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Erste Kontakte zwischen Rom und Karthago - Der 1. karthagisch-römische Vertrag

Betrachtung der Ereignisse in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Title: Erste Kontakte zwischen Rom und Karthago - Der 1. karthagisch-römische Vertrag

Seminar Paper , 2002 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadine Bliedtner (Author)

World History - Early and Ancient History
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Römer und Karthager waren vor dem Ausbruch des 1. Punischen Krieges keine Feinde, sondern ganz im Gegenteil für 2 ½ Jahrhunderte durch eine Reihe von Verträgen miteinander verbunden .
Gegenstand dieser Arbeit soll der erste dieser Karthagisch-römischen Verträge sein, der zwischen den Römern und ihren Bundesgenossen und den Karthagern und ihren Bundesgenossen geschlossen wurde .
Zunächst sollen einige Bemerkungen zur Überlieferung des Vertrages gemacht werden, bevor das Problem der Vertragsdatierung angerissen und eine kurze Skizzierung der politischen Situation bei Vertragsabschluß vorgenommen werden wird. Nach dem Aufzählen der niedergeschriebenen Regelungen sollen diese Bestimmungen mit Hilfe von Forschungsbeiträgen interpretiert werden, um herauszufinden, aus welchem Grund sie in den Vertragstext aufgenommen wurden. Im zusammenfassenden Schlußkapitel soll außerdem ein Ausblick auf weitere Karthagisch-römische Verträge gegeben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbemerkungen

2.1 Zur Überlieferung des 1. Karthagisch-römischen Vertrags

2.2 Zur Datierung des 1. Karthagisch-römischen Vertrags

2.3 Zur politischen Situation bei Vertragsabschluß

3. Der 1. Karthagisch-römische Vertrag

3.1. Die Bestimmungen des Vertrages

3.2. Die Lokalisierung des „Schönen Vorgebirge“

3.3. Zur Interpretation des Vertrages

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse des ersten Karthagisch-römischen Vertrags, wobei der Fokus auf der Interpretation der vertraglichen Bestimmungen sowie der Rekonstruktion des historischen und politischen Kontextes liegt, in dem dieses Abkommen zwischen Rom und Karthago geschlossen wurde.

  • Historische Überlieferung und Datierung des Vertragsabschlusses
  • Analyse der Bestimmungen zur Seegrenze und zum Handelsrecht
  • Lokalisierung des „Schönen Vorgebirges“ in der wissenschaftlichen Debatte
  • Untersuchung der römisch-karthagischen Interessen in Latium, Libyen, Sardinien und Sizilien
  • Interpretation des Vertrags als Instrument der politischen Protektion und Handelssicherung

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Bestimmungen des Vertrages

Im Folgenden soll nun der Inhalt des 1. Vertrages zusammengefaßt werden. Nach einer Einleitung, die besagt, daß es Freundschaft zwischen den Römern und Karthagern und den jeweiligen Bundesgenossen geben soll, werden die für die Römer gültigen Bestimmungen aufgezählt.

Im Bezug auf die Seegrenzen ist es den Römern nicht gestattet, mit ihren Schiffen über eine bestimmte Fahrtgrenze, das „Schöne Vorgebirge“, hinauszufahren. Wenn sie dennoch durch einen Sturm oder Feinde dazu gezwungen werden, hinter diesem Punkt an Land zu gehen, dürfen sie keine Sachen kaufen oder nehmen, mit Ausnahme der Dinge, die für Schiffsreparaturen und Opfergaben benötigt werden.

In Libyen und auf Sardinien ist den Römern der Handel grundsätzlich erlaubt, allerdings nur dann, wenn ein Herold oder Stadtangestellter anwesend ist. Dabei bürgt der Staat für den Verkäufer. Im karthagischen Teil Siziliens sollen die Römer dagegen dieselben Handelsrechte genießen, die auch den Karthagern zustehen.

Im weiteren geht es um jene Regelungen, nach denen sich die Karthager zu richten haben, wobei zunächst zu erwähnen ist, daß für die Karthager keine Fahrtgrenze festgelegt ist. Sie dürfen die unter römischer Kontrolle stehenden Städte, namentlich genannt werden dabei Ardea, Antium, Circei und Tarracina, nicht angreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die vertragliche Beziehung zwischen Rom und Karthago vor den Punischen Kriegen ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Vorbemerkungen: Dieses Kapitel erläutert die Quellenlage zur Überlieferung durch Polybios, diskutiert verschiedene Ansätze zur Datierung des Vertrags und skizziert die politische Ausgangslage der beiden Mächte.

3. Der 1. Karthagisch-römische Vertrag: Hier werden die inhaltlichen Bestimmungen detailliert analysiert, die Identifizierung geographischer Punkte wie des „Schönen Vorgebirges“ debattiert und die Motive der vertraglichen Regelungen interpretiert.

4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die nachfolgenden, späteren Verträge zwischen den beiden Mächten.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden die für die Untersuchung herangezogenen Quellen und Forschungsliteratur aufgelistet.

Schlüsselwörter

Karthagisch-römischer Vertrag, Antike, Polybios, Rom, Karthago, Punische Kriege, Schönes Vorgebirge, Handelsrecht, Seegrenzen, Diplomatie, Latium, Sizilien, Sardinien, Vertragsgeschichte, Antike Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den ersten Vertrag zwischen Rom und Karthago im 5. Jahrhundert v. Chr., um die damaligen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen beider Mächte zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Quellenkritik, die historische Datierung, die Analyse der vertraglichen Bestimmungen zu Handel und Seegrenzen sowie die Bedeutung des Vertrags für das Machtverhältnis in Latium.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine Interpretation der Vertragsbestimmungen die Beweggründe der Vertragspartner zu identifizieren und zu ergründen, warum diese spezifischen Regelungen getroffen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Interpretation vorhandener historischer Quellen sowie den Abgleich mit aktueller Forschungsliteratur, um die Bedeutung des Vertrags zu erschließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Vertragsklauseln, die Lokalisierung geographischer Bezeichnungen wie des „Schönen Vorgebirges“ sowie die handelspolitische Auslegung der Vereinbarungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Karthagisch-römischer Vertrag, Polybios, Seegrenzen, Handelsrecht und die Geopolitik der Antike charakterisiert.

Warum ist die Identifizierung des „Schönen Vorgebirges“ so schwierig?

Die Lokalisierung ist umstritten, da verschiedene antike Kommentare und moderne Interpretationen unterschiedliche geographische Punkte wie Kap Farina oder Kap Bon vorschlagen, was zu widersprüchlichen Schlussfolgerungen führt.

Welchen Zweck verfolgte der Vertrag laut der Interpretation von Huss?

Huss interpretiert den Vertrag primär als ein Mittel handelspolitischen Protektionismus, mit dem Karthago seine Einflusssphären gegenüber Rom absichern wollte.

Wie bewertet Ameling die Anwesenheit von Beamten bei Handelsgeschäften?

Ameling sieht darin keine Marktregulierung, sondern eine notwendige Maßnahme zur Rechtssicherheit in einer Zeit, in der es noch kein entwickeltes Fremdenrecht zwischen den Staaten gab.

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Details

Title
Erste Kontakte zwischen Rom und Karthago - Der 1. karthagisch-römische Vertrag
Subtitle
Betrachtung der Ereignisse in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr.
College
Free University of Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Course
Proseminar Die Punischen Kriege
Grade
2,0
Author
Nadine Bliedtner (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V6395
ISBN (eBook)
9783638139762
ISBN (Book)
9783638864336
Language
German
Tags
Erste Kontakte Karthago Vertrag Proseminar Punischen Kriege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Bliedtner (Author), 2002, Erste Kontakte zwischen Rom und Karthago - Der 1. karthagisch-römische Vertrag , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6395
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