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Die Entstehung von Lebensstilen

Title: Die Entstehung von Lebensstilen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Monika Schraft (Author)

Communications - Miscellaneous
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Erst in den achtziger Jahren entdeckten die Sozialwissenschaften Lebensstile als wichtige Elemente der Sozialstruktur, die das menschliche Verhalten entscheidend beeinflussen, zum Beispiel Konsum- oder Wahlentscheidungen. Somit sind sie unabhängige Variablen und nicht, wie zuvor angenommen, von zentralen Sozialstrukturen abhängig.
Mittlerweile existiert eine erhebliche Zahl von Konsumententypologien und Lebensstilklassifikationen. Von ihnen wird erwartet, das Verhalten besser vorhersagen zu können als klassische demographische oder sozio-ökonomische Variablen. Vor allem im Marketing finden Lebensstile große Beachtung, da ihr Einfluss auf die Präferenzen für ein bestimmtes Spektrum an Produkten erkannt wurde.
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie Lebensstile entstehen. Dabei müssen mehrere Teilfragen berücksichtigt werden: Wie bildet eine Person einen individuellen Lebensstil aus? Wieso unterscheiden sich die Lebensstile unterschiedlicher Personen? Und wieso sind oftmals auch sehr ähnliche Lebensstile bei unterschiedlichen Personen vorzufinden?
Zunächst werden die Grundlagen der Lebensstilforschung vorgestellt und ihre Entwicklung zusammenfassend beschrieben. Die Arbeit defineirt wesentliche Begriffe, grenzt sie voneinander ab und legt die beiden grundsätzlichen Positionen in der Herangehensweise an Lebensstile dar.
Im Vordergrund steht die Frage nach der Entstehung von Lebensstilen auf der Mikro- und der Makroebene. Ziel ist, eine schlüssige Verbindung von der Ebene des individuellen Verhaltens zur Ebene der gesellschaftlichen Struktur aufzuzeigen. Dazu werden Ansätze aus verschiedenen Wissenschaften herangezogen und miteinander verbunden, vornehmlich aus der Psychologie und der Soziologie, da nur so ein umfassendes Bild der Entstehung von Lebensstilen gezeichnet werden kann.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Lebensstilforschung

2.1 Geschichte der Lebensstilforschung

2.2 Lebensstil und Milieu

2.2.1 Lebensstil

2.2.2 Milieu

2.3 Determinanten des Lebensstils – unterschiedliche Positionen

3. Entstehung von Lebensstilen

3.1 Individuelles Verhalten

3.1.1 Psychische Verhaltensdeterminanten

3.1.2 Umweltdeterminanten des Verhaltens

3.2 Lebensstilbildung auf der Ebene des Individuums

3.3 Mikro-Makro-Verknüpfung

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Lebensstilforschung und analysiert detailliert, wie individuelle Lebensstile entstehen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich eine Verbindung zwischen dem Verhalten auf der Mikroebene des Individuums und der gesellschaftlichen Makroebene herstellen lässt, wobei Ansätze aus der Psychologie und Soziologie integriert werden.

  • Historische Entwicklung der Lebensstilforschung
  • Differenzierung der Begriffe Lebensstil und Milieu
  • Psychische und umweltbedingte Determinanten menschlichen Verhaltens
  • Theoretische Ansätze zur Lebensstilbildung auf individueller Ebene
  • Mikro-Makro-Verknüpfung durch soziale Distinktion und Segregation

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Psychische Verhaltensdeterminanten

Die inneren oder psychischen Vorgänge lassen sich in aktivierende und kognitive Prozesse unterscheiden: Aktivierende Prozesse sind mit inneren Erregungen und Spannungen verbunden und treiben das Verhalten an, sie äußern sich auch durch physische Signale wie beispielsweise Herzrasen oder Gänsehaut. Kognitive Vorgänge dienen der Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen (Vgl. NIESCHLAG / DICHTL / HÖRSCHGEN 1994: 164). Beide Arten von Prozessen können durch innere oder äußere Reize ausgelöst werden, zum Beispiel ist das Anbieten zweier Produkte durch einen Verkäufer ein Außenreiz, der einen Beurteilungsprozess auslöst.

Aktivierung kann rein körperlich erfolgen, in dem bestimmte Nerven durch innere oder äußere Impulse angeregt werden – Aktivierung ist also die Reaktions- und Leistungsbereitschaft des Organismus, ein allgemeiner Erregungszustand, der über physiologische Größen gemessen werden kann. Sie dient als Motor menschlichen Verhaltens (Vgl. FELSER 1999: 31f).

Am Beginn steht ein innerer oder äußerer Reiz, der am Ende ein Verhaltensmuster bewirkt. Dazwischen liegen die als intervenierende Variablen die aktivierenden Prozesse Emotion, Motivation und / oder Einstellung. Als Emotion werden innere Erregungsvorgänge bezeichnet, die als angenehm oder unangenehm empfunden und mehr oder weniger bewusst erlebt werden. Unter Motivation versteht die Konsumentenforschung Emotionen, die mit einer Zielorientierung für das Verhalten verbunden sind. Und schließlich ist die Einstellung eine Motivation, die mit einer (kognitiven) Gegenstandsbeurteilung verknüpft ist, also eine Haltung oder Prädisposition gegenüber einem Objekt. Die drei Begriffe bauen also aufeinander auf, wobei Emotionen nach innen auf das eigene Erleben gerichtet sind, Motivationen auf eine Handlung und Einstellungen auf Objekte (Vgl. KROEBER-RIEL / WEINBERG 1999: 53ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Lebensstilen für die Sozialstrukturanalyse und Darlegung der zentralen Fragestellung bezüglich ihrer Entstehung.

2. Überblick über die Lebensstilforschung: Zusammenfassende Darstellung der historischen Entwicklung, Abgrenzung der zentralen Begriffe Lebensstil und Milieu sowie Diskussion verschiedener deterministischer Positionen.

3. Entstehung von Lebensstilen: Zentrale Analyse der psychischen und umweltbedingten Verhaltensdeterminanten sowie theoretische Herleitung der Lebensstilbildung auf Mikro- und Makroebene.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der disziplinenübergreifenden Natur des Konzepts Lebensstil und Reflexion über das Zusammenspiel von inneren und äußeren Einflussfaktoren.

5. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachquellen und theoretischen Grundlagenwerke.

Schlüsselwörter

Lebensstil, Lebensstilforschung, Milieu, Verhaltensdeterminanten, Psychographie, Mikro-Makro-Verknüpfung, soziale Segregation, Marktsegmentierung, Konsumentenverhalten, Sozialstruktur, Distinktion, Affiliation, Rational-Choice-Theorie, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Hintergründe und die Entstehung von Lebensstilen in der modernen Gesellschaft unter Einbeziehung psychologischer und soziologischer Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Lebensstilforschung, die Abgrenzung von Lebensstil und Milieu, die Analyse individueller Verhaltensdeterminanten sowie die Prozesse der gesellschaftlichen Lebensstilbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Prozess der Entstehung von Lebensstilen von der Ebene des individuellen Verhaltens bis hin zur Ausbildung gesellschaftlicher Strukturen schlüssig aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt einen interdisziplinären theoretischen Ansatz, der Modelle aus der Psychologie und Soziologie integriert, um die Entstehung von Lebensstilen zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie individuelle Verhaltensweisen durch psychische und umweltbedingte Faktoren geprägt werden und wie diese durch Mechanismen wie Distinktion und Selektion zu Gruppenbildungen (Milieus) führen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lebensstil, Milieu, Verhaltensdeterminanten, soziale Segregation und die Verknüpfung von Mikro- und Makroebenen.

Welche Bedeutung haben psychische Prozesse für den Lebensstil?

Psychische Prozesse wie Emotion, Motivation und Einstellung wirken als intervenierende Variablen, die innere Erregungen in konkrete, beobachtbare Verhaltensmuster transformieren.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Lebensstil und Milieu?

Während Lebensstile vor allem individuelle Verhaltensmuster und Handlungsausführungen beschreiben, bezieht sich das Milieu auf die überindividuelle soziale Gruppierung und deren gemeinsame Lebensbedingungen sowie Mentalitäten.

Welche Rolle spielt die soziale Segregation bei der Lebensstilbildung?

Soziale Segregation markiert das Ende des Aggregierungsprozesses, bei dem sich gesellschaftliche Gruppen mit gleichartigen Lebensstilen räumlich oder sozial verfestigen.

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Details

Title
Die Entstehung von Lebensstilen
College
University of Hohenheim  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Ausgewählte Themen der Kommunikationswissenschaft: Psychografische Zielgruppenmodelle
Grade
2,0
Author
Monika Schraft (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V64049
ISBN (eBook)
9783638569507
ISBN (Book)
9783638669672
Language
German
Tags
Entstehung Lebensstilen Ausgewählte Themen Kommunikationswissenschaft Psychografische Zielgruppenmodelle Lebensstile Konsumententypologie Verhalten Lebensstilforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Schraft (Author), 2006, Die Entstehung von Lebensstilen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64049
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