Trainingssteuerung im Sportschwimmen


Hausarbeit, 2004
16 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Deckblatt

1. Einleitung
1.1 Definition
1.2 Trainingssteuerung
1.3 Leistungsdiagnose

2. Methoden der Trainingssteuerung
2.1 Pulswerte und Laktatwerte
2.2 Belastungsintensität durch Laktatwerte
2.3 Wettkampfgeschwindigkeiten und Testgeschwindigkeiten

3. Leistungsdiagnostik
3.1 Ausdauerdiagnostik
3.2 Beweglichkeitsdiagnostik
3.3 Schwimmtechnik
3.4 Sportmedizinische Gesundheitsdiagnostik
3.5 Schnelligkeitsdiagnostik
3.6 Kraftdiagnostik
3.7 Starts
3.8 Wende

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der deutsche Schwimmverband führt seit 1992 verpflichtend für alle Bundeskaderathleten seine komplexe Leistungsdiagnostik (KLD) durch. Die Leistungsdiagnostik wurde im Hochleistungstraining zum festen Bestandteil des Trainingsprozesses. Sie dient als Planungsgrundlage, indem sie z.B. wesentliche Stärken und Schwächen im Bezug auf die Leistungskomponenten herausarbeitet, um somit das Training inhaltlich zu bestimmen. Diese Hausarbeit befasst sich mit der Trainingssteuerung sowie der Leistungsdiagnose. Sie wird detailliert die verschiedenen Arten der Leistungsdiagnostik kontrastieren und vergleichen.

1.1 Definition

Trainingssteuerung (Training control):

Trainingssteuerung bezeichnet die gezielte Abstimmung aller Maßnahmen der Trainingsplanung sowie des Trainingsvollzugs, also der Trainingsdurchführung und der Trainings- und Wettkampfauswertung zur Veränderung des sportlichen Leistungszustandes im Hinblick auf das Erreichen sportlicher Leistungen und Erfolge (nach Röthig, 1992, S.527).

1.2 Trainingssteuerung

Als Trainingssteuerung in diesem Sinne (siehe Punkt 1.1), kann die Entscheidung der Trainingsplanung und des daraus resultierenden Trainingsvollzugs zu einer Veränderung des Trainingszustandes führen und damit auch zu einer Bestleistung. Der Wirkungsweg der Trainingssteuerung wird allerdings von dem vorgegebenen Trainingsziel bestimmt und den individuellen Besonderheiten des Sportlers (nach Röthig, 1992, S.528).

Wenn also die Randbedingungen feststehen setzt man sich ein Trainingsziel. Daraufhin wird das Training geplant danach folgt die Trainingsdurchführung. Damit sollte man den erwünschten Trainingszustand erreicht haben, mit dem es möglich ist, das gesetzte Trainingsziel zu erreichen. Jetzt folgt in unmittelbarer Nähe der Wettkampf und hier wird ebenfalls eine erfolgreiche Leistung erwartet. Optimal wäre es also, wenn das Trainingsziel auch unter Wettkampfbedingungen erreicht werden kann.

Um einen individuell bestmöglichen Trainingszustand zu erreichen, wird die Trainingssteuerung benutzt. In die Trainingsplanung fließen auch Trainings- und Wettkampfauswertungen ein, es werden ebenfalls Leistungskontrollen durchgeführt, diese sollen Auskunft über Trainingsvollzug und den aktuellen Trainingszustand geben (Röthig, 1992, nach Carl S. 528).

1.3 Leistungsdiagnose

Die Leistungsdiagnose ist das Erkennen und Benennen des individuellen Niveaus einer sportlichen Leistung oder eines Leistungszustandes (Röthig, 1992, S.277, 278).

Eine detaillierte und möglichst exakte Leistungsdiagnose ist die Vorraussetzung zur Steuerung und Regelung eines Trainings. Die Feststellung des Trainingszustandes wird durch Leistungsdiagnose erreicht. Bei einer Leistungsdiagnose werden sportart- bzw. disziplinspezifische Anforderungsprofile erstellt. Bei Ausdauersportarten sind vor allem die energetischen Bedingungen entscheidend, aber auch die psychischen, funktionell-anatomischen und biomechanischen. Die Verfahren der Leistungsdiagnose sind die Feststellung des momentanen Trainingszustandes mittels sportwissenschaftlicher oder sportpraktischer Tests (Schwimmen: Belastungs- Dauer- und Intervallschwimmtest) und ebenfalls die an die Ziel- und Normsetzung gebundene Trainings- und Wettkampfplanung sowie die Trainings- und Wettkampfdurchführung. Des Weiteren die Erfassung und Auswertung der Trainingswirkungen, erkennbar in dem Trainingszustand und Wettkampfleistung, mittels Beobachtungen, Messungen und Tests, aber auch die Verwendung der Auswertungen und zwar so, dass rückkoppelnd die Trainings- und Wettkampfplanung sowie die Trainings- und Wettkampfdurchführung entsprechend der Norm- und Zielsetzung korrigiert werden können (Zintl& Eisenhut, 2001, S.160).

2. Methoden der Trainingssteuerung

2.1 Puls- und Laktatwerte

Die Trainingssteuerung nach Puls- und Laktatwerten erfolgt im Stufentest. Sie ist durch die Laktatmessung und die Pulsmessung anhand von Puls- sowie Laktatmessern die genauste Methode. Aufgrund der Anschaffung von Puls- und Laktatmessgeräten und aufgrund der Laktatmessung durch Profis ist es die aufwendigste Methode. Außerdem spielt der Zeitfaktor bei einer beispielsweise 15Mann starken Schwimmergruppe und einem Stufentest von 6 mal 200m eine erhebliche Rolle.

Zur Bestimmung der Stoffwechselanteile verwendet man folgende Parameter:

Für die aerobe Energiebereitstellung wird der Parameter der Herzfrequenz herangezogen, für die anaerobe Energiebereitstellung verwendet man Laktat-Werte als Parameter. Die Messung dieser beiden Parameter gibt Aufschluss über die Belastungsintensität, bei der trainiert wird bzw. wie hoch der Anteil an aerobem und anaerobem Stoffwechsel im Training ist, denn beide Parameter stehen in Beziehung zueinander (modifiziert nach Simon, Grundlagen der Trainingswissenschaften 2, Skript SS´04, S.15).

2.2 Belastungsintensität durch Laktatwerte

Hohmann, Lames und Letzelter (2003, S.179) gehen dem ungelösten Problem der Bestimmung der Belastungsintensität in den einzelnen Sportartengruppen nach. Im Kraftsport greift man hierbei auf relative Lasten (im Vergleich zur Maximalleistung) (nach Zatsiorsky, 1996) und bei den Fortbewegungssportarten auf die individuelle energetische Beanspruchung des Sportlers (nach Mader et al.,1976) zurück. Die letztere Vorgehensweise hat beispielsweise im Schwimmen zu folgenden Kategorien geführt (Rudolph, 1995; Mujika et al., 1996):

1. Kompensations-\Regeneratiostraining bei Laktatwerten im Bereich von unter 2mmol\l Blut (KOMP bzw. REG).
2. Grundlagenausdauer 1 bei Laktatwerten im Bereich der aeroben Schwelle bei etwa 2-3 mmol\l (GA I).
3. Grundlagenausdauer 2 bei Laktatwerten im Bereich und leicht oberhalb der anaeroben Schwelle bei etwa 3-6 mmol\l (GA II).
4. Schnelligkeitsausdauertraining bzw. wettkampfspezifisches Ausdauertraining im
Bereich submaximaler bis maximaler Laktatwerte von 8-12 mmol\l und mehr
(SA\WA).
5. Sprintraining.

2.3 Wettkampf- und Testgeschwindigkeiten

Die Methode der Ableitung von Wettkampf- und Testgeschwindigkeiten ist in der Trainingssteuerung eine genaue und weit verbreitete Methode. Der materielle Aufwand ist nicht sehr groß, meisten genügt eine Stoppuhr. In den Fortbewegungsdisziplinen wie z.B. Laufen, Schwimmen oder Radfahren, werden neben den zurückgelegten Metern die Serienzahlen und –zeiten notiert somit wird das absolvierte Training erfasst. Bei der Leistungskontrolle wird der aktuelle Leistungszustand des Athleten diagnostiziert, diese beiden Arten von Ist-Werten werden dann in der Trainingsverlaufsanalyse mit den ursprünglich geplanten Soll-Werten verglichen. Nachfolgend werden die Ist-Trainingsdaten und die Ist-Leistungsdaten auf ihren Zusammenhang untersucht (Hohmann, Lames & Letzelter, 2003, S.177.178).

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Trainingssteuerung im Sportschwimmen
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Sportwissenschaften IFS)
Veranstaltung
Schwimmen Schwerpunktkurs 2
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V64145
ISBN (eBook)
9783638570312
ISBN (Buch)
9783638947046
Dateigröße
508 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trainingssteuerung, Sportschwimmen, Schwimmen, Schwerpunktkurs
Arbeit zitieren
Peter Franken (Autor), 2004, Trainingssteuerung im Sportschwimmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64145

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