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Handelshilfe - Politik als supranationale Aufgabe

Titel: Handelshilfe - Politik als supranationale Aufgabe

Seminararbeit , 2004 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Arne Gawrosch (Autor:in)

VWL - Außenhandelstheorie, Außenhandelspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch heute ist die sozioökonomische Situation in vielen Entwicklungsländern absolut unbefriedigend.
Die Möglichkeit von Exporten ist für viele Entwicklungsländer von immenser Bedeutung, da sie häufig die wichtigste Quelle für notwendige Deviseneinnahmen darstellt.
Mittlerweile gilt es als bewiesen, dass eine stärkere Einbindung der Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft positive Auswirkungen auf deren Wirtschaftswachstum haben.
Häufig schützt das Ausland jedoch ihre eigenen Binnenmärkte gegen die Konkurrenz. Dieser Protektionismus schränkt die Exportmöglichkeit der Entwicklungsländer ein. Zu schnelleren Wohlfahrtsverbesserungen wird ihnen daher Handelshilfe gewährt. Dabei zielen die Maßnahmen primär auf die Förderung der Teilnahme der Entwicklungsländer am Welthandel ab.
In der jüngeren Vergangenheit nimmt das Ausmaß der Gewährung von Handelshilfe speziell durch supranationale Organisationen zu.

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, traditionelle Handelshilfe-Maßnahmen vorzustellen und hinsichtlich ihrer Eignung auf eine Stabilisierung bzw. Erhöhung der Exporte der Entwicklungsländer zu untersuchen. Darüber hinaus soll erkannt werden, ob die bisherige Handelshilfe ausreicht, die Entwicklungsländer nachhaltig und ausreichend in den Welthandel einzubeziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Begriffe

3 Wirkungsweise ausgewählter Handelshilfemaßnahmen und ihre Grenzen

3.1 Internationale Waren– und Rohstoffabkommen

3.1.1 Ausgleichslager (Buffer–stock–Systeme)

3.1.2 Langfristige Kauf– und Lieferverpflichtungen

3.1.3 Export–Quoten–Abkommen

3.2 Indexierung von Rohstoffpreisen

3.3 Zollpräferenzen

4 Handelshilfe auf supranationaler Ebene

4.1 Handelshilfe–Politik der EU

4.1.1 Entstehung und Ausgestaltung der Handelshilfe der EU

4.1.2 Kritik an der Handelshilfe–Politik der EU

4.2 Handelshilfe–Politik auf Ebene der GATT/WTO

4.2.1 Entstehung der GATT/WTO und ihre Handelshilfe–Politik

4.2.2 Kritik an der Handelshilfe–Politik der GATT/WTO

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit traditionelle handelspolitische Maßnahmen und supranationale Strategien geeignet sind, die Exporte von Entwicklungsländern zu stabilisieren und diese nachhaltig in den globalen Handel einzubinden.

  • Analyse der Wirkungsweise von Waren- und Rohstoffabkommen
  • Evaluation von Instrumenten wie Ausgleichslagern und Zollpräferenzen
  • Untersuchung der Handelshilfepolitik der Europäischen Union
  • Bewertung der Rolle des GATT/WTO-Systems für Entwicklungsländer
  • Diskussion über die Notwendigkeit von Exportdiversifizierung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Ausgleichslager (Buffer-stock-Systeme)

Zunächst werden für ein Exportprodukt Mindest- und Höchstpreise fixiert. Fällt der Marktpreis des Produktes nun unter den im Rahmen des Abkommens festgelegten Mindestpreis, dann tritt das Ausgleichslager als zusätzlicher Nachfrager auf, um den Preisverfall durch die zusätzliche Nachfrage zu stoppen. Übersteigt der Marktpreis hingegen den festgelegten Höchstpreis, so tritt das Ausgleichslager als zusätzlicher Anbieter auf. Somit bewegt sich der Preis theoretisch nur zwischen dem festgelegten Mindest- und Höchstpreis. Praktische Anwendungsbeispiele solcher Ausgleichslager sind die bis Mitte der 80er Jahre praktizierten Zinn-, Kakao- und Kautschukabkommen.

Inwieweit Ausgleichslager die Preise jedoch tatsächlich stabilisieren, hängt von ihrer finanziellen Ausstattung ab. Je begrenzter die Mittel sind, desto geringer ist die Leistungsfähigkeit des Ausgleichslagers gegen Markttendenzen zu intervenieren.

Allgemein lässt sich kritisieren, dass nur Produkte berücksichtigt werden können, welche ohne Qualitätseinbußen über einen längeren Zeitraum gelagert werden können (dies trifft im Prinzip nur auf mineralische Rohstoffe wie Kupfer, Zinn, Zink, Blei, sowie Rohstoffe der Textilindustrie zu). Darüber hinaus bricht der buffer–stock bei falsch gewählten Interventionspreisen zusammen, da entweder die Finanzreserven schnell aufgebraucht sind, oder das Lager leer ist und nicht mehr als zusätzlicher Anbieter fungieren kann. Zusätzlich entstehen hohe Kosten bei der Errichtung und Erhaltung solcher Lager. Angesichts dieser Nachteile muss kritisch hinterfragt werden, ob solch ein Ausgleichslager eine geeignete Alternative zur Exporterlösstabilisierung ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Exporten für Entwicklungsländer dar und formuliert das Ziel, die Wirksamkeit aktueller Handelshilfemaßnahmen zu prüfen.

2 Grundlagen und Begriffe: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Entwicklungshilfe, Handelshilfe und supranationale Organisationen zur Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes.

3 Wirkungsweise ausgewählter Handelshilfemaßnahmen und ihre Grenzen: Es werden spezifische ordnungspolitische Instrumente wie Rohstoffabkommen, Preisindexierungen und Zollpräferenzen hinsichtlich ihrer Funktionalität und Probleme analysiert.

4 Handelshilfe auf supranationaler Ebene: Das Kapitel behandelt die Handelshilfepolitik der EU sowie des GATT/WTO-Systems und setzt sich kritisch mit deren Auswirkungen auf die Entwicklungsländer auseinander.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass bisherige Maßnahmen oft nur Symptome bekämpfen und fordert eine stärkere Ausrichtung auf Exportdiversifizierung und den Abbau von Protektionismus.

Schlüsselwörter

Entwicklungsländer, Handelshilfe, supranationale Organisationen, Weltmarkt, Export, Rohstoffabkommen, Ausgleichslager, Zollpräferenzen, EU, GATT, WTO, Exportdiversifizierung, Protektionismus, Welthandel, Wirtschaftswachstum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Handelshilfe durch supranationale Organisationen dazu beitragen kann, die Exportsituation von Entwicklungsländern zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind internationale Rohstoffabkommen, Zollpräferenzen sowie die Handelspolitik der EU und der WTO.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Untersuchung der Eignung traditioneller Handelshilfemaßnahmen zur Stabilisierung von Exporterlösen und zur Integration der Entwicklungsländer in den Welthandel.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung existierender wirtschaftswissenschaftlicher Literatur zur Entwicklungspolitik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Instrumente der Handelshilfe erläutert und die spezifische Politik der EU sowie des GATT/WTO-Systems kritisch bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Entwicklungsländer, Handelshilfe, Exportdiversifizierung, Rohstoffabkommen, EU-Handelspolitik und WTO sind die prägenden Begriffe.

Warum wird das System der Ausgleichslager oft kritisch betrachtet?

Kritikpunkte sind hohe Lagerkosten, begrenzte Lagerfähigkeit vieler Produkte und die Gefahr des Scheiterns bei inkorrekten Interventionspreisen.

Inwiefern hat das Cotonou-Abkommen die EU-Politik erweitert?

Im Gegensatz zu den Lome-Abkommen stellt es Aspekte wie Armutsbekämpfung, Menschenrechte und Demokratieentwicklung stärker in den Fokus und strebt Konformität mit WTO-Bestimmungen an.

Welche Rolle spielen die Terms of Trade in der Arbeit?

Sie werden im Kontext der Preisindexierung für Rohstoffe diskutiert, wobei die Arbeit anmerkt, dass empirisch keine generelle Verschlechterung dieser Terms für alle Entwicklungsländer belegt werden konnte.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Handelshilfe - Politik als supranationale Aufgabe
Hochschule
Universität Hamburg  (Wirtschaftssysteme, Wirtschafts- und Theoriegeschichte)
Veranstaltung
Wirtschafts- und Entwicklungspolitik
Note
2,0
Autor
Arne Gawrosch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V63987
ISBN (eBook)
9783638569095
ISBN (Buch)
9783638767460
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handelshilfe Politik Aufgabe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Arne Gawrosch (Autor:in), 2004, Handelshilfe - Politik als supranationale Aufgabe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63987
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Leseprobe aus  21  Seiten
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