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Das Recht der Arbeitszeugniserteilung

Titel: Das Recht der Arbeitszeugniserteilung

Hausarbeit , 2005 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marco Apitz (Autor:in)

BWL - Recht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Menschenleben wird von Urkunden und Zeugnissen begleitet. Schon während der Schwangerschaft wird die Entwicklung genau dokumentiert und bewertet. Die Geburt ist zwangsläufig mit einer Beurkundung verbunden, welche mit einer offiziellen Aufnahme in die Gesellschaft gleichzusetzen ist. In der schulischen Ausbildung werden Leistungen bewertet und die Bewertungen halbjährlich in einen Zeugnis zusammen gefasst. Diese Zeugnisse entscheiden oft über den weiteren Lebensweg. Egal ob Studium, Berufsausbildung oder Beruf, jede weiter Etappe im Leben wird mit einen Zeugnis beurteilt und bildet meist den Grundstein für die nächste Etappe. Sogar das Ende eines Menschenlebens bedarf einer genauen Dokumentation in Form einer Todesurkunde.
Im Arbeitsleben stellt das Arbeitszeugnis eine Art Quittung für das Engagement beim Arbeitgeber dar. Je nach Inhalt wird es gehasst oder geliebt, da es fast immer ein unersetzlicher Teil für die erfolgreiche Bewerbung ist. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass die Meinungen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber über die Beurteilung oft weit auseinander liegen und in einen gerichtlichen Streit enden.
Deshalb sollen in dieser Studienarbeit die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Bezug auf die Arbeitszeugniserteilung untersucht und vorgestellt werden. Auf die Thematik der Zeugnisformulierung und der Zeugnissprache wird dabei nicht genauer eingegangen, da dies nicht Gegenstand der Aufgabenstellung ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WELCHE ART VON ARBEITSZEUGNISSEN GIBT ES?

2.1. EINFACHES ZEUGNIS

2.2. QUALIFIZIERTE ZEUGNIS

2.3. ZWISCHENZEUGNIS

3. GESETZLICHE ANSPRUCHSGRUNDLAGEN

4. FORM DES ARBEITSZEUGNISSES

5.1. INHALT DES EINFACHEN ZEUGNISSES

5.2. INHALT DES QUALIFIZIERTEN ZEUGNISSES

5.3. ZEUGNISWAHRHEIT UND WOHLWOLLENDE BEURTEILUNG DES ARBEITGEBERS

5.4. VERBOT VON GEHEIMCODE

5.5. AUSSTELLUNGSDATUM

5.6. SCHLUSSNOTE

5.7. UNTERSCHRIFT

6. ÜBERGABE DES ARBEITSZEUGNISSES

7. WIDERSPRUCH GEGEN EINE BEURTEILUNG

8. SCHADENERSATZPFLICHT

8.1. ANSPRÜCHE DES ARBEITNEHMERS

8.2. ANSPRÜCHE DES NACHFOLGENDEN ARBEITGEBERS

9. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen der Arbeitszeugniserteilung, um die gegenseitigen Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu klären und den Konfliktpotenzialen bei der Zeugniserstellung im Arbeitskontext nachzugehen.

  • Gesetzliche Anspruchsgrundlagen für verschiedene Beschäftigungsverhältnisse
  • Formale Anforderungen an die Erstellung von Arbeitszeugnissen
  • Inhaltliche Differenzierung zwischen einfachen und qualifizierten Zeugnissen
  • Rechtliche Aspekte der Zeugniswahrheit und des Wohlwollensprinzips
  • Schadensersatzansprüche bei unrichtiger Zeugniserteilung

Auszug aus dem Buch

4. Form des Arbeitszeugnisses

Das Zeugnis ist schriftlich und auf haltbaren Papier hoher Qualität anzufertigen. Es ist auf einen ordentlichen Firmenbogen, in welchen das Anschriftenfeld nicht ausgefüllt ist, in einen ungefalteten Zustand zu erstellen. Dabei ist das Falten des Zeugnisbogens durch den Arbeitgeber, um ihn in einen Umschlag kleineren Formates unterzubringen, nicht zu beanstanden. Dies geschieht oft auf ausdrücklichen Wunsch des Arbeitnehmers. Doch das Originalzeugnis muss kopierfähig sein und die Knicke dürfen nicht auf den Kopien sichtbar sein. Die äußere Form darf nicht den Eindruck erwecken, der ausstellende Arbeitgeber distanziere sich vom buchstäblichen Wortlaut seiner Erklärung. Das Zeugnis muss sauber und ordentlich geschrieben sein und darf keine Flecken, Radierungen, Verbesserungen, Durchstreichungen oder ähnliches (orthografische und grammatikalische Fehler) enthalten. Dies geht einher mit dem Verbot von Geheimcodes, welches später erörtert werden soll. Der Arbeitnehmer kann beanspruchen, dass das Zeugnis in einheitlicher Maschinenschrift abgefasst wird. Das Zeugnis ist in der Überschrift als solches zu bezeichnen und nicht in der persönlichen Anredeform, sondern in der dritten Person abzufassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung von Zeugnissen im Lebenslauf und thematisiert das Spannungsfeld zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei der Arbeitszeugniserteilung.

2. WELCHE ART VON ARBEITSZEUGNISSEN GIBT ES?: Es werden die verschiedenen Zeugnisarten wie einfaches, qualifiziertes und Zwischenzeugnis definiert sowie von der Arbeitsbescheinigung abgegrenzt.

3. GESETZLICHE ANSPRUCHSGRUNDLAGEN: Dieses Kapitel stellt die rechtlichen Grundlagen für den Zeugnisanspruch in Abhängigkeit vom jeweiligen Beschäftigungsverhältnis dar.

4. FORM DES ARBEITSZEUGNISSES: Es werden die formalen Mindestanforderungen an ein Arbeitszeugnis, wie Beschaffenheit und Schreibweise, dargelegt.

5. INHALT DES ARBEITSZEUGNISSES: Dieses Kapitel behandelt die inhaltlichen Kriterien, das Verbot von Geheimcodes sowie die Grundsätze der Zeugniswahrheit und des Wohlwollens.

6. ÜBERGABE DES ARBEITSZEUGNISSES: Hier wird erläutert, dass die Übergabe eine Holschuld darstellt und unter welchen Umständen eine Übersendungspflicht besteht.

7. WIDERSPRUCH GEGEN EINE BEURTEILUNG: Es wird auf die Beweislastverteilung bei Widersprüchen gegen Zeugnisinhalte eingegangen.

8. SCHADENERSATZPFLICHT: Dieses Kapitel analysiert mögliche Schadensersatzansprüche sowohl des Arbeitnehmers als auch eines nachfolgenden Arbeitgebers.

9. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass die Zeugniserteilung eine gesetzliche Last darstellt, die häufig durch persönliche Differenzen zu juristischen Auseinandersetzungen führt.

Schlüsselwörter

Arbeitszeugnis, Zeugnisanspruch, Arbeitsrecht, Zeugniswahrheit, wohlwollende Beurteilung, Geheimcode, Zwischenzeugnis, qualifiziertes Zeugnis, Schadenersatzpflicht, Beschäftigungsverhältnis, Beweislast, Personalführung, Kündigung, Arbeitszeugniserteilung, Zeugnissprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Rechten und Pflichten, die sich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus der gesetzlichen Verpflichtung zur Erteilung eines Arbeitszeugnisses ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Anspruchsgrundlagen, die formale Gestaltung, inhaltliche Qualitätsanforderungen, das Verbot von Geheimcodes sowie die rechtlichen Konsequenzen bei fehlerhaften Zeugnissen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist die strukturierte Darstellung der Rechtslage, um Klarheit über die Anforderungen an ein korrektes Zeugnis zu schaffen und die Risiken bei Streitigkeiten zwischen den Parteien zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse von Gesetzestexten (wie BGB, GewO, HGB) sowie der Auswertung einschlägiger arbeitsgerichtlicher Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Zeugnisarten differenziert, die rechtlichen Grundlagen für den Anspruch erläutert, Formvorschriften und inhaltliche Mindeststandards definiert sowie die Problematiken von Geheimcodes und Schadensersatzansprüchen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitszeugnis, Zeugniswahrheit, wohlwollende Beurteilung, Geheimcode und Schadensersatzpflicht charakterisiert.

Gilt das Verbot von Geheimcodes für alle Zeugnisarten?

Ja, das Verbot, Merkmale oder Formulierungen zu verwenden, die eine versteckte, vom Wortlaut abweichende Bedeutung haben, gilt für alle Arten von Arbeitszeugnissen.

Was ist bei einem Widerspruch gegen die Beurteilung zu beachten?

Die Beweislast ist differenziert: Bei einer „durchschnittlichen“ Beurteilung muss der Arbeitnehmer beweisen, warum eine bessere Note gerechtfertigt ist; bei einer „unterdurchschnittlichen“ Beurteilung liegt die Beweislast beim Arbeitgeber.

Ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Zeugnis zuzuschicken?

Grundsätzlich ist das Arbeitszeugnis eine Holschuld; der Arbeitgeber ist nur dann zur Übersendung auf eigene Kosten verpflichtet, wenn er das Zeugnis nicht rechtzeitig bis zum Ausscheiden bereitgestellt hat.

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Details

Titel
Das Recht der Arbeitszeugniserteilung
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena  ( Fachbereich WI)
Veranstaltung
Arbeitsrechtliche Grundlagen des Produktionsmagagements
Note
2,0
Autor
Marco Apitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V63626
ISBN (eBook)
9783638566308
ISBN (Buch)
9783656813675
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Recht Arbeitszeugniserteilung Arbeitsrechtliche Grundlagen Produktionsmagagements
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Apitz (Autor:in), 2005, Das Recht der Arbeitszeugniserteilung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63626
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