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Die Organisation und die Aufgaben der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder im Rahmen der beruflichen Bildung

Title: Die Organisation und die Aufgaben der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder im Rahmen der beruflichen Bildung

Seminar Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Werner (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Basierend auf der im Artikel 20 I des Grundgesetzes (GG) verankerten föderalistischen Staatsstruktur der Bundesrepublik Deutschland (BRD) ist gemäß Artikel 30 GG die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung der Staatsaufgaben Sache der Länder, sofern das Gesetz keine andere Regelung trifft oder zulässt. Dar-aus lässt sich direkt die Kulturhoheit, also die überwiegende Hoheit über die Gesetzgebung und Verwaltung in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur, als Kernstück der Staatsqualität der Länder ableiten. Dies bedeutet zunächst die Eigenverantwortung jedes Bundeslandes für seine Bildungs- und Kulturpolitik, jedoch tragen die Länder im Bundesstaat ebenso eine Mitverantwortung für das Staatsganze, welche sie zur Zusammenarbeit untereinander und zum Zusammenwirken mit dem Bund verpflichtet. (vgl. KMK: Das Bildungswesen in der BRD 2004, S. 18)
Bereits vor der Gründung der BRD wurde die Erfordernis dieser länderübergreifenden Kooperation als nötig betrachtet und zur ständigen Erfüllung dieser Aufgabe im Jahre 1948 die „Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder“ (KMK) ins Leben gerufen, welche eine Vereinigung der für Bildung und Erziehung, Hochschulen und Forschung sowie kulturelle Angelegenheiten zuständigen Minister bzw. Senatoren der einzelnen Bundesländer darstellt.
Gemäß ihrer Geschäftsordnung hat sich die KMK zum Ziel gesetzt, Aufgaben der Bildungspolitik, der Hochschul- und Forschungspolitik sowie der Kulturpolitik von überregionaler Bedeutung mit dem Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung und der Vertretung gemeinsamer Anliegen zu behandeln.
Besondere Bedeutung erlangt diese Zusammenarbeit und die Vertretung gemeinsamer Interessen im Bereich der beruflichen Bildung, da hier der Bund durch das Berufsbildungsgesetz, die Handwerksordnung und weitere Aus- und Weiterbildungsverordnungen von seinem Recht zur zentralen Regelung gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 in Verbindung mit Art. 72 Abs. GG (konkurrierende Gesetzgebung) Gebrauch gemacht hat, was einen zusätzlichen Koordinationsbedarf zwischen dem von den Ländern geregelten schulischen und dem vom Bund geregelten außerschulischen Teil der beruflichen Bildung bedeutet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Gesamtorganisation der KMK

3 Zentrale Aufgabe der KMK und zuständige Stelle

3.1 Zentrale Aufgabe

3.2 Der Unterausschuss für Berufliche Bildung

4 Einzelne Aufgabenfelder und Zuständigkeiten

4.1 Abstimmung der Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne

4.2 Gesamtordnung des beruflichen Schulwesens

4.3 Weiterentwicklung der dualen Berufsausbildung

4.4 Lehrerausbildung und länderübergreifende Lehrerfortbildung

4.5 Bau und Ausstattung beruflicher Schulen

4.6 Sicherung der Ausbildung in Splitterberufen

4.7 Weitere Aufgabengebiete

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die Organisation und die Aufgaben der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) im Kontext der beruflichen Bildung in Deutschland, um die Koordinierungsprozesse zwischen den Ländern und dem Bund zu beleuchten.

  • Föderale Struktur der Bildungspolitik in Deutschland
  • Organisatorischer Aufbau und Entscheidungswege der KMK
  • Koordination von schulischer und betrieblicher Berufsausbildung
  • Instrumente der länderübergreifenden Zusammenarbeit
  • Entwicklung und Qualitätssicherung beruflicher Bildungsstandards

Auszug aus dem Buch

4.1 Abstimmung der Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne

Seit der Reform des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) sind Berufsschule und Ausbildungsbetrieb als Lernorte der beruflichen Bildung erstmals zur Zusammenarbeit und zur Kooperation verpflichtet (§ 2 Abs. 2 BBiG – Lernortkooperation). Jedoch waren sich Bund und Länder bereits nach Verabschiedung der ersten Fassung des BBiG im Jahre 1969 einig darüber die für die Lernorte Ausbildungsbetrieb und Berufsschule geltenden Ordnungsmittel für die Berufsausbildung gemeinsam zu entwickeln und abzustimmen. Somit hat die KMK 1972 mit der damaligen Bundesregierung das im „Gemeinsamen Ergebnisprotokoll betreffend das Verfahren bei der Abstimmung von Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen im Bereich der beruflichen Bildung vom 30.05.1972“ (GEP) festgelegte Verfahren zur Abstimmung der Ausbildungsordnungen mit den entsprechenden Rahmenlehrplänen der schulischen Berufsausbildung vereinbart. Es handelt sich hierbei um ein System von Entscheidungs- und Beteiligungsstrukturen von Bund, Ländern, Arbeitgebern, Gewerkschaften und Berufspädagogen mit dem Ziel die Aufgabenteilung der Lernorte Betrieb und Berufsschule zum Erwerb beruflicher Handlungskompetenz curricular zusammenzuführen (vgl. Illerhaus 2005, 11).

Zum Erreichen dieses Ziels wurden für das Verfahren der Koordination der bildungspolitischen Entscheidungen und der Erarbeitung und Abstimmung der Ausbildungsordnungen und des Ausbildungsrahmenplanes sowie der Rahmenlehrpläne mittels des GEP vier Gremien installiert (vgl. Illerhaus 2005, 11):

der Bund-Länder Koordinierungsausschuss,

das Bund-Länder-Kontaktgespräch,

die Sitzungen von Sachverständigen des Bundes und der Länder,

der Rahmenlehrplanausschuss.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die föderale Struktur der Bundesrepublik Deutschland ein und erläutert die Notwendigkeit der länderübergreifenden Zusammenarbeit der Kultusministerkonferenz im Bereich der beruflichen Bildung.

2 Gesamtorganisation der KMK: Hier werden die zentralen Organe wie das Plenum, das Präsidium und das Sekretariat vorgestellt, welche die administrative Basis für die Arbeit der Konferenz bilden.

3 Zentrale Aufgabe der KMK und zuständige Stelle: Dieses Kapitel definiert die zentrale Rolle der KMK bei der Harmonisierung der beruflichen Bildung in den Ländern und stellt den Unterausschuss für Berufliche Bildung als entscheidendes Gremium vor.

4 Einzelne Aufgabenfelder und Zuständigkeiten: Das Hauptkapitel beschreibt detailliert die konkreten Arbeitsbereiche der KMK, von der Abstimmung von Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen bis hin zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des dualen Systems.

Schlüsselwörter

Ständige Konferenz der Kultusminister, KMK, berufliche Bildung, duales System, Rahmenlehrpläne, Ausbildungsordnungen, Lernortkooperation, Berufsschule, Föderalismus, Unterausschuss für Berufliche Bildung, Bildungsabschlüsse, Berufsbildungsgesetz, Koordinierung, Qualitätssicherung, Bildungsstandard

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und die spezifischen Aufgaben der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) im Rahmen der deutschen beruflichen Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Koordinierung zwischen schulischer und betrieblicher Bildung, der organisatorische Aufbau der KMK sowie die verschiedenen Instrumente zur länderübergreifenden Harmonisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Mechanismen zu geben, durch die die KMK die Vergleichbarkeit und Transparenz beruflicher Abschlüsse im föderalen System sicherstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender KMK-Beschlüsse, Rahmenvereinbarungen und bildungswissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den konkreten Aufgabenfeldern, wie der Abstimmung von Lehrplänen, der Gesamtordnung des beruflichen Schulwesens und der Lehrerausbildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind KMK, duale Berufsausbildung, Rahmenlehrpläne, Lernortkooperation und das Gemeinsame Ergebnisprotokoll (GEP).

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern bei der Lehrplanentwicklung organisiert?

Die Zusammenarbeit erfolgt über fest installierte Gremien wie den Bund-Länder-Koordinierungsausschuss und den Rahmenlehrplanausschuss, um eine Abstimmung zwischen Ausbildungsordnungen des Bundes und schulischen Lehrplänen zu gewährleisten.

Welche Funktion hat der Unterausschuss für Berufliche Bildung?

Er fungiert als ständiges Gremium für alle Angelegenheiten der beruflichen Bildung innerhalb der KMK und vertritt diese gegenüber der Bundesregierung im dualen System.

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Details

Title
Die Organisation und die Aufgaben der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder im Rahmen der beruflichen Bildung
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (FB03 - Rechts- und Wirtschaftswissenschaften)
Course
Institutionen der beruflichen Bildung im kaufmännischen Bereich
Grade
1,7
Author
Thomas Werner (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V63518
ISBN (eBook)
9783638565561
ISBN (Book)
9783638903080
Language
German
Tags
Organisation Aufgaben Ständigen Konferenz Kultusminister Länder Rahmen Bildung Institutionen Bildung Bereich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Werner (Author), 2006, Die Organisation und die Aufgaben der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder im Rahmen der beruflichen Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63518
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