Existenzgründung durch Franchising


Hausarbeit, 2006

34 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen
2.1 Existenzgründung
2.2 Franchising

3 Grundlagen und Entwicklung des Franchising
3.1 Geschichte
3.2 Die Anfänge des heutigen Franchising
3.3 Gegenwart

4 Franchising und andere Formen der Existenzgründung
4.1 Formen der Existenzgründung
4.1.1 Neugründung
4.1.2 Betriebsübernahme
4.1.3 Beteiligung
4.1.4 Spin Offs (Outsourcing)
4.1.5 Franchising
4.2 Abgrenzung des Franchisings von anderen Vertriebsformen
4.2.1 Vertragshändlersystem
4.2.2 Handelsvertretersystem, Agentursystem
4.2.3 Lizenzsystem
4.2.4 Filialsystem
4.2.5 Kommissionssystem
4.2.6 Vertragshändlersystem
4.2.7 Alleinvertriebssystem
4.2.8 Depotsystem

5 Der Franchisevertrag
5.1 Das richtige Franchisesystem
5.2 Vorschriften zum Franchisevertrag

6 Rechte und Pflichten aus dem Franchisevertrag
6.1 Rechte und Pflichten für den Franchisegeber
6.2 Rechte und Pflichten für den Franchisenehmer

7 Vor- und Nachteile von Franchise
7.1 Vor- und Nachteile für den Franchisegeber
7.2 Vor- und Nachteile für den Franchisenehmer

8 Gebühren und Investitionen
8.1 Einmalgebühr
8.2 Laufende Gebühren
8.3 Empfehlung des Deutschen Franchise-Verbandes e. V.
8.4 Investitionen

9 Risiken

10 DFV-System-Check
10.1 Grundlagen des DFV-System-Check
10.2 Vorteile für Franchiseunternehmen durch den DFV-System-Check

11 Existenzgründung mit Franchise am Beispiel von Kamps Backwaren

12 Schlusswort

1 Einleitung

„Franchise ist unsere erfolgreichste Vertriebsvariante.[1]

„Franchise ist die strategische Antwort auf die Absatzeinbrüche der vergangenen Jahre.[2]

„Franchise hat keine Sonderkonjunktur, vielmehr kommen die selbständigen Franchisenehmer mit starken Marken im Rücken besser mit der Konsumkrise zurecht.[3]

Franchise erlaubt uns schneller zu wachsen, als wir finanzielle Mittel haben.[4]

So oder ähnlich könnte man Franchising kurz umschreiben. Damit ist die Arbeit jedoch nicht getan. Es soll vielmehr ein Blick hinter die Kulissen dieses „schönen“ Begriffs FRANCHISING geworfen werden. Worum geht es überhaupt? Wie ist Franchising entstanden? Was ist bei der Existenzgründung mit Franchising anders?

Bei genauerer Betrachtung lassen sich Vor- und Nachteile entdecken, die in Franchiseverträgen festgehalten werden und Rechte und Pflichten für beide Parteien mit sich bringen.

Auch über die Finanzierungschancen und die Risiken muss man sich Gedanken machen.

Enden soll diese Arbeit mit einem Praxisbeispiel der Firma Kamps , um die gesammelten Erkenntnisse zu verdeutlichen.

2 Grundlagen

2.1 Existenzgründung

Existenzgründung ist der erste Schritt in die berufliche Selbständigkeit. Arbeitnehmer, Arbeitslose, Schul- oder Hochschulabsolventen sowie Studienabbrecher sollen durch die Förderung von Bund und Ländern dazu ermutigt werden, ihre Geschäftsideen in eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Die Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammer sowie Beratungsstellen helfen den Jungunternehmen bei Finanzierungs-, Rechts- und Patentfragen.[5]

2.2 Franchising

Franchising ist ein Vertriebssystem, durch das Waren, Dienstleistungen oder Technologien vermarktet werden. Es gründet sich auf eine enge und fortlaufende Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer. Der Franchisegeber gewährt dem Franchisenehmer das Recht und legt ihm gleichzeitig die Verpflichtung auf, ein Geschäft entsprechend seinem Konzept zu betreiben. Dieses Recht berechtigt und verpflichtet den Franchisenehmer, gegen ein direktes oder indirektes Entgelt im Rahmen und für die Dauer eines schriftlich, zu diesem Zweck zwischen den Parteien abgeschlossenen Franchisevertrages bei laufender technischer und betriebswirtschaftlicher Unterstützung durch den Franchisegeber den Systemnamen und/oder das Warenzeichen und/oder die Dienstleistungsmarke und/oder andere gewerbliche Schutz- und Urheberrechte sowie das Know-how, die wirtschaftlichen und technischen Methode und das Geschäftsordnungssystem des Franchisegebers zu nutzen.[6]

3 Ursprung und Entwicklung des Franchising

3.1 Geschichte

Das Wort Franchise kommt ursprünglich aus dem Französischen und bezeichnet die Befreiung von Zöllen und Abgaben. Insofern hat sich die Bedeutung des Begriffes Franchise um 180 Grad gedreht. Denn heute bedeutet Franchise gerade, dass der Franchisenehmer Gebühren zahlen muss.

3.2 Die Anfänge des heutigen Franchisings

Im Jahre 1954 betrat Ray Kroc, damals Vertreter für Milchmixgeräte, ein Restaurant in San Bernadino im Westen der USA. Statt wie sonst nach dem Verkaufsgespräch sofort weiterzureisen, beobachtete er den ganzen Tag über das rege Treiben in dem Restaurant. Er war von dem Erfolg so begeistert, dass ihn der Gedanke daran nicht in Ruhe ließ. Ein paar Wochen später wurde er beim Besitzer vorstellig und erwarb kurz darauf die Lizenz zur Vermarktung dieses Restauranttyps. Am 2. März 1955 gründete er eine eigene Firma mit folgendem Handelsregistereintrag: Mc Donald´s System, Inc. Aus diesem Grunde könnte man Ray Kroc auch als Vater des modernen Franchising bezeichnen.

3.3 Gegenwart

Aus heutiger Sicht ist zu bemerken, das neben der Nutzung des Marktrechts auch das richtige Geschäftsdesign, die passende Werbung und eine ständige Qualitätskontrolle garantiert wird.

Ein Existenzgründer, der heute ins Franchising einsteigt, kann ein schlüsselfertiges Konzept, das ihn von „A – Z“ die erfolgreiche Vermarktung desselben aufzeigt, erwarten.[7]

Es existieren heute über 12.000 Franchisegeber und 800.000 Franchisenehmer weltweit. Auch in Deutschland nimmt Franchising als Vertriebsform immer weiter zu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: 10 Beispiele für Franchiseunternehmen

4 Franchising und andere Formen der Existenzgründung

4. 1 Formen der Existenzgründung

Zu den wichtigsten Formen der Existenzgründung zählen

- Neugründungen
- Betriebsübernahmen
- Beteiligungen
- Spin-Offs (Outsourcing)
- Franchising

4.1.1 Neugründung

Neugründung bedeutet für den Existenzgründer, dass er den gesamten Geschäftsbetrieb selbst plant und aufbaut. Der finanzielle Aufwand muss in diesem Fall voll erbracht werden.

4.1.2 Betriebsübernahme

Dies kann entweder durch einen Kauf oder durch Pacht eines bestimmten Betriebes geschehen. Wird ein Betrieb gekauft werden sämtliche Wirtschaftsgüter, Forderungen und Verbindlichkeiten erworben. Für die Pacht ist ein laufender Pachtzins für die Nutzung der Räume und des Inventars zu entrichten.

4.1.3 Beteiligung

Bei der Beteiligung werden Anteile an einem Unternehmen erworben. In diesem Fall ist die Rechtsform entscheidend, um ein Mitwirken am Geschäftsgeschehen zu gewährleisten.

4.1.4 Spin-Offs (Outsourcing)

Diese Variante der Existenzgründung entsteht durch Auslagerung einer Unternehmensabteilung unter Erlangung wirtschaftlicher und rechtlicher Selbständigkeit.

4.1.5 Franchising

Hier wird das Recht, ein bestehendes Unternehmenskonzept zu nutzen, verkauft. Die finanziellen Aufwendungen hängen vom Bekanntheitsgrad des Franchisegebers ab.

[...]


[1] Sievers, Otto, Vertriebsleiter Villeroy & Boch, Handelsblatt vom 20.12.2005, Nr. 246

[2] Brodersen, Torben, Geschäftsführer des Deutschen Franchise Verbundes, Handelsblatt vom 20.12.2005, Nr. 246

[3] Pechert, Felix, Geschäftsführer Forum, Handelsblatt vom 20.12.2005, Nr. 246

[4] Reukes, Norbert, Leiter Einzelhandel und Franchise bei Relius, Handelsblatt vom 20.12.2005, Nr. 246

[5] www.wissen.de

[6] Ethikkodex 2004 der European Franchise Federation (EFF)

[7] www.dfv-franchise.de

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Existenzgründung durch Franchising
Hochschule
Technische Akademie Wuppertal e.V.  (Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Cottbus)
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
34
Katalognummer
V64151
ISBN (eBook)
9783638570367
ISBN (Buch)
9783638638395
Dateigröße
621 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Existenzgründung, Franchising
Arbeit zitieren
Katja Bischoff (Autor:in), 2006, Existenzgründung durch Franchising, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64151

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