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Die Geschichte der Menschenrechte aus politischer und religiöser Sicht

Title: Die Geschichte der Menschenrechte aus politischer und religiöser Sicht

Seminar Paper , 2002 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sam Körber (Author)

Ethics
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Summary Excerpt Details

"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. […]."
Diese Satzfolge des Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland vom 23.5.1949 sagt aus, wie wir verfassungsrechtlich die Menschenrechte zu verstehen haben. Sie sind von der einem jeden Menschen zukommenden Würde her zu begründen und dienen als die Grundlage menschlicher Gemeinschaft.
Um die Menschenrechte wird in der heutigen Welt stark diskutiert. Afghanistan, Peking oder Bosnien sind nur die aktuellsten Bezugspunkte in einer grundlegenden Debatte. Viele sehen in den Menschenrechten das Fundament einer universellen weltweiten politischen Kultur. Andere halten sie für ein bevormundendes Produkt westlichen Denkens und sehen Bemühungen um ihre Durchsetzung als Angriff auf ihre kulturelle und religiöse Identität an. Auch die katholische Kirche hat spät den Weg einer positiven Rezeption eingeschlagen. Erst in jüngerer Zeit wurden die im 19. Jahrhundert errichteten Vorbehalte überwunden und die Menschenrechte zum integralen Bestandteil der Soziallehre gemacht.
Die Seminararbeit möchte sich diesen Konflikt-Feldern unter historischer, politischer und theologischer Perspektive nähern. Welche historischen Wurzeln haben die "modernen" Menschenrechte? Wie lässt sich ihr universeller Anspruch begründen? Welche Gegensätze und Gemeinsamkeiten gab und gibt es zwischen christlicher und menschenrechtlicher Freiheit? Die Klärung solcher und ähnlicher Fragen soll zum Verständnis aktueller Menschenrechtsprobleme beitragen und ihre historische und sozialethische Einordnung ermöglichen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Versuch einer Definition des Begriffs „Menschenrechte“

3. Geschichte der Menschenrechte

3.1. Grundgedanken

3.2. Die historische Ausformung der Idee der Menschenrechte

3.2.1. England: Magna Charta (1215)

3.2.2. England: Petition of Right (1628)

3.2.3. England: Habeas-Corpus-Akte (1679)

3.2.4. England: Bill of Rights (1689)

3.2.5. USA: Die Erklärung der Rechte von Virginia (1776)

3.2.6. Frankreich : Déclaration des droits de l'homme et du citoyen (1789)

3.2.7. USA: Federal Bill of Rights (1791)

3.2.8. Deutschland: Grundrechte des deutschen Volkes (1849)

3.3. Menschenrechte heute (international)

3.4. Menschenrechte heute (regional)

3.5. Menschenrechtsorganisationen

3.6. Probleme

4. Theologie und Kirche

5. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung der Menschenrechte aus einer interdisziplinären Perspektive zu beleuchten, um deren historische Wurzeln, ihren universellen Anspruch sowie die komplexe Beziehung zwischen christlichem Ethos und menschenrechtlicher Freiheit zu ergründen und ein besseres Verständnis für aktuelle Probleme zu schaffen.

  • Historische Genese und Evolution der Menschenrechte von der Magna Charta bis zur Gegenwart
  • Strukturanalyse des internationalen und regionalen Menschenrechtsschutzes
  • Theologische Einordnung der Menschenrechte in der kirchlichen Soziallehre
  • Konfliktfelder zwischen kultureller Vielfalt und universellem Gültigkeitsanspruch
  • Die Rolle von Nicht-Regierungsorganisationen bei der Durchsetzung menschenrechtlicher Standards

Auszug aus dem Buch

3.2. Die historische Ausformung der Idee der Menschenrechte

Die Magna Charta wurde König Johann I. ohne Land am 15.6. 1215 von Adel und Geistlichkeit abgenötigt und erhielt 1225 unter Heinrich III. ihre endgültige Fassung. Zuerst als Vertrag zur Beschränkung der königlichen Willkür und zur Wiederherstellung der feudalen Rechtsordnung gedacht, wurde sie später jedoch zum fundamentalen Grundgesetz des englischen Staates aufgewertet. Die oft als erstes menschenrechtliches Dokument bezeichnete Charta verkündete keineswegs die allgemeinen Menschenrechte, sondern schützte im Wesentlichen eine bestimmte Schicht, die Barone, gegen den Rechtsmissbrauch durch ihren Feudalherren, den englischen König.

Kapitelzusammenfassungen

1. Einleitung: Hinführung zum Thema durch den Bezug auf das Grundgesetz und Erläuterung der Relevanz der Debatte um Menschenrechte in einer globalisierten Welt.

2. Versuch einer Definition des Begriffs „Menschenrechte“: Darstellung der definitorischen Herausforderungen und Beschreibung des Kerngehalts anhand der Trias von Freiheits-, Gleichheits- und Teilhaberechten.

3. Geschichte der Menschenrechte: Umfassende Aufarbeitung der historischen Meilensteine der Menschenrechtsentwicklung, inklusive internationaler und regionaler Schutzmechanismen sowie auftretender Problematiken.

4. Theologie und Kirche: Analyse des spannungsreichen Verhältnisses zwischen dem christlichen Glauben und der menschenrechtlichen Idee sowie der Entwicklung der kirchlichen Soziallehre dazu.

5. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Diskrepanz zwischen der Proklamation von Rechten und deren tatsächlicher Durchsetzung in einer von politischen und ökonomischen Interessen geprägten Welt.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Grundrechte, Rechtsgeschichte, Völkerrecht, Souveränität, christliche Soziallehre, Würde des Menschen, Freiheit, Gerechtigkeit, UN-Menschenrechtserklärung, Menschenrechtsorganisationen, Kulturrelativismus, Menschenrechtsschutz, Demokratie, Rechtsdogmatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Genese sowie die heutige Bedeutung und Problematik von Menschenrechten aus politischer und religiöser Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Menschenrechte, deren völkerrechtliche Verankerung, die theologische Auseinandersetzung der Kirche mit diesen Rechten sowie die Problematik ihrer universellen Durchsetzbarkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für aktuelle menschenrechtliche Konflikte zu schaffen, indem historische, politische und sozialethische Hintergründe analysiert und in einen Gesamtzusammenhang gebracht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, bei der historische Dokumente, philosophische Schriften, päpstliche Enzykliken und völkerrechtliche Texte ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse wichtiger Dokumente, eine Untersuchung der heutigen internationalen und regionalen Rechtsschutzsysteme sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Position der Kirche zu den Menschenrechten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Menschenwürde, Universalität, Freiheitsrechte, Rechtsstaatlichkeit und den christlichen Beitrag zum menschenrechtlichen Diskurs.

Inwiefern hat sich die Einstellung der Kirche zu den Menschenrechten gewandelt?

Die Kirche stand den Menschenrechten anfänglich aufgrund ihrer Kontextuierung in der Französischen Revolution skeptisch gegenüber, hat diese aber später, insbesondere nach den Erfahrungen mit totalitären Systemen, als integralen Bestandteil ihrer Soziallehre anerkannt.

Warum ist die Durchsetzung der Menschenrechte global oft so schwierig?

Die Durchsetzung scheitert häufig am Vorrang der nationalen staatlichen Souveränität, dem Fehlen einer obligatorischen internationalen Exekutivgewalt sowie an dem Spannungsfeld zwischen einem universellen Anspruch und unterschiedlichen kulturellen sowie religiösen Identitäten.

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Details

Title
Die Geschichte der Menschenrechte aus politischer und religiöser Sicht
College
LMU Munich  (Sozialethik)
Course
Katholische Sozialethik
Grade
1
Author
Sam Körber (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V6351
ISBN (eBook)
9783638139434
Language
German
Tags
Menschenrechte Kirche Menschenrechtserklärung Papst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sam Körber (Author), 2002, Die Geschichte der Menschenrechte aus politischer und religiöser Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6351
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