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Resilienzförderung bei Multiproblemfamilien. Neue Ansätze der SPFH

Title: Resilienzförderung bei Multiproblemfamilien. Neue Ansätze der SPFH

Diploma Thesis , 2006 , 124 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michaela Sattler (Author)

Social Work
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema „Der Resilienzförderung bei Multiproblemfamilien“. Das Interesse der Autorin, sich gerade diesem Thema zu widmen, wurde durch eigene Beobachtungen, Erlebnisse und Erfahrungen in der
Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) während der praktischen Studiensemester geweckt.
Die Familie spielt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Menschen. Sie ist für die Kinder der erste und wichtigste Ort der Erziehung und Bildung. Aus Sicht der Resilienzforschung stellen günstige familiäre Bedingungen einen wesentlichen Schutzfaktor für die kindliche Entwicklung dar. Multiproblemfamilien gelingt es jedoch kaum, entwicklungsfördernde Formen und Strukturen des Zusammenlebens aufzubauen. Dort wo familiäre Kontexte die notwendigen Ressourcen für die kindliche Entwicklung nicht mehr bereit stellen können, werden Hilfen zur Erziehung erforderlich. Die SPFH nimmt als intensivste Form der ambulanten Unterstützung eine besondere Stellung im System der Hilfen zur Erziehung ein. Obwohl der Anlass der Hilfe das Kindeswohl ist, bezieht sie sich grundsätzlich auf die Familie als Ganzes. Zur Zielgruppe der SPFH zählen Multiproblemfamilien, die existenzielle Probleme in allen relevanten Lebensbereichen haben und über kein Eigenpotenzial verfügen um diese Situation zu verändern. Der Begriff Multiproblemfamilie bietet die Möglichkeit, die Blickrichtung auf ein breites Spektrum sozialer und psychischer Probleme, wie z. B. große materielle Not, Suchtprobleme eines Elternteils oder beider Eltern, Verschuldung oder psychosomatische Erkrankungen der Familienmitglieder zu richten. In hochbelasteten Lebensverhältnissen werden die Grundbedürfnisse der Kinder nach Ernährung, Schutz und Sicherheit häufig stark vernachlässigt, woraus kindliche
Entwicklungsdefizite resultieren. So führen oftmals Fremdmeldungen durch den Kindergarten, die Schule oder die Nachbarn gezwungenermaßen zum Kontakt mit dem Allgemeinen Sozialdienst (ASD), der dann den Einsatz einer SPFH vorschlägt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Sozialpädagogische Familienhilfe

2.1 Historische Aspekte

2.2 Rechtliche Aspekte

2.3 Arbeitsansätze

2.4 Zielgruppen

2.5 Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen

3. Multiproblemfamilien

3.1 Problemlagen und Familienstrukturen

3.2 Auswirkungen auf die Kinder

3.3 Zugangsproblematik und Helferperspektive

4. Perspektivwechsel

5. Das Resilienzkonzept

5.1 Risikofaktoren

5.2 Schutzfaktoren

5.3 Wirkprozesse von Risiko- und Schutzfaktoren

6. Bedeutung der Resilienzforschung für das pädagogische Handeln

6.1 Neue Forschungsergebnisse stellen alte Erkenntnisse in Frage

6.2 Ebenen der Resilienzförderung

6.3 Ansatzpunkte einer Resilienzförderung in der Familie

6.3.1 Ressourcenorientierung

6.3.2 Empowerment

6.3.3 Netzwerkarbeit

6.3.4 Exkurs: Die besondere Bedeutung des Kohärenzgefühls

6.3.5 Das Helferverhalten

7. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Resilienz genutzt werden kann, um die Arbeit der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) mit Multiproblemfamilien konstruktiver und ressourcenorientierter zu gestalten, anstatt sich rein auf eine defizitorientierte Betrachtung zu konzentrieren.

  • Strukturelle Belastungen und Lebensbedingungen von Multiproblemfamilien.
  • Theoretische Grundlagen der Resilienzforschung und des Salutogenese-Konzepts.
  • Methodische Ansätze der SPFH wie Ressourcenorientierung, Empowerment und Netzwerkarbeit.
  • Die Rolle des Helferverhaltens für eine gelingende Unterstützung.
  • Förderung der Widerstandsfähigkeit bei Kindern und Eltern in Krisensituationen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Problemlagen und Familienstrukturen

Der folgende Abschnitt widmet sich den dauerhaften Belastungssituationen in Multiproblemfamilien. Zunächst kommt es zu einer genauen Beschreibung der Lebensbedingungen unter chronischer Armut. Anschließend werden die Familienstrukturen erläutert.

Ein wichtiger Aspekt der Beachtung in der Arbeit mit Multiproblemfamilien finden sollte, ist Armut und damit Unterversorgung in zentralen Bereichen (vgl. Problemlagen und Familienstrukturen → Kap. 3.).

Es kann zwischen absoluter und relativer Armut unterschieden werden. Während absolute Armut das Fehlen der überlebensnotwendigen Grundlagen wie Nahrung, Kleidung oder Wohnraum bezeichnet, verweist die relative Armut auf eine soziale Benachteiligung im Vergleich zum mittleren Lebensstandard der übrigen Bevölkerung. Wird in Deutschland von Armut gesprochen, so ist die relative Armut gemeint. Zu ihrer Abgrenzung werden verschiedene Wege vorgeschlagen, die sich entweder am Einkommen, dem als notwendig erachteten Lebensstandard, der Versorgung in zentralen Lebensbereichen oder an politisch-normativen Vorgaben orientieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Möglichkeiten der Resilienzförderung in der SPFH und erläutert die Beweggründe der Autorin sowie den Aufbau der Diplomarbeit.

2. Die Sozialpädagogische Familienhilfe: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entwicklung, die rechtliche Verankerung und die Arbeitsweise der SPFH sowie die Kriterien für ihre Zielgruppe.

3. Multiproblemfamilien: Hier werden die komplexen Lebensbedingungen, die Problemlagen und die Auswirkungen auf Kinder sowie die Schwierigkeiten in der Helfer-Klienten-Beziehung analysiert.

4. Perspektivwechsel: Dieses Kapitel führt die Theorien der Salutogenese und der Resilienzforschung als neue theoretische Basis für die Soziale Arbeit ein.

5. Das Resilienzkonzept: Es erfolgt eine Definition von Resilienz, eine Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Forschung zur Wirkungsweise dieser Faktoren.

6. Bedeutung der Resilienzforschung für das pädagogische Handeln: Dieses zentrale Kapitel überträgt die Erkenntnisse der Resilienzforschung auf konkrete Arbeitsansätze wie Ressourcenorientierung, Empowerment, Netzwerkarbeit und das professionelle Helferverhalten.

7. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und betonen die Notwendigkeit, trotz struktureller Grenzen Potenziale in der Familie zu aktivieren.

Schlüsselwörter

Resilienz, Multiproblemfamilien, Sozialpädagogische Familienhilfe, Salutogenese, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Empowerment, Ressourcenorientierung, Netzwerkarbeit, Kindeswohl, Armut, Belastungsfaktoren, Entwicklungspsychologie, Hilfe zur Erziehung, Selbstwirksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Resilienz genutzt werden kann, um Familien in schwierigen Lebenslagen effektiv zu unterstützen und die Arbeit der SPFH zu verbessern.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Lebensbedingungen von Multiproblemfamilien, der Perspektivwechsel von der Defizitorientierung zur Resilienz sowie methodische Ansätze wie Empowerment.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sozialpädagogische Fachkräfte durch einen Fokus auf Stärken und Schutzfaktoren Widerstandsfähigkeit bei Eltern und Kindern fördern können.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf dem Resilienzkonzept, der Salutogenese-Theorie nach Antonovsky und dem ökologischen Systemansatz nach Bronfenbrenner.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die Lebensrealität von Multiproblemfamilien, das Resilienzkonzept und wie konkrete Arbeitsprinzipien wie Netzwerkarbeit praktisch angewendet werden.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Resilienz, Multiproblemfamilien, SPFH, Ressourcenorientierung, Empowerment und Schutzfaktoren.

Warum ist eine "Geh-Struktur" der Hilfe so wichtig?

Viele betroffene Familien haben Hemmschwellen gegenüber klassischen Beratungsangeboten (Komm-Struktur); die aufsuchende Hilfe senkt diese Barrieren und ermöglicht den Kontakt in der vertrauten Lebenswelt.

Was bedeutet das "Hilfeparadox" in dieser Arbeit?

Es beschreibt die Gefahr, dass Familien durch das System der Hilfe entwertet werden können und ihre Eigenkompetenzen verlieren, was durch Empowerment-Ansätze verhindert werden soll.

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Details

Title
Resilienzförderung bei Multiproblemfamilien. Neue Ansätze der SPFH
College
University of Applied Sciences Mainz
Grade
1,3
Author
Michaela Sattler (Author)
Publication Year
2006
Pages
124
Catalog Number
V63802
ISBN (eBook)
9783638567572
ISBN (Book)
9783656800088
Language
German
Tags
Resilienzförderung Multiproblemfamilien- Neue Ansätze SPFH-
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Sattler (Author), 2006, Resilienzförderung bei Multiproblemfamilien. Neue Ansätze der SPFH, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63802
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