Themenkarrieren des Sports in der Zeitschrift DER SPIEGEL im Zeitraum von 1983 - 2003 - eine empirische Längsschnittanalyse


Diplomarbeit, 2006
123 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II. VERZEICHNIS DER TABELLEN UND ABBILDUNGEN
II.I. TABELLEN
II.II. ABBILDUNGEN

III. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG
1.1 Forschungsidee und Interesse
1.2 Wissenschaftliche Relevanz
1.3 Zielsetzung der Arbeit

2 SPORT UND MEDIEN
2.1 Realität und Medienrealität des Sports
2.2 Die Sport-Medien-Wirtschaft-Allianz
2.3 Funktionen der Sportberichterstattung
2.4 Merkmale der Sportberichterstattung
2.5 Komplementäre Sportberichterstattung
2.6 Zusammenfassung

3 DIE ZEITSCHRIFT IN DEUTSCHLAND
3.1 Definition und Begriffsbestimmung der Zeitschrift
3.2 Typologien von Zeitschriften
3.3 Funktion der Zeitschrift
3.4 Der gegenwärtige Zeitschriftenmarkt in Deutschland
3.5 Nutzung der Zeitschrift
3.6 Zusammenfassung

4 WISSENSCHAFTLICHER UND THEORETISCHER HINTERGRUND
4.1 Medienforschung
4.2 Aussagen- und Inhaltsforschung
4.3 Zeitschriftenforschung
4.4 Historische Entwicklung der Zeitschriftenforschung
4.5 Zusammenfassung

5 FORSCHUNGSLEITENDE FRAGEN

6 UNTERSUCHUNGS- UND METHODENDESIGN
6.1 Untersuchungsmethode
6.2 Merkmale und Gegenstand der Inhaltsanalyse
6.3 Untersuchungszeitraum
6.4 Untersuchungsobjekt - DER SPIEGEL
6.5 Zusammenfassung

7 ERGEBNISDARSTELLUNG UND INTERPRETATIVE ANALYSE
7.1 Quantität der Sportberichterstattung im SPIEGEL
7.1.1 Anzahl und Verteilung der Sportbeiträge
7.1.2 Rubriken, in der die Artikel erschienen sind
7.1.3 Format der Artikel
7.1.4 Zusammenfassung
7.2 Qualität der Sportberichterstattung im SPIEGEL
7.2.1 Sportbezug der Artikel
7.2.2 Themen der Sportberichterstattung
7.2.2.1 Das Hauptthema
7.2.2.2 Das Nebenthema
7.2.3 Intention des Artikels
7.2.4 Wertung der Artikel
7.2.5 Ebene der Berichterstattung
7.2.6 Tragweite des Berichterstattungsgegenstandes
7.2.7 Aktualität des Berichts
7.2.8 Primäre Bezugnahme des Artikels
7.2.9 Zusammenfassung II

8 BESCHREIBUNG DER THEMENKARRIEREN UND INTERPRETATION DER DESKRIPTIVEN ERGEBNISSE
8.1 Die Themenkarriere Sportler / Mannschaften
8.1.1 “Sportler/Mannschaften“ im Wandel der Zeit
8.1.2 “Sportler/Mannschaften“ im Verbund mit anderen Themen
8.1.3 Besonderheiten der Themenkarriere “Sportler / Mannschaften“
8.2 Die Themenkarriere Sportereignis
8.2.1 “Sportereignis“ im Wandel der Zeit
8.2.2 “Sportereignis“ im Verbund mit anderen Themen
8.2.3 Besonderheiten der Themenkarriere “Sportereignis“
8.3 Die Themenkarriere Doping im Spitzensport
8.3.1 “Doping im Spitzensport“ im Wandel der Zeit
8.3.2 “Doping im Spitzensport“ im Verbund mit anderen Themen ..
8.3.3 Besonderheiten der Themenkarriere “Doping im Spitzensport“
8.4 Die Themenkarriere Sportkommunikation
8.4.1 “Sportkommunikation“ im Wandel der Zeit
8.4.2 “Sportkommunikation“ im Verbund mit anderen Themen
8.4.3 Besonderheiten der Themenkarriere “Sportkommunikation“ .
8.5 Die Themenkarriere Sportökonomie
8.5.1 “Sportökonomie“ im Wandel der Zeit
8.5.2 “Sportökonomie“ im Verbund mit anderen Themen
8.5.3 Besonderheiten der Themenkarriere “Sportökonomie“
8.6 Zusammenfassung der beschriebenen Themenkarrieren

9 DISKUSSION DER ERGEBNISSE IM HINBLICK AUF DIE FORSCHUNGSLEITENDEN FRAGEN

10 FAZIT

11 LITERATURVERZEICHNIS

12 ANHANG
12.1 Das Codebuch
12.2 Der Codebogen

II. VERZEICHNIS DER TABELLEN UND ABBILDUNGEN

II.I. TABELLEN

Tabelle 1: Publikumspresse: Konsolidierte Marktanteile der vier größten Konzerne von 1985 bis 2004 in Prozent

Tabelle 2: Quartalszahlen: Verbreitung und Verkauf der Zeitschrift DER SPIEGEL von 2004 bis

Tabelle 3: Mediennutzung 2005: BRD gesamt

Tabelle 4: Rubrik, in der der Artikel erschienen ist

Tabelle 5: “Top 6“ der Kategorie: Hauptthema des Artikels

Tabelle 6: “Top 6“ der Kategorie: Nebenthema des Artikels

Tabelle 7: Ebene der Berichterstattung

Tabelle 8: Tragweite des Berichterstattungsgegenstandes

Tabelle 9: “Top 6“ der Nebenthemen des Artikels, wenn das Hauptthema “Sportler / Mannschaften“ gewesen ist..

Tabelle 10: “Top 7“ der Nebenthemen des Artikels, wenn das Hauptthema “Sportereignis“ gewesen ist

Tabelle 11: “Top 6“ der Nebenthemen des Artikels, wenn das Hauptthema “Doping im Spitzensport“ gewesen ist

Tabelle 12: “Top 6“ der Nebenthemen des Artikels, wenn das Hauptthema “Sportkommunikation“ gewesen ist

Tabelle 13: “Top 6“ der Nebenthemen des Artikels, wenn das Hauptthema “Sportökonomie“ gewesen ist

Tabelle 14: Zusammenfassung der Besonderheiten der einzelnen Themenkarrieren

II.II. ABBILDUNGEN

Abbildung 1: Erwartungshaltungen und Angebotspotenziale in der Sport-Medien-Wirtschaft-Allianz

Abbildung 2: Verteilung der absoluten Häufigkeiten der Sportbeiträge im SPIEGEL von 1983 bis 2003.

Abbildung 3: Sportbezug des Artikels

Abbildung 4: Intention des Artikels

Abbildung 5: Wertung der Artikel

Abbildung 6: Aktualität des Berichts

Abbildung 7: Primäre Bezugnahme der Artikel

Abbildung 8: Verteilung der Häufigkeiten für das Hauptthema “Sportler/Mannschaften“ im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003

Abbildung 9: Verteilung der Häufigkeiten von “Professioneller Showsport“ und "Sportereignis" als Nebenthemen des Hauptthemas "Sportler/Mannschaften" im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003

Abbildung 10: Verteilung der Häufigkeiten für das Hauptthema “Sportereignis“ im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003

Abbildung 11: Verteilung der Häufigkeiten von "Sportler/Mannschaften" und "Sportorganisation/Verband" als Nebenthemen des Hauptthemas "Sportereignis" im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003

Abbildung 12: Verteilung der Häufigkeiten für das Hauptthema “Doping im Spitzensport“ im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003

Abbildung 13: Verteilung der Häufigkeiten von “Sportler/Mannschaften“ und "Sportmedizin" als Nebenthemen des Hauptthemas "Doping im Spitzensport" im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003 78

Abbildung 14: Verteilung der Häufigkeiten für das Hauptthema “Sportkommunikation“ im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003

Abbildung 15: Verteilung der Häufigkeiten von "Professioneller Showsport" und "Sportereignis" als Nebenthemen des Hauptthemas "Sportkommunikation" im Zeitraum on 1983 bis zum Jahr 2003

Abbildung 16: Verteilung der Häufigkeiten für das Hauptthema “Sportökonomie“ im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003

Abbildung 17: Verteilung der Häufigkeiten von “Sportler/Mannschaften“ und "Professioneller Showsport" als Nebenthemen des Hauptthemas "Sportökonomie" im Zeitraum von 1983 bis zum Jahr 2003 88

III. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Der moderne Sport hat sich in unserer heutigen post-industriellen Gesellschaft als anerkanntes Massenphänomen etabliert und setzt sich mit der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 ein beeindruckendes Denkmal. Ein Medienspektakel globaler Größenordnung findet statt, gleichsam ein gesellschaftliches Ereignis, das es in diesem Ausmaß und dieser medialen Omnipräsenz in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht gegeben hat. Der Ball rollt über die Bildschirme sämtlicher Haushalte und ist seit Monaten fester Bestandteil der Hörfunkprogramme. Der Countdown bis zum Eröffnungsspiel in München nimmt dabei stellenweise Züge an, die wie die Ankündigung des jüngsten Gerichts anmuten. Ein sportliches Ereignis verdrängt Politik und Wirtschaft von den Titelseiten der Tagespresse oder anders formuliert, nimmt sie für sich ein. Denn schließlich gibt es auch unter Politikern und Ökonomen kaum ein anderes Gesprächsthema. Selbst die kriselnde Wirtschaftslage in der Bundesrepublik soll durch die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft aufgebessert werden.

Der Weg von der “schönsten Nebensache der Welt“ bis zu seinem heutigen Stellenwert scheint nur noch schwer rekonstruierbar zu sein. Besonders die rasante Entwicklung in den letzten zwanzig Jahren hat das System Sport verändert und nachhaltig beeinflusst. Dynamische Systeme, und nichts anderes ist der Sport, unterstehen im Laufe der Zeit einem Wandel. Die Gesellschaft hat sich verändert. Der Sport hat sich verändert. Die Sportberichterstattung hat sich verändert. Und die Themen haben sich ebenfalls geändert. “Dauerbrenner“ oder “Eintagsfliege“? Ob und in welchem Umfang ein Thema Karriere macht, hängt nicht nur von den Entscheidungsträgern in den Redaktionen ab, sondern ebenso von den gesellschaftlichen Entwicklungen.

Die Zeitschrift DER SPIEGEL gilt in Deutschland als eines der journalistisch hochwertigsten Produkte. Investigative, kritisch-hinterfragende und seriöse Berichterstattung sind Synonyme für die Arbeitsweise des SPIEGEL. Die kritische Auseinandersetzung mit Themen aller Art, aber besonders der politisch-wirtschaftliche Journalismus, haben das Nachrichtenmagazin über Jahre hinaus in eine herausragende Position in der deutschen Medienlandschaft gehoben. DER SPIEGEL als “Deutschlands Nachrichtenmagazin Nummer Eins“ genießt bei Lesern, Politikern und Journalisten einen hohen Stellenwert. Die Entscheidung, die Zeitschrift DER SPIEGEL als Untersuchungsobjekt auszuwählen, verspricht für die Analyse der Aufgabenstellungen einen besonders hohen Aussagewert. Auch DER SPIEGEL wird sich in zwanzig Jahren Sportberichterstattung dem Wandel der Zeit wohl kaum entzogen haben.

Wie hat sich die gestiegene Bedeutung des Sports in der Berichterstattung des SPIEGEL niedergeschlagen und welche Themen haben sich dabei zu sogenannten Themenkarrieren entwickelt? Welche Entwicklungen und Tendenzen weist die Sportberichterstattung des SPIEGEL nach zwanzig Jahren auf? Welche Bedeutung haben Themenkarrieren im Sport für ein solch inaktuelles Massenmedium wie der Zeitschrift? Wo positioniert sich DER SPIEGEL mit seiner Sportberichterstattung in einer Zeit, in welcher der unüberschaubare Informationsstrom der Massenmedien und die immer schneller werdenden Bilder den Rezipienten teilweise überfluten? Um diese und andere offene Fragestellungen abzuklären, sollen in der vorliegenden Studie zwanzig Jahre Sportberichterstattung in der Zeitschrift DER SPIEGEL anhand einer quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse Revue passieren.

Im Laufe der Zeit hat sich nicht nur das System Sport selbst verändert, sondern auch die Berichterstattung über eben jenes System. Der erhöhten Nachfrage auf Rezeptionsseite haben die Massenmedien längst Rechnung getragen. Es findet sich in der ausdifferenzierten Medienlandschaft Deutschland kaum ein Medium, in dem nicht regelmäßig über Sportereignisse berichtet wird. Immer wieder haben sich Themenkomplexe herauskristallisiert, die in der Sportberichterstattung einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und sich zu regelrechten Themenkarrieren entwickelt haben. Ob es nun überdauernde Phänomene sind, wie der Umgang mit der Berichterstattung über Gewalt und Doping im Sport, neu zu beobachtende Tendenzen, wie die Einflüsse der fortschreitenden Kommerzialisierung im Sport-Medien-Wirtschaft-Komplex oder aber Sportereignisse selbst, die in eine langfristige Berichterstattung münden, der Umgang mit diesen und anderen Thematiken wird nicht immer derselbe gewesen sein.

1.1 Forschungsidee und Interesse

Die lauter werdende Kritik an einem klar erkennbaren Trend hin zu einer “Eins-zu-Null-Berichterstattung“ im Sport, die fortschreitende Dominanz des Fernsehens in der unübersichtlichen Informationsflut der Medien, der Bedeutungswandel des Sports in unserer Gesellschaft, die immer größer werdende Schere zwischen professionellem Showsport und Amateur- bzw. Freizeitsport in Bezug auf die mediale Präsenz, waren stets Bestandteil meines Studiums an der Deutschen Sporthochschule Köln. In einer Vielzahl an Seminaren wurde über diese Themen diskutiert und die Tendenzen der Sportberichterstattung kritisch hinterfragt. Die langen Debatten haben stets gezeigt, dass diese Themen zur Diskussion anregen und von großem Interesse sind. Daher erschien es sinnvoll, diese Aspekte in meiner Diplomarbeit gebührend zu berücksichtigen. In einem ersten Gespräch mit Herrn Thorsten Schauerte am Institut für Sportpublizistik der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) wurde nach einem Thema gesucht, in dem einige der oben genannten Punkte eingebunden werden können.

Wir einigten uns schließlich auf eine empirische Längsschnittuntersuchung der Zeitschrift DER SPIEGEL mit dem Fokus auf die Themenkarrieren der letzten zwanzig Jahre. Somit kann die Arbeit Themenkomplexe, wie zum Beispiel komplementäre Sportberichterstattung, den Bedeutungswandel des Sports in der Gesellschaft und die Sonderstellung der Printmedien, speziell die Stellung der Periodika, die keinen direkten Sportbezug aufweisen, abdecken und möglicherweise zur Diskussion der oben genannten Punkte beitragen und einige Fragen beantworten.

1.2 Wissenschaftliche Relevanz

Durch die Analyse der Ausgaben der Zeitschrift DER SPIEGEL über einen Untersuchungszeitraum von zwanzig Jahren (1983-2003) sollen Thementrends aufgedeckt werden und Zusammenhänge von konjunktur- speziellen Themenkomplexen mit der gesellschaftlichen Entwicklung analysiert werden. Auf diesem Gebiet erschienen bis zum jetzigen Zeitpunkt nur wenige wissenschaftliche Arbeiten. Jene, die sich in engerem Rahmen mit dieser Thematik beschäftigt haben, begrenzten sich im Untersuchungszeitraum meist jedoch auf nur ein Kalenderjahr1 und setzten die Sportberichterstattung des SPIEGEL in Bezug zu anderen wöchentlich erscheinenden Printmedien.2 Studien, die einen längeren Untersuchungszeitraum ansetzten, hatten fast durchweg Tageszeitungen zum Untersuchungsgegenstand.3 Die Arbeit untersucht somit einen Bereich, der zwar in anderen wissenschaftlichen Arbeiten tangiert wurde, in dieser Form aber noch keine Berücksichtigung gefunden hat.

1.3 Zielsetzung der Arbeit

In der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft fristen die Printmedien schon seit längerem ein fast stiefmütterliches Dasein. Die meisten wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich beschränken sich weitgehend auf Bestandsaufnahmen und beschäftigen sich nicht mit der Analyse von Trends und langfristigen Entwicklungen. Analysen über den Wandel der Sportberichterstattung in der Presse sollen diesen Missstand ein wenig gerade rücken. Gerade die Sportberichterstattung in der Zeitschrift DER SPIEGEL ist in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse, da der journalistische Umgang mit sportiven Themenkomplexen ein erwartungsgemäß anderer sein wird, als in Sportzeitschriften oder Tageszeitungen.

Der Sport hat sich zu einem gesellschaftlich anerkannten Massenphänomen entwickelt, dessen Stellenwert sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten besonders in den Medien immer mehr gesteigert und letztlich manifestiert hat. Die vorliegende Arbeit soll die Sportberichterstattung der Zeitschrift DER SPIEGEL dahingehend untersuchen, ob und in welchem Ausmaß sich Themenkomplexe gebildet haben, die sich in 20 Jahren zu sog. “Themenkarrieren“ entwickelt und sich langfristig in der Sportberichterstattung des SPIEGEL niedergeschlagen haben.

Nach der oben vorgestellten Einleitung folgt im zweiten Kapitel die Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Mediensports, der Diskrepanz zwischen Realität und Medienrealität des Sports, sowie dem symbiotischen Verhältnis der Sport-Medien-Wirtschaft-Allianz. Abschließend wirft Kapitel 2 einen Blick auf die Merkmale und Funktionen der Sportberichterstattung in der heutigen Zeit.

Kapitel 3 dient der definitorischen und typologischen Bestimmung des Mediums Zeitschrift, sowie einem kurzen Überblick über den deutschen Zeitschriftenmarkt. Kapitel 4 ordnet die Studie in den theoretischen und wissenschaftlichen Kontext ein.

In Kapitel 5 folgt die Präsentation der Forschungsleitenden Fragen.

Kapitel 6 beschreibt das ausgewählte Untersuchungs- und Methodendesign. Ferner wird das Untersuchungsobjekt vorgestellt und der Untersuchungszeitraum beschrieben.

Im siebten Kapitel beginnt die Ergebnisdarstellung und interpretative Analyse der Ergebnisse und somit der empirische Teil der vorliegenden Studie.

In Kapitel 8 folgt die Beschreibung der Themenkarrieren und die Interpretation der deskriptiven Ergebnisse mit anschließender Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die forschungsleitenden Fragen.

Das Fazit rundet schließlich die Arbeit ab und liefert zugleich mögliche Ansatzpunkte für weitere Forschungsarbeiten.

2 Sport und Medien

2.1 Realität und Medienrealität des Sports

Eine der primären Funktionen des Journalismus ist die Bereitstellung von Themen für die aktuelle Medienkommunikation. Dies geschieht nicht etwa als reine Abbildung der “Realität“. Medienschaffende liefern nur Entwürfe der Wirklichkeit. Sie konstruieren eine eigene Medienrealität.4 Ihre zentrale Funktion besteht in der Bereitstellung sozialer Wirklichkeit für die Mitglieder der Gesellschaft. Die Frage, ob der Sportjournalismus diese Funktionen noch zur Genüge erfüllt, oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten mehr Bedeutung zumisst, wurde in letzter Zeit immer wieder kontrovers diskutiert und beantwortet.5 MUCKENHAUPT weist der Beeinflussung der Sportberichterstattung, beispielsweise durch Medienkonkurrenz, technische Verbesserungen oder dem gewachsenen Stellenwert des Mediensports, fünf Fort- und fünf Rückschritte zu, wobei seine teilweise zynische Betrachtungsweise nahe legt, die Fortschritte mit Vorsicht zu genießen und kritisch zu hinterfragen.6 Diese konträren Positionen möchte der Autor in den nachfolgenden Punkten der Arbeit gegenüberstellen und kritisch beleuchten.

Wie bereits erwähnt, ist die Bedeutung des Sports in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Das Verhältnis zwischen dem Sport und den Medien hat sich dabei grundlegend verändert. Die Rede von der “schönsten Nebensache der Welt“ erscheint heutzutage recht unangebracht. Der Sport hat sich vielmehr zum Markt- und Mediengiganten entwickelt, dem man sich nur schwer verweigern kann. Er ist ein dominierender Pfeiler in der Alltagsstruktur und heute mehr denn je ein Massenphänomen. Seine akzeptierte Verankerung in unserer post-industriellen Gesellschaft kann somit als konstituierendes Element in dem Verhältnis zwischen Medien und Sport angesehen werden.

Die Bedeutungszunahme von Sport und Sportberichterstattung brachte auch für die Sportjournalisten neue Aufgaben und Anforderungsprofile mit sich, die sich in der medialen Aufbereitung niederschlagen sollten.7 Dieser Bedeutungswandel hat sich jedoch nicht nur in den Medien vollzogen, sondern auch im Bewusstsein der Gesellschaft. Der Sport hat sich in vielen Lebensbereichen der Freizeit- und Informationsgesellschaft etabliert und seinen festen Platz gefunden. Doch wie bedienen die Medien diese große Nachfrage? Was ist letzten Endes ausschlaggebend für den Sport, um in den Medien berücksichtigt zu werden? Der sportliche Veranstaltungskalender weist mittlerweile solch inflationäre Tendenzen auf, dass die Selektionskriterien spezieller und die Hürden für die Berücksichtigung in den Medien immer höher werden.

„ Der echte Sport interessiert uns nicht. Was wir kaufen und verkaufen, ist kein Sport, sondern professionelle Sportunterhaltung “ ,

(BEAUVOIS, 1999, S. 23 )8

urteilte der Geschäftführer der Internationalen Sportrechte Verwertungsgesellschaft (ISPR), Daniel Beauvois, über den Warencharakter von medial verwertbarem Sport. Diesen Standpunkt kann man natürlich nicht losgelöst von anderen betrachten, doch liefert er eine gewisse Vorstellung, wie mit professionellem Showsport umgegangen wird, ja vielleicht sogar umgegangen werden muss.

Die Medienrealität des Sports stellt sich als eine inszenierte und konstruierte Realität dar, die niemals ein unverfälschtes Abbild des “tatsächlichen“ Geschehens sein kann.9 Das Fernsehen verändert Ereignisse und Veranstaltungen allein schon durch die bloße Anwesenheit von Kameras.

Gegenüber der hyperrealen Inszenierung des Sportgeschehens im professionellen Showsport, fällt die unmittelbar erlebte Wirklichkeit des Sports deutlich ab. Speziell das Medium Fernsehen bietet dem Zuschauer eine technische verbesserte Realität des Sports an.10

Die Medienrealität des Sports produziert also einen dramatisierten und selektierten Ausschnitt der tatsächlichen Sportrealität. Die Fokussierung auf wenige Sportarten und Großereignisse, um nur einen vieler möglicher Punkte zu nennen, macht die beschränkte Sicht der Medienrealität des Sports deutlich. Eines der zentralen Ziele der Medien ist dabei die Spannungssteigerung, die durch einen dramaturgischen Spannungsbogen und ein beim Rezipienten künstlich hervorgerufenes Gefühl der Nähe zu den Ereignissen und Akteuren erreicht werden soll. Die Darstellung der Mediensportrealität als ein spannungsorientiertes Konstrukt begründet SCHERER unter anderem mit der steigenden Unterhaltungsfunktion des Mediensports und einer parallel einhergehenden erhöhten Bereitschaft zur affektiven Teilnahme auf Seiten der Rezipienten. Demnach werden Emotionen in der Sportberichterstattung eine immer größere Bedeutung zugemessen.11

2.2 Die Sport-Medien-Wirtschaft-Allianz

Der Beginn des Kabelpilotprojektes in Ludwigshafen am 1. Januar 1984 wird seit jeher als “medienpolitischer Urknall“ beschrieben. Doch bereits in den drei Fernsehurteilen von 1961, 1971 und 1981 erklärte das Bundesverfassungsgericht, dass sowohl öffentlich-rechtlicher als auch privater Rundfunk mit dem Grundgesetz vereinbar ist.12

Seit der Einführung des dualen Rundfunksystems hat die mediale Inszenierung des Sports eine Dynamisierung und Differenzierung erfahren, deren Grenzen noch nicht abzusehen sind. Eine ähnliche Entwicklung zeichnete sich etwa zur selben Zeit auf der Ebene der Unternehmenskommunikation der werbetreibenden Wirtschaft ab. Der Sport erschien als höchst geeignet, um per Imagetransfer positive Synergieeffekte für die Unternehmen zu erzielen, den Bekanntheitsgrad zu steigern oder Produkte zu offerieren. Diese Aufgabe fiel den Medien zu. Das Verhältnis zwischen Sport, Medien und Wirtschaft verzahnte sich bis hin zu einer heute anzutreffenden Symbiose, welche es nicht mehr erlaubt oder für sinnvoll erscheinen lässt, die einzelnen Bereiche isoliert zu betrachten. Die Erwartungshaltungen und Angebotspotenziale in der Sport-Medien- Wirtschaft-Allianz lassen sich durch die folgende Abbildung sehr gut veranschaulichen.

Abb.1: Erwartungshaltungen und Angebotspotenziale in der Sport Medien-Wirtschaft-Allianz:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abb.1: unveröff. Manuskript von Thorsten SCHAUERTE, 2003)

Professioneller Showsport wird als ein positionales Gut charakterisiert, das nicht ohne Weiteres durch ein anderes ersetzt werden kann. Ein positionales Gut zeichnet sich durch einen vorderen Rang in einer Werteskala aus, dessen Rangeigenschaft besonders nachfragewirksam ist. Beispielweise kann die Anzahl der Live-Übertragungen von Fußballspielen theoretisch beliebig erhöht werden, die Anzahl der “Spitzenbegegnungen“ bleibt dagegen jedoch enorm begrenzt. So ergibt sich eine Inelastizität des Angebots, was unter anderem eine nahezu inflationäre Entwicklung der TV- Rechtekosten für hochklassige Sportereignisse nach sich gezogen hat.13

Ein weiteres Resultat dieser Verzahnung ist die Aufgabe der Betrachtungsweise, dass Sport, Medien und Wirtschaft als allein stehende Subsysteme angesehen werden können. Allen Dreien wohnen zwei gemeinsame Intentionen inne: die Gewinnmaximierung und die Aufmerksamkeitssteigerung. Der Fokus dieser Interessengemeinschaft liegt dabei auf dem Rezipienten, der gleichsam als potenzieller Konsument in den Blickfang der werbetreibenden Wirtschaft geraten ist.

Eine grundlegende Gefahr der Sport-Medien-Wirtschaft-Allianz besteht darin, dass gesellschaftlich relevante Teilbereiche des Sports aus diesem Komplex ausgeschlossen werden und somit die publizistische Vielfalt als bestimmendes Merkmal für die publizistische Qualität verloren geht. Eine stark heterogene Nachfrage und der hohe Kommerzialisierungsgrad erschwert die Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Sportberichterstattung.

Stellvertretend für diese Problematik kann hier die Berichterstattung über den Behindertensport genannt werden, die unter anderem die Funktion besitzt, die gesellschaftliche Integration von Behinderten entscheidend zu fördern. Behindertensport braucht die mediale Öffentlichkeit, um seine gesellschaftlich wichtige Funktion zu erfüllen. Doch erhält er überhaupt die Möglichkeit sich durch eine mediale Öffentlichkeit zu vermitteln? Eine vom Institut für Sportpublizistik an der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführte Inhaltsanalyse in den überregionalen Tageszeitungen DIE WELT, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung, in der die Berichterstattung der Olympischen Spiele sowie der Paralympics 2000 und 2002 miteinander verglichen wurde, konnte eindrucksvoll belegen, dass über die Paralympics im Vergleich zu den Olympischen Spielen nur in vernachlässigtem Umfang berichtet wurde.14

Ein ähnliches Bild liefert der Blick auf die mediale Auseinandersetzung mit dem Frauensport, speziell in der visuellen Sportkommunikation, der im Vergleich zum Umfang mit der tatsächlichen Partizipation von Frauen im Sport in einem krassen Widerspruch steht und die Unterrepräsentanz des Frauensports deutlich macht.15

Diese Entwicklungen beziehen sich auf alle Mediengattungen. Sie haben dort nachhaltig Spuren hinterlassen und Wirkung gezeigt. Inwieweit sich dieser Trend auf die Sportberichterstattung des SPIEGEL ausgewirkt hat, soll ein weiterer Bestandteil dieser Arbeit sein.

2.3 Funktionen der Sportberichterstattung

Der Mediensport, speziell die Sportberichterstattung des Fernsehens, erfüllt auf der Rezeptionsseite unterschiedliche Funktionen. Die wichtigsten vier Funktionen sind nach Uli GLEICH:

- die Informationsfunktion,
- die Unterhaltungsfunktion,
- die soziale Funktion und
- die Identifikationsfunktion.16

Die Informationsfunktion, die der Mediensport für die Rezipienten erfüllt, ist nur für einen relativ kleinen Teil von ihnen von herausragender Bedeutung. Diese Personengruppe führt die Informationssuche bei der Rezeption von Mediensport auf der Präferenzliste ganz oben an, um beispielsweise die eigenen sportlichen Aktivitäten in einen Beziehungsrahmen zu stellen und so eventuell vom Mediensport zu lernen.17

Eine weitaus größere Bedeutung nimmt die Unterhaltungsfunktion bei der Mediensportrezeption ein. Ein dramatischer Spielverlauf oder der ungewisse Ausgang eines sportlichen Wettkampfes sind häufig die entscheidenden Motive, um sich dem Mediensport zuzuwenden. Sportarten mit dramaturgischen Eigenschaften, die sich auch einer ästhetischen Rahmung - im Sinne der Telegenisierungstendenzen des professionellen Showsports - nicht entziehen, haben sich im Laufe der Zeit als besonders zuschauerattraktiv erwiesen.18

Sportliche Großereignisse laden zum Gruppenerlebnis ein. Die Übertragungen der Spiele einer Fußball-Welt- oder Europameisterschaft werden häufig zusammen mit Freunden und Bekannten rezipiert. Man arrangiert sich in angenehmen sozialen Situationen, um die Leistungen und Fähigkeiten der Akteure einzuschätzen und zu beurteilen.19 Eine weitere wichtige soziale Funktion nimmt der Wunsch nach Anschlusskommunikation ein. Die Möglichkeit am nächsten Tag unter Bekannten “mitreden zu können“ ist für viele Rezipienten ein enorm wichtiges Nutzungsmotiv.

Die hohe Personalisierung und mediale Omnipräsenz der Athleten tragen in der Sportberichterstattung zu Identifikationsprozessen bei. Der Rezipient entwickelt eine affektive Beziehung zu den Sportlern und/oder Teams, was sich wiederum bei Siegen oder Niederlagen dementsprechend auf das eigene Selbstwertgefühl auswirkt.20 Bei Großereignissen kommt der Sportberichterstattung zudem eine nationale Stabilisierungs- und Identifikationsfunktion zu. Mitunter kommt es zwischen medial präsenten Sportlern und Rezipienten zu einer einseitigen Interaktion, im Sinne von parasozialen Beziehungen21.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass sich die Funktionen der Sportberichterstattung je nach Medientyp für den Rezipienten unterscheiden. Die audio-visuellen Medien übernehmen zum größten Teil eine Unterhaltungsfunktion, wohingegen die Printmedien hauptsächlich wegen ihres Informationsgehalts genutzt werden. Eine trennscharfe Abgrenzung zwischen der Informations- und Unterhaltungsfunktion gibt es jedoch nicht. Vielmehr entwickelt sich die Sportberichterstattung zu einer Hybride aus Unterhaltung und Information: eben hin zum “Infotainment.“22

2.4 Merkmale der Sportberichterstattung

Der Sportjournalismus und seine Berichterstattung werden immer wieder kontrovers diskutiert. Die häufigsten Kritikpunkte an der journalistischen Darstellung des Sports fasst Wiebke LOOSEN wie folgt zusammen:

- Der Vielfalt des Sports wird nicht ausreichend Rechnung getragen;
- Konzentration auf einige wenige publikumswirksame Sportarten;
- Dominanz des Leistungs- und Spitzensports;
- der Frauensport ist unterrepräsentiert;
- mangelhafte Auseinandersetzung mit negativen Entwicklungen im Sport wie Doping oder Gewaltphänomene;
- Emotionalisierung;
- „1:0-Berichterstattung“;
- Kommerzialisierung;
- Fixierung auf Live-Berichterstattung;
- Entertainisierung und Boulevardisierung;
- Telegenisierung.23

Dem Sportjournalismus wird vorgeworfen, dass trotz der immens angestiegenen Quantität der Sportberichterstattung, der qualitative Aspekt, im Sinne der publizistischen Vielfalt, nicht zugenommen hat. Vielmehr muss sich der Rezipient mit einem recht einheitlichen und sich wiederholenden Medienbild begnügen.24

2.5 Komplementäre Sportberichterstattung

komplementär (lat.-frz.) = sich gegenseitig ergänzend 25

Der Aktualitätsgrad der audio-visuellen Medien im Allgemeinen und des Internets im speziellen werden für die Printmedien nie zu erreichen sein. In einer Informationsgesellschaft, in der Nachrichten immer schneller verbreitet und rezipiert werden, ist der entscheidende Nachteil der Presse, dass sie erst am nächsten Tag erscheint. Tageszeitungsredakteure können nach Redaktionsschluss auf die erscheinende Ausgabe nur noch marginal Einfluss nehmen und Zeitschriften müssen auf Grund ihrer ungleichen Periodizität ebenfalls auf den Anspruch der Aktualität von audio-visuellen Medien verzichten. Dennoch scheiden die von Fernsehen und Hörfunk übertragenen Sportereignisse für die Verwertung in den Printmedien keineswegs aus: Komplementäre Hintergrundberichterstattung als publizistische Nische. Die Bedeutung der Printmedien in der deutschen Medienlandschaft, speziell in der Sportberichterstattung, ist jedoch in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, obwohl in diesem Bereich immer noch die meisten Sportjournalisten ihre Arbeit verrichten.

Der Präsident des Verbandes deutscher Sportjournalisten, Erich LAASER, skizziert die Entwicklung der Sportpresse wie folgt:

„ Die Situation der Sportpresse hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Wir reden jaüber Presse im wahrsten Sinne des Wortes nicht nurüber Journalismus, sondernüber Zeitungen, Zeitschriften etc. Der Stellenwert der Sportpresse innerhalb der Medienlandschaft in unserem Lande ist meiner Meinung nach geringer geworden. Dadurch, dass das Fernsehen einen immer höheren Stellenwert einnimmt, das Radio zu einem Medium geworden ist, das kaum einer kennt, aber jeder nutzt, ist die Presse im wahrsten Sinne des Wortes ein reines Komplementärmedium geworden, und die Ergänzungsfunktion der Presse muss jede Zeitung oder jeder Verlag für sich persönlich selber ausloten. “

(LAASER, 2003, S. 120)26

Inwiefern sich dieser Trend nachhaltig auf die Sportberichterstattung in den Printmedien ausgewirkt hat, soll am Beispiel des Wochenmagazins DER SPIEGEL untersucht werden. Ferner sollen unter diesem Aspekt die Fragen behandelt werden, ob komplementäre Sportberichterstattung Themenkomplexe aufgreift, die in audio-visuellen Medien eher vernachlässigt werden, oder ob sich DER SPIEGEL den aktuell vorherrschenden Themen in den audio-visuellen Medien trotzdem nähert und diese komplementär aufbereitet.

2.6 Zusammenfassung

Die lukrative Beziehung zwischen den drei Subsystemen Sport, Medien und Wirtschaft hat sich zu einer einflussreichen Interessengemeinschaft entwickelt. Sie stimmen ihre unterschiedlichen Angebotspotenziale und Erwartungshaltungen präzise untereinander ab, um das gemeinsame Ziel der Gewinnmaximierung und der Aufmerksamkeitssteigerung zu erreichen.

Die Selektions- und Interpretationskriterien haben sich unter den Sportjournalisten immer mehr angeglichen, so dass auf der einen Seite ein recht wirklichkeitsfernes Bild des Mediensports entstanden ist, auf der anderen Seite aber ein überaus einheitliches Medienbild existiert.

Bis zum heutigen Zeitpunkt ist die Konzentration der Medien auf den Spitzensport der gängigste Kritikpunkt an der journalistischen Darstellung des Sports. Die Einseitigkeit und Verzerrung der Berichterstattung macht es für den Rezipienten immer schwerer, sich ein realistisches Bild vom Sport zu machen.

Der hohe Aktualitätsgrad der audio-visuellen Medien im Allgemeinen und des Internets im speziellen werden für die Printmedien nie zu erreichen sein. Jedoch darf dies auch nicht als Maßstab gelten. Die Berichterstattung über die von Fernsehen und Hörfunk bereits übertragenen Sportereignisse fällt für die Printmedien nämlich keinesfalls weg. Die Printmedien erfüllen in der Sportberichterstattung eine komplementäre Funktion, die es ihnen erlaubt, über Hintergründe zu berichten oder komplizierte Sachverhalte genauer zu erklären, die beispielsweise für das Fernsehen in den obligatorischen anderthalb Minuten nur schwer zu vermitteln wären.

3 Die Zeitschrift in Deutschland

3.1 Definition und Begriffsbestimmung der Zeitschrift

Die Bestimmung und Eingrenzung des Untersuchungsobjektes gehört zu den Grundproblemen und Aufgaben einer jeden wissenschaftlichen Forschung. Eine allgemeingültige und anerkannte Definition des Begriffs “Zeitschrift“ existiert bis zum heutigen Zeitpunkt jedoch nicht. Versuche, den umgangssprachlich eingebürgerten Begriff “Zeitschrift“ fachwissenschaftlich enger zu fassen, sind in der Zeitungs-, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft bislang gescheitert. Eine präzise Beschreibung dieses Begriffs fällt schon aufgrund der Vielfältigkeit ihrer Erscheinungsformen, Komplexität und Differenziertheit enorm schwer.27

Das Scheitern der Definitionsfindung liegt grundsätzlich darin begründet, dass es zu einer häufig praktizierten dichotomen Einteilung des Pressewesens in Zeitungen und Zeitschriften gekommen ist. Prinzipiell wurde versucht, die Zeitschrift anhand der Wesensmerkmale der Zeitung von dieser abzugrenzen.28

Dieser Ansatz führte jedoch ebenfalls zu keiner klaren und eindeutigen Definition des Begriffs Zeitschrift, geschweige denn, dass man einer trennscharfen Unterscheidung zwischen den beiden Medien Zeitung und Zeitschrift näher kam.

Trotzdem besteht in vier Merkmalen weitgehend Übereinstimmung, die auf die Zeitschriften zutreffen und die auch bei der Zeitungsdefinition Verwendung finden. Diese vier Merkmale sind:

- die Periodizität,
- die Universalität
- die Aktualität und
- die Publizität.29

Die Begrenztheit der Zeitschrift, im Sinne von “weniger universell“ und “weniger aktuell“, bleibt das entscheidende Abgrenzungskriterium gegenüber der Zeitung.30

Walter HAGEMANN orientierte sich 1957 bei seiner Definition ebenfalls an der terminologischen Abgrenzung zur Zeitung und ihren oben genannten Merkmalen:

„ Zeitschriften sind periodische Druckwerke, die in höchstens vierteljährlichem Rhythmus erscheinen und deren Schwerpunkt nicht auf der Verbreitung aktuellen und universellen Nachrichtenstoffes liegt. “

(HAGEMANN, 1957, S.8)31

Die terminologische Abgrenzung der Zeitschrift gegenüber der Zeitung wird anhand der charakteristischen Eigenschaften im Folgenden kurz skizziert.

Die Periodizität meint das periodische Erscheinen der Zeitung oder Zeitschrift in regelmäßigen, aber nicht näher bestimmten Abständen. So kommt es zu einer Trennung von Zeitung und Zeitschrift gegenüber Einzeldruckwerken wie Büchern oder Flugblättern. Der Zeitschrift wird im Gegensatz zur Zeitung eine generell längere Erscheinungsperiode beigemessen, wobei die Dauer der Periode nicht exakt festgelegt werden kann.32 Walter HAGEMANN wertet beispielsweise nur solche Periodika als Zeitschriften, die mindestens vierteljährlich erscheinen.33

Unter dem Begriff Universalität versteht man im Allgemeinen die potenzielle Unbeschränktheit des Mediums in Inhalt und Themenangebot. Im Gegensatz zur Zeitung, der eine unbegrenzte Universalität zugesprochen wird, gilt die Zeitschrift thematisch und inhaltlich als umgrenzt. Im intramedialen Vergleich gibt es bezüglich der Universalität von Zeitschriften erhebliche Unterschiede.34

Das Merkmal Aktualität wird der Zeitschrift nur indirekt oder sekundär zugesprochen. Aufgrund ihrer Periodizität erscheint die Zeitschrift im Gegensatz zur Zeitung weniger oft und somit weniger zeitnah. Die Bezeichnung “begrenzt aktuell“ lässt sich demnach auf die enge Verknüpfung des Aktualitätsgrades mit der periodischen Erscheinungsweise von Zeitschriften erklären.35

Unter dem Merkmal der Publizität versteht man, dass Zeitungen und Zeitschriften öffentlich und somit für jeden potenziell zugänglich sind. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Merkmalen dient das Kriterium der Publizität grundsätzlich nicht zur Unterscheidung von Zeitungen und Zeitschriften, da sowohl die Zeitung, als auch die Zeitschrift potenziell unbegrenzt öffentlich sind.36

Mittels der hier genannten vier Grundmerkmale Periodizität, Universalität, Aktualität und Publizität lässt sich zwar das Medium Zeitung genau bestimmen und gleichzeitig von der Zeitschrift trennen, aber einen allgemeingültigen Definitionsbegriff gibt es für die Zeitschrift bislang nicht.37 Der Versuch eine trennscharfe Differenzierung zwischen Zeitung und Zeitschrift herzustellen, bleibt weiterhin mit erheblichen Mängeln behaftet.

Andreas VOGEL fordert daher ein Ende der Fachdiskussion über eine behauptete Dichotomie von Zeitung und Zeitschrift. Vielmehr müsse sich dem gesamten Kontinuum der Presse zugewendet und die Vielfalt der Einzelformen abgearbeitet werden.38

3.2 Typologien von Zeitschriften

Die Typologisierung von Zeitschriften gestaltet sich ähnlich problematisch. Die Vielzahl von Zeitschriftenprodukten, Neugründungen, Einstellungen, Fusionen und Titeländerungen lässt eine allgemeingültige Klassifikation bereits im Ansatz scheitern. Das Gesamtvolumen des Medienprodukts Zeitschrift verändert sich nahezu täglich. Die Vielfalt, mit der Zeitschriften Themenbereiche aller Art periodisch behandeln, ist in der Medienlandschaft einzigartig. Ob Freizeitbeschäftigungen, Berufstätigkeiten oder wissenschaftliche Gebiete - einen Sachverhalt oder eine Fragestellung zu finden, die nicht von einer periodischen Zeitschrift aufgegriffen und behandelt wird, scheint aussichtslos. Ein in vergleichbarer Weise ausdifferenziertes Medienprodukt sucht man in der deutschen Medienlandschaft vergeblich.

Zur Erstellung von Zeitschriftentypologien können verschiedene Klassifikations-Kriterien herangezogen werden. Bisherige Versuche der Zeitschriftenklassifikation richteten sich nach

- dem Inhalt der Zeitschrift,
- den Wesensmerkmalen der Zeitschrift,
- der Leserschaft/Zielgruppe der Zeitschrift und
- der Funktion der Zeitschrift für den Leser.39

Die Typologie nach der Funktion der Zeitschrift genießt in der gängigen Praxis Priorität.40 Heinz PÜRER unterteilt in seiner funktionalen Typologie folgende Zeitschriftentypen:

1. Publikumszeitschriften
2. Fachzeitschriften
3. Special-Interest-Zeitschriften
4. Kunden- und Betriebszeitschriften
5. Verbands- und Vereinszeitschriften
6. Amtszeitschriften
7. Alternative Zeitschriften41

Die größte Problematik bei der funktionalen Typologisierung von Zeitschriften besteht augenscheinlich in der Überschneidung der verschiedenen Zeitschriftentypen, die eine trennscharfe Abgrenzung und eine plausible Einordnung eines Untersuchungsobjekts nur teilweise ermöglicht. Der gegenwärtige Trend zielt jedoch auf eine generelle Spezialisierung der Zeitschriftentitel, die zu einer fortschreitenden thematischen Eingrenzung geführt hat. In diesem Zusammenhang spricht Daniel COLLMANN von einem Trend hin zu “Special-Interest-“ und “Very-Special-Interest-Zeitschriften“.42

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Versuche, eine einheitliche Zeitschriftentypologie zu erstellen, ebenso ergebnislos geblieben sind, wie die Suche nach einem einheitlichen Definitionsbegriff.

3.3 Funktion der Zeitschrift

Zeitschriften übernehmen in der gesellschaftlichen Kommunikation eine wichtige Funktion. Die grundlegenden Funktionen der Zeitschrift sind:

- die Kritik,
- die Information,
- die Meinungsbildung und
- die Unterhaltung.

Als jeder gesellschaftlichen Gruppierung zugängliche Publikations- und Rezeptionsform, haben Zeitschriften eine wesentliche Funktion für die Verständigung innerhalb und zwischen den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Teilgruppen. Im intermedialen Konkurrenzkampf haben die Zeitschriften diese Stellung gegenüber den verschiedenen audiovisuellen Medien bis heute nicht eingebüßt.43

Jürgen HEINRICH weist der Zeitschrift als Informationsträger fünf Produkteigenschaften zu, die durch folgende Merkmale gekennzeichnet sind:

- Räumliche Mobilität: Zeitschriften können ohne weitere Kosten vom Leser an den gewünschten Konsumort gebracht werden. Sie können an mehreren Orten, überwiegend zu Hause, aber auch im Beruf und in der Freizeit, gelesen werden.
- Sachliche Mobilität: In der Regel haben Zeitschriften eine gut strukturierte Gliederung und Inhaltsverzeichnisse, durch deren Übersicht der Leser entscheiden kann, welche Teile der Zeitschrift er lesen will.
- Zeitliche Mobilität: Wann und in welchem zeitlichen Umfang der Leser die Zeitschrift lesen will, kann er selbst bestimmen. Die Informationen verlieren im Zeitablauf nicht so schnell an Wert, wie die Informationen der Zeitung.
- Zeitliche Intensität: Lesen erlaubt eine schnellere Informationsaufnahme als Hören oder Sehen, daher bietet die
ie Zeitschrift in Deutschland 24 Zeitschrift pro Rezeptionszeit mehr Informationen als elektronische Medien.
- Variierbarkeit: Der Größenumfang einer Zeitschrift kann von Erscheinungstag zu Erscheinungstag verändert werden.44

Aufgrund der Heterogenität der Zeitschriften verweist HEINRICH auf die Schwierigkeit Zeitschriften generell als Werbeträger zu beschreiben. Für die Interessen der Werbung treibenden Wirtschaft werden daher meist nur einzelne Titel auf ihre werbliche Eignung hin überprüft. Dennoch bilanziert er grundlegend für die Zeitschrift:

„ Die Zeitschrift ist und bleibt das Basismedium für zielgruppenbezogene Werbung, weil nur sie die Streuverluste der anderen aktuellen Massenmedien vermeiden kann. “

(HEINRICH, 2001, S.312)45

3.4 Der gegenwärtige Zeitschriftenmarkt in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland hat sich die Zeitschriftenlandschaft nach dem Ende des Lizenzzwangs 1949 grundlegend verändert. Nachfolgend wird der Autor sich auf die gegenwärtige Situation der Publikumspresse im deutschen Zeitschriftenmarkt konzentrieren, die im Besonderen durch eine starke Konkurrenzsituation zwischen den vier großen Verlagen Heinrich Bauer, Axel Springer, Hubert Burda und Gruner + Jahr gekennzeichnet ist.46 Diese vier Großverlage kommen im Jahr 2004 auf einen vereinigten Marktanteil von 60,4 Prozent an der verkauften Auflage, bezogen auf die Grundgesamtheit der auflagenkontrollierten Publikumspresse.47 Im Vergleich zu dem Niveau der Jahre 1985 und 1990 liegt der Wert deutlich unter dem von 2004, aber über dem Ergebnis von 1995 und 2000. Bezogen auf die Anteile der Großverlage bei den mindestens 14-täglich erscheinenden Titeln kann man im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung im Jahr 2002 einen negativen Trend ausmachen.48

Tabelle 1: Publikumspresse: Konsolidierte Marktanteile der vier größten Konzerne von 1985 bis 2004 in Prozent

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Media Perspektiven 7/2004. Berechnung nach IVW-Auflagenlisten.

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) beruft sich bei der von ihr vorgestellten Titelanzahl ebenfalls auf die Angaben der IVW und nennt für das Jahr 2005 873 in der IVW gemeldete Publikumszeitschriften- und 1.081 Fachzeitschriften-Titel. Im IV. Quartal 2005 sind 123,14 Millionen Exemplare von Publikumszeitschriften und 15,10 Millionen Exemplare von Fachzeitschriften verkauft worden, die in der IVW gemeldet sind.49

[...]


1 Vgl. SCHMELZER, S. (1986)

2 Vgl. HEINZ, H. (2004) und RODE, N. (1994)

3 Vgl. NOLTE, G. (2000)

4 Vgl. WEISCHENBERG, S. (2004): S. 61.

5 Vgl. SCHAUERTE, T. (2004 a): S. 84ff.

6 Vgl. MUCKENHAUPT, M. (1991): S. 5ff.

7 Vgl. FISCHER, C. (2004): S. 9.

8 zitiert nach FISCHER, C. (2004): S. 23.

9 Vgl. WIPPER, H. (2003): S. 84.

10 Vgl. WIPPER, H. (2003): S. 87.

11 Vgl. SCHERER, H. (2004): S. 215ff.

12 Vgl. MEYN, H. (2004): S. 149.

13 Vgl. SCHAUERTE, T. (2004 b): S. 41ff.

14 Vgl. SCHIERL, T. (2004): S. 153ff.

15 Vgl. HARTMANN-TEWS / RULOFS: S. 114f.

16 Vgl. GLEICH, U. (2000): S. 515ff.

17 Vgl. GLEICH, U. (2000): S. 515ff.

18 Vgl. SCHAUERTE, T. / SCHWIER, J. (2004): S. 167f.

19 Vgl. GLEICH, U. (2000): S. 515.

20 Vgl. ebd. internationalen Sport-

21 Vgl. HARTMANN, T. (2004): S. 98ff.

22 Vgl. LOOSEN, W. (2004): S.18ff.

23 Vgl. LOOSEN, W. (2004): S.15; Vgl. GLEICH, U. (2000): S. 511ff.; WIPPER, H. (2003): S. 89ff.

24 Vgl. WIPPER, H. (2003): S. 91.

25 Vgl. DUDEN, 2000, S 559.

26 Auszug eines Experten-Interviews mit Erich Laaser, VdS-Präsident, am 14.09.2000. Zitiert nach WIPPER, H. (2003): S. 120.

27 Vgl. VOGEL, A. (2002): S. 12f.

28 Vgl. ebd.

29 Vgl. KLEINJOHANN, M. (1987): S.42.

30 Vgl. VOGEL, A. (2002): S. 14.

31 Vgl. HAGEMANN, W. (1957): S. 8.

32 Vgl. KLEINJOHANN, M. (1987): S. 42.

33 Vgl. HAGEMANN, W. (1957): S. 6.

34 Vgl. KLEINJOHANN, M. (1987): S. 43.

35 Vgl. KLEINJOHANN, M. (1987): S. 43f.

36 Vgl. ebd.

37 Vgl. STÖBER, R. (2002): S. 42.

38 Vgl. VOGEL, A. (2002): S. 15.

39 Vgl. ROLF, N. (1995): S. 17.

40 Vgl. KLEINJOHANN, M. (1987): S. 49.

41 Vgl. PÜRER, H. / RAABE, J. (1994): S. 30f.

42 Vgl. COLLMANN, D. (2001): S. 147.

43 Vgl. VOGEL, A. (2002): S. 12.

44 Vgl. HEINRICH, J. (2001): S. 310f.

45 zit. nach HEINRICH, J. (2001): S. 312.

46 Die Datenquelle für die Kennzahlen ist die Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW)

47 Vgl. VOGEL, A. (2004): S. 322.

48 Vgl. VOGEL, A. (2004): S. 322.

49 Verband Deutscher Zeitschriftenverleger - Der deutsche Zeitschriftenmarkt: Zuletzt abgerufen am 23. Mai 2006 unter http://www.vdz.de/pages/static/1814.aspx.

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten

Details

Titel
Themenkarrieren des Sports in der Zeitschrift DER SPIEGEL im Zeitraum von 1983 - 2003 - eine empirische Längsschnittanalyse
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln  (Sportpublizistik)
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
123
Katalognummer
V64156
ISBN (eBook)
9783638570411
Dateigröße
994 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Themenkarrieren, Sports, Zeitschrift, SPIEGEL, Zeitraum, Längsschnittanalyse
Arbeit zitieren
Diplom-Sportwissenschaftler Tim Kemmerling (Autor), 2006, Themenkarrieren des Sports in der Zeitschrift DER SPIEGEL im Zeitraum von 1983 - 2003 - eine empirische Längsschnittanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64156

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