten wie dem Jülich-Klevischen Erbfolgestreit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Dreißigjähriger Krieg, Konfessionalisierung, Defensionsbündnis, Machtpolitik und die handelnden Protagonisten wie Maximilian I. von Bayern.

Wie unterschied sich die Organisation der beiden Bünde?

Während beide als Defensionsbündnisse konzipiert waren, erwies sich die Liga aufgrund der finanziellen Unterstützung Bayerns und einer strafferen, zentralistischeren Organisation in der Literatur oft als leistungsfähiger.

Warum blieben Bemühungen zur Auflösung der Bünde durch den Kaiser erfolglos?

Trotz kaiserlicher Verbote hielten die Bünde an ihrer Existenz fest, da die Akteure die Bündnisse als notwendige Schutzinstrumente und Mittel zur Durchsetzung ihrer spezifischen machtpolitischen Interessen betrachteten.

Fin de l'extrait de 22 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die ahausener Union und katholische Liga im dreißigjährigen Krieg
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Historisches Seminar)
Cours
Der Prager Friede von 1635
Note
2
Auteur
Magister Artium Michael Barthels (Auteur)
Année de publication
1999
Pages
22
N° de catalogue
V634
ISBN (ebook)
9783638104197
ISBN (Livre)
9783638636896
Langue
allemand
mots-clé
Katholishe Liga; protestantische Union; 30jähriger Krieg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Artium Michael Barthels (Auteur), 1999, Die ahausener Union und katholische Liga im dreißigjährigen Krieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/634
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint