Unterrichtsvorbereitung: Achsensymmetrie (3. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2005

15 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Lerngruppenbeschreibung
1.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
1.2 Lernvoraussetzungen zum Thema

2. Sachanalyse

3. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit

4. Didaktische Überlegungen zur Einheit

5. Didaktische Überlegungen zur Stunde

6. Methodische Überlegungen

7. Verlaufsplan
Beispiele von zueinander symmetrischen Figuren;
Arbeitsblätter

8. Literaturverzeichnis

1. Lerngruppenbeschreibung

1.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen

Die Klasse 3c der XXX-Schule besteht aus 24 Kindern, 11 Mädchen und 13 Jungen. Die Mehrzahl der Kinder hat Eltern mit Migrationshintergrund. Die Herkunftsländer der Eltern sind unter anderem Marokko, Türkei, Italien, Mazedonien, Polen, Rumänien, Indien und Jugoslawien. 6 Kinder kommen aus einem deutschen Elternhaus. Diese Zusammensetzung der Klasse bringt teilweise deutliche Sprachprobleme mit sich. Dennoch sind alle Kinder in der Lage dem Unterricht zu folgen, Arbeitsaufträge zu verstehen und diese auszuführen. 3 der 24 Kinder besuchten bereits die Vorklasse. Die Altersspanne in der Klasse ist recht groß. Das älteste Kind der Klasse ist im Oktober 1995 geboren, das jüngste im August 1997. In der Klasse gibt es feste Regeln und Rituale. Die Kinder kennen sie und halten sich meistens gut daran.

Bezüglich des Arbeits- und Sozialverhaltens lässt sich sagen, dass insgesamt eine angenehme Klassengemeinschaft existiert. Die Kinder kennen ihre unterschiedlichen Stärken und Schwächen und sind in der Lage sich gegenseitig um Hilfe zu bitten bzw. sich gegenseitig zu helfen. Auch der Umgang mit freien Arbeitsformen wie Werkstattarbeit oder Arbeitsplänen ist den Kindern vertraut. Oftmals schaffen sie es gut, sich in solchen Arbeitsphasen eine Aufgabe zu suchen und konzentriert und leise daran zu arbeiten. Einige Kinder neigen hin und wieder dazu, sich durch Gespräche abzulenken und benötigen dann eine Aufforderung zum konzentrierten Weiterarbeiten. Anderen Kindern fällt es manchmal noch schwer leise an ihrem Platz zu arbeiten. Sie laufen in der Klasse herum und lenken andere Kinder ab. Auch hier reicht jedoch meist eine Ermahnung, um sie wieder zum Arbeiten zu bringen. Während der Gesprächsphasen schaffen es die meisten Kinder gut dem Gesprächsverlauf zu folgen. Viele Kinder bringen sich durch gute Beiträge konstruktiv ein. Dennoch fällt es auch hier manchen hin und wieder schwer sich an die Melderegel zu halten und dem Geschehen konzentriert zu folgen.

Das Arbeitstempo der Kinder ist sehr unterschiedlich. Dies hängt zum einen mit den unterschiedlichen Leistungsniveaus und zum anderen mit ihrem unterschiedlichen Arbeitsverhalten zusammen. Viele Kinder arbeiten zielgerichtet und konzentriert an ihren Aufgaben. Andere lassen sich leicht ablenken und brauchen hin und wieder eine Ermahnung zum Weiterarbeiten.

Von ihrem Verhalten her sind P. und A. besonders auffallend. P. kann sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren. In Stillarbeitsphasen ist er oft abgelenkt und stört andere Kinder. Er braucht viele Ermahnungen, bis er leise an seinem Platz arbeiten kann. Manchmal kann er dies nur, wenn er an einem Einzeltisch sitzt. Auch in Gesprächsphasen hat er oftmals Probleme konzentriert dem Unterrichtsgeschehen zu folgen. Er lenkt sich und andere oft ab, indem er Geräusche macht oder mit Gegenständen spielt. Im Stuhlkreis sitzt P. deshalb immer neben der Lehrerin. Oftmals reicht schon eine Berührung, um ihm zu zeigen, dass er die anderen stört und damit aufhören muss. Sein auffälliges Verhalten könnte unter anderem auf seine familiären Verhältnisse zurückzuführen sein. Seine Eltern leben getrennt und P. hält sich an bestimmten Tagen bei seiner Mutter, an anderen beim Vater und nachmittags teilweise bei seinen Großeltern auf. Sein Verhalten war jedoch schon vor der Trennung der Eltern problematisch. Die Familie wurde bis zu den Weihnachtsferien vom Zentrum für Erziehungshilfe betreut. Bis zum Ende des letzten Jahres wurde P. zweimal in der Woche von einer Sonderpädagogin oder einer Sozialpädagogin im Unterricht besucht und unterstützt. Er hat Schwierigkeiten sich in Gruppen einzugliedern, da er dort nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen kann. Durch sein auffälliges Verhalten versucht er diese dennoch immer wieder zu bekommen. Auch das Arbeiten mit einem Partner fällt ihm schwer. P. ist in der Klasse trotz seines Verhaltens akzeptiert. Dies ist jedoch mehr ein Zeichen der positiven Klassengemeinschaft, da es nicht immer leicht für die Kinder ist, Ps störendes Verhalten zu tolerieren.

As Verhalten ähnelt dem von P. Auch ihm fällt es schwer sich in Arbeitsphasen zu motivieren. Er braucht viel Zuspruch, um zunächst einmal mit der Arbeit zu beginnen. Auch während der Arbeit benötigt er immer wieder die Bestätigung der Lehrerin. Er fällt häufig durch störendes Verhalten auf. A. sitzt aus diesem Grund im Stuhlkreis ebenfalls neben der Lehrerin. Ihm fällt es zudem oft schwer sich an seinem Platz nicht von anderen Kindern ablenken zu lassen. Oftmals muss er separat sitzen, um sich konzentrieren zu können. Auch das Arbeiten mit einem Partner bereitet ihm große Probleme.

1.2 Lernvoraussetzungen zum Thema

Der Bereich Geometrie wurde in den vergangenen Schuljahren nicht sehr ausführlich behandelt. Die Kinder kennen jedoch die zweidimensionale geometrische Figuren (Dreieck, Kreis..). Im ersten Schuljahr haben sie zudem erste Erfahrungen mit der Achsensymmetrie gemacht. Sie wissen, dass es Figuren gibt, die achsensymmetrisch sind. In dieser Einheit wurde diese Erkenntnis nochmals aufgegriffen. Verschiedene achsensymmetrische Formen wurde ausgeschnitten, gefaltet und gelegt. Dabei wurde festgestellt, dass einige Figuren nur eine andere mehrere Spiegelachsen haben. Die meisten Kinder können somit eine Figur auf Achsensymmetrien untersuchen und die Spiegelachsen einzeichnen. Das Finden der Spiegelachse ohne Hilfsmittel bereitet manchen Kindern auf Grund eines mangelnden Vorstellungsvermögens Probleme. Als Hilfsmittel kannten sie aus der ersten Klasse den Spiegel. Der Zauberspiegel (halbdurchlässiger Spiegel) wurde neu eingeführt. Damit fällt ihnen das Einzeichnen der Spiegelachse besonders leicht. Der Begriff Spiegelachse ist den Kindern bekannt. Dass es jedoch nicht nur achsensymmetrische, sondern auch zueinander symmetrische Figuren gibt, ist ihnen nicht bewusst. Dennoch wissen die Kinder, dass man jeden Gegenstand mit einem Spiegel spiegeln kann. Bewusst ist ihnen jedoch nicht, wie sich der Gegenstand dadurch verändert.

2. Sachanalyse

Mit dem geometrischen Begriff Symmetrie bezeichnet man „die Eigenschaft, dass ein geometrisches Objekt durch bestimmte Umwandlungen auf sich selbst abgebildet werden kann.“[1] Der Vorgang, bei dem ein Objekt auf sich selbst abgebildet wird, nennt man Symmetrieoperation. Wenn es eine Symmetrieoperation gibt, die ein geometrisches Objekt in ein anderes überführt, sind diese zueinander symmetrisch. Je nach Zahl der Dimensionen gibt es unterschiedliche Symmetrien. Im Eindimensionalen gibt es die Symmetrie bezüglich der Translation (Verschiebung). Im Zweidimensionalen gibt es Achsen- und Punktsymmetrie. Im Dreidimensionalen gibt es die Flächensymmetrie (entspricht der Achsensymmetrie im Zweidimensionalen) und die Achsensymmetrie (entspricht der Punktsymmetrie im Zweidimensionalen).[2]

Die Achsensymmetrie tritt bei Figuren auf, die entlang einer Spiegelachse gespiegelt sind. Dreiecke können beispielsweise eine oder drei Symmetrieachsen haben. Mindestens eine Symmetrieachse haben gleichschenklige Trapeze und Drachenvierecke. Rauten und Rechtecke verfügen über mindestens zwei. Das Quadrat hat sogar vier. Der Kreis und die Gerade verfügen über unendlich viele Symmetrieachsen.[3] Alle diese geometrischen Figuren sind symmetrische Figuren, d.h. innerhalb der Figur gibt es mindestens eine Symmetrieachse. Auf der anderen Seite gibt es Figuren, die zueinander symmetrisch sind, d.h. die an einer Spiegelachse gespiegelt sind und dadurch im Ganzen spiegelverkehrt erneut entstehen.[4]

[...]


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrie_(Geometrie), letzter Zugriff 26.5.06.

[2] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrie_(Geometrie), letzter Zugriff 26.5.06.

[3] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrie_(Geometrie), letzter Zugriff 26.5.06.

[4] Vgl. Franke, M. 2001, 210-211.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsvorbereitung: Achsensymmetrie (3. Klasse)
Autor
Jahr
2005
Seiten
15
Katalognummer
V63894
ISBN (eBook)
9783638568302
ISBN (Buch)
9783656068181
Dateigröße
412 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsvorbereitung, Achsensymmetrie, Klasse)
Arbeit zitieren
Ricarda Schäfer (Autor:in), 2005, Unterrichtsvorbereitung: Achsensymmetrie (3. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63894

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