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Der Wortakzent

Die lexikalische Betonung des Deutschen

Title: Der Wortakzent

Seminar Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dorothee Müller (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Meine Arbeit beschäftigt sich mit einem Teil der metrischen Phonologie, dem Wortakzent. Zunächst gilt es zu klären, was man unter einem Akzent versteht. Anschließend gehe ich auf Generalisierungen ein, die im Zuge der Forschung bezüglich des Wortakzents festgelegt wurden. Ferner werde ich zwei verschiedene Darstellungsformen präsentieren, den metrischen Baum und das metrische Gitter. Um das Thema „Wortakzentregeln“ zu verdeutlichen, beziehe ich mich auf drei Sprachen: das australische Maranungku, das südamerikanische Weri und Latein. Des Weitern stelle ich Forschungsergebnisse bezüglich der lexikalischen Betonung des Deutschen vor und werde schließlich eine optimalitätstheoretische Analyse durchführen. Dem ersten Teil meiner Arbeit lege ich dem Text „Phonologie des Akzents“ von Tracy Allan Hall zu Grunde, die Untersuchungen zum Wortakzent des Deutschen entnehme ich den Ausführungen von C. Féry in „Phonologie des Deutschen“. Weitere Literatur werde ich im Text angeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Was ist „der Akzent“?

2. Generalisierungen

3. Darstellungsformen

3.1 Der metrische Baum

3.1.1 Silben

3.1.2 Füße

3.1.3 Prosodische Hierarchie

3.2 Das metrische Gitter

4. Wortakzentregeln

4.1 Freier vs. fester Wortakzent

4.2 Parameter nach Hayes

4.3 Anwendung auf konkrete Beispiele

4.3.1 Australisches Maranungku

4.3.2 Südamerikanisches Weri

4.3.3 Latein

5. Lexikalische Betonung im Deutschen (Féry)

5.1 Generalisierungen

6. Analyse der regelmäßigen Betonung in der OT

6.1 Beispiele

7. Abschluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Grundlagen der metrischen Phonologie mit Fokus auf den Wortakzent, wobei das primäre Ziel in der optimalitätstheoretischen Analyse der regelmäßigen deutschen Betonung liegt.

  • Grundlagen und Definition des Akzents
  • Methoden der metrischen Repräsentation (Baum und Gitter)
  • Analyse von Wortakzentregeln in verschiedenen Sprachen
  • Untersuchung der lexikalischen Betonung im Deutschen
  • Optimalitätstheoretische Modellierung (Constraint-Ranking)

Auszug aus dem Buch

1.1 Was ist „der Akzent“?

Der Akzent ist für den Hörer die auditive Wahrnehmung der Hervorgehobenheit (Prominenz) eines Vokals gegenüber anderen Vokalen in der Äußerung (vgl. Meibauer 2002:114).

Diese auditive Hervorhebung ergibt sich daraus, dass der Vokal lauter, intensiver und länger ausgesprochen wird. Wie bereits in der Definition angedeutet, kann der Akzent nicht isoliert betrachtet, sondern immer nur im Vergleich festgestellt werden. Eine stärkere, betonte Silbe ist „prominenter“ als eine schwächere. Dieses Verhältnis zwischen den Silben bezeichnet man als „Prominenzrelation“.

Eine wichtige Eigenschaft des Akzents ist seine Relativität. Er trägt keine inhärenten Eigenschaften, die ihn auszeichnen.

Vergleicht man beispielsweise die Wörter „Opa“ und „Mantel“ (vgl. Hall [2000]:276), so kann man feststellen, dass /a/ phonologisch gesehen stets dieselben Eigenschaften hat (ungerundeter, offener Vorderzungenvokal), die Betonung jedoch in den beiden Worten unterschiedlich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Wortakzent als auditive Prominenz und gibt einen Überblick über die behandelten phonologischen Darstellungsformen und Analyseansätze.

2. Generalisierungen: Es werden grundlegende phonologische Regeln für Akzentsprachen erläutert, wie etwa das Vorhandensein eines Hauptakzents und die Quantitätssensitivität.

3. Darstellungsformen: Hier werden metrische Bäume (inklusive Silben und Füßen) sowie metrische Gitter als Instrumente zur Visualisierung von Betonungsstrukturen eingeführt.

4. Wortakzentregeln: Dieses Kapitel vergleicht freien und festen Wortakzent und wendet die Parameter nach Hayes auf Maranungku, Weri und Latein an.

5. Lexikalische Betonung im Deutschen (Féry): Auf Basis einer Studie werden Generalisierungen zur Silbenschwere und deren Einfluss auf die Betonung im Deutschen abgeleitet.

6. Analyse der regelmäßigen Betonung in der OT: Anhand verschiedener Beispiele wird eine optimalitätstheoretische Analyse (Constraint-Ranking) für deutsche Wörter durchgeführt.

7. Abschluss: Eine kurze Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und die Anwendungsmöglichkeiten der Optimalitätstheorie.

Schlüsselwörter

Metrische Phonologie, Wortakzent, Optimalitätstheorie, Prominenzrelation, Metrischer Baum, Metrisches Gitter, Constraint, Silbengewicht, Maranungku, Weri, Latein, Lexikalische Betonung, Trochäus, Jambus, Schwasilbe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die metrische Phonologie mit speziellem Fokus auf die Struktur und die Regeln des Wortakzents in verschiedenen Sprachen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der metrischen Darstellung, der Vergleich verschiedener Akzentsysteme und die Anwendung der Optimalitätstheorie auf das Deutsche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die regelmäßige Betonung im Deutschen durch eine optimalitätstheoretische Analyse zu erklären und ein passendes Ranking für die Constraints zu entwickeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die metrische Phonologie zur Repräsentation (Bäume/Gitter) und die Optimalitätstheorie als Analysemethode, um die Betonungsregeln modellierbar zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung metrischer Modelle, die Anwendung der Parameter nach Hayes auf Beispielsprachen und die statistische sowie regelbasierte Analyse der deutschen Wortbetonung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Optimalitätstheorie, Metrische Phonologie, Wortakzent, Constraints und Silbenschwere.

Warum wird die Sprache Maranungku im Text untersucht?

Maranungku dient als Beispiel für eine Sprache mit einem festen, rhythmischen Akzentmuster, anhand dessen sich die Parameter von Hayes besonders gut illustrieren lassen.

Welche Rolle spielt die Schwasilbe im Deutschen laut der Analyse?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Schwasilben im Deutschen niemals betont werden, was durch den entsprechenden Constraint „Non Head“ in der OT-Analyse abgebildet wird.

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Details

Title
Der Wortakzent
Subtitle
Die lexikalische Betonung des Deutschen
College
University of Siegen
Course
Einführung in die Optimalitätstheorie
Grade
1,3
Author
Dorothee Müller (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V63716
ISBN (eBook)
9783638566971
ISBN (Book)
9783638873529
Language
German
Tags
Wortakzent Einführung Optimalitätstheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dorothee Müller (Author), 2006, Der Wortakzent, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63716
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