Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Law

Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnisse

Title: Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnisse

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Jenny Geihsen (Author)

Business economics - Law
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Nach erfolgreichem Abschluss der Uruguay-Runde des GATT nahm die neue Welthandelsorganisation (WTO) zum 1. Januar 1995 ihre Arbeit auf. Unter dem Dach der WTO - eine internationale Organisation mit eigner Rechtsprechung - wurden sämtliche Abkommen der Uruguay-Runde sowie der bis zu diesen Zeitpunkt nur provisorisch angewendete GATT-Vertrag zusammengefasst. Dieser Abschluss wurde auch als „Meilenstein in der Handelspoltik“ bezeichnet.
Das Ziel des Vertragswerkes des GATT ist die Liberalisierung des internationalen Handelsverkehrs. Die Aufgaben bestehen darin, Handelshemmnisse zu beschränken und protektionistische Eingriffe in den Wettbewerb entgegen zuwirken, um somit die Erhöhung des Lebensstandards, Vollbeschäftigung, Steigerung bzw. Erhaltung des Realeinkommensniveaus, die optimale Erschließung der Weltressourcen sowie die Steigerung der Produktion und des Austauschs von Gütern zu erreichen. Die Begründung des Strebens nach internationalem Freihandel liegt in der Effizienzgewinnung aller am Tauschprozess beteiligten Parteien. Dieses globale Bestreben tritt oft mit den nationalen Interessen in Konflikt. Um die eigene Wohlfahrt überproportional zu steigern bzw. zu erhalten, werden staatliche Maßnahmen tarifäre und nichttarifärer Art implementiert, sodass die nationalen Interessen durchgesetzt werden können.
Jedoch wächst in Zeiten einer schwachen Konjunktur, hoher Arbeitslosigkeit und der stetig wachsenden Globalisierung der Wunsch in vielen Staaten, die eigene Volkswirtschaft durch Einsatz protektionistischer Maßnahmen zu schützen. Beim Einsatz protektionistischer Maßnahmen durch Staaten wird in der Regel von so genannten „nicht-tarifären Handelshemmnissen“ gesprochen. Allerdings ist es aus wirtschaftlicher und rechts-wissenschaftlicher Sicht schwierig zu bestimmen was nicht-tarifäre Handelshemmnisse sind und diese als solche zu erfassen.7

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 PROBLEMSTELLUNG

1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG

2 DIE BEDEUTUNG VON HANDELSHEMMNISSEN FÜR DIE WIRTSCHAFT

2.1 TARIFÄRE HANDELSHEMMNISSE

2.2 NICHT-TARIFÄRE HANDELSHEMMNISSE

3 FALLBEISPIELE DER ZIELKONFLIKTE

3.1 DIE SCHUHBRANCHE WEHRT SICH GEGEN IMPORTZÖLLE

3.2 DER UMGANG MIT DER GENTECHNIK SPALTET DIE HANDELSPARTNER

4 FAZIT/AUSBLICK

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen für die Weltwirtschaft und analysiert, wie protektionistische Maßnahmen in Konflikt mit dem Ziel der Liberalisierung des internationalen Handelsverkehrs geraten. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifizierung und Abgrenzung dieser Hemmnisse sowie auf die praktischen Auswirkungen von Zielkonflikten in aktuellen Handelsstreitigkeiten.

  • Grundlagen und Unterscheidung zwischen tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen
  • Die Rolle des GATT und der WTO bei der Liberalisierung des Welthandels
  • Analyse des "Tariffs-only"-Prinzips und der Herausforderungen durch Protektionismus
  • Fallstudie: Handelsstreitigkeiten um Importzölle in der europäischen Schuhindustrie
  • Fallstudie: Konfliktpotenzial durch unterschiedliche Standards in der Gentechnik-Regulierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Schuhbranche wehrt sich gegen Importzölle

Ein exemplarischer Streit um ein tarifäres Handelshemmnis, das die Interessen einer Spanne von Marktteilnehmer in Europa aufzeigt, ist der noch andauernde Handelsstreit um die Importzölle für Schuhe aus China und Vietnam.

Ein knappes halbes Jahr nach dem Handelsstreit um die Importquoten für Textilien aus China und Vietnam, führt ein erneuter Handelsstreit zu Protesten. Im Zuge des Wegfalls der Einfuhrquoten für Textilien explodierte auch der Schuhimport aus China und Vietnam um wertmäßig 533 Prozent. Immerhin trifft dieser Streit eine durchaus boomende Branche, laut Verband gaben die Europäer im Jahr 2004 rund 40 Mrd. Euro für Freizeit – und Sportschuhe aus.

Auf Grund der Äußerung des Verbands der Europäischen Schuhindustrie (Cec), dass China und Vietnam Schuhe unter Wert anbieten, leitete die EU – Kommission eine Antidumpinguntersuchung ein, die erstmals seit 1994 auch Sportschuhe einbezog. Dies erfreute viele traditionelle Schuhhersteller, da Addidas, Puma und Co auf Grund ihrer Lifestyleorientierung und der 98% Produktion in Asien, ihnen schon lange „ein Dorn im Auge“ sind. Die Einleitung der Antidumpinguntersuchung wurde von der italienischen Sportindustrie als Etappensieg gefeiert, da diese noch sehr traditionelle aufgestellt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Liberalisierung des Handels durch GATT/WTO sowie Erläuterung des Gangs der Untersuchung.

2 DIE BEDEUTUNG VON HANDELSHEMMNISSEN FÜR DIE WIRTSCHAFT: Definition und ökonomische Einordnung von tarifären Zöllen und den komplexeren nicht-tarifären Handelshemmnissen.

3 FALLBEISPIELE DER ZIELKONFLIKTE: Konkrete Analyse von Handelsstreitigkeiten in der Schuhindustrie sowie im Bereich der Gentechnik-Regulierung.

4 FAZIT/AUSBLICK: Kritische Würdigung der WTO-Rolle und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Welthandel und nationalen Schutzinteressen.

Schlüsselwörter

Handelshemmnisse, GATT, WTO, Protektionismus, Zoll, Importzölle, Welthandel, Liberalisierung, Gentechnik, Antidumping, Subventionen, Globalisierung, Binnenmarkt, Wohlfahrtsgewinn, Zielkonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert die verschiedenen Formen von Handelshemmnissen und deren Einfluss auf den internationalen Wirtschaftsverkehr sowie die damit verbundenen Zielkonflikte zwischen Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von tarifären gegenüber nicht-tarifären Handelshemmnissen, die Rolle des GATT-Regelwerks sowie aktuelle Praxisbeispiele aus der Industrie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wirkungsweise von Protektionismus zu erklären und aufzuzeigen, warum die rechtliche Erfassung von Handelshemmnissen in einer globalisierten Wirtschaft zunehmend schwierig wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der handelspolitischen Rahmenbedingungen, ergänzt durch eine deskriptive Auswertung aktueller Fallbeispiele aus dem Bereich des internationalen Wirtschaftsrechts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition und ökonomische Bedeutung von Handelshemmnissen sowie in zwei spezifische Fallbeispiele zur Schuhbranche und zur internationalen Gentechnik-Regulierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Handelshemmnisse, Protektionismus, GATT, WTO, Antidumping und der internationale Zielkonflikt zwischen verschiedenen Wirtschaftsmächten.

Warum ist der Streit um Schuhimporte ein typisches Beispiel?

Er verdeutlicht den Interessenkonflikt zwischen global agierenden Unternehmen, die auf günstige Importe angewiesen sind, und traditionellen Herstellern, die ihre heimischen Arbeitsplätze durch Schutzzölle sichern wollen.

Welches Problem besteht bei der Regulierung von Gentechnik im Welthandel?

Hier prallen unterschiedliche Ansätze wie das europäische Vorsichtsprinzip und der amerikanische Glaube an technologischen Fortschritt aufeinander, was zu Handelsstreitigkeiten führt, die schwer durch WTO-Regeln zu lösen sind.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnisse
Course
Europa - & Internationales Wirtschaftsrecht
Grade
2,7
Author
Jenny Geihsen (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V63699
ISBN (eBook)
9783638566841
ISBN (Book)
9783656774310
Language
German
Tags
Tarifäre Nicht-Tarifäre Handelshemmnisse Europa Internationales Wirtschaftsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jenny Geihsen (Author), 2006, Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnisse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63699
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint