Seit dem I-love-you-Virus sind Computerviren durch die beinahe ständige Medienpräsenz nicht mehr nur Computernutzern, sondern auch der breiten Masse bekannt.
Mitte 2004 waren über 100 000 unterschiedliche Computerviren im Umlauf, jeden Monat kommen hunderte hinzu; allein in Deutschland verursachen solche Programme einen Schaden in 3-stelliger Millionenhöhe, mit steigender Tendenz.
Computerviren lassen sich mit Grippeviren vergleichen, sie sind beide schädlich und verbreiten sich rasend schnell durch Kontakt untereinander; sie stellen sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen ein immenses Sicherheitsrisiko dar, da sie unbemerkt vertrauliche Daten wie beispielsweise Bankdaten weiterleiten oder Betriebsgeheimnisse ausspionieren. Mittlerweile hatten bereits rund 60 % der Internetnutzer Probleme mit Computerschädlingen; deshalb befasst sich diese Seminararbeit auf den folgenden Seiten mit den Arten von Computerviren, möglichen Problemen und Schäden sowie Maßnahmen zum Virenschutz.
Inhaltsverzeichnis
1 Sicherheitsrisiko Computervirus
2 Was sind Computerviren?
2.1 Aufbau und Funktion eines Computervirus
3 Arten von Computerviren
3.1 Boot- bzw. Bootsektorviren
3.2 Programm-, Link- und Dateiviren
3.3 Makroviren
3.4 Weitere Arten von Computerschädlingen
3.4.1 Trojaner
3.4.2 Würmer
3.4.3 Polymorphe Viren
3.4.4 Hoaxes
4 Welche Gefahren gehen von Computerviren aus?
4.1 Infektionswege
4.2 Was tun, wenn der Computer infiziert ist?
5 Virenschutz
5.1 Organisatorische Möglichkeiten
5.2 Technische Möglichkeiten
5.2.1 Virenscanner
5.2.2 Firewall
5.2.3 Proxy Server
6 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Sicherheitsrisiko durch Computerviren mit dem Ziel, die Verbreitungsmechanismen, Schadenspotenziale und Schutzstrategien für Anwender verständlich aufzuarbeiten.
- Historische Entwicklung und Definition von Computerviren
- Klassifizierung verschiedener Arten von Computerschädlingen
- Analyse von Infektionswegen und Gefahrenszenarien
- Präsentation organisatorischer und technischer Schutzmaßnahmen
- Verhaltensempfehlungen bei akuten Virenbefällen
Auszug aus dem Buch
2.1 Aufbau und Funktion eines Computervirus
Jeder Computervirus ist in ein Wirtsprogramm eingebettet. Er benötigt diese Datei, um aufgerufen und ausgeführt zu werden. Des weiteren besteht er aus mindestens drei Programmteilen, dem Reproduktions-, dem Erkennungs- sowie dem Tarnungsteil, zwei weitere können optional angefügt werden.
Reproduktions-/ Vermehrungsteil: In diesem Programmteil befinden sich die Anweisungen zur Vermehrung des Virus.
Erkennungsteil: Jedes Wirtsprogramm wird nur einmal infiziert, deshalb überprüft der Erkennungsteil, ob bereits eine Infektion des Programms oder Infektionssystems vorliegt. So erhöht der Virus seine Ausbreitungsgeschwindigkeit und vermeidet, dass er schnell erkannt wird.
Tarnungsteil: Mit ihm wird die Entdeckung des Virus erschwert, da sie sich mit bereits vorhandenen Dateinamen tarnen.
Schadensteil: In Viren kann aber muss keine Schadensfunktion enthalten sein. Es entsteht jedoch bei jedem Virenbefall ein Schaden durch die Inanspruchnahme von Speicherplatz auf der Festplatte und auf Datenträgern. Ist eine Schadensfunktion vorhanden, verursacht dieser Teil Schäden im PC; z.B. durch das Überschreiben von Dateien und Programmen. Der Schadensteil wird auch Payload genannt.
Bedingungsteil: Auch Trigger genannt, kann der Bedingungsteil wie der Schadensteil im Aufbau fehlen. Hiermit können die Vermehrungs- und die Schadensfunktion an Bedingungen geknüpft werden, beispielsweise kann der Virus so programmiert sein, dass er an einem bestimmten Datum Schaden verursacht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Sicherheitsrisiko Computervirus: Einleitung in die Problematik, die seit dem Aufkommen des Internet eine breite Masse betrifft und enorme wirtschaftliche Schäden verursacht.
2 Was sind Computerviren?: Definition und theoretische Grundlagen, angefangen bei den ersten Programmen der frühen Informatikgeschichte bis hin zu modernen Schadprogrammen.
3 Arten von Computerviren: Detaillierte Unterteilung in verschiedene Virentypen wie Bootviren, Dateiviren und Makroviren sowie ergänzende Schädlinge wie Trojaner und Würmer.
4 Welche Gefahren gehen von Computerviren aus?: Erläuterung der Schadenspalette, von technischen Störungen bis zur totalen Datenvernichtung, sowie Analyse der gängigen Infektionswege.
5 Virenschutz: Darstellung präventiver organisatorischer Maßnahmen und technischer Lösungen wie Virenscanner und Firewalls.
6 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der künftigen Entwicklung und Notwendigkeit eines bewussten Umgangs mit Sicherheitstechnologien.
Schlüsselwörter
Computerviren, Virenschutz, Schadprogramme, Würmer, Trojaner, IT-Sicherheit, Virenscanner, Firewall, Datensicherheit, Infektionswege, Payload, Informatik, Internet-Sicherheit, Malware, Systemdateien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Thema Computerviren, wie sie funktionieren, welche Arten existieren und wie man sich effektiv gegen sie schützen kann.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Im Fokus stehen die Klassifizierung von Schädlingen, die Analyse von Infektionswegen sowie die verschiedenen technischen und organisatorischen Abwehrmechanismen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser ein grundlegendes Verständnis für die Bedrohung durch Computerviren zu vermitteln und konkrete Handlungsanweisungen zur Vermeidung und Beseitigung zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die durch die Auswertung aktueller IT-Sicherheitsstudien und technischer Fachpublikationen ergänzt wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Entstehung von Viren, eine Typologie der Schädlinge, die Darstellung der Infektionsrisiken sowie eine umfassende Betrachtung von Schutzmaßnahmen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Virenschutz, Schadprogramme, IT-Sicherheit und die Unterscheidung verschiedener Virentypen wie Makroviren oder Würmer definiert.
Warum ist ein Virenscanner allein kein vollständiger Schutz?
Ein Virenscanner benötigt aktuelle Virensignaturen; da Viren ständig mutieren und neue Varianten entstehen, ist eine regelmäßige Aktualisierung essenziell.
Was sollte man bei einem akuten Virenbefall als Erstes tun?
Der oberste Grundsatz lautet "Keine Panik". Der Rechner sollte sicher heruntergefahren und bei Netzwerkanbindung vom Netzwerk isoliert werden, um weitere Schäden zu verhindern.
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- Elena Brell (Author), 2004, Computerviren - vermeiden, erkennen, beseitigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63917