Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Biblical Theology

Analyse und Vergleich der Bibelstellen Mt 5, 25f und Lk 12, 58f: Das Gleichnis vom Gang zum Richter

Title: Analyse und Vergleich der Bibelstellen Mt 5, 25f und Lk 12, 58f: Das Gleichnis vom Gang zum Richter

Term Paper , 2004 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Susanne Peschutter (Author)

Theology - Biblical Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Textkritik stellt fest, wie der Text in seiner Urform ausgesehen hat. Dies geschieht durch Vergleich der Übersetzungen.
Die Zürcher Bibel verwendet anstelle des allgemeineren Wortes Gegner den speziell auf das Wortfeld Gericht hindeutenden Begriff Prozessgegner. Hierbei kann es sich allerdings kaum um einen Prozessgegner handeln, da vielmehr eine außergerichtliche Einigung angestrebt werden soll. Einem Prozess ist vielmehr auszuweichen. Sowohl die Einheitsübersetzung als auch die Luther-Bibel kommen mit der Verwendung des Wortes Gegner dem eigentlichen Sinn dieses Textes näher.
Den übrigen Teil der Perikope betreffend stellt die Übersetzung der Zürcher Bibel eine der ursprünglichen Form vermutlich sehr nahe kommende Fassung dar, weil sie der Interlinearübersetzung am nächsten kommt. Aus diesem Grund ist, bis auf die o.g. Änderung, die Übersetzung der Zürcher Bibel dieser Arbeit zugrundegelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. DER TEXT

1. Übersetzung

2. TEXTKRITIK

II. ANALYSE

1. GRUNDLEGENDE ANALYSE

1.1 Aufbau und Abgrenzung der Perikopen

1.1.1 Gliederung

1.1.2 Anfang und Ende der Perikopen

1.2 Sprachliche Analyse

1.2.1 Syntaktische Analyse

1.2.1.1 Satzebene

1.2.1.2 Wortebene

1.2.2 Stilistische Analyse

1.2.2.1 Satzebene

1.2.2.2 Wortebene

1.2.3 Textkohärenz

1.3 Zusammenhänge und Parallelen

1.3.1 Stellung der Texte im Aufbau der Evangelien

1.3.2 Vergleich mit den Kontexten

2. LITERARKRITIK

2.1 Zwei-Quellen-Theorie

2.2 Logienquelle Q

2.3 Synoptischer Vergleich

3. FORMKRITIK

3.1 Gattungsfrage

3.2 Sitz im Leben

3.3 Aussageabsicht

4. ÜBERLIEFERUNGSGESCHICHTE

4.1 Ursprungsort des Texte

4.2 Mündliche Überlieferung bis zur schriftlichen Fixierung

5. REDAKTIONSGESCHICHTE

5.1 Redaktion von Q

5.2 Matthäische Redaktion

5.2.1 Ort-, Zeit- und Verfasserfrage

5.2.2 Funktion der Perikope bei Matthäus

5.3 Lukanische Redaktion

5.3.1 Ort-, Zeit- und Verfasserfrage

5.3.2 Funktion der Perikope bei Lukas

6. TRADITIONSGESCHICHTE

6.1 Parallelen im Alten Testament und Judentum

6.2 Begriffsuntersuchungen

7. ZEITGESCHICHTE

7.1 Jüdische Apokalyptik

III. INTERPRETATION

1. Historisch-theologische Interpretation

2. Wirkungsgeschichte

3. Systematisch-theologische Interpretation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht exegetisch das "Gleichnis vom Gang zum Richter" in den biblischen Überlieferungen Mt 5, 25f und Lk 12, 58f, um deren ursprüngliche Intention, eschatologische Bedeutung und redaktionelle Einbettung in den jeweiligen Evangelien zu erhellen.

  • Exegetische Analyse der Bibelstellen Mt 5, 25f und Lk 12, 58f
  • Untersuchung der literarkritischen und formkritischen Zusammenhänge
  • Vergleich der matthäischen und lukanischen Redaktionsgeschichte
  • Traditionsgeschichtliche Einordnung in den Kontext der Naherwartung und des Judentums
  • Systematisch-theologische Interpretation des Versöhnungsgedankens

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Anfang und Ende der Perikopen

Mt 5, 25f erscheint im Zusammenhang mit der ersten Antithese innerhalb der Bergpredigt. Dieser Abschnitt lässt sich deutlich im Hinblick auf beteiligte Personen vom Rest des Textes abgrenzen. Nur in dieser Perikope ist die Rede von einem Gegner. Anders verhält es sich in den vorangehenden Versen, in denen vom Bruder geredet wird. Ein Bruder ist in der Regel ein Nahestehender, ein Familienmitglied. Der Gegner ist das ganze Gegenteil. Gegner stehen sich einander gegenüber. Sie handeln gegeneinander. In dieser Hinsicht erfährt dieser Text also eine erkennbare Abgrenzung.

Thematisch ist dieser Textabschnitt nicht so eindeutig abzugrenzen. Schon vorher wird zur Versöhnung aufgerufen. Dieses Thema ist auch Gegenstand der Verse 25f.

Das Ende dieser Einheit ist deutlich daran zu erkennen, dass der dann folgende Vers eine weitere Antithese der Bergpredigt darstellt. In den darauffolgenden Versen wird ein anderer Sachverhalt, der Ehebruch, behandelt. Diese inhaltliche Veränderung lässt eine klare Abgrenzung zu.

Auch der Textabschnitt Lk 12, 58f lässt sich eindeutig auf den genannten Umfang beschränken. In den vorangehenden und nachfolgenden Versen spricht Jesus mehrere Zuhörer an. Dies ist daran feststellbar, dass die Pronomen hier in der zweiten Person Plural erscheinen. Auffällig ist, dass nur die Verse 58f in der zweiten Person Singular stehen. Der Inhalt der Verse 58f wird zwar bereits in Vers 57 angedeutet, es geht um das Thema Recht und Urteil, jedoch wird erst in den Versen 58f der wichtige Aspekt der Einigung mit dem Widersacher aufgenommen. Dies ist die zentrale Aussage dieser Verse. Aus diesem Grunde ist die angesprochene Abgrenzung zu rechtfertigen. Weitere Anhaltspunkte, die für eine Abgrenzung des Textabschnittes sprechen, sind die genannten Personengruppen. Richter und Gerichtsdiener werden ausschließlich in den Versen 58f erwähnt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. DER TEXT: Bietet die direkte Übersetzung der beiden Bibelstellen Mt 5, 25f und Lk 12, 58f sowie eine kurze textkritische Einordnung.

II. ANALYSE: Umfasst die detaillierte Untersuchung des Aufbaus, der sprachlichen Struktur und der Zusammenhänge innerhalb der Evangelien.

LITERARKRITIK: Erklärt die literarischen Entstehungsverhältnisse durch die Zwei-Quellen-Theorie und den synoptischen Vergleich.

FORMKRITIK: Bestimmt die literarische Gattung der Texte als gleichnisartigen Redestoff und reflektiert über den Sitz im Leben.

ÜBERLIEFERUNGSGESCHICHTE: Beleuchtet den Ursprungsort und den Weg von der mündlichen Tradition bis zur schriftlichen Fixierung.

REDAKTIONSGESCHICHTE: Analysiert die spezifischen theologischen Interessen der Evangelisten Matthäus und Lukas bei der Bearbeitung der Logienquelle.

TRADITIONSGESCHICHTE: Untersucht Parallelen zum Alten Testament und Judentum sowie spezifische Begriffsuntersuchungen.

ZEITGESCHICHTE: Verortet die Texte im Kontext der jüdischen Apokalyptik und der zeitgenössischen Naherwartung.

III. INTERPRETATION: Führt eine historisch-theologische, wirkungsgeschichtliche und systematisch-theologische Auslegung durch, die den heutigen Bezug zur Versöhnung betont.

Schlüsselwörter

Gleichnis, Mt 5, 25f, Lk 12, 58f, Exegese, Bergpredigt, Logienquelle Q, Naherwartung, Eschatologie, Versöhnung, Redaktionsgeschichte, Formkritik, Gericht, Gerechtigkeit, Bibelwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Analyse und einem Vergleich der Gleichnis-Perikopen Mt 5, 25f und Lk 12, 58f ("Der Gang zum Richter").

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Bereiche Textkritik, Literarkritik, Formkritik, Überlieferungs- und Redaktionsgeschichte sowie Interpretation im Kontext der jüdischen Apokalyptik ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die ursprüngliche Intention Jesu, die eschatologische Bedeutung der Texte sowie die unterschiedliche redaktionelle Gewichtung durch Matthäus und Lukas herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommen die historisch-kritische Methode sowie literatur- und redaktionsgeschichtliche Analysewerkzeuge der Theologie zum Einsatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Aufbau der Perikopen, vergleicht diese mit ihren jeweiligen Kontexten und untersucht die theologische Funktion bei den beiden Evangelisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Exegese, Naherwartung, eschatologische Mahnung, Versöhnung und das Reich Gottes.

Warum unterscheidet Lukas den Aspekt des "Sich-Mühens"?

Lukas verknüpft das Sich-Mühen mit der Notwendigkeit der Buße in einer nicht mehr unmittelbar nahen Endzeit, um die Chance auf ein erfülltes Leben zu betonen.

Welche Rolle spielt die "bessere Gerechtigkeit" bei Matthäus?

Bei Matthäus stellt die "bessere Gerechtigkeit" eine Überhöhung der alttestamentlichen Gebote im Kontext der Bergpredigt dar, die aus der Heilszusage Gottes erwächst.

Excerpt out of 34 pages  - scroll top

Details

Title
Analyse und Vergleich der Bibelstellen Mt 5, 25f und Lk 12, 58f: Das Gleichnis vom Gang zum Richter
College
University of Education Freiburg im Breisgau  (Institut für Evangelische Theologie / Religionspädagogik)
Course
Einführung in die exegetischen Methoden
Grade
1,0
Author
Susanne Peschutter (Author)
Publication Year
2004
Pages
34
Catalog Number
V64012
ISBN (eBook)
9783638569231
ISBN (Book)
9783656804918
Language
German
Tags
Analyse Vergleich Bibelstellen Gleichnis Gang Richter Einführung Methoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Peschutter (Author), 2004, Analyse und Vergleich der Bibelstellen Mt 5, 25f und Lk 12, 58f: Das Gleichnis vom Gang zum Richter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64012
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint