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Gender und Medien - Ein Überblick

Title: Gender und Medien - Ein Überblick

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susanne Schake (Author)

Communications - Mass Media
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Was hat es überhaupt mit dem Begriff Gender auf sich und wie kann er in Zusammenhang mit den Medien gebracht werden? An welchen Stellen lassen sich Gender Studies und Medienwissenschaften verknüpfen? Diese zentralen Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit beantwortet werden, mit dem Ziel, dem Leser einen Überblick über das Thema „Gender und Medien“ zu vermitteln. Dabei sollen sowohl die wesentlichen Forschungsinhalte, als auch die bisherigen Ergebnisse und noch ausstehende Desiderate der gender-bezogenen Medienwissenschaften aufgezeigt werden.
Zunächst wird es darum wichtig sein, eine Einführung in die Kategorie Gender und die damit verbundene Forschung, die Gender Studies zu geben. Anschließend werden die konkreten Schnittpunkte zwischen dieser und der medienwissenschaftlichen Forschung betrachtet, wobei auf die einzelnen Bereiche Medienproduktion, Medieninhalt und Medienrezeption nochmals gesondert und detaillierter eingegangen wird. Das letzte Kapitel, welches einen Blick auf die gender-bezogenen Medienwissenschaften in Japan wirft, stellt in dieser Arbeit eher einen Zusatz- bzw. Sonderpunkt dar. Aufgrund der Entstehung der Arbeit im Fach Japanologie scheint es angebracht, zumindest einen kurzen Ausflug in das Land der aufgehenden Sonne zu unternehmen. Dennoch musste das Kapitel aus Mangel an Sprachkenntnis sehr knapp ausfallen, da die in diesem Zusammenhang benutzte wissenschaftliche Literatur sich lediglich auf eine einzige Rezensionssammlung beschränkt (GÖSSMANN: Frauen und Medien. Neue Publikationen aus den Jahren 1991 und 1994). Für die anderen Kapitel wurde jedoch weitreichende Literatur zu Aspekten der medien-und kommunikationswissenschaftlichen, sowie der soziologischen und psychologischen Geschlechterforschung herangezogen.
Nun aber gleich zum ersten Kapitel, in dem sich die versprochene Einführung in die Gender-Thematik und der mit ihr verbundenen Forschung finden lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Gender und Gender Studies

1. Gender – Begriff, Kategorie und Bedeutung

2. Gender Studies – Entwicklung und Theorien

II. Medien und Gender

1. Medienproduktion – Die Entstehungsbedingungen

2. Medieninhalte – Was wird vermittelt?

3. Medienrezeption und geschlechtsspezifische Mediennutzung

III. Blick auf Japan

Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die Verknüpfung von Gender Studies und Medienwissenschaften zu vermitteln, wobei insbesondere die Konstruktion und Rekonstruktion von Geschlechterrollen in verschiedenen medialen Prozessen analysiert wird.

  • Grundlagen der Kategorie Gender und Entwicklung der Gender Studies
  • Einfluss von Medien auf die Sozialisation und Geschlechterbilder
  • Analyse der Medienproduktion und der daraus resultierenden Medieninhalte
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Medienrezeption und Mediennutzung
  • Kurzer Exkurs zur geschlechtsbezogenen Medienforschung in Japan

Auszug aus dem Buch

1. Medienproduktion – Die Entstehungsbedingungen

In den letzten Jahren hat sich die Beschäftigungssituation für Frauen im medialen Produktionsbereich durchaus verbessert. Z.B. vergrößerten Quotierung und Frauenförderung die Anzahl der weiblichen Angestellten und mehr Frauen fanden Zugang zu traditionellen Ressorts und etablierten Medienbetrieben. Dennoch ist die Position der Frau im medialen Produktionsbereich immer noch durch Benachteiligung und Ohnmacht gekennzeichnet. Denn auch wenn mehr Frauen als zuvor in medialen Institutionen arbeiten, so sind sie doch weitgehend von wichtigen und hohen Positionen ausgeschlossen. Das bedeutet, dass ihnen im medialen Bereich nahezu keine Entscheidungsmacht oder Einfluss auf Inhalte, Darstellungsweisen oder Programme zugebilligt wird. Dieses Problem wirkt sich natürlich auf die Medieninhalte aus, da diese jeweils hauptsächlich von der dominierenden Gruppe – sprich: von Männern − gestaltet werden und sie so das Vorrecht genießen, ihr eigenes Geschlecht und dessen Repräsentation in den Medien selbst zu konstruieren. Da diese aber ebenso ein weibliches Bild entwerfen und Frauen nur in sehr geringen Anteilen an dieser Konstruktion beteiligt sind, stellt sich dieses oft als sehr einseitig und problematisch dar.

Diese Probleme könnten behoben werden, indem man Frauen nicht nur zur Erreichung einer angemessenen Frauenquote in niederen Positionen innerhalb des Medienbetriebes einsetzt, sondern diesen mehr Definitionsmacht zugesteht und deren Einzug in Überwachungsgremien unterstützt. Die wichtigen Ausschüsse innerhalb der Medienproduktion müssten sich durch eine größere Vielfalt – nicht nur hinsichtlich des Geschlechts, sondern auch bezüglich unterschiedlicher Lebenswelten – auszeichnen, um so eine adäquate Repräsentation der Gesellschaft zu ermöglichen. Medieninhalte könnten so perspektivenreich und weniger stereotyp und einseitig gestaltet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema "Gender und Medien" ein, erläutert die Verknüpfung von Gender Studies und Medienwissenschaften und benennt die Zielsetzung der Arbeit.

I. Gender und Gender Studies: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Gender" als soziokulturelles Geschlecht und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die theoretischen Ansätze der Gender Studies.

II. Medien und Gender: Der Hauptteil untersucht die Rolle der Medien als Sozialisationsinstanz und analysiert detailliert die Bereiche Medienproduktion, Medieninhalte und Medienrezeption.

III. Blick auf Japan: Ein kurzes Kapitel, das einen ergänzenden Ausblick auf den Stand der geschlechtsbezogenen Medienforschung in Japan gibt.

Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere Sensibilisierung der Gesellschaft sowie eine forcierte Forschung zum Thema Männlichkeit in den Medien.

Schlüsselwörter

Gender, Gender Studies, Medienwissenschaft, Medienproduktion, Medieninhalt, Medienrezeption, Sozialisation, Geschlechterrolle, Stereotype, Dekonstruktivismus, Männlichkeit, Weiblichkeit, Japanologie, Geschlechterforschung, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die Bedeutung des Begriffs "Gender" im Kontext der Medien und untersucht, wie Medien zur Konstruktion von Geschlechterrollen beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Gender Studies, die Auswirkungen medialer Prozesse auf soziale Rollenbilder sowie die spezifischen Bedingungen in Medienproduktion, -inhalt und -rezeption.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die wesentlichen Forschungsinhalte, Ergebnisse und Desiderate der genderbezogenen Medienwissenschaften zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und ordnet die behandelten Aspekte vorwiegend in den aktuellen dekonstruktivistischen Ansatz der Geschlechterforschung ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Medien das Denken durch stereotype Darstellungen prägen, warum die Medienproduktion überwiegend männlich dominiert ist und wie Rezipienten diese Inhalte geschlechtsspezifisch verarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gender, Mediensozialisation, Konstruktivismus, Geschlechterrollen und Medienrezeption charakterisiert.

Warum wird im dritten Kapitel spezifisch auf Japan eingegangen?

Da die Arbeit im Fachbereich Japanologie entstand, bietet dieses Kapitel einen (wenn auch aufgrund von Sprachbarrieren knappen) Einblick in den Forschungsstand zur geschlechtsbezogenen Medienforschung in Japan.

Welche Rolle spielt die "Männerforschung" in der vorliegenden Arbeit?

Die Autorin betont, dass die Erforschung von Männlichkeit ein wesentlicher, jedoch noch unterentwickelter Bestandteil der Geschlechterforschung ist, der für ein ganzheitliches Verständnis zwingend forciert werden muss.

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Details

Title
Gender und Medien - Ein Überblick
College
University of Trier
Grade
1,7
Author
Susanne Schake (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V63593
ISBN (eBook)
9783638566025
ISBN (Book)
9783656774266
Language
German
Tags
Gender Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Schake (Author), 2006, Gender und Medien - Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63593
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