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Individuum und Gesellschaft in Death of a Salesman und All my sons

Title: Individuum und Gesellschaft in  Death of a Salesman  und   All my sons

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 28 Pages , Grade: 2

Autor:in: Silke Nufer (Author)

American Studies - Literature
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Summary Excerpt Details

Arthur Miller zählt zu einem der bedeutendsten Vertretern des amerikanischen Nachkriegstheaters. Miller will sich selbst als Gesellschafts- und Zeitkritiker verstanden wissen. Arthur Miller schwebt ein neues social drama vor, welches nicht nur die gesellschaftliche Unfreiheit und Determiniertheit des Subjekts analysiert und erkennt, sondern außerdem dazu in der Lage ist, zu hinterfragen:
Was ist eine mögliche Quelle für gesellschaftliche Wertestandards?
Welche Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind dazu geeignet, ein Gefühl von Sinnerfülltheit und Selbstrespekt zu schaffen? Das dem griechischen Drama zugrundeliegende Menschenbild, in welchem das Individuum mit seiner sozialen Rolle einen festen Bestandteil der antiken polis darstellt- hilft Miller bei der Fundierung seines Humanismus. Der Mensch steht im Mittelpunkt.

In seinen social plays legt Miller sein Augenmerk vor allem auf die Gesellschaft als eine dynamische Entität und auf die Vielzahl von Individuen. Diese konstituieren eine Gesellschaft, in der sie agieren und auf der anderen Seite reagieren. Zur Existenz als Individuum gehört die Identität des Einzelnen. Auf die Problematik der Identitätsfindung und des Identitätverlustes wird am Beispiel der Protagonisten von All my sons und Death of a Salesman eingegangen. Bei dieser Untersuchung ist die Rolle der Familie nicht unerheblich, denn Miller bedient sich bei der Figurenkonstellation in vieler seiner Stücke einer Familie.

In der amerikanischen Gesellschaft spielt insbesondere der Mythos des American Dream eine wichtige Rolle. Auch Miller greift diesen Mythos in seinen Dramen auf, jedoch verdeutlicht er in seiner Rolle als Gesellschaftskritiker auch dessen Schattenseiten.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit soll auf einer soziologischen, psychologischen und gesellschaftskritischen Betrachtung der Stücke All my sons und Death of a Salesman liegen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhaltsangaben

2.1. All my sons

2.2. Death of a Salesman

3. kurzer biographischer Abriss über das Leben von A. Miller

4. die amerikanische Nachkriegsgesellschaft

4.1. Die moderne Gesellschaft

4.1.1. Weltbild

4.1.2. Soziale Struktur

4.1.3. Erziehung

4.1.4. Struktur der Lebensplanung

4.1.5. Gefahren des Versagens

4.1.6. Bezug des Individuums zur Gesellschaft

4.1.7. Lebensführungskriterien

4.2. Entwicklung zur Massengesellschaft

5. Der Mythos des American Dream

5.1. Antithese zwischen Traum und Realität in “Death of a Salesman”

5.2. Der „Salesman“ im American Dream

6. Familiärer Einfluss auf das Individuum in gesellschaftbezogener Hinsicht

6.1. Die Familie in der vorindustriellen Zeit

6.2. Veränderung der Familie als Sozialverband

6.3. Die Rolle der Familie in Arthur Millers Dramen

7. Das Individuum als Produkt und als Gestalter der Gesellschaft

7.1. Das Individuum als Träger sozialer Rollen

7.2. Konditionierung des Individuums durch die Gesellschaft

7.3. Verantwortung des Individuums gegenüber sich selbst und der Gesellschaft

7.4. Zwiespalt des Individuums

8. Die Problematik der Identitätsfindung und Identitätsverlust in Miller’s Stücken

8.1. Momente der Selbstverleugnung in All my sons

8.1.1. Joe Keller’s Selbstbetrug

8.1.2. Die Rolle von Kate Keller

8.1.3. Erhaltung der Individualität durch Einzigartigkeit : Chris Keller

8.2. Identitätsfindung und Identitätsverlust am Beispiel Willy Loman

8.2.1. Willy Lomans Normen und Werte

8.2.2. Willy Lomans Realitätsverlust

8.2.3. Identitätssuche durch Vorbilder

8.2.4. Unvereinbarkeit von Willys Werten

9. Endbemerkung

10. Bibliographie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft in den frühen Dramen von Arthur Miller, insbesondere in "All my sons" und "Death of a Salesman". Ziel ist es, die soziologischen und psychologischen Auswirkungen gesellschaftlicher Anforderungen auf die Identitätsbildung der Protagonisten zu analysieren und den Einfluss des Familiengefüges sowie des amerikanischen Traums kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft
  • Dekonstruktion des Mythos des "American Dream"
  • Einfluss der Familie auf die Identitätsfindung
  • Die Rolle des Individuums als Träger sozialer Rollen
  • Identitätskonflikte und Selbstbetrug bei Arthur Miller

Auszug aus dem Buch

8.1.1. Joe Keller’s Selbstbetrug

Das Verbrechen gegenüber der Gesellschaft, welches von Joe Keller begangen wurde, basiert auf dem Instinkt der Selbsterhaltung und Selbstbehauptung. Keller gibt sich der Illusion hin, ein Opfer zu sein. Als die Wahrheit über Joe Kellers Beteiligung an dem Verbrechen am Ende des zweiten Akts aufgedeckt wird, versucht Keller, seine Schuld an diesem herunterzuspielen, indem er sich selbst als Opfer der Umstände darstellt (Centola, 54). Damit überzeugt er sich selbst und entlastet sein Gewissen. Seinen Sohn Chris will er davon überzeugen, daß er unter Berücksichtigung der damals gegebenen wirtschaftlichen Situation die bestmögliche Entscheidung getroffen habe:

I’m in business, a man in business; a hundred an twenty cracked, you’re out of business; you got a process, the process don’t work you’re out of business; you don’t know how to operate, your stuff is no good; they close you up, they tear up your contracts, what the hell’s it to them? You lay forty years into a business and they knock you out in five minutes, what could I do, let them take forty years, let them take my life away? (115)

Keller verteidigt sich mit zwei widersprüchlichen Argumenten: Als erstes Argument führt er an, dass alles um das Wohl der Familie geht. Hierbei erkennt er seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Sein zweites und hiermit widersprüchliches Argument ist, dass jeder das, was er tat, nur für Geld tut. Mit diesem Gegensatz stoßen zwei Normen auseinander.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik von Arthur Millers Dramen als Gesellschaftskritik mit Fokus auf Identität und Familie.

2. Inhaltsangaben: Kurze Zusammenfassungen der Handlungen von "All my sons" und "Death of a Salesman".

3. kurzer biographischer Abriss über das Leben von A. Miller: Ein Überblick über Millers Leben und die Entstehungsgeschichte seiner zentralen Werke.

4. die amerikanische Nachkriegsgesellschaft: Untersuchung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie Weltbild, soziale Struktur und Leistungsdruck.

5. Der Mythos des American Dream: Analyse der Idealisierung von Erfolg und dessen Schattenseiten in den USA.

6. Familiärer Einfluss auf das Individuum in gesellschaftbezogener Hinsicht: Betrachtung der Familie als Ort der Sicherheit sowie deren Transformation durch Industrialisierung und gesellschaftlichen Druck.

7. Das Individuum als Produkt und als Gestalter der Gesellschaft: Theoretische Auseinandersetzung mit Rollentheorien und der Verantwortung des Einzelnen.

8. Die Problematik der Identitätsfindung und Identitätsverlust in Miller’s Stücken: Detaillierte Fallanalysen der Charaktere Joe Keller und Willy Loman hinsichtlich ihres Scheiterns.

9. Endbemerkung: Fazit zur Entwicklung von Millers Gesellschaftskritik über seine verschiedenen Schaffensphasen hinweg.

10. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Arthur Miller, All my sons, Death of a Salesman, American Dream, Identitätsfindung, Individuum, Gesellschaftskritik, Familie, Rollentheorie, Selbstbetrug, Nachkriegszeit, Willy Loman, Joe Keller, Sozialer Status, Entfremdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen dem Individuum und der modernen amerikanischen Gesellschaft in den frühen Dramen von Arthur Miller.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Identitätsbildung, der Einfluss der Familie auf das Individuum sowie die kritische Reflexion des amerikanischen Traums.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Erwartungen und Leistungsdruck zur Entfremdung und zum Identitätsverlust der Protagonisten führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer soziologischen, psychologischen und literaturwissenschaftlichen Analyse der Primärtexte unter Einbeziehung soziologischer Rollentheorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Nachkriegszeit und die psychologischen Konflikte der Hauptfiguren in Millers Stücken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Identitätsfindung, Entfremdung, American Dream, Familie und gesellschaftliche Konditionierung.

Warum spielt der "American Dream" eine so große Rolle für Willy Loman?

Für Loman ist dieser Mythos das Maß aller Dinge; er definiert seinen Selbstwert über materiellen Erfolg und Beliebtheit, was schließlich in sein Scheitern mündet.

Inwiefern beeinflusst die Familie das Handeln von Joe Keller?

Keller rechtfertigt sein unsoziales und kriminelles Verhalten primär damit, dass er lediglich für das Überleben und den Wohlstand seiner Familie gehandelt habe.

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Details

Title
Individuum und Gesellschaft in Death of a Salesman und All my sons
College
University of Cologne  (Englisches Seminar Uni Köln)
Course
Arthur Miller
Grade
2
Author
Silke Nufer (Author)
Publication Year
2001
Pages
28
Catalog Number
V6419
ISBN (eBook)
9783638139885
Language
German
Tags
Individuum Gesellschaft Death Salesman Arthur Miller
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Nufer (Author), 2001, Individuum und Gesellschaft in Death of a Salesman und All my sons, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6419
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