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Erklärungsansätze für Abfindungszahlungen für Vorstände

Title: Erklärungsansätze für Abfindungszahlungen für Vorstände

Seminar Paper , 2005 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Orth (Author), Christof Schmitt (Author)

Business economics - Controlling
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Warum erhalten Vorstände und Top-Manager Abfindungen? Aus welchem Grund liegen diese Abfindungen für ausscheidende Manager teils über den vertraglichen Vereinbarungen und dies auch bei erkennbar schlechten Leistungen? Diese und ähnliche Fragen sind Thema in verschiedenen Diskussionsbereichen. In der öffentlichen Diskussion ist das Thema, unterstützt durch die Tagespresse, oftmals stärker negativ besetzt. In vielen Artikeln wird von immer neuen Fällen hoher Abfindungen im Top-Management berichtet. Hierbei wird die Berichterstattung häufig auf vermeintlich zu hohe Abfindungen teils schlechter Manager zugespitzt. Die Unternehmen scheinen Geld in Form von Abfindungen ohne weiteren eigenen Nutzen an scheidende Manager zu verteilen. Neben der allgemeinen Öffentlichkeit wird spätestens seit dem Fall Mannesmann das Thema „Zahlungen über das vertraglich Vereinbarte hinaus“ auch in der juristischen Fachliteratur stark diskutiert. Diverse juristische Fachbeiträge befassen sich vom Aktienrecht bis hin zum Strafrecht mit der juristischen Seite dieses Themengebietes. In der wirtschaftswissenschaftlichen Fachwelt spielt das Thema Abfindungen im Top-Management ebenfalls eine gewichtige Rolle. Ein Zweck hierbei ist u.a. die Erarbeitung sinnvoller Erklärungsansätze für Abfindungszahlungen im Top-Managementbereich. Ist eine scheinbar überhöhte Abfindung an einen schlechten Manager Geldverschwendung oder ein sinnvolles Investment? Schließlich hat ein entlassener Vorstand sensible Informationen über seinen ehemaligen Arbeitgeber. Ein guter Abfindungsvertrag kann verhindern, dass er dieses Wissen einem Konkurrenten anbietet. Dies ist nur einer von mehreren Aspekten, die die Grundlage für diese Seminararbeit bilden.
Diese Arbeit setzt sich mit dem Thema „Abfindungszahlungen für Vorstände“ aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht auseinander und stellt die in der Fachliteratur derzeit diskutierten Erklärungsansätze dar. Zunächst werden in Kapitel 2 mögliche Gründe einer Abfindungszahlung und die Ausgestaltung dieser Zahlung dargelegt. Die Vorstellung einzelner wissenschaftlicher Erklärungsansätze ist Aufgabe des 3. Kapitels. In Kapitel 4 folgt deren empirische Überprüfung. Fazit und Ausblick in Kapitel 5 beenden diese Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abfindungszahlungen – Ein Überblick über die Praxis

2.1 Anlässe und Gründe für Abfindungszahlungen

2.2 Ausgestaltungen von Abfindungszahlungen

3. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Abfindungszahlungen

3.1 Bonding-Ansatz

- Abfindungen als Arbeitsanreiz und zur Steuerung des CEO-Wechsels -

3.2 Incentive-to-exit-Ansatz

- Anreiz für Entscheidungen, die den eigenen Posten gefährden -

3.3 Ex-post-settling-up-Ansatz

- Nachträgliche Vergütung für übervertragliche Leistungen -

3.4 Managerial-power-Ansatz

- Managermacht ermöglicht Ausplünderung des Unternehmens -

3.5 Damage-control-Ansatz

- Abfindung zur Sicherung der Loyalität -

4. Eine empirische Betrachtung der Erklärungsansätze

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Abfindungszahlungen für Vorstände aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive, um zu analysieren, ob diese als sinnvolle Steuerungsinstrumente fungieren oder als reine Fehlallokation von Unternehmensressourcen zu bewerten sind.

  • Analyse der Anlässe und Ausgestaltung von Abfindungspaketen
  • Diskussion theoretischer Erklärungsansätze (z.B. Bonding, Managerial-Power)
  • Empirische Überprüfung der Theorien anhand von Studienergebnissen
  • Untersuchung von Interessenkonflikten zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Auszug aus dem Buch

3.1 Bonding-Ansatz

Dass durch Abfindungszahlungen nicht nur Managementwechsel bewusst gesteuert werden können, sondern diese auch einen Effekt auf die Performance des Managers während seiner Tätigkeit haben kann, verdeutlicht der Ansatz des „Bonding“ nach Almazan und Suarez (2004).

In diesem Ansatz wird davon ausgegangen, dass die Machtverhältnisse zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Einfluss auf den Arbeitseinsatz und das Risikoverhalten des Managers haben. Abfindungspakete als Bestandteil der gesamten Management-Vergütung können nach diesem Ansatz Agency-Kosten vermeiden und Shareholder-Value kreieren. Hierbei spielt die Abfindungszahlung zur Ausgestaltung effizienter Verträge eine Rolle ähnlich der der Aktienoptionen, da sie dem Manager den Anreiz geben sollen Arbeit in das Unternehmen zu investieren und das Risiko hinsichtlich Investitionsprojekten optimal zu gestalten. Dieser Anreiz ist notwendig, denn wie die Agency-Theorie zeigt, steigt mit den Risikoeinflüssen für den Manager auch die Wahrscheinlichkeit, dass dieser für die Unternehmung ein zu geringes Investitionsniveau wählt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kontroverse öffentliche Diskussion um hohe Abfindungszahlungen und definiert den Untersuchungsrahmen der Arbeit aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht.

2. Abfindungszahlungen – Ein Überblick über die Praxis: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Abfindungsarten wie Goldenen Fallschirmen sowie Goldenen Handschlägen und erläutert deren Rolle als Steuerungsinstrumente.

3. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Abfindungszahlungen: Hier werden fünf wissenschaftliche Theorien vorgestellt, die Abfindungen als rational begründbare Bestandteile von effizienten Verträgen oder Agency-Problemen deuten.

4. Eine empirische Betrachtung der Erklärungsansätze: Dieses Kapitel prüft die theoretischen Modelle anhand der empirischen Ergebnisse der Yermack-Studie auf ihre praktische Relevanz.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der Modellparameter und Proxyvariablen.

Schlüsselwörter

Abfindungen, Vorstandsvergütung, Principal-Agent-Theorie, Corporate Governance, Bonding-Ansatz, Incentive-to-exit-Ansatz, Ex-post-settling-up-Ansatz, Managerial-power-Ansatz, Damage-control-Ansatz, Shareholder-Value, Managementwechsel, Goldene Fallschirme, Goldene Handschläge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Hintergründe von Abfindungszahlungen für Top-Manager und Vorstände, um die Diskrepanz zwischen öffentlicher Kritik und betriebswirtschaftlicher Sinnhaftigkeit zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Vergütungspraxis in börsennotierten Unternehmen, die Principal-Agent-Theorie sowie verschiedene Ansätze zur Erklärung von Abfindungspaketen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, theoretische Erklärungsansätze für Abfindungen zu systematisieren und empirisch zu prüfen, ob diese Zahlungen wertschaffend für das Unternehmen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretisch-analytischen Ansatz unter Einbeziehung einer deskriptiven und regressiven empirischen Auswertung existierender Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden fünf spezifische Theorien (Bonding, Incentive-to-exit, Ex-post-settling-up, Managerial-power und Damage-control) sowie eine empirische Überprüfung mittels Yermacks Daten diskutiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Abfindungen, Corporate Governance, Principal-Agent-Theorie und Shareholder-Value.

Wie unterscheidet sich der Bonding-Ansatz vom Managerial-power-Ansatz?

Während der Bonding-Ansatz Abfindungen als Instrument zur Optimierung von Anreizen und zur Steigerung des Unternehmenserfolgs sieht, betrachtet der Managerial-power-Ansatz sie als Resultat von Machtmissbrauch des Managements zulasten der Aktionäre.

Welche Rolle spielt die Yermack-Studie für die empirische Analyse?

Die Studie von Yermack (2005) liefert die empirische Basis, um die theoretischen Hypothesen an einem Datensatz von 164 CEO-Wechseln zu testen und auf ihre Signifikanz hin zu überprüfen.

Was besagt der Damage-control-Ansatz?

Dieser Ansatz deutet Abfindungen als präventive Maßnahme zur Schadensbegrenzung, etwa um das Abwandern von sensiblem Firmenwissen zu Konkurrenten zu verhindern oder negative Publizität zu vermeiden.

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Details

Title
Erklärungsansätze für Abfindungszahlungen für Vorstände
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Authors
Sebastian Orth (Author), Christof Schmitt (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V63689
ISBN (eBook)
9783638566766
ISBN (Book)
9783656796718
Language
German
Tags
Erklärungsansätze Abfindungszahlungen Vorstände
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Orth (Author), Christof Schmitt (Author), 2005, Erklärungsansätze für Abfindungszahlungen für Vorstände, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63689
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