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Die Staatstheorien von Hobbes und Locke - Locke's Zwei Abhandlungen über die Regierung als Zähmung des Leviathan?

Title: Die Staatstheorien von Hobbes und Locke - Locke's Zwei Abhandlungen über die Regierung als Zähmung des Leviathan?

Term Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Meyer (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Thomas Hobbes und John Locke zählen zu den bedeutendsten neuzeitlichen Philosophen. Ihre Werke stehen für die revolutionäre Neubegründung der politischen Philosophie. Beide stellen bisherige philosophische Lehren in Frage und überwinden die scholastische Philosophie. Sowohl für Hobbes als auch für Locke stellt das Gottesgnadentum keine ausreichende Legitimation für politische Herrschaft dar. Vielmehr nehmen beide an, Herrschaft „sei nur legitim, wenn sie den Herrschern auf Grund eines Vertrages zwischen den späteren Bürgern übertragen worden sei.“ Dennoch kommen beide Philosophen zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen in Bezug auf die beste Staatsform. Diese Arbeit soll in einem Vergleich zwischen dem Hobbes’schen Leviathan und den Zwei Abhandlungen über die Regierung von John Locke diese Unterschiede aufzeigen und erklären. Dies geschieht unter besonderer Beachtung der Fragestellung:
Inwieweit stellt Locke’s Werk Zwei Abhandlungen über die Regierung eine Zähmung des Leviathan von Thomas Hobbes dar?
Die Arbeit gliedert sich in folgende Abschnitte:
Der zweite Abschnitt befasst sich mit der Staatsphilosophie von Thomas Hobbes. Bei der Bearbeitung dieses Abschnittes stand Hobbes eigenes Werk:Leviathan or the Matter, Forme, and Power of A Commonwealth Ecclesiasticall and Civil im Vordergrund. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich anschließend mit der politischen Theorie Locke’s. Auch hier stützt sich die Arbeit hauptsächlich auf Locke’s eigene Gedanken in Zwei Abhandlungen über die Regierung.Der vierte Abschnitt stellt einen Vergleich beider Theorien dar und erörtert die aufgeworfene Frage. Bei der Bearbeitung dieses Abschnittes fanden diverse Werke anderer Autoren Berücksichtigung, so etwa Die Antwort des Leviathan von Bernard Willms oder John Locke zur Einführung von Walter Euchner. Im letzten Abschnitt wird die aufgeworfene Frage vor dem Hintergrund der vorangegangenen Analyse näher beleuchtet und beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hobbes’ Leviathan

2.1. Hobbes’ Menschenbild

2.2. Der Naturzustand

2.3. Die Staatsgründung, Legitimation und Staatsform

3. Zwei Abhandlungen über die Regierung von Locke

3.1. Menschenbild, Naturzustand und Kriegszustand

3.2. Die Staatsgründung, Legitimation und Staatsform

4. Vergleich der Theorien

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die staatsphilosophischen Ansätze von Thomas Hobbes und John Locke, um die Unterschiede in ihren Konzeptionen der besten Staatsform aufzuzeigen. Das primäre Forschungsziel besteht darin zu klären, inwieweit das Werk "Zwei Abhandlungen über die Regierung" von John Locke als eine "Zähmung" des durch Hobbes entworfenen "Leviathan" interpretiert werden kann.

  • Analyse des Menschenbildes und des Naturzustandes bei Hobbes und Locke
  • Untersuchung der Legitimation von Staatsgründung und Staatsform
  • Gegenüberstellung der Souveränitätskonzepte beider Philosophen
  • Diskussion von Widerstandsrecht und Machtbegrenzung
  • Historische Einordnung der Theorien in ihren jeweiligen Kontext

Auszug aus dem Buch

Die Staatsgründung, Legitimation und Staatsform

Die zu errichtende Zwangsgewalt muss sowohl stark genug sein, die Bürger voreinander zu schützen als auch die äußere Sicherheit zu gewährleisten. Weiterhin muss sie auf Dauer angelegt sein und darf nicht nur für die Zeit einer gegenwärtigen Auseinandersetzung befristet sein, da sie ansonsten nach dem Wegfall der gemeinsamen Bedrohung zerbrechen würde. Aufgrund der unterschiedlichen Individualinteressen würde dann ein erneuter Krieg untereinander ausbrechen, was die Rückkehr in den Naturzustand zur Folge hätte. Es muss eine Gewalt geschaffen werden, die sämtliche Individualinteressen internalisiert und sie zu einem Gemeinwillen bündelt und so auf das Gemeinwohl abzielt. Der alleinige Weg eine allgemeine Gewalt zu schaffen, die sowohl die innere als auch die äußere Sicherheit garantieren kann, „liegt in der Übertragung ihrer [der Menschen] gesamten Macht und Stärke auf einen Menschen oder eine Versammlung von Menschen, die ihre Einzelwillen durch Stimmenmehrheit auf einen Willen reduzieren können. […]

Es ist eine wirkliche Einheit aller in ein und derselben Person, die durch Vertrag eines jeden mit jedem zustande kam, als hätte jeder zu jedem gesagt: Ich autorisiere diesen Menschen oder diese Versammlung von Menschen und übertrage ihnen mein Recht, mich zu regieren, unter der Bedingung, dass du ihnen ebenso dein Recht überträgst und alle ihre Handlungen autorisierst. Ist dies geschehen, so nennt man diese zu einer Person vereinte Menge Staat […] . Dies ist die Erzeugung jenes großen Leviathan oder besser, um es ehrerbietiger auszudrücken, jenes sterblichen Gottes, dem wir unter dem unsterblichen Gott unseren Frieden und Schutz verdanken.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung vor, inwiefern Lockes Werk als Zähmung des Hobbes'schen Leviathans zu verstehen ist, und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Hobbes’ Leviathan: In diesem Kapitel wird das Menschenbild und der Naturzustand bei Hobbes als Kriegszustand dargestellt, was die Notwendigkeit einer absoluten Staatsgewalt zur Selbsterhaltung begründet.

2.1. Hobbes’ Menschenbild: Der Abschnitt erläutert Hobbes' negatives Menschenbild, das von einer natürlichen Gleichheit und einem daraus resultierenden gegenseitigen Misstrauen geprägt ist.

2.2. Der Naturzustand: Dieser Teil beschreibt den Naturzustand als staatenlosen Kriegszustand, in dem kein Eigentum oder Recht existieren kann und der durch die Vernunft zur Überwindung drängt.

2.3. Die Staatsgründung, Legitimation und Staatsform: Hier wird die vertragliche Einsetzung eines absoluten Souveräns als notwendiger Schritt zur Friedenssicherung und zur Beendigung des Naturzustandes dargelegt.

3. Zwei Abhandlungen über die Regierung von Locke: Dieses Kapitel behandelt Lockes politische Theorie, die vom Schutz des Privateigentums und der Freiheit der Individuen ausgeht.

3.1. Menschenbild, Naturzustand und Kriegszustand: Der Abschnitt verdeutlicht Lockes Auffassung eines Naturzustandes als Zustand der Freiheit, der durch das natürliche Gesetz vernunftgeleitet geregelt ist.

3.2. Die Staatsgründung, Legitimation und Staatsform: Hier wird die Gründung politischer Gesellschaften zum Schutz des Eigentums sowie die Notwendigkeit einer gewaltenteilenden, auf Vertrauen basierenden Staatsführung beschrieben.

4. Vergleich der Theorien: Dieser Abschnitt stellt die Theorien direkt gegenüber und erörtert, warum Lockes Modell eine Einschränkung staatlicher Willkür darstellt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet beide Theorien in ihren historischen Kontext sowie ihre Bedeutung für das moderne Demokratieverständnis ein.

Schlüsselwörter

Politische Philosophie, Thomas Hobbes, John Locke, Leviathan, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Staatstheorie, Souveränität, Machtbegrenzung, Privateigentum, Widerstandsrecht, Politische Legitimation, Gewaltenteilung, Freiheit, Menschenbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die politischen Theorien von Thomas Hobbes und John Locke hinsichtlich ihrer Vorstellungen über den Staat und dessen Legitimation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Naturzustand, die Konzepte von Freiheit und Eigentum, die Begründung von Herrschaft sowie die Frage nach der Machtbegrenzung im Staat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, zu analysieren, ob Lockes "Zwei Abhandlungen über die Regierung" als eine "Zähmung" der absoluten Staatsgewalt verstanden werden können, wie sie Hobbes im "Leviathan" postuliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem primärquellenbasierte Analysen der Werke von Hobbes und Locke gegenübergestellt und durch Sekundärliteratur gestützt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Staatsphilosophien beider Denker, inklusive ihrer Menschenbilder, Naturzustandsdefinitionen und der jeweiligen Ausgestaltung der staatlichen Souveränität.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Leviathan, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, absolute Souveränität, Widerstandsrecht und Gewaltenteilung.

Wie unterscheidet sich Lockes Naturzustandsverständnis von dem des Hobbes?

Während Hobbes den Naturzustand als einen unerträglichen Kriegszustand aller gegen alle begreift, sieht Locke ihn als einen Zustand der Freiheit an, der bereits durch Vernunft und das natürliche Gesetz strukturiert ist.

Warum plädiert Hobbes für eine absolutistische Monarchie?

Hobbes argumentiert, dass nur eine ungeteilte und uneingeschränkte Macht den dauerhaften Schutz vor Bürgerkriegen und die Sicherheit der Untertanen garantieren kann.

Welche Rolle spielt das Widerstandsrecht bei Locke?

Bei Locke ist das Widerstandsrecht ein essenzielles Korrektiv, das greift, wenn die Regierung das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht und nicht mehr zum Wohle des Volkes handelt.

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Details

Title
Die Staatstheorien von Hobbes und Locke - Locke's Zwei Abhandlungen über die Regierung als Zähmung des Leviathan?
College
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Einführung in die Politische Philosophie: Platon - Locke - Marx
Grade
1,7
Author
Sebastian Meyer (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V63830
ISBN (eBook)
9783638567794
ISBN (Book)
9783656797531
Language
German
Tags
Staatstheorien Hobbes Locke Zwei Abhandlungen Regierung Zähmung Leviathan Einführung Politische Philosophie Platon Locke Marx
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Meyer (Author), 2006, Die Staatstheorien von Hobbes und Locke - Locke's Zwei Abhandlungen über die Regierung als Zähmung des Leviathan?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63830
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